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Baum^^ 01-11-2007 00:39

Stoppt Tempolimit 130!
 
Wie weit werden Wir in Zukunft noch eingeschränkt?
Das generelle Tempolimit ist doch kein Mittel den Klimawandel zu stoppen!
Ich als leidenschaftlicher Schnellfahrer (bewusst nicht "Raser") kann dies absolut nicht gutheißen. Sollte es Ihnen auch so gehen, bitte registrieren Sie sich auf folgender Website um gegen ein generelles 130 auf deutschen Autobahnen zu stimmen!
http://www.stoppt-tempo-130.de/index...=unterstuetzer

Grüße Baum

~Memento~ 01-11-2007 00:49

Ich bin zwar kein Autofahrer... ABER

Ich finde es für Richtig auf Autobahnen auch ein Limit zu setzen, bei uns in Österreich ist das schon ewig auf 130km/h zumindest kann ich mich auf nix anderes erinnern. Bei euch in Deutschland wars oder ist's doch eh höher gesetzt oder? Was regt ihr euch auf.

1. Es gibt genug deppen bzw Raser und genug Unfälle obwohl 130 auch mehr als genug ist um jemand zu töten. Es hält sich sowieso nicht jeder immer daran aber 130 als Limit ist schon vertretbar.

2. Wenns wegen den Klimawandel ist auch gut aber sehr spät bzw zu spät und nur ein sehr kleiner Schritt ein Tempolimit zu setzen. Die Menscheit reagiert leider erst immer wenn schon "Probleme" auftreten. Sie hätten vor Jahren schon einiges Reduzieren bzw. ändern sollen (nicht nur beim Autofahren, viele andere dinge). Irgendwann schlägt die Natur halt zurück...

TMOA 01-11-2007 01:13

Naja, da hat wieder jemand was tolles im Ausland gesehen und dachte sich gleich: "Sowas brauchen wir bei uns auch!"
Abgesehen davon, das bestimmt ohnehin schon 60-70% aller Autobahnstrecken eine Geschwindigkeitsbeschränkung hat, ist der Rest durchaus auch für so hohe Geschwindigkeiten ausgelegt. Kommt es den auf diesen "freien" Strecken zu vergleichweise mehr Unfällen?

Wenn nicht die Sicherheit ausschlaggebend für eine Änderung ist, dann wohl die Umwelt. Ziel des ganzen soll es ja sein, durch beschränkte Geschwindigkeit den "PS Wahn" der, vorallem deutschen, Automarken zu bremsen. Die Logik sieht so aus, das wenn ich ohnehin nur 130 fahren kann, dann brauch ich auch keinen Porsche, da tut es mir auch ein umweltfreundliches Elektroauto. In der Realität sieht das ganze dann doch leider etwas anders aus. Beispiel Amerika, dort gibt es vergleichweise "harte" Tempolimits, aber dennoch interessiert sich der Durchschnittsamerika einen Dreck für Autos im unteren PS-Bereich.

Amosh 01-11-2007 01:36

Ich persönlich finde das Tempolimit gar nicht so verkehrt. Wie TMOA schon sagte, es schont die Umwelt - und dazu gleich den eigenen Geldbeutel. Der Benzinverbrauch steigt nämlich auch rasend an, je schneller man fährt.

Diese Art der Verminderung von den CO2-Emissionen (auch wenn es nur marginal ist) ist zwar vielleicht nervig für viele Autofahrer, aber seid mal ehrlich, wo kann man diese 130 wirklich ausreizen? Da würde ich doch lieber spritsparender fahren und gleichzeitig dabei meinen Geldbeutel schonen.

SIN1488 01-11-2007 03:11

Hallo an alle,
da ich regelmäßig quer durch Deutschland fahren muss sehe ich viel von der Autobahn viele Unfälle und eine ganze Menge rücksichtsloser Autofahrer aber deswegen generell jedem das schnell fahren zu verbieten ist für mich nicht die richtige Lösung:rolleyes:.
Abschnittsweise Begrenzung ok (auf 2-spurigen Fahrbahnen).

Alles was dann kommt liegt bei jedem selbst. Ich denke das ist nur ein neuer Versuch Kasse zu machen da die CO2 Veränderung im Verhältnis zu den großen Dreckschleudern (Industrie...) wirklich verschwindend gering ausfällt.

raptorsf 01-11-2007 10:53

ich bin grundsätzlich für Selbstverantwortung und möglichst wenig Einschränkungen und Gesetze. Ich fahre sehr viele Kilometer pro Jahr (so rund 30'000 ), sehr oft auch auf Autobahnen und fahre auch gerne mal etwas schneller - dafür gönne ich mir ja auch ein schönes Auto. Aber eine Höchstgeschwindikeit auf Autobahnen braucht es absolut!

