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Vollständige Version anzeigen : Warnstreiks im öffentlichen Dienst


Germane45
12-02-2008, 19:08
Die Gewerkschaft Ver.di plant ab Donnerstag die ersten Warnstreiks.
Die Streikkassen müssen ja eigentlich voll sein, bedenkt man, wie lange der letzte Streik zurück liegt. :rolleyes:

Betroffen sind evtl Kitas, Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen.
Das kann alles bedeuten. :rolleyes:

Ob die Beitragszahler wohl wieder über den Tisch gezogen werden? :hmm:

Extinction
12-02-2008, 19:28
juhu das heißt donnerstag vllt nicht arbeiten :D :rofl:

aber so wie ich meinen chef kenne ist sein spruch wieder "wer dort mit macht wird firstlos gekündigt" :D

Germane45
12-02-2008, 19:34
Was evtl. Warnstreiks angeht, bin ich nur über den ÖPNV von Bochum und Dortmund informiert. :unsch: ;)

SailedAway
12-02-2008, 20:10
ich als gdpler bin ja nicht betroffen

EEBKiller
12-02-2008, 20:46
ver.di kann man in der Pfeife rauchen.

Die Nahverkehrsbetriebe gehen bei den Heinis schon seit 10 Jahren mit Nullrunden durch. Im Gegenteil: Der letzte Tarifvertrag hat Schichtmitarbeitern sogar Lohnkürzungen gebracht statt mehr. Dafür strömt jetzt unsere Belegschaft Massenweise zur GDL :D

Alles in allem: ver.di steht mehr auf Seiten der Lobbyisten anstatt auf der der Mitarbeiter und die Quittung haben sie jetzt in den letzten Monaten bekommen :nos:

Extinction
12-02-2008, 21:49
aber besser verdi als komba ^^ weil die tretten erst auf wenn verdi fast alles gegeben hat....

aber mal abwarten was die so machen/schaffen....bei mir geht schon die runde das wir nur 3% ebkommen dafür aber 40er woche....hurra....-.-

Amosh
12-02-2008, 21:53
aber so wie ich meinen chef kenne ist sein spruch wieder "wer dort mit macht wird firstlos gekündigt" :D
Wenn er das macht, kannste deinen Arbeitgeber verklagen. ;) Er darf dich nicht kündigen, nur weil du bei einem Streik mitgemacht hast.

Extinction
12-02-2008, 22:27
Wenn er das macht, kannste deinen Arbeitgeber verklagen. ;) Er darf dich nicht kündigen, nur weil du bei einem Streik mitgemacht hast.


echt?cool ^^

wusste irgendwie das da was nicht stimmt aber so wie viele bin ich auf den job angewiesen und riskier lieber nix....und wie sieht es mit ner abmahnung aus?

EEBKiller
12-02-2008, 22:37
@Amosh:

Nicht ganz korrekt: Du musst in einer Gewerkschaft sein, und die muss offiziell einen Streik ausgerufen haben, DANN darfst du Streiken. Ansonsten läuft es auf Arbeitsverweigerung hinaus -> Kündigung.

Extinction
13-02-2008, 14:22
@Amosh:

Nicht ganz korrekt: Du musst in einer Gewerkschaft sein, und die muss offiziell einen Streik ausgerufen haben, DANN darfst du Streiken. Ansonsten läuft es auf Arbeitsverweigerung hinaus -> Kündigung.

bin ich ja aber trotzdem hat der uns das mal verklickert udn wie gesagt wollte dort schon ein paar jährchen verweilen ^^

italyTanX
14-02-2008, 11:29
mir isses wurscht, will eh net mehr solange beim amt arbeiten. gibts zuwenig geld. da bringen die 3% auch nix..

und als es meinen amt jucken würde wenn bei uns keiner arbeitet, das ja eh normalzustand :D

Saroc
14-02-2008, 16:35
kA ob's auch dazu zählt, aber hier inna Hauptstadt hat vor kurzem die BVG (Tram, Bus, U-Bahn) gestreikt und tut es demnächst wieder. Mit nur noch der S-Bahn ist man dann ziemlich aufgeschmissen in manchen Bezirken... :rolleyes:

Extinction
15-02-2008, 16:17
öffentliche verkehrsgesellschaften sind eigenständig.....aber wenn die streiken trifft es städte immer sehr hart....freu mich schon wenn am dienstag bei mir gestreikt wird und dann die netten metallarbeiter das auch tun xD
weil wenn die streiken hat das schon alles seine richtigkeit denn die sind deutschland wichtigsten menschen

Germane45
15-02-2008, 18:39
Die Nahverkehrsbetriebe gehen bei den Heinis schon seit 10 Jahren mit Nullrunden durch. Im Gegenteil: Der letzte Tarifvertrag hat Schichtmitarbeitern sogar Lohnkürzungen gebracht statt mehr.

Du bist aber gut informiert.
Das neueste Angebot der Arbeitgeber hier liegt bei 5% plus Mehrarbeit.
Das wären dann umgerechnet ca. 1% mehr Lohn.:rolleyes:

N8FALTER
17-02-2008, 02:20
jau mehrarbeit für die einen, entlassung für die anderen :mad:

wir werden wohl am mittwoch streiken, aber das steht noch nicht so genau fest :rolleyes:

EEBKiller
17-02-2008, 04:07
Du bist aber gut informiert.

Ich arbeite in nem Nahverkehrsbetrieb. :D

Und mein Kollege hat mir mal seine Lohnzettel gezeigt, da hat sich nicht wirklich was geändert. OK, mit dem neuen Tarifvertrag hat er jetzt Netto wirklich weniger. Ich sags ja, verdi tut nix für uns. Die haben von den Arbeitgebern wahrscheinlich was vorgelegt bekommen und blind unterschrieben, denn sonst kann man sich das nicht erklären.

