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Ja, Caesar war ein milder Tyrann (obwohl er niemanden am Leben ließ, der ihm gefährlich werden konnte; die Clementia Caesari bekamen nur die zu spüren, die für ihn ungefährlich waren). Caesar benötigte die Königswürde nicht, er war de facto König, da Dictator auf Lebenszeit. Das mit der angestrebten Königswürde war lediglich der Legitimationsvorwand für den Senat, weil Caesar das System im Prinzip ausgetrickst/umgangen hatte und sie keinen anderen legitimen Grund für den Tyrannenmord hatten.
Sicher wurde der Senat vorher schön durch den Bürgerkrieg von Marius und Sulla ausgehöhlt und es war wohl nur mehr eine Frage der Zeit bis er durch das Clientelwesen in der Armee (seit der Heeresreform des Marius) von einem Imperator gestürzt worden wäre. Ich bewundere Caesar als genialen Feldherrn und Politiker, aber Tyrann bleibt Tyrann. ![]() Caesar hat ja überdies gegen Ende auch leicht die Bodenhaftung verloren. Wurde letztendlich auch vom schliechenden Gift des hellenistischen Herrscherkultes infiziert und ließ sich auch als Gott verehren. Daher auch sein Ausspruch "Caesarem se, non regem esse" ("Ich bin Caesar, nicht König"). Er wollte sozusagen langsam das Amt des oriental geprägten Gottkönigs einführen. @Derksen: LOL nichts für ungut, aber man merkt, dass du einfach null Ahnung hast. ![]()
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ΑΓΕΩΜΕΤΡΗΤΟΣ ΜΗΔΕΙΣ ΕΙΟΙΤΩ. BERGE BRAUCHEN KEINE MENSCHEN!
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