Die Umwelt, CO2 oder was auch immer ist für mich aber eigentlich nur ein Vorwand bzw. zur Zeit halt gerade ein Modethema - es geht bei der Höchstgeschwindikeit schlicht nur um Sicherheit! Die Autobahnen und die Autos sowieso sind für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt - wir Menschen aber nicht. Seid ihr schon mal mit über 200 km/h über längere Zeit gefahren? Gabs da keine gefährlichen Situationen? Ich kenne das, bin schon mit gegen 300 (in einem getunten Audi RS4) gefahren auf einer freien Autobahn, aber plötzlich scherte einer rund 2 km vor mir auf die linke Fahrspur mit Schätzungsweise 130 km/h - wenn der mich nicht bemerkt hätte und nicht wieder nach rechts gefahren wäre wäre ich heute nicht hier - und da nützen auch keine Keramikbremsen mehr was...

LordMordred 01-11-2007 10:56

CO2 Ersparnis durch Tempolimit? Ob ich jetzt im 5 Gang 130 oder im sechsten 180 fahre, da nimmt sich doch nichts an der Verbrennung im Motor, der dreht beidesmal mit ca 3-3,5 k Umdrehungen? Das einzige was da eventuell mit reinspielen könnte wäre der Luftwiderstand der quadratisch mit der Geschwindigkeit ansteigt, aber bei den heutigen Wagen(den Schwachsinn SUV ausgenommen) ist der CW wert doch so gering, dass es keinen wirklichen Unterschied macht.
Wenn ich nachts nicht mehr innerhalb von 4 Stunden von Hannover nach Augsburg komme, dann werde ich fliegen und mir in München nen Leihwagen nehmen, weil ich dort nicht auf öffentliche angewiesen sein kann. Und ich kenne einige die das ähnlich handhaben würden --> stimmt minimale einsparung an CO2 durch 130 km/h dafür ein erhöhtes Flugaufkommen, hmm ob da die Bilanz an CO2 noch im negativen bleibt, bezweifel ich nun einfach mal.

So und nun zu dem Scherz, die pösen Unfälle. Ok, dann lasst uns gleich ein Tempolimit mit 30Km/h einführen, ab dieser Aufprallgeschwindigkeit können Autounfälle tötlich sein.
Durch was passieren die Unfälle? Weil einige Leute den Rückspiegel mit einem im Auto montierten Schminkspiegel verwechseln oder weil LKWs mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten fahren können.
Ab 180 km/h ist jeder zu überholende LKW nervenkitzel. Sieht mich der PKW, der die ganze Zeit hinter dem LKW herfährt oder zieht der mir gleich vor meine Front mit 80 km/h oder meinen sich die LKWs mit 5km/h unterschied sich überholen zu müssen?
Zunächst wäre es mal sinnvoll alle LKW und Transporter(ja auch die Sprinter) auf 80km/h zu beschränken und ein generelles Überholverbot ab 3,5-4,8 t auf den deutschen Autobahnen einzuführen, zu mindest wenn man ernsthaft Unfälle auf Autobahnen einschränken will.
Außerdem sollte man den Spazierenfahrern mal mitteilen, dass die Idee, nach längerem Überlegen, sich mit 100 - 120km/h nach links einzuordnen, wenn der PKW, der von hinten mit erheblich höherer Geschwindigkeit kommt, schon gut zu erkennen ist, keine glorreiche ist.
Wie oft haben meine Reifen schon gequietscht, weil ich eigentlich schon wieder fast auf dem Gas stand, als sich der Herr od. die Dame, dann doch entschieden haben, jetzt die Spur zu wechseln. Da wird dann auch erst geblinkt, wenn man schon auf der Mitte ist. Da wünsche ich mir nee große Tafel mit nem Bild eines Autounfalls und der Aufschrift " Das wäre Ihr Preis gewesen!"
Und der Brüller ist, in dem Moment mach ich mich strafbar, weil mein Sicherheitsabstand zu gering ist :crazy:, Versucht mal auf der Polizei zu erklären, dass das Foto den Sachverhalt nicht wirklich zeigt. :grr:

PS: Ich fahre ca 60 000 km im Jahr und ich rege mich über viel auf, aber wenn ich weiß dass ich quer durch Deutschland muss, dann fahr ich nachts. Also ich fahre nicht mit 250 auf einer vollen Autobahn, weil das vollkommen unverantwortlich wäre. Aber wenn die Bahn frei ist "why not?"