Wenn ich das schon sehe mit unseren Fahrern. Haben zwar 38,5h pro Woche reine Arbeitszeit, sind aber dank bescheidenen Schichten schonmal 13h ausser Haus und verdienen 1200€ Netto incl. Nacht und Sonntagsarbeit ...

Is genau das selbe Spielchen wie mit den DB-Fahrern ....

Swizzy
17-02-2008, 04:15
Wenn er das macht, kannste deinen Arbeitgeber verklagen. ;) Er darf dich nicht kündigen, nur weil du bei einem Streik mitgemacht hast.

Mal abgesehen von EEB's richtigstellung. Glaubst du, wenn der Chef oder Mitarbeiter dich nacher aufem Kicker haben das du nach lange da motiviert arbeitest ;)? Man kann auch wen "rauskündigen" ;)...

Extinction
17-02-2008, 14:00
werden eigentlich alle nahverkehrsbetriebe streiken ode rnur die in berlin?

Sayajin00
18-02-2008, 03:06
teil weise kann ich es schon verstehen das sie mehr geld haben wohlen, geht mir auch so, hätte gerne mehr arbeitslosen geld :p

Germane45
19-02-2008, 00:00
werden eigentlich alle nahverkehrsbetriebe streiken ode rnur die in berlin?

Es werden sich wohl einige, ausser Berlin beteiligen.
Nach meinem Kenntnisstand sind die von der Bogestra am 25.2. Von Dienstbeginn bis 15 Uhr dabei.

Die DSW21 auch am 25.2. von Dienstbeginn bis Dienstende.
Nach anderen Verkehrsbetrieben habe ich mich ned erkundigt, da es für mich nicht relevant ist.

SailedAway
19-02-2008, 00:18
dvg in duisburg streikt am freitag von 04:00 uhr bis ich glaub 11:00 uhr

Bernd_XP
19-02-2008, 15:36
Wenn ich das schon sehe mit unseren Fahrern. Haben zwar 38,5h pro Woche reine Arbeitszeit, sind aber dank bescheidenen Schichten schonmal 13h ausser Haus und verdienen 1200€ Netto incl. Nacht und Sonntagsarbeit ...

Also DAS wundert mich jetzt etwas. In unserer alten Nachbarschaft gab es zwei Familien bei denen jeweils (nur) einer arbeitete - einer beim Bäderamt und der andere als Busfahrer.
Und so schlecht haben die sicher nicht verdient, wenn jedes zweite Jahr n neuer Benz (bzw. Audi) draußen stand.

EEBKiller
19-02-2008, 15:47
Ist aber so.

Das ist der neue Tarifvertrag bei uns, den verdi wohlwollend unterschrieben hat. :mad:

Extinction
19-02-2008, 18:59
das ist natürlich hart wenn man inkl. nacht - sonntags zuschlag nur 1200 bekommt....!eigentlich sit sonntags 200% mehr soweit ich weiß ode r150?

naja...mal sehn wann hier der nöchste los geht und was die darauf folgene urabstimmung so bringt....!

hätten die politiker sich keine 9%spritze gesetzt hätten se den stress jetzt nicht....was ich gut fand war das meine stadt so solidarisch war und dann nach dortmund gefahren ist aber naja....!

~Sunrise~
21-02-2008, 22:27
Aktuelles:

Auch die BOGESTRA ist von dem Streik betroffen, den die Gewerkschaft ver.di für den 22. Februar im Bereich Nahverkehr ausgerufen hat. Das bedeutet, dass bis ca. 15 Uhr im gesamten Betriebsgebiet keine Busse und Bahnen fahren werden und die KundenCenter geschlossen bleiben. Ausgenommen hiervon sind lediglich die im Auftrag der BOGESTRA fahrenden privaten Busunternehmen. Weitere Informationen erhalten Sie am 22.2. auch unter der Service-Nummer 01803/504030 (9 Ct./Min. aus dt. Festnetz, Mobilfunktarife können abweichen).

Quelle: www.bogestra.de



Am Freitag, dem 22. Februar muss auf allen Linien der Vestischen rund um die Uhr mit erheblichen Betriebsstörungen gerechnet werden. Aufgrund von angekündigten Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di im Öffentlichen Personennahverkehr werden voraussichtlich auch die Räder des hiesigen Nahverkehrsunternehmens von Betriebsbeginn bis Betriebsende stillstehen. Mit den Protestaktionen will die Gewerkschaft ver.di ihrer Forderung nach einer Einkommenserhöhung von 8 % Nachdruck verleihen.

Sehr geehrte Fahrgäste,

die Ihnen durch den Streik der Gewerkschaft Ver.di entstandenen Unannehmlichkeiten bedauern wir sehr. Leider können wir unsere Verkehrsleistung ohne die Mitwirkung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht erbringen. Die durch Arbeitsniederlegungen bedingten Betriebsstörungen bedeuten für unsere Kunden laut den geltenden Beförderungsbedingungen keinen Anspruch auf Ersatzleistungen. Wir können daher nur um Ihr Verständnis bitten.

Ihre

VESTISCHE

Quelle: www.vestische.de

Also wird wohl der ganze Kreis GE und RE bestreikt^^

Kann mir mal einer sagen wie die drauf sind???

Extinction
21-02-2008, 22:49
so weit ich weiß wird im ruhrgebiet 24std gestreikt aber netter aus zug ^^ sowas tolles haben wir am montag nicht bekommen

SailedAway
21-02-2008, 23:00
auch am Niederrhein, hätte ich kein auto würde ich morgen nicht zur arbeit kommen können (ausser taxi usw.) denn sowohl NIAG als auch die DVG streiken.

RoteZora
22-02-2008, 12:15
In Dortmund steht auch alles still.

Alle Räder stehen still... ;)

Mitdaun
22-02-2008, 16:34
Essen wollten sie auch bis 15uhr streiken, deswegen sind die strassen auch alle propevoll.
Hab gestern gehört das die den Arbeitnehmern ein angebot vorgelegt haben das lautete 5% mehr und mehrarbeit, da hätte ich aber auch gestreikt.
Und die GDL droht auch wieder mit Streik, naja mal sehen was daraus wird.