Matze I 01-11-2007 10:56

Und wenn sie langsamer fahren dauert ihre Fahr länger, was durchaus schon wieder ein ausgleich an Co² ist...


Also entweder so oder so...

Ich finde 130 ist doof, da vielerorts so oder so schon 120 schilder stehen. Und da wo sie das nicht tuen kann man auch schneller fahren.

Edit:
Da LoMo zur selben Zeit postete wie ich, meine meinung zu deinem post.

Recht hast du. Unfälle liegen nicht alleine in der Geschwindigkeit. Die meisten eher in Unachtsamkeit der Autofahrer.

Zitat:

Und der Brüller ist, in dem Moment mach ich mich strafbar, weil mein Sicherheitsabstand zu gering ist , Versucht mal auf der Polizei zu erklären, dass das Foto den Sachverhalt nicht wirklich zeigt. :grrr:
Ja, das ist das genialste an der sache:nos:

raptorsf 01-11-2007 11:47

die Hauptursache für Unfälle in der Schweiz ist übersetzte Geschwindigkeit (vor Alkohol, Unvorsichtigkeit etc.) - in Deutschland ohne Limitis wirds wohl erst recht Unfallursache Nr. 1 sein.

Auf der ganzen westlichen Welt gelten auf Autobahnen Geschwidigkeitlimits - ausser in Deutschland. Und es ist unbestritten das tiefere Geschwindikeiten weniger Unfälle bedeuten und auch weniger schwere Unfälle - deswegen ist es gar keine Frage ob es in Deutschland ein generelles Geschwindigkeitslimit geben wird, die Frage ist nur wann.

RedBasti 01-11-2007 12:02

Weniger schwere Unfälle? Ob ich mit 130km/h oder 160km/h verunglücke macht sicher keinen großen Unterschied. Lieber wäre mir 160km/h, da ist der Tod sicherer.

Bezüglich Umweltschutz hat LordMordred schon alles nötige gesagt. Außerdem fällt es mir als Bürger doch schwer das zu Glauben. Heizen auf Autobahnen wird für den Umweltschutz verboten aber in Kraftwerken wird weiterhin Kohle verbrannt?

Ganze Nebenbei gehen uns durch das Tempolimit auch einige Einnahmen im Tourismus flöten. Gibt ja schließlich einige die Deutschland gerade wegen der nicht vorhandenen Limits an einigen Autobahnabschnitten als das Paradis auf Erden betrachten und sich hier nen Sportwagen mieten um das Pedal endlich mal durchdrücken zu dürfen.

Dark Warrior 01-11-2007 12:22

ich finde das mit 130 km/h auch nicht sinnvoll da es weder den CO² senkt noch die unfallgefahr minimiert.

das geld wofür die schilder aufgestellt werden könnte man lieber in bessere fahrschulen und bessere sicherheitstechnik stecken.

Apokus 01-11-2007 12:29

Zitat:

Zitat von raptorsf (Beitrag 1486107)
die Hauptursache für Unfälle in der Schweiz ist übersetzte Geschwindigkeit (vor Alkohol, Unvorsichtigkeit etc.) - in Deutschland ohne Limitis wirds wohl erst recht Unfallursache Nr. 1 sein.

Auf der ganzen westlichen Welt gelten auf Autobahnen Geschwidigkeitlimits - ausser in Deutschland. Und es ist unbestritten das tiefere Geschwindikeiten weniger Unfälle bedeuten und auch weniger schwere Unfälle - deswegen ist es gar keine Frage ob es in Deutschland ein generelles Geschwindigkeitslimit geben wird, die Frage ist nur wann.

Mehr Unfälle = Besser für den Arbeitsmarkt und die Rentenkasse.
Also gegen Tempolimit und für die Todesstrafe für leute die Fahrlässig andere Menschen durch zu schnelles Fahren ect umbringen. (Am besten Vollziehen als Crashtestdummy oder sowas, schnelle und Gefahrenreiche Situationen liegen ihnen ja. )

raptorsf 01-11-2007 12:29

Zitat:

Zitat von Bosoc (Beitrag 1486118)
ich finde das mit 130 km/h auch nicht sinnvoll da es weder den CO² senkt noch die unfallgefahr minimiert.

das ist beides schlicht falsch - beides ist bewiesen, durch mehrere, unabhängige Studien.