Germane45
01-03-2008, 22:54
Da die Arbeitgeber sich weigern, auch nur einen kl. Schritt auf das arbeitende Volk zuzubewegen, wird es wohl in der kommenden Woche wieder zu Warnstreiks kommen. :hmm:

N8FALTER
02-03-2008, 17:41
jap... bei uns am mittwoch

Germane45
02-03-2008, 17:44
Wie ich heute auf der Maloche erfahren habe, hier auch Mittwoch.
Allerdings soll diesmal das gemeine Volk nicht vorgewarnt werden. :ka:

N8FALTER
02-03-2008, 17:54
bei uns sollen wir vor"warnen" gibt ja sogar notplätze ^^
verstehe ich auch nicht, aber ich denke, sie wollen "das volk" lieber mit auf ihrer seite haben, als sie vor den kopf zu stossen :ka:

Germane45
02-03-2008, 17:56
Bei deinem Job kann ich das ja noch nachvollziehen, wegen der berufstätigen Eltern.
Die kl. Würmchen können ja nix dafür.

N8FALTER
02-03-2008, 17:59
nunja... die berufstätigen eltern kommen abba nicht auf ihre arbeit, wenn sie nicht mehr durch den müll kommen und busse und bahnen auch nicht fahren *gg

im übrigen finde ich 8% nicht zuviel, das sind ungefähr 200,-€ brutto, ergo haben wir 100€ mehr und das is ein minimum, meines erachtens

Germane45
02-03-2008, 18:07
Da kann ich dir nicht widersprechen.
Zumal wir letzten Monat mal wieder eine Inflationsquote von über 3% hatten. :hmm:

Wir im öffentlichen Dienst rutschen gerade in den letzten Monaten immer weiter ins finanzielle Minus ab.

Extinction
02-03-2008, 18:34
da lohnt es sich gar nicht mehr im öff. dienst zu arbeiten...alle sagen "ohh wie toll!viel geld fürs nix tun" arschlecken....würde ich zum privaten wechseln würde ich locker mal 200-400 eruonen mehr bekommen.....das einzig gute sind die arbeitszeiten und da würde ich die halbe stunde mehr inner woche auch noch hin nehmen die die betriebe letztens angeboten haben bloß die 5% oder wie viel das war in einem zeitraum von paar jahren....nene

naja vllt reagieren die ja am mitwoch wenn dann wohl flächendeckend gewarnstreikt wird

finds allerdings nur lustig das die vardi mit wochenlangen streiks gedroht haben und die vllt geld für 1 woche haben...naja abwarten kaffee trinken und die lecker verdi-geschmierten brötschen mampfen!

@germane vllt sieht man sich ja mittwoch in dortmund :P

N8FALTER
02-03-2008, 18:44
.naja abwarten kaffee trinken und die lecker verdi-geschmierten brötschen mampfen!



*hehe...joa

woher weisst du, dass sie kein geld für längere streiks haben??? die haben doch jetzt mind. 10jahre nix mehr gemacht, da müssten die kassen doch voll sein?

Extinction
02-03-2008, 18:50
meeeeeeeeeeeeeep!

so hab einen artikel gefunden!

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi verfügt Experten zufolge in ihrer Streikkasse nicht über genügend Geld für einen lang angelegten Streik im öffentlichen Dienst. Die "Bild"-Zeitung berichtete in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, Verdi verfüge in der Streikkasse über hundert Millionen Euro. Demnach nahm die Gewerkschaft seit 1996 bis zu 140 Millionen Euro netto aus Mitgliedsbeiträgen ein. Der Tarifexperte des Instituts, Hagen Lesch, hält die Summe allerdings dem Bericht zufolge für nicht ausreichend, um damit einen mehrwöchigen und breit angelegten Streik im öffentlichen Dienst finanzieren zu können.

Nach Schätzungen des Fachmanns kostet ein Streik von 150.000 Beschäftigten Verdi pro Tag 7,7 Millionen Euro. Sollten 200.000 Beschäftigte die Arbeit niederlegen, entstünden tägliche Kosten von rund 10,5 Millionen Euro. "Ein wochenlanger Massenstreik der Beschäftigten ist daher für Verdi gar nicht finanzierbar", sagte Lesch zu Bild.de. Von den aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen sind rund 1,3 Millionen Beschäftigte betroffen.
quelle: http://de.news.yahoo.com/afp/20080221/tde-d-oeffentlicherdienst-tarife-vormeld-a4484c6_1.html

tjaja...am besten wir gehen alle in die metall industrie und tretten der IG metall bei....hoch soll se leben

RoteZora
02-03-2008, 18:52
Wer ist jetzt "die"?

Die Gewerkschaften oder die Arbeitsgeber? :confused:

Germane45
02-03-2008, 19:03
diverse medien haben rechachiert(oder wie sich das schreibt) und da kam irgendwie was bei rum das die für die gesamten mitarbeiter für 1 tag ca 1,5 mille ausgeben müssen und die haben wenns hoch kommt 15 millionen aufm konto...

mom werd mal suchen vllt find ich irgendwo noch einen artikel

Der letzte Streik im öffentlichen Dienst ist 16 Jahre her.
Damals würde für 10 Tage alles dicht gemacht.
Verkauft wurden wir damals von der Wulf Mathies für ihren Posten als EG Kommissarin.

Sollte sich diesmal die gleiche Situation entwickeln, dürfte es einen Massenaustritt aus der Gewerkschaft geben.

Vergleiche zur Bahngewerkschaft haben wir alle im Hinterkopf.

Allein auf meine Lohnebene bezogen, habe ich seit dem letzten Streik weit über 4000 Euro an die Gewerkschaft überwiesen.

Das reicht für mehr als 10 Tage Streik.

Extinction
02-03-2008, 19:27
schonmal dran gedacht das die brötschen die es zwischendurch auch mal gibt davon auch gesponsert werden....? die verdi ist ja nicht nur für die öffentlichen da....die machen ja überall mit....!

kannst dir die verdi ungefähr so bei der ig metall vorstellen wie die komba bei verdi.tauchen immer erst dann auf wenn alles im laufen ist

Germane45
02-03-2008, 19:35
Mir hat Ver.di noch keine Brötchen gesponsert.
Mich haben die bisher nur verarscht. :hmm:
Und nicht nur mich.

Mit nem ollen "Brötchen" sind wir diesmal nicht zu kaufen, oder über den Tisch zu ziehen.

Wir wollen auch mal wieder Fleisch auf den Teller.

Extinction
02-03-2008, 19:37
also bei uns gabs erst am donnerstag brötchen und würste sponsort bei verdi.....hmm irgendwas machst du falsch

ja werde auch höchst wahrscheinlich wechseln da die verdi komischerweise selten ihre vorderungen bekommt....und für die öffentlichen gibts leider keine gute gewerkschaft....schade eigentlich

m4RLb0ro
03-03-2008, 11:05
Weiß hier villt jemand ob die KVB auch betroffen ist...konnte bisher nichts davon im Internet finden! :confused:

Germane45
03-03-2008, 18:15
Dafür das die zweite Runde des Warnstreiks ja eigentlich nicht gross an die Glocke gehängt werden sollte, steht es hier in den lokalen Onlinenachrichten.
Also Morgen in der Tageszeitung.

Sollte Morgen nix in der Zeitung stehen, würde ich einfach mal beim Fahrbetrieb anrufen.
Oder frag vorher irgendwelche Schulkinder. ^^
Die sind hier z.B. sehr gut informiert. :D

@Extinction
Ein Wechsel wird erst interessant, wenn auch genug mitmachen.
Ansonsten rechnet sich eher ein Austritt.

Dann müssen die Beiträge aber auch fest auf ein eigenes Konto angespart werden.

In meinem Fall wäre das, hätte ich es gemacht, für grob 2 Monate am Stück gereicht.

Bedenke aber auch die Kopplung mit der GUV, solltest Du ihm Fahrdienst sein.

m4RLb0ro
04-03-2008, 09:57
Heute gab es endlich Infos zur KVB ^^


KVB wird am Mittwoch 24 Stunden bestreikt

Für Mittwoch, den 5. März, müssen sich die Kunden der Kölner Verkehrs-Betriebe AG wieder darauf einstellen, dass der Betrieb von Bussen und Bahnen durch einen Warnstreik verhindert wird. Es ist davon auszugehen, dass die Fahrzeuge der KVB die Depots am Mittwoch früh nicht verlassen werden. Der Warnstreik wird voraussichtlich 24 Stunden dauern - von Mittwoch, 5. März, 3.00 Uhr früh bis Donnerstag, 6. März, 3.00 Uhr früh, d.h. erst am Donnerstag kann mit dem neuen Betriebsbeginn der Fahrgastbetrieb wieder planmäßig aufgenommen werden.


Na dann.. =)

YODA
04-03-2008, 11:29
in unserem dorf kann ma ja auch zu fuss gehen ;)

m4RLb0ro
04-03-2008, 11:36
in unserem dorf kann ma ja auch zu fuss gehen ;)

Aber net von Ehrenfeld bis nach Zollstock, das mir doch ein "kleines" stückschen zu weit :D

YODA
04-03-2008, 11:41
du bist nur zu faul ;) :p

m4RLb0ro
04-03-2008, 11:48
Das könnte natürlich auch sein... :eg: :D

EEBKiller
04-03-2008, 23:55
Der letzte Streik im öffentlichen Dienst ist 16 Jahre her.
Damals würde für 10 Tage alles dicht gemacht.
Verkauft wurden wir damals von der Wulf Mathies für ihren Posten als EG Kommissarin.

Sollte sich diesmal die gleiche Situation entwickeln, dürfte es einen Massenaustritt aus der Gewerkschaft geben.

Vergleiche zur Bahngewerkschaft haben wir alle im Hinterkopf.

Allein auf meine Lohnebene bezogen, habe ich seit dem letzten Streik weit über 4000 Euro an die Gewerkschaft überwiesen.

Das reicht für mehr als 10 Tage Streik.

Ohhhh ja, wieso kommt mir das alles so bekannt vor ... Diese Story erzählen mir meine Alt-Kollegen auch andauernd. In Bayern ist ja der Supergau für Verdi schon gekommen. Sie haben 3 Jahre für einen Tarifvertrag gebraucht und der hat allen Fahrern, Gleisbauern und auch Schichtarbeitern teilweise erhebliche Einbußen gebracht (wegfall von Zulagen etc.) Und den Massenaustritt aus verdi hats in ganz Bayern schon gegeben und die sind langsam verzweifelt. Ein großer Teil ist jetzt schon bei der GDL und die hat mitlerweile schon Mitspracherecht bei uns. Tja, so kanns gehen ......

Saroc
05-03-2008, 16:14
In Berlin ist ab nächste Woche auch die Hölle los. Seit heute streikt BVG (Bus, Tram, U-Bahn) wieder, und ab nächsten Montag auch noch S-Bahn. Toll. Nur weil die bequemen Herren vom Vorstand der DB es nicht schaffen, den Vertrag zu unterzeichnen, da der ja sowas von nicht gerechtfertigt ist. :nos:

RedBasti
05-03-2008, 16:29
Och, das ganze hat auch Vorteile. Heute morgen erstmal gemütlich meine Mutter zur Arbeit gefahren und anschließend hin zur Universität um ein wenig Literaturrecherche zu betreiben. Die Bibliothek war Dank Schnee und BVG-Streik menschenleer und keiner klaute mir irgendein Buch vor der Nase weg. Auch am Kopierer konnte man ganz gemütlich arbeiten ohne das hinter mir schon der nächste drängelt. Außerdem konnte man ein wenig die Winterreifen auf schneebedeckten Kopfsteinpflaster straßen austesten. :)

Saroc
06-03-2008, 19:08
Ich glaube, da gehörst du zu den Wenigsten. Weil Leute, die kein Auto besitzen (wie ich) einfach mal am Ar*ch sind, und das mehr Ärger als alles Andere mit sich bringt.