Ich bin alles andere als ein Grüner (ich fahre einen SUV und eine sportliche Limousine), aber diese Tatsachen muss auch ich anerkennen.

Dark Warrior 01-11-2007 12:33

gut die unfallgefahr minimiert es vllt. etwas aber mal ganz ehrlich wer 0815 mensch fährt mehrmals im jahr schneller als 130 km/h ich finde es gibt die sonntagsfahrer die fahren irgendwie generell langsam und die leute die mal öfters auf die tube drücken das gleicht sich meines erachtens aus.

raptorsf 01-11-2007 12:33

apokus, ich weiss jetzt nicht ob du das ironsiche gemeint hast, wenn nicht muss ich dir wiedersprechen.

Gesamtwirtschaftlich machen hohe Geschwindikeiten und damit eine erhöhte Unfallgefahr keinen Sinn. Durch Unfälle werden Staus verursacht (viele Pendler kommen verspätet zur Arbeit), die Verletzten (denn meistens sterben die nicht) verursachen imense Gesundheitskosten, zusäztlich entstehen Aufräumungskosten, evt. Renten-, Invaliden-, Verischerungskosten etc.

Ausser "Freiheit/Abenteuer" lasse ich kein einziges Argument für überhöhte Geschwindikeiten (und diese liegt bei mir irgendwo um die 150 km/h) zu. :)

Germane45 01-11-2007 12:50

Zitat:

Zitat von raptorsf (Beitrag 1486097)
ich bin grundsätzlich für Selbstverantwortung und möglichst wenig Einschränkungen und Gesetze.

Die Umwelt, CO2 oder was auch immer ist für mich aber eigentlich nur ein Vorwand bzw. zur Zeit halt gerade ein Modethema -

Laut Medienberichten sollen ja sowieso nur noch 10% des dt. Autobahnnetzes ohne Tempolimit sein.

Viele Strecken, die eigentlich einer Sarnierung bedürfen, werden einfach mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung dem Sicherheitsrisiko was sich daraus entwickelt, angepasst.

Ich werte das ganze politische Theater um dieses Thema, eher als Signal an die Autohersteller, sich endlich ihrer versprochenen Verantwortung zu stellen.

Selbstverantwortlich sind ja auch schon die meisten, wie man allg. sieht.

Dark Warrior 01-11-2007 12:58

ich finde man muss da auch politisch umdenken da solche fahrzeuge nunmal auch sehr teuer sind.
falls sich da wer mit der sache erinnert das seit 1970 oder so bis heute der 0815 mensch nur 5€ mehr bekommt und die politiker 377€ oder was das war mehr bekommen das hat nichts nur was mit den autoherstellern zu tun meines erachtens.

LordMordred 01-11-2007 12:58

Wenn ein LKW ohne auf den nachfolgenden Verkehr zu achten mit 95km/h auf die linke Spur zieht und einer mit 180km/h von hinten reindonnert, war mit Sicherheit auch die hohe Geschwindigkeit schuld, weil mit 60 km/h wäre das nicht passiert. Zu einem Unfall gehören immer mehrere Faktoren und zu glauben, dass die Geschwindigkeit runterzusetzen hilft. Sorry, aber warum sind die meisten Unfälle in Baustellen oder an Strassenbahnverengungen, wo eh schon meist ein Tempolimit ist?
Aber wie gesagt, dann müssen wir das einfach auf 30km/h beschränken, denn ab dieser Geschwindigkeit sind mögliche tötliche Unfallfolgen nachgewiesen. gut ich brauch dann zwar 20h wenn ich nach bayern will, aber das wäre dann konsequent.
Oder gleich für alle auf 80, dann spart mann sich auch gleich die zweite Spur, das wäre ein Umweltschutz mehrere km² nicht mehr zuzubetonieren.
Kann mir mal einer die magische 130km/h erklären?

Ich bin für ein Tempolimit von 250 km/h und eine Mindestgeschwindigkeit von 200 auf der linken , 120 auf der mittleren und 70 auf der rechten Spur, und für ein wie vorher erwähnt allgemeines Überholverbot ab 3,5-4,8t zul. Gesamtgewicht dann hast auch weniger Unfälle.