Dark Warrior
06-03-2008, 20:51
...und ab nächsten Montag auch noch S-Bahn. Toll. Nur weil die bequemen Herren vom Vorstand der DB es nicht schaffen, den Vertrag zu unterzeichnen, da der ja sowas von nicht gerechtfertigt ist.

Wenn sie denn nicht bis dato unterschreiben, d.h. nicht das es so eintreffen muss.;)

Ich finde persönlich auch, dass viel zu viele öffentliche Dienste streiken, dass kann doch nicht angehen, auch wenn es gerechtfertigt ist aber manchmal sollte der Staat schon durchgreifen und nicht ständig Müll reden...:mad:

Extinction
06-03-2008, 21:29
Ich finde persönlich auch, dass viel zu viele öffentliche Dienste streiken, dass kann doch nicht angehen, auch wenn es gerechtfertigt ist aber manchmal sollte der Staat schon durchgreifen und nicht ständig Müll reden...:mad:

wenn man bedenkt das jemand im öfftl dienst vllt mal 1200-1300 euro raus bekommt und seid 2001 anstatt ne lohn erhöhung lohn kürzungen kommen,manager aus anderen bereichen dafür 10 % mehr bekommen,die politiker sich ne finanzspritze von 9% geben und der lebensstandart steigt bleibt einen ni anderes mehr übrig!weiß nicht wo ichs schonmal gesagt habe aber für mich würde es sich mehr lohnen schwarz zu arbeiten als weiterhin bei der kommune da ich dort zu wenig zum leben bekomme.das beste ist ja wenn ich seh wie manche mehr geld fürs nix zun bekommen wie ich oder zumindest das gleiche geld da fragt man sich echt wo man lebt und ob es sinn macht.....am besten wäre es echt harzt4 zu beantragen dann streiken wenigstens 4 mio. mit mir

Mitdaun
07-03-2008, 09:30
Ich glaube, da gehörst du zu den Wenigsten. Weil Leute, die kein Auto besitzen (wie ich) einfach mal am Ar*ch sind, und das mehr Ärger als alles Andere mit sich bringt.


Glaub mir selbst wenn man ein Auto hat, hat man kein Spass dran, die Strassen sind in den Tagen voller als sonst was, erst recht falls am Montag wieder die Deutsche Bahn Streiken sollte, dann macht Auto fahren weder Spass noch kommt man pünklich zur Arbeit, und so ist es auch mit den Bussen und Bahnen.
Den Sprit den man da mehr verheitzt bezahlt dir niemand.

Die einzigen die sich freuen sind die Taxi fahrer und Autovermieter.

Dark Warrior
07-03-2008, 09:57
Meine Freundin muss sich wahrscheinlich, am Montag bei dem Scheiß-Wetter, auf dem Fahrrad setzen und schon am 2. Tag wo sie jetzt anders zur Arbeit muss, bekommt sie voll das kotzen genauso wie ich...

@Extinction: Es geht mir darum, dass soviele gleichzeitig streiken!

Ich hab nichts gegen Streiks aber gegen ein Massen-Streikwahn!

Und genau das kann ja wohl nicht angehen oder wie denkst du darüber?

Extinction
07-03-2008, 16:32
ich denke so darüber....

die masse machts!würden jedes jahr ein betrieb streiken würde es nix bringen aber jetzt sind die arbeitnehmer dran und zeigen mal was ohne denen nicht geht!

wenn du in den nachriten guckst haben die kommunen/politiker mehr kein bock das der öff. dienst streikt weil der zu viele anhänger findet!bei mir kam dann auf einmal alle banken mit dazu und haben gestreikt und die hätten sich sonst nicht getraut!

steiks sind die einzige waffe der arbeitnehmer ihre vorderungen durch zu setzen und wie das sprichwort "gemeinsam sind wir stark" es sagt, stimmts auch.was kann ein einzelner bewirken?nix!was können mehrere tausend beweiken?viel

Germane45
07-03-2008, 23:26
Ich hab nichts gegen Streiks aber gegen ein Massen-Streikwahn!


Dann sei doch Froh, das hier nicht die gleichen Methoden herrschen, wie in Italien oder sogar Frankreich.
Da wird etwas bewegt.

Das unter einem Streik viele zu tragen haben, die Ansich eigentlich nix damit zu tun haben merkt man erst, wenn man selber betroffen ist.

Alle Dienstleistungen im öffentlichen Dienst werden als selbstverständlich hingenommen.

Aber von den Opfern, die mitunter für die Allgemeinheit aufgebracht werden, redet kein Mensch, weil es ja auch keinen interessiert.

Das es bei der Bundesbahn mit Betriebsstörungen weitergeht, ist doch wohl gut nachzuvollziehen.

Was Mehdorn sich wieder geleistet hat, ist doch durch nichts zu überbieten.

Dark Warrior
10-03-2008, 09:15
Die Bahn streikt heute doch nicht, alle Linien sind wieder in Betrieb!

Leider fährt die BVG immer noch nicht...

raptorsf
10-03-2008, 10:45
Die Leute die streiken, sind meistens schon in einer Branche bzw. Firma beschäftigt, die schon sehr tiefe Löhne zahlt. Jetzt ist die Frage, streiken sie weil sie so wenig verdienen oder verdienen sie so wenig, weil sie soviel streiken?

Eine einfache und provokative Frage, die sich wohl selten ein Streikender oder gar eine Gewerkschaft stellen.

Ich bin der Meinung, dass das zweite zutrifft - mit der Meinung schwimme ich zwar halt wieder Mal gegen den Strom in diesem Forum aber so ist es halt wohl scheinbar :) (Oder schon mal was davon gehört, dass Bankangestellte streiken?)

Streiks ist was für Uninformierte vom 19. Jahrhundert - jeder der nur ein wenig flexibel ist und nur ein wenig Schulbildung hat muss meiner Meinung nach nicht streiken sondern sucht sich schlicht eine andere Stelle wenn er das Gefühl hat, dass er zu wenig kriegt. Das nennt man auch Marktwirtschaft.

YODA
10-03-2008, 10:59
(Oder schon mal was davon gehört, dass Bankangestellte streiken?)

Streiks ist was für Uninformierte vom 19. Jahrhundert - jeder der nur ein wenig flexibel ist und nur ein wenig Schulbildung hat muss meiner Meinung nach nicht streiken sondern sucht sich schlicht eine andere Stelle wenn er das Gefühl hat, dass er zu wenig kriegt. Das nennt man auch Marktwirtschaft.


Bankangestellte streiken

jup und das ist noch gar nicht so lange her


jeder der nur ein wenig Schulbildung hat muss meiner Meinung nach nicht streiken

des halb streiken ja auch zb aerzte usw ...

RoteZora
10-03-2008, 11:29
Die Leute die streiken, sind meistens schon in einer Branche bzw. Firma beschäftigt, die schon sehr tiefe Löhne zahlt. Jetzt ist die Frage, streiken sie weil sie so wenig verdienen oder verdienen sie so wenig, weil sie soviel streiken?


Damit hast du dich dann endgültig disqualifiziert. :wrofl:
Offensichtlich hast du keinerlei Ahnung worum es geht. :troest:


Es geht hier ja nicht um Gehaltserhöhungen, die sind tatsächlich Verhandlungssache. Aber ausgehandelte Tarife sind ein Grundgerüst für die Entlohnung der Mitarbeiter. Das Ganze ist in der BRD gesetzlich geregelt im Tarifvertragsgesetz (http://de.wikipedia.org/wiki/Tarifvertragsgesetz). Daran müssen sich die Tarifparteien halten. ;)



OK wie läuft das denn in der Schweiz bei Tarifverhandlungen?

Werden da laufend die Gehälter automatisch an die Inflationsrate angepasst oder niemals?

Oder wechseln die Leute einfach alle 2 Jahre den Job, weil die Inflationsrate sie eingeholt hat? Wer das nicht macht kippt die soziale Leiter runter und wird irgendwann in einer Schlucht tot aufgefunden?

Gibt es in der Schweiz keinerlei Inflation? Mag ja sein. :confused:
Sollen wir alle Schweizer werden wollen? :noe:
Auch wenn ich einige Schweizer sehr nett finde und das Land recht hübsch, möchte ich doch keine Schweizerin werden.
Für mich ist es nicht das gelobte Land! :jupp:

raptorsf
10-03-2008, 15:36
stimmt, ich kenne den aktuellen Fall in Deutschland nicht. Habe mehr allgemein gesprochen.

Natürlich gibt es bei uns auch Inflation, aber die wird abgedeckt, sofern man einen guten Arbeitgeber hat. Wenn man einen noch besseren hat, gibts sogar eine Lohnerhöhung.

Jobwechseln ist immer die beste Möglichkeit mehr Lohn zu bekommen, ansonsten gibts halt eben nur die rund 3 - 5 % pro Jahr. Ausser man bekommt mehr Verantwortung oder eine neue Aufgabe.

PS: RoteZora, du gehörst aber scheinbar zu einer Minderheit. Es gibt immer mehr Deutsche hier in der Schweiz die Arbeit suchen oder gar haben - man könnte böse sein und sogar behaupten, dass ihr Deutschen unsere Jobs wegnehmt ;)

YODA
10-03-2008, 15:40
Jobwechseln ist immer die beste Möglichkeit mehr Lohn zu bekommen, ansonsten gibts halt eben nur die rund 3 - 5 % pro Jahr. Ausser man bekommt mehr Verantwortung oder eine neue Aufgabe.

schoen das es 3-5% bei euch gibt bei uns nicht automatisch

Es gibt immer mehr Deutsche hier in der Schweiz die Arbeit suchen oder gar haben - man könnte böse sein und sogar behaupten, dass ihr Deutschen unsere Jobs wegnehmt ;)

wir sind halt besser *feix* :D ;) :p

raptorsf
10-03-2008, 15:56
schoen das es 3-5% bei euch gibt bei uns nicht automatisch

automatisch nicht, aber im Regelfall schon (ich rede immer von der Privatwirtschaft, bei öffentlichen Verwaltungen ist es anders, denen gehts aber auch nicht schlecht...)



wir sind halt besser *feix* :D ;) :p

richtig, das Bessere ist der Feind des Guten. Habe ja nichts dagegen, ansonsten wäre ich ja nicht für die Marktwirtschaft. Das ist meiner Meinung nach das kleinere Uebel als die Alternative davon (Kommunismus, Sozialismus, Gewerkschaften und das ganz alte Zeugs von früher :))

RoteZora
10-03-2008, 18:54
... und wer entscheidet, ob es 3 oder 5 % gibt?

Was ist, wenn es nichts geben würde? Einfach mal so für sagen wir mal 3 Jahre? Und danach gibt es nur eine Erhöhung, wenn die Wochenarbeitszeit erhöht wird?

Germane45
10-03-2008, 19:19
Streiks ist was für Uninformierte vom 19. Jahrhundert - jeder der nur ein wenig flexibel ist und nur ein wenig Schulbildung hat muss meiner Meinung nach nicht streiken sondern sucht sich schlicht eine andere Stelle wenn er das Gefühl hat, dass er zu wenig kriegt. Das nennt man auch Marktwirtschaft.

Was man in schweizer Schulen so lernt, was Marktwirtschaft ist, finde ich höchst interessant. :)

Auf den Rest aus diesem Beitrag möchte ich erst Recht nicht näher eingehen.