Sven 01-11-2007 13:03

Die Unfallhäufigkeit ist in Deutschland gerade auf den Abschnitten ohne Tempolimit am geringsten.
Auf Stadt-, Land- und Bundesstraßen kracht es erheblich häufiger und ansonsten sind die Unfallschwerpunkte auf Autobahnen in aller Regel dort wo sich Baustellen befinden oder der Verkehr von 3 Spuren auf 2 reduziert wird.
Das wäre mal Fakt #1

Dann zur CO2 Emission: Da hat LoMo ja schon gesagt wie schwachsinnig dieses Argument ist. Es bringt nichts, absolut nichts.
Zudem tragen die Autos zu gerade einmal 2% zur Gesamtemission bei.
Fakt #2

Nun wird gesagt, dass es kein anderes Land der Erde gibt auf dem es kein Tempolimit gibt. So weit richtig. Haben die deswegen weniger Staus? Nein.
Frankreich, Belgien, Niederlande - nur um mal über die direkten Nachbarn zu reden (die USA lassen wir mal außen vor... 40 - 60 Meilen/h und satt Staus) haben die gleichen Verkehrsprobleme wie Deutschland.
Fakt #3

Für sinnvoll würde ich einen Ausbau der variablen Tempobegrenzungen mittels elektronischer Schilderbrücken halten - um in Situationen dichten Verkehrs plötzliche Staus zu vermindern.
Außerdem: Statt Tempolimit drastische Strafen für Leute die mit ihrem Verhalten andere gefährden (Sicherheitsabstand nicht einhalten, drängeln, rechts überholen etc.): Lappen weg für min 1 Jahr, im Wiederholungsfall lebenslang.
Nachschulungen für Kolonnenspringer, Leute die es nicht auf die Reihe kriegen auch mal das Auto von sich aus langsamer werden zu lassen sondern immer gleich in die Eisen steigen (einer bremst, der Hintermann auch - das setzt sich fort bis einer steht... -> Stau) und notorische Linksfahrer (mit 80 zum Überholen ansetzen).
Das würde die, die dieses Thema mal wieder durch ihr Verhalten auf den Tisch gebracht haben mit Sicherheit davon abhalten es so weiter zu machen.

raptorsf 01-11-2007 13:12

sorry Sven, aber Deine "Fakts" sind keine stichhaltigen Argumente gegen ein Tempolimit.

Natürlich kracht es bei Baustellen am häufigsten, aber es kracht noch mehr wenn man dort schnell durchfährt.

Schnelles fahren hat einen negativen Einfluss auf die Umwelt, egal ob es jetzt nur 1, 2 oder 10 Prozent ist oder nicht, irgendwo fängt es halt an.

Und überall gibt es Staus, das meistens weil es zuviele Autos hat oder es eben einen Unfall gab - Unfälle gibt es meist wegen zu hoher Geschwindikeit.

Also jetzt mal wirkliche Facts gegen ein Limit, nicht nur so "Wischiwaschi- Wahrheiten" die je jedes Kind kennt aber keinen direkten Zusammenhang haben.


PS: Wenn ihr das jetzt immer noch alles abstreitet und relativiert suche ich mir wirklich noch entsprechende Statistiken hervor -aber ich gehe jetzt erst mal was essen, zu Fuss ;)

LordMordred 01-11-2007 14:00

Du willst mir also sagen, wenn jemand nur genügend lang mit hoher Geschwindigkeit fährt, kommt es zu einem Unfall ohne das etwas anderes daran beteiligt ist?
Sorry, aber das ist doch blödsinn. Es muss entweder ein anderes Fahrzeug mit samt Fahrer, ein technischer Defekt oder einfache Übermüdung des Fahrers daran beteiligt sein.
Wie gesagt, wenn du schon aus Sicherheit ein Tempolimit willst, dann musst du mind. unter 30 km/h eins setzen. Oder zu mindest auf eine Geschwindigkeit, an der alle erlaubten Fahrzeuge erreichen können. Das wäre auf der Autobahn ich glaub 60km/h. Alles andere ist ein hingedeutelt, wie man es gern hätte.
Bei der Sicherheit im Verkehrsfluss kommt es nicht auf eine Höchstgeschwindigkeit sondern auf das Delta an. Ob der Strom mit 200 oder 130 fließt ist egal, nur wenn es Diskrepanzen zu der Umgebung gibt, dann wird es für alle ärgerlich. Ergo ist mein Schluss daraus, Mindestgeschwindigkeit von 120 auf der linken bei zweispuriger und 160 bei dreispurigen Fahrbahn. Und wie soll ich dir zu so etwas eine Statistik liefern, das ist so unpopulär, dass dies mit Sicherheit noch keiner untersucht hat.