Wir sollten uns wohl eher darauf einigen, das wir eine unterschiedliche Weltanschauung haben.

In der Schweiz ticken ja die Uhren sowieso anders.:jupp:

N8FALTER
10-03-2008, 21:53
stimme meinen vorrednern 100%ig zu, was noch vergessen wurde zu erwähnen:

... sondern sucht sich schlicht eine andere Stelle ....

im öffentlichen dienst ist es wurscht, ob du bleibst, oder woanders hingehst, da gibts denselben tarif (lediglich die ortszuschläge sind verschieden) würde ich zu nem privaten wechseln, bekäme ich auch nicht mehr und wäre ausserdem meinen sicheren job los.

ich könnte sicher komplett umlernen, aber alles andere erscheint mir zu langweilig, ich mag meinen job (ok...mittlerweile ärgere ich mich manchmal, dass ich nicht schöhnheitschirurgin geworden bin, aber das tut ja hier nix zur sache ;) )

raptorsf
11-03-2008, 10:12
schlussendlich ist es wirklich eine Frage der Weltanschauung - da gehe ich mit Euch ausnahmsweise mal einig :)

Ihr könnt mich nicht von Eurer Meinung überzeugen und ich nicht Euch - und schlussendlich hat jeder seine Argumente. Aber vielleicht sollte man (was man allgemein tun sollte wenn man sich nicht einig ist) einfach mal die Fakten vergleichen.

In Ländern (Frankreich, Italien, Deutschland) oder in Branchen (z.B. öffentlicher Dienst, schlecht qualifizierte Jobs) wo regelmässig gestreikt wird ist die durchschnittliche Arbeitslosigkeit im Schnitt höher und die Löhne tiefer als anderswo.

Unsozialer als wenig Lohn ist gar keinen Job zu haben. Aber eben, das ist ein Kampf gegen Windmühlen hier im Forum :)

RoteZora
11-03-2008, 10:40
Du hast noch nicht geklärt, wie und warum ihr jährlich 3 - 5 % mehr Lohn bekommt und wer das bestimmt.

raptorsf
11-03-2008, 11:37
Du hast noch nicht geklärt, wie und warum ihr jährlich 3 - 5 % mehr Lohn bekommt und wer das bestimmt.

die Frage kann man ja so auch nicht beantworten. Das ist von Firma zu Firma und sogar von Abteilung zu Abteilung unterschiedlich. Die einten kriegen gar keine Löhnerhöhung oder gar eine Reduktion (weil es eben schlecht lief oder das Individum einfach schlecht gearbeitet hat) andere wiederum 10, 20 oder 30 % mehr. Im Schnitt gab es in der Schweiz über die letzten Jahren 3 - 5 % mehr Lohn pro Jahr. Ein Teil wird natürlich durch die Teuerung "aufgefressen" und das andere (vielleicht rund die Hälfte) ist eine reale Lohnerhöhung.

Habe aber die genauen Statistiken nicht zur Hand, aber dort könnte man das gut nachlesen (also bestraft mich jetzt nicht wenn ich 0,4 % danebenlag). Wichtig ist einfach auch (aber das ist wieder Weltanschauung :)), dass generelle Lohnerhöhung und Aussagen immer gefährlich sind. Jeder muss sich schlussendlich selber fragen ob er genug verdient und ob er er nicht anderswo mehr verdienen würde. Auch ist eigenes Verhandlungsgeschick halt gefragt und am Ende muss man auch sagen, dass Lohn vielfach willkürlich festgelegt wird und man "Leistung" auch nur schlecht messen kann.

Kurz gesagt: Anstatt seine Energie für Streiks und Rumjammern zu vertrödeln vergleicht man sich besser mit seinen Kollegen und wenn man zum Schluss kommt, dass man zuwenig verdient spricht man zuerst mit seinem Chef und sonst halt mit der Konkurrenz ;)

RoteZora
11-03-2008, 12:25
Statt dessen muss der Chef seine Zeit vertrödeln indem er mit jedem einzelnen jedes Jahr verhandeln muss? http://www.my-smileys.de/smileys3/00009171_2.gif

Das wollte man hier vermeiden durch die zentralisierte Verhandlung durch
Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretungen. ;)

raptorsf
11-03-2008, 12:31
die wohl wichtigstes Aufgabe eines Chefes sind die richtigen Mitarbeiter zu finden und zu behalten. Ein Teil um dies zu bewerkstelligen ist sicherlich das regelmässige Gespräch - und mindestens einmal im Jahr muss man sich wohl auch um die Leistungen, Erwartungen, eventuelle Weiterbildungen und natürlich den Lohn unterhalten.

Diese 10 Minuten pro Mitarbeiter und Jahr (nur für Lohn) ist sicherlich eine gute Investition. Oder liege ich da mit meinem Weltbild (bei mir läuft das übrigens so seit Jahren) völlig daneben?

Extinction
11-03-2008, 19:43
ok tatsache...

in der schweiz gehts den leuten besser da sie mehr geld bekommen und deswegen gehen auch immer mehr deutsch in die schweiz.dort müssen die zwar mehr arbeiten,bekommen aber mehr geld und zahlen weniger steuern.
leider ist die kapazität der schweiz nicht für 81mio menschen ausgelegnt sodass der rest in deutschland bleiben muss und deswegen streiken muss da man vllt 1100-1300 euro im monat raus bekommt und die tolle regierung wieder darüber verhandelt teigwaren,süßigkeiten sowie milch wieder zu erhöhen....dabei hat man dann die kosten für lebensmittel,eine 90m² wohnung,ein auto,unzählige versicherungen,nebenkosten,2 mal im monat abends weggehen,internet,telefon,handy,arzt,evtl haustiere,kinder und etwas geld zurück legen....und da wir alle wisen das man sich auch mal gerne ne pizza bestellt,ein buch kauft,seiner liebsten nen blumestraus oder was auch immer bleibt am ende des monats nicht mehr für übrig zum leben wie zb nen schönen urlaub in der schweiz....und deswegen geh ich auf die straße um wenigstens 200 euro mehr im monat zu haben damit ich dann nach 6 monaten schön geld in die schweiz pumpen kann damit ihr eure 3-5% mehr geld bekommt =)

ich glaub ich will auch in die schweiz....!