Sven 01-11-2007 14:03

Zitat:

Zitat von raptorsf (Beitrag 1486153)
Natürlich kracht es bei Baustellen am häufigsten, aber es kracht noch mehr wenn man dort schnell durchfährt.

Sicher.... nur: Dort besteht ein Tempolimit? Also hält sich jemand nicht dran - und das ist falsch.
Aber erklär mir doch bitte warum ich, sagen wir um 02:00 Uhr morgens auf einer komplett leeren Autobahn mit drei Spuren/Fahrtrichtung mit 130 herumdümpeln sollte.

raptorsf 01-11-2007 15:32

Zitat:

Zitat von Sven (Beitrag 1486203)
Aber erklär mir doch bitte warum ich, sagen wir um 02:00 Uhr morgens auf einer komplett leeren Autobahn mit drei Spuren/Fahrtrichtung mit 130 herumdümpeln sollte.

das ist ein neues Argument bzw. Vorschlag - und den könnte man ruhig prüfen. Tönt vernünftig.

LordMordered, zitiere mich wenn schon richtig. Ich sage, dass das Risiko mit erhöhter Geschwindikeit steigt einen Unfall zu verursachen bzw. in einen verwickelt zu werden - nicht das dies zwangsläufig so sein muss.

Auch schreibe ich hier nichts von 60 oder gar 30 km/h sondern ich erwähnte als einzige Zahl 150... und es gibt Untersuchungen die belgen, dass die ideale Geschwindikeit um den Verkehrsfluss flüssig zu halten irgendwo zwischen 120 - 130 km/h liegt.

Hast Du ne Ahnung wie viel länger der Bremsweg ist ob Du von 100 km/h oder von 200 km/h runterbremsen musst? Wenn der mit 100km/h schon steht, was denkst du wie schnell der andere noch unterwegs ist? (Vorausetzung selbe Autos, selbe Umweltbedingungen)

Das ganze ist Physik, kann man einfach berechnen. Dann wirst Du merken, dass Deine Theorie vom schnelle Fahren auf der Autobahn und alle kommen schnell voran Blödsinn ist.

EEBKiller 01-11-2007 16:01

Man sollte auch mal was ganz anderes bedenken:

Die Autoindustrie, welche in D trotzdem noch einen großen Teil ausmacht. Die verdienen nun mal ihr Geld mit schnellen Autos mit ewig vielen PS usw. Wenn jetzt generell 130 erlaubt wäre, würde es für die meisten keinen Sinn mehr machen, wenn sie sich ein Auto mit 250 km/h spitze holen, da tuts dann auch eins mit 150. Also werden weniger Proll-Karren gekauft, die bei uns (zum Teil) produziert werden ...

LordMordred 01-11-2007 16:02

Der Bremsweg bei doppelter Geschwindigkeit ist ca viermal so lang, relativ einfach weil das ganze Quadratisch von der Geschwindigkeit abhängt.
Wenn ich das jetzt mal konservativ schätzen sollte würde ich sagen, reiner Bremsweg bei 100 ca 100 meter bei 200 ca 400 meter. Welche Restgeschwindigkeit nach 100m die Karre mit einer anfangsgeschwindigkeit hat, darfst selber ausrechnen. ich würde dabei ne lineare negative Beschleunigung dafür nehmen, rechnet sich leichter.
Wobei mir jetzt nicht einleuchtet was Unfall mit Bremsweg auf 0 zu tun hat.
Das Risiko steigt nicht durch ein Erhöhen der Geschwindigkeit, außer du gehst davon aus, dass dann leichter ein techn. Defekt entsteht. Das Risiko steigt durch die größere Differenz zwischen demjenigen der schneller fahren will und denjenigen die mit 120 auf der Autobahn glücklich sind.
Die Geschwindigkeit von 120 gilt aber nur, wenn du es auf die ganze Straße durchschnittlich anwendest, aber ich will ja eben das ganze differenzieren, sodaß, man jede Spur als einzelnen Fluss sehen müsste, die miteinander verknüpft sind. Die 120 ergeben sich durch die LKW mit 80 auf der linken Spur und auch hier ist es wieder die Differnz.

Also, Physik ist es eher nicht. Und wenn du die Formeln zur Verkehrsflussregulierung als einfache Berechnungen ansiehst. *RESPEKT* Also ich war in Mathe nicht schlecht, aber da hab ich doch etwas gebraucht um da durchzusteigen.
Es kommt gar nicht auf schnell Fahren auf der Autobahn an, differenziere doch mal bitte zwischen den Fahrbahnen. Wenn ich rechts mit 90 hinter nem LKW herfahre werde ich genau so schnell sein wie der LKW, wenn ich mich aber in den Fluss einer anderen Fahrbahn begebe, dann werde ich vor dem LKW ankommen. Genau das ist so weil der Durchsatz bei einer höheren Geschwindigkeit höher ist. Sollte aber jetzt in diesem Fluss ein langsamfahrendes Hinderniss sein, dann werden alle abgebremst und , was im allgemeinen dazu führt, dass der Fluss aus dem Gleichgewicht und somit ins stocken gerät. Ist noch ne 3. Spur vorhanden wird dieser auf die Geschwindigkeit der sonst 2. abgebremst. Und genau jetzt wird es gefährlich, da die von hinten mit einem höheren Durchsatz "angeliefert" werden, aber nicht abfließen können, was zur Verstopfung führt und die Gefahr des Auffahrens in sich birgt.
Daher LKW die andere LKWs überholen, sollte einfach ein No-Go sein und wer schon auf der linken Spur fahren will, sollte mindestens seine Kiste auf 120 beschleunigen um mit einer Überhöhung von 40 zügig an den LKWs vorbei zu kommen. Sollten 3 Spuren sein, sollte die Linke ausschließlich für schnell fahrende Fahrzeuge freigegeben werden.

Aber das ist einfache Physik, du solltest dich vielleicht als Entwickler von Verkehrsleitsystemen bewerben. Wenn du das so einfach rechnen kannst, kannst du mit Sicherheit ein 6-stelligen Lohn verlangen, selbst in Deutschland.

Edit zum Post von EEB:
Ähm ich brauch die PS nicht zum schnellfahren. Die sind auf Landstraßen wesentlich wichtiger um mal eben in kurzer Zeit zu beschleunigen und an LKWs innerhalb von 100m vorbeiziehen zu können, ohne den Gegenverkehr zu gefährden.
Und selbst wenn nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt wäre würde ich mir keinen Elefantenrollschuh ala Smart, Uno, Lupo...usw. zulegen. Ich bin täglich mehrere Stunden in meinem Auto unterwegs, da will ich etwas Platz und Komfort haben.

raptorsf 01-11-2007 16:20

LordMordered, du scheinst ja noch mehr auf der Strasse zu sein als ich. Also wirst Du mir ja auch sicherlich zustimmen, dass kein LKW je über 120 km/h fahren kann. Trotzdem sind die auf der Strasse und speziell oft auf Autobahnen - mir kommt es subjektiv sogar vor, dass es immer mehr von denen gibt.

Anyway, also die LKWs sind da - die fahren so um die 90 vielleicht auch mal 100 km/h auf der (hoffentlich) rechten Fahrbahnseite. Wenn Du jetzt dahingebraust kommst, mit 200 km/h und da schert einer aus siehst Du ziemlich alt aus - bei 120 oder 130 km/h oder mit einer Differenz von "nur" 30 oder 40 km/h kannst Du aber sicherlich noch ausweichen oder bremsen.

Die Welt ist nicht perfekt, die Autobahnen nicht, die Auto und LKW-Fahrer nicht und deswegen muss es vernünftige Regeln geben an die man sich halten kann um möglichst niemanden zu gefährden. Und da liegt halt die Geschwindikeit so bei 120 oder 130 km/h. Vielleicht dauert das in Deutschland mit der starken Autolobby etwas länger, aber irgedwann kommt die nötige Beschränkung ja auch. Oder erklär dann Du mal einer Mutter die Ihren Sohn verloren hat weil einer mal etwas schneller vorwärtskommen wollte... ist hohe Geschwindigkeit ein Menschenrecht oder das Leben???

Das mit der Automobilindustire ist natürlich Blödsinn - es würde kein potentes Auto weniger verkauft nur weil es Limiten gibt. Die höchste Ferrari-Dichte (pro Einwohner) gibt es ja in der Schweiz - und hier ist das Limit überall 120 km/h. :)

Germane45 01-11-2007 16:31

Zitat:

Zitat von raptorsf (Beitrag 1486261)
Oder erklär dann Du mal einer Mutter die Ihren Sohn verloren hat weil einer mal etwas schneller vorwärtskommen wollte...

Da kann man jetzt einen weiteren Punkt, was die Unfallzahlen betrifft, mit einfliessen lassen.

Junge Leute Rasen ja auch gern.
Nur fehlen ihnen die praktischen Erfahrungen, in kritischen Situationen richtig zu reagieren.

Zum Üben sind da sicher nicht 200 km/h geeignet.

Fehlende vorrausschauende Fahrweise, jetzt nicht nur bei den jungen Leuten, halte ich für einen Unfallschwerpunkt.

Das kann noch durch z.B. Handyablenkung usw. ergänzt werden.

LordMordred 01-11-2007 17:02

Also im Punkto LKW stimm ich dir voll und ganz zu und ja es werden immer mehr.

Ich will die ja auch gar nicht wegdiskutieren, aber die sollen eben mit ihren 80 von mir aus auch 95 auf der rechten und ausschließlich auf der rechten Spur fahren, wenn nun jemand mit 120 an diese heranfährt ist er innerhalb kurzer Zeit an denen vorbei gezogen und die linke Spur bleibt relativ frei.

Ja wenn die Ausscheren dann wird es eng, wenn ich nicht schon wie allgemein mit so etwas gerechnet habe. Daher macht meines Erachtens ein generelles LKW-Überholverbot auch mehr Sinn als eine Beschränkung. Vor allem dürfen die, bis auf wenige Ausnahmen, alle nur 80 fahren - wer muss da überholen?

Ich gebe dir ferner Recht, dass es Regeln geben muss um ein rel. gefahrloses Fortkommen aller zu gewährleisten. Nur sehe ich eben die Lösung nicht in der Geschwindigkeitsbegrenzung, sondern in einem Anpassen der Regeln für die Autobahn. Ich gebe dir auch vollkommen recht, dass es Strecken gibt bei denen ein Tempolimit Sinn macht, aber ein generelles lehne ich ab. Da macht doch die Idee von Sven einer elektronisch gesteuerten Verkehrsüberwachung wesentlich mehr Sinn, die die Strasse freigibt, wenn frei und die bei erhöhtem Verkehrsaufkommen, all denen die es selbst nicht sehen mitteilt: Runter vom Gas!
Ich muss nicht schnell fahren, nur wenn die Möglichkeit besteht, will ich auch nicht dahinschleichen.

@Germane ich gebe dir vollkommen recht. Aber da würde ich einfach allen Fahranfängern mal ein Sicherheitstraining auferlegen, gleich nach dem Führerscheinerhalt, dann noch 2 Jahre später also nach der Probezeit. Um ihnen zum einen einen sicheren Umgang mit einem Fahrzeug zu lehren und zweitens um Ihnen zu zeigen, wie schnell sich 1t - 3t selbständig machen. Ich würde generell jedem erstmal ein Sicherheitsfahrtraining verordnen und dann mal einen Lehrgang Geschwindigkeit einschätzen, am Nürburgring. Ich meine, damit könnte man schon viel ausrichten.

gersultan 01-11-2007 19:08

zum Punkt Fahranfänger und erfahrene Autofahrer:

wer meint denn meist mit 100 von der rechten Spur auf die linke zu ziehen, um gemütlich einen LKW zu überholen ohne nenneswert seine Eigengeschwindigkeit zu erhöhen um die linke Spur wieder freizumachen? Meiner Beobachtung nach eher die "erfahrenen" Fahrer...

nebenbei noch: wie oft ist die rechte Spur frei und alle zuckeln mit 120 auf der mittleren oder linken Spur rum, weil die rechte Spur ja "nur für LKWs" ist. Auf den Blödsinn kommen vor allem "ältere" Autofahrer.

Handy im Auto benutzen sind meist auch die erfahrenen, gerade weil sie von sich sagen: "Ich kenne mich und mein Auto, da passiert schon nichts" :rolleyes:

Die Ideen von LoMo mit Verkehrsfluss und den differenzierten Geschwindigkeiten finde ich schon recht vernünftig.

Germane45 01-11-2007 23:54

Dem kann ich so nicht ganz zustimmen.

Die langsam Überholer sind i.d.R. schon Grabsteine, die ihr Auto Gassi führen, oder ne PS lahme Schleuder fahren.
Gerade das Beschleunigen von 80 auf 120 stellt für viele ein grosses Problem dar.

Was die mittlere Spur angeht, hast nicht ganz unrecht.
Da ist wohl für viele das Sicherheitsempfinden grösser.
Mich nerven die auch dauernd.

Freisprecheinrichtungen im Fahrzeug sind zwar noch nicht so weit verbreitet, wie man es sich wünschen sollte.

Aber gerade die jüngeren brauchen ihre Kohle doch eher für Spoiler und Alufelgen...............


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