ps: einfach mal einen job zu wechseln ist leider nicht mehr so einfach wie vor 30 jahren!wenn man 5 jahre schon im geschäft ist wird trotzdem noch auf die noten des abschlusszeugnisses geachtet und wenn es dem betrieb schlecht geht wird man dann einfach fristlos gekündigt und man steht wieder mit nix da....aber erstmal jemanden finden der welche braucht das ist das schwierigste...!kann nämlich schonmal vor kommen das man gut und gerne 1 jahr auf der straße lebt bis man mal wieder was hat und aufs tolle arbeitsamt kann man sich auch nicht mehr verlassen

raptorsf
12-03-2008, 12:59
extiniction, kann Deine Situation gut verstehen - wahrscheinlich würde ich ähnlich handeln, da man ja als Einzelner nicht wirklich viel bewegen kann.

Trotzdem sind natürlich tiefe Löhne und hohe Abgaben nicht gottgegeben, sondern dies wird zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ausgehandelt und schlussendlich setzt die Politik die Rahmenbedingungen.

Was ich einfach sagen will ist, dass sich Leistung lohnen muss und die Leute welche viel arbeiten auch viel bekommen sollen - aber auch umgekehrt, wer wenig oder nix arbeitet (aber normal arbeiten könnte), soll auch entsprechend wenig bekommen. (Damit wäre ich eigentlich sofort bei meinem Lieblingsthema Steuern, aber das lasse ich mal ausnahmsweise weg :D)

Habe irgendwo eine Zahl gelesen, dass rund 150'000 Deutsche ins Ausland ausgewandert sind um einen Job zu suchen und die allermeisten haben auch einen vernünftigen gekriegt - in der selben Zeit sind fast doppelt soviele Ausländer nach Deutschland gegangen ohnen einen Job zu suchen oder gar zu haben...

N8FALTER
12-03-2008, 21:24
....schlecht qualifizierte Jobs....

5 jahre ausbildung siehst du als "schlecht qualifiziert"??? :ast:

raptorsf
13-03-2008, 14:46
das Zitat hast Du aus dem Zusammenhang gerissen und ich habe das nicht so gesagt und auch nicht so gemeint. :confused:

RoteZora
13-03-2008, 20:24
Ganz ehrlich?
Das kommt aber so rüber.

N8FALTER
13-03-2008, 23:31
ja, finde ich auch...sry, wenn ich das missverstanden hab, kann mir aber auch bei nochmaligen lesen keinen anderen reim drauf machen :confused:

raptorsf
14-03-2008, 10:07
soviele Missverständnisse? Vielleicht liegt es daran, dass Hochdeutsch nicht meine Muttersprache ist :)

Ich habe geschrieben (Zitat): "In Ländern (Frankreich, Italien, Deutschland) oder in Branchen (z.B. öffentlicher Dienst, schlecht qualifizierte Jobs) wo regelmässig gestreikt wird ist die durchschnittliche Arbeitslosigkeit im Schnitt höher und die Löhne tiefer als anderswo."

Damit meinte ich einerseits, dass es je nach Land eine unterschiedliche "Streik-Kultur" gibt. In einigen Ländern wird ja praktisch immer irgendwo gestreikt (eben z.B. in Italien) oder oft sehr lange (wie eben z.B. in Frankreich) oder aktuell auch in Deutschland. In anderen Ländern wiederum praktisch nie - sowie z.B. in Japan, USA oder auch der kleinen Schweiz.

Andereseits wird meistens auch in den den gleichen oder ähnlichen Branchen gestreikt. Und als Beispiel nannte ich den Oeffentlichen Dienst (dann schrieb ich ein Komma, also das ist eine Aufzählung) und z.B. eher Jobs für die man keine oder nur eine gerinige Qualifikation braucht (Hilfskräfte auf dem Bau etc.).

Und genau in diesen Branchen/Jobs wird auch häufig gestreikt.

Meine These ist nun ganz einfach und simpel - genau in den aufgezählten Ländern wo eher oft gestreikt wird und genau in den Brachen/Jobs sind die Löhne eher tief - und das kommt nicht trotz den Streiks/Gewerkschaften sondern genau wegen denen.

War ich jetzt verständlicher? :)

Germane45
14-03-2008, 10:25
soviele Missverständnisse?

Ich habe geschrieben (Zitat): "In Ländern (Frankreich, Italien, Deutschland) oder in Branchen (z.B. öffentlicher Dienst, schlecht qualifizierte Jobs) wo regelmässig gestreikt wird ist die durchschnittliche Arbeitslosigkeit im Schnitt höher und die Löhne tiefer als anderswo."



War ich jetzt verständlicher? :)

Es liest sich eigentlich immer noch so, das Du den öffentlichen Dienst mit schlecht qualifizierten Jobs gleichstellt, auch wenn das so vllt. nicht beabsichtigt war.

In Deutschland wurde ausserdem vom öffentlichen Dienst zuletzt vor mehr als 16 Jahren gestreikt.

Wenn man dich so hört, sind wir aber dauernd am Streiken, wir Faulpelze. :rolleyes:

Druckfrisch (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,541401,00.html) von Heute.

Sollte man auch mal drüber nachdenken. :nos:

Germane45
07-04-2008, 18:04
Ein Streik ist ja vorerst einmal abgewendet worden.
Die Betonung liegt klar auf vorerst. ^^

Jetzt finden ja erst einmal die üblichen Abstimmungen statt, ob dieser Vertrag von den Belegschaften auch so angenommen werden soll.

Da kann man sich nur Überraschen lassen.:rolleyes: