Vollständige Version anzeigen : Wer ist alles auf die Bahn angewiesen, oder...
LordMordred
05-07-2007, 12:41
wie überzogen müssen Forderungen sein, um Pendler gegen sich aufzubringen?
Es tut mir ja wirklich leid, das die Lokführer nur 1900 € Einstiegsgehalt bekommen, aber schon mal darüber nachgedacht wieviel Geld das ist im Vergleich zu anderen Berufen, Herr Schell?
Und damit zu drohen die restl. Deutschen, die auf die Bahn angewiesen sind um zur Arbeit zu kommen, einfach nicht mehr zu befördern, ist ja wohl unter aller Sau! Eigentlich kann man nur hoffen, dass dieser Herr Schell mir morgens gegen 0630 vor meinem ersten Kaffee auf nem Bahnhof über den Weg läuft und mir mitteilt, dass für ca. 30% mehr Lohn gestreikt wird.
Es soll ernsthaft Leute geben die auf die Bahn als Fortbewegungsmittel angewiesen sind :grrr:, aber ob die nun Pünktlich zur Arbeit oder zu einer Besprechung kommen, ist ja nicht so wichtig. Hauptsache wir bekommen einen Lohnzuschlag von dem bisher noch keine Gewerkschaft auch nur geträumt hätte. Ist ja auch egal, wenn dadurch Leute mit ihrem Arbeitgeber Probleme bekommen, was interessiert das den Lokführer, der will ja nur fast ein Drittel seines Gehaltes mehr, ist ja wohl vollkommen gerechtfertigt :confused:, wobei ich mich dabei ernsthaft frage durch was ist das gerechtfertigt? Ich hab bisher noch keinen einzigen plausiblen Grund gehört, warum ein Lokführer jetzt 30 % mehr Geld bekommen muss?
Ich würde jeden Lokführer, der aufgrund dieser Forderung streikt 100% weniger Lohn geben, die würde ich versammelt, wie sie sind, vor die Tür setzen. Dann stehen sie wenigstens nicht auch noch den verbeamteten Lokführern im Weg rum. Sollen sie doch mal schauen, wer sie dann mit einem Anfangsgehalt von 2500€ einstellt. Ich glaub es hakt, hat da irgendwer zu dicht an den Gleisen geschlafen oder wie kommt man auf solch utopische Zahlen?
Und ja in diesem Fall würde ich ne Ausnahme vom Streikrecht machen, nichts dagegen, solange man auf eine halbwegs normale Steigerung besteht und man nicht anderen die Möglichkeit nimmt ihrem Beruf nachzugehen.
So das musste raus, eigentlich wollte ich mal nachfragen, wie die Allgemeinheit hier auf dem Board so zu der Forderung steht und wer davon direkt betroffen ist.
RedBasti
05-07-2007, 13:51
Ich selbst bin nicht auf die Bahn angewiesen und bekomme dementsprechend auch kaum was vom Streik mit.
Allerdings habe ich gehört das Lokführer nur 1500€ (brutto) in der Entstufe verdienen würden. Nun lese ich hier wieder etwas völlig anderes. Solange ich da nicht Infos aus erster Hand bekomme macht es wenig Sinn Stellung zu beziehen.
das mit den 30% ist so doch garnicht richtig...
sie vordern das man, wenn man länger im beruf bleibt, das gehalt nicht bei 1900 euro stehen bleibt, sondern wie in den meisten betrieben auch üblich dann mehr bekommt. also vordern sie eine aufstockung des max. satzes auf 2900 euro...
auf die bahn bin ich zurzeit auch nicht angewiesen, fahr mit den öffentlichen verkehrsmitteln in münchen (MVG) bei uns ist nur die S bahn u die züge betroffen
LordMordred
05-07-2007, 14:13
http://www.gdl-nrw.de/aktuelles/070320uebergabedesfahrpersonaltarifvertrages.pdf
Das ist das wars die GDL fordert.
30% ist nicht richtig? Ok, Sie wollen 2500€ brutto als Einstiegsgehalt, das wären ca. 600 € mehr wie sie derzeit bekommen, da komm ich brutto ungefähr auf naja sind wir mal großzügig 1900€ - 2000€.
Soo wenn 1900€ 100% sind, wieviel sind dann 600€ mehr? 31% abgerundet.
Soo und nu für 2000€ = 100%, wieviel sind dann 500€ mehr? 25 %
das mit der zusätzlichen Steigerung über derzeit 1500€ netto ist ein anderer Punkt, das hat mit der Zeit des dazugehörens zu tun
Volkeeeer *ruf* :D
der ist doch beamter der kann schlaffen :D
http://www.gdl-nrw.de/aktuelles/070320uebergabedesfahrpersonaltarifvertrages.pdf
Das ist das wars die GDL fordert.
wie man % rechnet musste mir nicht zeigen.
was das anging war ich auf dem holzweg da hast du recht.
gestern wurden die 30% in einem satz mit dem endgehalt genannt, deshalb meine meinung oben....
LordMordred
05-07-2007, 14:47
Sorry, bin deswegen ein µ angefressen, daher auch erst heute das Thema und nicht am Dienstag, als ich mir unfreiwillig einen Tag Urlaub nehmen musste, wovon mein Chef davon sehr begeistert war.
MyersGer
05-07-2007, 14:58
Tja ich kanns nachvollziehen. Glücklicherweise musste ich keinen Tag Urlaub nehmen. War aber kurz davor mit dem Auto zu fahren. Na ja... ich dachte mir:
no Risk, no Frust (oder so :p) und bin dann doch mit der Bahn zur Arbeit. Hat zwar ein wenig länger gedauert (20 Minuten) aber besser als Urlaub für so einen Scheiss (sorry) zu opfern. Ich muss allerdgins dazu sagen, dass auf meine Strecke ein anderes Unternehmen als die DB fährt und da hier nicht gestreikt wird der Zug auf jeden Fall fuhr. Nur wie weit war die Frage für mich. Hätten eben so gut auch alle Gleise in HH Altona durch DB Züge blockiert gewesen sein. Dann stehste da doof rum.
Aber mal allgemein gesprochen: Als Pendler hat man doch immer die Arschkarte. Und die, die mit dem Zug fahren besonders. Man hat zwar keinen Stau, dafür aber Selbstmörder, defekte Schranken an Bahnübergängen, Warten auf Anschlussreisende, nervige Schulklassen (dagegen gibt's aber Tricks :D), Unflexibilität, Lokschäden, defekte Oberleitungen, entgleiste Güterzüge (die tagelang den Zugverkehr lahm legen) na ja und was es sonst noch so gibt. Und dann bekommt man noch eins aus der Politik oben drauf, weil man ja so doof und überhaupt Arbeit hat zu der man hinfahren muss. Jaja so ist das :)
LordMordred
05-07-2007, 15:09
Ach über Verspätungen bis zu einer Stunde reg ich mich erst gar nicht mir großartig auf, wenn ich Termine habe, fahr ich eh so, dass ich ca. 1 1/2 Stunden früher da bin, dass klappt dann meist recht pünktlich(alo zum Termin).
Neue Warnstreiks angekündigt Quelle (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,492604,00.html)
"...Die Streiks würden rechtzeitig angekündigt, damit die Bahnkunden anderweitig planen könnten, so der Gewerkschaftschef weiter. ..."
So ein blödes Arschloch, glaubt er ernsthaft ich kann mir schnell einen Zweitwagen zulegen?:motz:Ich könnte natürlich auch schnell 90 km mit dem Taxi fahren!:grrr: Klar, wenn ich für so einen Schwachsinn Geld in den Arsch geschoben bekommen würde, dann könnte ich es wahrscheinlich. Ich bekomm gleich zuviel. :soangry:
Ruhig, Brauner.... ;)
Auch andere haben schon unter anderen Streiks gelitten. Was sagste denn zu denen, die beim Streik von Flughafenpersonal ihren kompletten Urlaub streichen mussten?
Oder solchen die wegen einem Streik bei der Post wichtige Briefe nicht erhalten haben und deswegen vielleicht Verluste von mehreren 1000€ hinnehmen mussten?
Die haben schon ihren Grund zu streiken - sonst würden sie es nicht machen.
Gerade im Radio haben die gesagt das die Gewerkschaft GDL immer noch Streiken will weil die 31% möchten, die anderen beiden verhandelt wegen den neuangebotenen 3,4%.
Ich möchte nur wissen warum die Lokführer 3 verschiedene Gewerkschaften brauchen?
Eine Reicht doch voll und ganz, und wir alle wissen auch was passiert falls die die 31% mehr durchbekommen, wieder höhere Preise bei der Bahn:D
Und somit wieder weniger Kunden die die befördern können, ich sag mal Teufelskreis, gucken was passiert.
Ich freue mich jedenfalls, bei sowas das ich auch Auto hab:)
Es gibt 3 Gewerkschaften für die verschiedenen Berufsgruppen bei der Bahn. Die Lokführer sind nur eine davon.
Germane45
05-07-2007, 15:40
Ich kann sehr gut nachvollziehen, das die Zugführer für ihre Interessen eintreten.
Angemessen bezahlt, werden bei der Bahn doch nur die Führungskräfte.
Wobei die sich das Geld ja gegenseitig in den Rachen schieben.
Mehdorn z.B. hat sich doch selbst eine zweistellige Erhöhung genemigt, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Von einem angemessenen Gehalt der Zugführer kann man doch wohl nicht sprechen, bei der Verantwortung.
Vom Dienstplan und dem Privatleben, was da noch alles hinten dranhängt will ich da gar nicht erst Reden.
Ausserdem sehe ich in den 30% erst mal eine Zahl die auf dem Tisch liegt.
Ich finde es doch schon sehr entgegenkommend von den Gewerkschaften,
den Streik hier z.B. in NRW in die Ferien zu verlegen.
Sonst wäre das Verkehrschaos noch viel grösser.
Das mit den Ferien ist wohl eher zufällig eingetreten. In anderen Bundesländern sind keine Ferien und dort wurde/wird auch gestreikt ;)
LordMordred
05-07-2007, 15:57
Also ich will jetzt nicht darauf eingehen, dass die Teppichabnutzer und der Wasserkopf da oben so oder so zuviel sich in den Rachen schmeißt, aber um das gehts mir nicht.
Dienstplan / Privatleben, :hmm: lass uns das mal mit jemandem im Pflegedienst vergleichen. Wer glaubst du verdient mehr. Und du willst mir doch bitte nicht erzählen, dass die Verantwortung eines Lokführers soviel höher ist, als die einer/s Krankenschwester/pflegers, OP-Assistenten/in ...
Dienstplan/Privatlebenproblem, hat jeder Schichtarbeiter bzw. alle die nicht mit einer 40 h Woche gesegnet sind
Elektriker haben bei der Installation in einem Haus auch fast keine Verantwortung, was sind schon 220 V mal durch den Körper, oder ein Kabelbrand?
Kfz-Mechaniker(bzw. Mechatroniker) sind mit Sicherheit auch nicht für die Bremsen verantwortlich, die sie reparieren müssen???
...usw.
Also komm mir bitte nicht mit der Verantwortung, aber wenn da soviel Verantwortung dranhängt, was bekommen denn die Programmierer der Elektronik in dem Cockpit der Lokführer?
Wenn sie den Pendlern entgegenkommen wollen, dann müssen sie so streiken, dass es einem wenigstens möglich ist mit dem ersten Zug, der fährt, zum Zielbahnhof zu kommen. Dann bin ich zwar ca. 1-2 Stunden zu früh auf Arbeit, aber ich hab die Möglichkeit hinzukommen bzw. nicht erst um 1200 auf Arbeit zu erscheinen. Dann können die von mir aus streiken wie sie wollen, aber man muss die Möglichkeit haben, dem ganzen aus dem Weg zu gehen.
Germane45
05-07-2007, 15:57
Das mit den Ferien ist wohl eher zufällig eingetreten. In anderen Bundesländern sind keine Ferien und dort wurde/wird auch gestreikt ;)
Das ist schon richtig, das nicht überall Ferien sind.
Aber wir sind das bevölkerungsreichste Bundesland.
Da wäre ein totales Chaos noch viel grösser.
Wenn sie den Pendlern entgegenkommen wollen, dann müssen sie so streiken, dass es einem wenigstens möglich ist mit dem ersten Zug, der fährt, zum Zielbahnhof zu kommen. Dann bin ich zwar ca. 1-2 Stunden zu früh auf Arbeit, aber ich hab die Möglichkeit hinzukommen bzw. nicht erst um 1200 auf Arbeit zu erscheinen. Dann können die von mir aus streiken wie sie wollen, aber man muss die Möglichkeit haben, dem ganzen aus dem Weg zu gehen.Mit anderen Worten: Du wärest für einen Streik der zB nur jeden zweiten Zug ausfallen lässt? Das wäre höchst kontraproduktiv, evtl. merkt nämlich dann der Bahnvorstand wo sie noch Züge einsparen können (Hey, hat doch auch mit der Hälfte der Züge einwandfrei funktioniert...) und so werden dann weitere Stellen abgebaut.
So ein Streik muss weh tun, sonst ist er sinnlos.
Germane45
05-07-2007, 16:19
Also ich will jetzt nicht darauf eingehen, dass die Teppichabnutzer und der Wasserkopf da oben so oder so zuviel sich in den Rachen schmeißt, aber um das gehts mir nicht.
Dienstplan / Privatleben, :hmm: lass uns das mal mit jemandem im Pflegedienst vergleichen. Wer glaubst du verdient mehr. Und du willst mir doch bitte nicht erzählen, dass die Verantwortung eines Lokführers soviel höher ist, als die einer/s Krankenschwester/pflegers, OP-Assistenten/in ...
Dienstplan/Privatlebenproblem, hat jeder Schichtarbeiter bzw. alle die nicht mit einer 40 h Woche gesegnet sind
Elektriker haben bei der Installation in einem Haus auch fast keine Verantwortung, was sind schon 220 V mal durch den Körper, oder ein Kabelbrand?
Kfz-Mechaniker(bzw. Mechatroniker) sind mit Sicherheit auch nicht für die Bremsen verantwortlich, die sie reparieren müssen???
..... Also komm mir nicht mit der Verantwortung, aber wenn da soviel Verantwortung dranhängt, was bekommen denn die Programmierer der Elektronik in dem Cockpit der Lokführer?
Wenn sie den Pendlern entgegenkommen wollen, dann müssen sie so streiken, dass es einem wenigstens möglich ist mit dem ersten Zug, der fährt, zum Zielbahnhof zu kommen. Dann bin ich zwar ca. 1-2 Stunden zu früh auf Arbeit, aber ich hab die Möglichkeit hinzukommen bzw. nicht erst um 1200 auf Arbeit zu erscheinen. Dann können die von mir aus streiken wie sie wollen, aber man muss die Möglichkeit haben, dem ganzen aus dem Weg zu gehen.
Das ich mich eher mit den Zugführer solidarisiere, kannst vllt. verstehen. :ka:
Was das Thema Verantwortung betrifft, kann man auch darüber geteilter Ansicht sein.
Am Ende hält immer der blöde Fahrer den Kopf hin.
Es ist aber nun mal so, das die Zugführer die Haupternährer der Familien sind.
Die Frauen verdienen in der Regel doch dazu.
Ich möchte gar nicht wissen, wieviele von denen auch schon Privat überschuldet sind.
Jeder 10.te deutsche Haushalt soll das ja sein.
Wie hoch ist da der Anteil der Fahrer? :hmm:
Das Du dich über die Situation aufregst, kann ich auch gut verstehen.
Leider tun das nur viel zu wenige.
Wenn alle Fahrgäste "Mord und Brand" schreien würden, wäre das Thema viel eher vom Tisch.
Ich finde es schon entgegenkommen genug, vorher den (Warn) Streik anzukündigen.
Wie soll ein Streik den Wirkung zeigen, wenn erst alle Leute schön brav zur Arbeit gebracht werden, und am besten wieder pünktlich zum Feierabend wieder nach Hause.
Also Streik zwischen 10 und 15 Uhr?
Ich würde auch alle auflaufen laufen.
Das ist jetzt nicht gegen dich persönlich gemeint.
LordMordred
05-07-2007, 20:23
Mit anderen Worten: Du wärest für einen Streik der zB nur jeden zweiten Zug ausfallen lässt? Das wäre höchst kontraproduktiv, evtl. merkt nämlich dann der Bahnvorstand wo sie noch Züge einsparen können (Hey, hat doch auch mit der Hälfte der Züge einwandfrei funktioniert...) und so werden dann weitere Stellen abgebaut.
So ein Streik muss weh tun, sonst ist er sinnlos.
Nein, die können ja meinetwegen die Strecken für 3 oder 4 Stunden lahmlegen, was ich nur von Ihnen erwarte ist, dass jeder der darauf angewiesen ist, die Möglichkeit hat an diesem Tag dorthin zu kommen, ohne sich in ein Hotel einzumieten.
@Germane Sicher verstehe ich, dass du dich eher mit den Lokführern solidarisierst. Hätte mich auch gewundert wenn nicht :), daher ist es ja ein Diskussionsthread.
Das mit der Verantwortung habe ich glaube ich etwas unglücklich ausgedrückt. Ich will den Lokführern nicht die Verantwortung absprechen Sicher haben sie eine Verantwortung, die nicht als gering zu bezeichnen ist. Nur damit eine Erhöhung in diesem Maße zu fordern, schlägt jedem der eben einen Job macht, von dem auch Leben abhängen bzw. bei dem man bei der Ausübung schon aus Prinzip mit einem Bein im Knast ist, und dabei weniger verdienen mitten ins Gesicht, daher lass ich diese Argumentation nicht gelten.
Wieviele überschuldet ist, :hmm: ich glaube da ist der Anteil der Fahrer nicht unbedingt so hoch. Ich würde da eher mal auf Konkursgegangene Selbstständige und Einkommenslose Haushalte tippen. Aber da hab ich wirklich keine Information zu.
Und nochmal, mich stört nicht, das gefordert wird, das Ende der Tariflaufbahn zu verlängern und somit altgedienten mehr Gehalt zukommen zu lassen. Ich gebe durchaus zu das es nicht unbedingt der Bringer ist, dass man irgendwann bei einem Gehalt von 1500€ netto festhängt und keine Chance auf Erhöhung hat. Doch das Einstiegsgehalt auf 2500€ Brutto anzuheben, ist meines Erachtens eine Forderung die völlig daneben ist.
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass der Schaden für DB AG sehr viel geringer ist, wenn man die Pendler vorher noch zur Arbeit bringt. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass der Schaden höher wäre, wenn sie einfach einen Tag lang nur die Fracht nicht fahren, also den Streik nicht auf den Personennahverkehr ausbreiten.
Keine Angst, ich nehm Diskussionen nicht persönlich ;)
RangerOfDead
05-07-2007, 21:26
Tja wenn ich morgen Mittag meinen Zug nach Nprnberg nicht bekomme mach ich einen rießen Aufstand bei denen, da will man mal zu einbem Tunier fahren und dann streicken die nur weil sie sich ihren Ar*** versilbern lassen wollen, ich meine tausende Menschen kommen zuspät zur Arbeit ham die jemals daran gedacht das andere Menschen wegen solchen Spielerein ihre Jobs verlieren können?
wie schauts eigentlich aus, muss ein betrieb, dann das Taxi zur arbeit zahlen?
RangerOfDead
05-07-2007, 21:48
Sofern ich mich nicht irre muss dir die Bahn das Taxi stellen und bezahlen zumindest wenn du das Ticket bereits bezahlt hast und auch andere Beförderungsmittel zurück greifen musst, allerdings fällt das flach da der Streik allgemein bekannt ist und du somit wusstest das die Bahn ausfallen kann.
Germane45
06-07-2007, 16:49
Da ein Streik unter höhere Gewalt läuft, muss die Bahn, soweit ich informiert bin, kein Taxi zahlen.
Wäre ja auch noch schöner.
@LoMo
Das die Zugführer ein so hohes Einstiegsgehalt bekommen, halte ich sowieso für eine Illusion.
Aber so kann man auch neue Gewerkschaftsmitglieder werben. :hmm:
Bei dem miesen Gehalt, auch noch Gewerkschaftsbeiträge abdrücken, fällt einigen ja auch nicht gerade leicht.
Bis jetzt sind es ja auch erst nur Warnstreiks.
Wenn die Arbeitgeber die Chance jetzt nicht für eine vernunftige Regelung nutzen, gehts ja nach den allg. Ferien erst richtig los.
Die Kluft zwischen der freien Wirtschaft und dem öffentlichen Dienst ist in den vergangenen Jahren sowieso immer grösser geworden.
Lohnerhöhungen sehen doch eher so aus, das mal gerade mit Ach und Krach ein Inflationsausgleich statt findet, wenn überhaupt.
In der freien Wirtschaft sind die Lohnerhöhungen regelmäsig weit höher.
Der unregelmässige Dienst und die ständigen Wochenenddienste werden auch nicht angemessen berücksichtigt.
Aus meiner Sicht fallen mir da noch mehr Punkte ein.
Aber bei der Bundesbahn ist es ja wohl ähnlich.
Nur, wo treibt der Volker sich rum? :motz:
Der ist wohl abgetaucht. :cool:
Was den Schaden angeht, wenn die Berufspendler weiter bedient würden angeht, sehe ich das mit anderen Augen.
Wer würde den Streik denn zur Kenntnis nehmen?
Wäre dir doch egal, was aus den blöden Fahrern wird.
So nimmt das jeder, den es betrifft, zur Kenntnis.
Die Spediteure sind doch da flexibel.
Wozu gibts Flugzeuge und LKW's auf die man zur Not ausweichen kann.
Nur die gerade geladene Fracht für den einen Tag ist dann Problematisch.
Dein egoistisches Verhalten finde ich gut.
Wenn viele ihren Unmut kundtun, regen sich vllt. eher die zuständigen Leute.
Wäre dir doch egal, was aus den blöden Fahrern wird.
Und nur so sieht das aus, das den Fahrern es egal ist was aus den blöden Fahrgästen wird, auf den die Fahrer mehr angewiesen sind wie andersrum.
Ich denke mal, das sich der Volker hier aus guten Grund raushält, kann den auch verstehen.
Die Bahn zieht sich sowiso schon genung Ärger auf sich, ich glaube nicht das es da so gut kommt, eine Fahrpreis erhöhung zu machen, nur weil die Lokführer 31% mehr haben wollen, Sprit ist zwar auch nicht billig, aber irgentwann kommen die auf das gleiche niveau.
Schlecht für den Fahrer der dann fliegt und z.B. durch einen Österreichischen Zugführer ersetzt wird. ( Dort gibt es zur Zeit etwa 1200 Arbeitslose Zugführer die sicher recht schnell ans Ähnliche Deutsche System angelernt werden können )
Schmeisst 1000 Fahrer raus und die anderen werden auch mit weniger als 30% ( ROFL ) Arbeiten gehen.
Und gleich mal ne Frage zur "Verantwortung" die ja der Fahrer trägt...
Welche ist dies noch Großartig ?
Auf dem papier stimme ich dem sicherlich noch zu, aber egal was passiert, dem Fahrer kann man doch in eigentlich keinem Fall mehr einen Vorwurf machen :twink:
Technisch gesehen ist es angeblich nicht möglich, das 2 Züge in den gleichen Abschnitt kommen können zur gleichen Zeit.
Die Züge hier in Deutschland sind wohl so ziemlich das was man Oberste Spitzenklasse nennen kann was auch in der Verkehrssicherheit geht.
Macht der Zugführer nen Fehler fällt der Zug nicht mal eben 10km in die Tiefe wo es kein entkommen mehr gibt....
Unfälle, die z.B. durch dritte entstehen wie Fahrzeuge auf der Straße ect pp sind ebenfalls nicht "der verantwortung der Zugführer" zuzurechnen , sowas kann jedem hinz und kunz passieren.
Daher finde ich auch den Vergleich mit den Piloten oder sonstigen Berufen mehr als aberwitzig.
7% usw wie die beiden anderen Gewerkschaften fordern ok, alles andere ?
Sorry aber realtitätsfremd und in der Hinsicht kann ich die Bahn und ihre haltung verstehen.
gersultan
07-07-2007, 09:28
erhöhte, illusionäre Forderungen der Gewerkschaften kennt man ja schon zu genüge ... sie müssen ja den Mitgliedern was bieten ... :hmm: ich dachte eigentlich, dass die Jungs aus den Streiks bei der Telekom was gelernt hätten... dem ist aber nicht so :rolleyes:
Mit jedem Streik sägen sie an genau dem Unternehmen, dessen Lohn sie erhalten. Was meint ihr wieviele Pendler nun schlussendlich sich wirklich ein Auto anschaffen, weil sie wie LoMo keinen Bock auf den Scheiss mehr haben!? Verspätungen ist man ja schon fast gewöhnt und kalkuliert sie ja schon mit ein... aber nun diese Streiks sind schlicht eine Frechheit für den Rest der Bevölkerung die darauf angewiesen sind. Es ist ja nicht so, dass es "nur" unannehmlichkeiten für die darauf angewiesenen Leute bedeutet, sondern selbst ihre Existenz bedrohen :nos:
Als DB, die ja an die Börse soll/muss/will, ist doch dieser Streik der perfekte Anlass nun die Stellen lieber einzusparen und die ganze Angelegenheit auszugliedern. Also externe Firmen damit zu beauftragen für sie die Wagons und/oder das Dienstpersonal zu stellen. Keine Firma hat Bock sich "erpressen" zu lassen "Zahl mehr Lohn oder du verdienst gar nichts mehr". Dann werden halt die Leute gesucht, die für weniger arbeiten... Wir haben hier genug Arbeitslose und eine ganze Menge Menschen, die ein Verdienst von 1.500 netto ein Traum wäre (siehe hierzu einfach mal die Löhne in den Gaststätten und Restaurants, Verkäufer, Tankwärte etc. pp bzw generell im Kunden-Dienstleistungssektor :rolleyes: ).
Zurück zur DB: wieviel ist dort nun schon automatisiert und liegt fast nur noch in den Händen der Computer und der Streckenaufsicht?! :twink: Der Zugführer hat nicht mehr die Verantwortung und brauch nicht mehr das Fachwissen wir vor einigen Jahren noch... ja er muss ja nicht mal mehr die Haltestationen auf seiner Strecke mehr wissen :rolleyes: Die Verantwortung ist jedenfalls nicht zum Beispiel mit den Bus und Straßenbahnfahrern vergleichbar, die deutlich aufmerksamer und kompetenter sein müssen.
Alles in allem schiessen sich die Streikenden nur (mal wieder) ins eigene Bein :noe:
Germane45
07-07-2007, 11:12
Ich Dummerchen. *vorstirnklatsch*
Da jedes Unternehmen ja auch eine soziale Verpflichtung gegenüber ihren Mitarbeitern hat, habe ich doch glatt übersehen, das die Bahn dem schon in ausreichendem Maße nachkommt. :rolleyes:
Die Zugführer fahren ja nur den ganzen Tag sparzieren, weil die Technik das Denken übernimmt.
Wir danken der Bundesbahn dafür. :yes:
Dafür kriegen die Fahrer dann auch noch Geld und DienstKleidung.
Beim nächsten Warnstreik stellen wir uns alle am besten mit diesem Schild http://smilies.cncforen.de/generator/generator.php?d=2140147280_524592&s=Sei%20Froh%20das%20Du%20Arbeit%20hast
auf den Bahnsteig vor den Fahrer.
Wenn er dann auch noch sein Maul aufreisst, benutzen wir die Schilder nicht nur zum herhalten. :jupp:
Dark Warrior
07-07-2007, 11:21
Zurück zur DB: wieviel ist dort nun schon automatisiert und liegt fast nur noch in den Händen der Computer und der Streckenaufsicht?! :twink: Der Zugführer hat nicht mehr die Verantwortung und brauch nicht mehr das Fachwissen wir vor einigen Jahren noch... ja er muss ja nicht mal mehr die Haltestationen auf seiner Strecke mehr wissen :rolleyes: Die Verantwortung ist jedenfalls nicht zum Beispiel mit den Bus und Straßenbahnfahrern vergleichbar, die deutlich aufmerksamer und kompetenter sein müssen.
es ist auch nur eine frage der Zeit wann keine Lokführer mehr nötig sind zumindest kann man sie dann nicht mehr so bezeichnen sie sorgen halt nur noch dafür das im Notfall noch reagiert werden kann (bitte nicht persönlich nehmen!)
ich selber hab ein lehrer der deswegen jetzt aus dem grund mit dem auto fahren muss und ziemlich angek**** deswegen ist.
MafiaTanX
07-07-2007, 13:52
Es tut mir ja wirklich leid, das die Lokführer nur 1900 € Einstiegsgehalt bekommen, aber schon mal darüber nachgedacht wieviel Geld das ist im Vergleich zu anderen Berufen, Herr Schell?
Also, wenn du deren Arbeitszeiten siehst, sind die 1.900€ wikrlich nicht viel...
Bin nicht von Betroffen.
Finde es trotzdem kriminell wie die bahn sich gegenüber entschädigungen verhält.
Also, wenn du deren Arbeitszeiten siehst, sind die 1.900€ wikrlich nicht viel...
Bin nicht von Betroffen.
Finde es trotzdem kriminell wie die bahn sich gegenüber entschädigungen verhält.
was meinst was nen koch verdient ?
und meist immer noch ne 6 tagewoche
die wuerden sich ueber 1900,- freuen
gersultan
07-07-2007, 15:10
Ich Dummerchen. *vorstirnklatsch*
Da jedes Unternehmen ja auch eine soziale Verpflichtung gegenüber ihren Mitarbeitern hat, habe ich doch glatt übersehen, das die Bahn dem schon in ausreichendem Maße nachkommt. :rolleyes:
Die Zugführer fahren ja nur den ganzen Tag sparzieren, weil die Technik das Denken übernimmt.
Wir danken der Bundesbahn dafür. :yes:
Dafür kriegen die Fahrer dann auch noch Geld und DienstKleidung.
Beim nächsten Warnstreik stellen wir uns alle am besten mit diesem Schild http://smilies.cncforen.de/generator/generator.php?d=2140147280_524592&s=Sei%20Froh%20das%20Du%20Arbeit%20hast
auf den Bahnsteig vor den Fahrer.
Wenn er dann auch noch sein Maul aufreisst, benutzen wir die Schilder nicht nur zum herhalten. :jupp:
überspitzt gesagt hast du vollkommen recht Germane ;)
wie definierst du "soziale Verpflichtung" eines Unternehmens gegenüber dem Mitarbeiter? Ich würde als Punkte zuerst anbringen, dass das Unternehmen dafür sorgt: das mein Arbeitsplatz sicher ist, das ich nicht zu schaden komme, "ausreichend" bezahlt werde ...
Was ist dann meine "soziale Verpflichtung" gegenüber dem Unternehmen? Das ich dafür sorge, das es dem Unternehmen "gut" geht, das Unternehmen nicht schäde und das das Unternehmen "Gewinn" machen kann ...
Nun sieht es so aus, dass die streikenden Lokführer (und darum geht es hier) aktuell ihren Verpflichtungen gegenüber ihrem Unternehmen nicht nachkommen oder?
Streiks generell sollten wirklich nur im äussersten Notfall genutzt werden, aber diese "Warn"-Streiks nötigen vor allem nun sehr viele Unbeteiligte, was sicher nicht im Sinne des Erfinders ist :rolleyes: Warum werden zum Beispiel, als Warnung, nicht nur ausgewählte Fernzüge (IC, ICE) und Güterverkehr bestreikt? Also das der Fahrplan "nur" ausgedünnt wird? Wäre es nicht "Warnung" genug? Die arbeitenden Menschen könnten dann immer noch zur Arbeit kommen bzw. die Urlauber zu ihren Urlaubszielen ...
@Yoda plus den "geliebten" Teil-Dienst ... Mittags ein paar Stunden und Abends nochmal ein paar ... dito zu Kellner/innen ... aber interessiert ja so keine Sau ...
achja: Warum streikt keiner, weil die Renter auch dieses Jahr wieder nur einen Witz als "Rentenanpassung" bekommen haben? Achja... geht ja nicht direkt um's eigene Geld-Säckel ... verstehe ... :nos:
@Yoda plus den "geliebten" Teil-Dienst ... Mittags ein paar Stunden und Abends nochmal ein paar ... dito zu Kellner/innen ... aber interessiert ja so keine Sau ...
und die feiertagszuschlaege sind ja auch schon seit langerzeit gestrichen worden
ps. was sind eigentlich nachmal feiertage :confused:
Feiertagszuschläge gestrichen? :angst: Darüber ist das wo man in meinen Job richtig Geld machen kann;)
Ich erriche die 1500€ nur indem ich über 250Std. mitsamt nachtschicht einlege.
Selbst dann, bin ich nur nah dran, und nich auf die genaue summe drauf.
Aber lasst den Lokführer mal an den Ast stägen auf den die Sitzten, irgentwann bekommen die die Rchnung schon serviert.
ps. was sind eigentlich nachmal feiertage
Feiertage ist das wo wir in meiner Branche 100% bekommen, also das sind die einzigen Tage, wo sich das Arbeiten wirklich richtig lohnt;)
Weis aber was du meinst, 13,5 Std. und das sieben Tage am Stück arbeiten ist auch nicht toll, und das ganze dann für für die paar kröten die wir "bekommen".
Achja, wir haben bekommen auch mehr in diesen Jahr, jaja satte 30cent mehr die Stunde:rolleyes:
Die Lokführer sollen froh sein so ein Job zu haben, und gerade wenig werden die auch nicht Arbeiten, aber sorry ich vergass, wer mehr hat will immer mehr bekommen.
31%... lächerlich.
RangerOfDead
07-07-2007, 19:34
Jetz hoffen die auchnoch auf Unterstüzung aus der Bevölkerung, Knüppel sollte man dennen zwischen die Füsse schmeißen damit sie endlich mal wieder aufm Tepich kommen, wenn es ihnen nicht passt das sie 1900€ bekommen weil sie alle 30 Sekunden auf ein Pedal tretten dann sollen sie sich was anderes suchen. Selbst wenn sie ihre 2500€ bekommen würden würde sich das ganze wieder bei den Leuten die auf die Bahn angewiesen sind wieder auswirken da die Preise angehoben würden, mal wieder. Andere Leute arbeiten um einiges härter und länger (Thema Baustellen sag ich nur) und bekommen nichtmal ansatzweise das gleiche Gehalt. Wenn sie mehr Geld wollen sollen die sich nen 2.Job suchen oder Lotto spielen, aber der Streik wird wohl kaum Wirkung zeigen, höchsten soweit das die irgentwann alle in der Bahn sitzen um zum Arbeitsamt zu fahren.
Die Streiks fand ich teilweise daneben. Es hat eher die getroffen, die die Bahn nutzen wollten. Es ist ein großer volkswirtschaftlicher Schaden entstanden. Das als "höhere Gewalt" abzutun...? Naja... Die Bahn AG hat während der Streikzeit eigentlich fast plus gemacht statt Geld verloren. Die eingesparten Strom- und Dieselkosten sind wahrscheinlich beträchtlich...
Viele Kunden mit Fracht sind auf LKW umgestiegen. Die Transportfirmen können sich momentan nicht beklagen. ;) Teilweise wird denen sogar der doppelte Preis gezahlt wie sonst üblich. Wer das wieder zahlen darf? Der Endkunde...
Junker, in dem Fall muss es die treffen, die die Bahn nutzen wollen - ansonsten wäre es sinnlos?
Naja, wie war das nun ?
Es gibt zumindest in NRW eine Einstweilige Verfügung die den Lokführern untersagt zu Streiken bzw diese als nicht Rechtmässig beurteilen wird.
Wäre doch eine Prima Gelegenheit für die Bahn Stellen einzusparen, schliesslich ist es ja bewiesenermaßen kein rechtsmässiger Streik sondern einfache Arbeitsverweigerung.
Jeder der sich weigert zu fahren könnte direkt vor ort seine Fristlose bekommen aufgrund der Arbeitsverweigerung mh ?
Gerade hier in NRW werden Lokführer demnächst doch eh Unwichtiger, will doch der VRR aufgrund von Finanziellen Problemen einen Günstigeren Nahverkehr der DB.
Mit dem Rauswurf von ein paar Hundert Lokführern könnte man das Verkehrsnetz ausdünnen, damit die beklagte Verspätung sicherlich auch ein paar % veringern und gleichzeitig ein günstigeres Angebot richtung VRR vorlegen.
Die rausgeworfenen Lokführer kriegen bei den kleinen Regionalen Anbietern sicherlich einen neuen Job... für 1200€ Einstiegsgehalt das auf maximal 1500€ aufgestockt wird.
wenn gestreikt wird, hat der der Arbeitgeber die möglichkeit, seine mitarbeiter auszustellen oder nicht?
die genauen vorrausetzungen weiß ich jetzt aus dem stegreif nicht...
Junker, in dem Fall muss es die treffen, die die Bahn nutzen wollen - ansonsten wäre es sinnlos?
Sind die Kunden diejenigen, die entscheiden wer wieviel Geld verdient? Selbst wenn Ärzte streiken wird für eine Mindestversorgung gesorgt.
Es kann nicht sein, dass Arbeitnehmer eines Transportunternehmens, welches in ihrem Bereich (Schienenverkehr) auf Bundsstrecken ein Monopol inne hat, streiken. Wenn die etwas freundlicher wären (im Hinblick auf die Bahnkunden) würden die eben spätvormittags bis frühnachmittags streiken aber doch nicht zur Zeit wo der Berufsverkehr rollen muss für die Wirtschaft.
Auch etwas merkwürdig ist, dass sich die drei Bahngewerkschaften unterschiedlicher Meinungen sind und sich offenbar nicht abgesprochen haben. Sehr kontraproduktiv...
Aber weiter gehts:
Das wäre höchst kontraproduktiv, evtl. merkt nämlich dann der Bahnvorstand wo sie noch Züge einsparen können (Hey, hat doch auch mit der Hälfte der Züge einwandfrei funktioniert...) und so werden dann weitere Stellen abgebaut.
Glaubst du die Bahn ist ein Unternehmen, was überfinanziert ist und wo es einfach so hingenommen wird, dass unproduktive Züge durchs Land fahren und keiner darüber Meldung nach oben macht? Wenn Züge überflüssig sind, fliegen sie raus. Es ist kein Unternehmen wie die DDR, wo entgegen jeglicher Vernunft und wirtschaftlichem Denken gehandelt wird. Wo kämen wir denn dann da hin?
Naja, wie war das nun ?
Es gibt zumindest in NRW eine Einstweilige Verfügung die den Lokführern untersagt zu Streiken bzw diese als nicht Rechtmässig beurteilen wird.
Wäre doch eine Prima Gelegenheit für die Bahn Stellen einzusparen, schliesslich ist es ja bewiesenermaßen kein rechtsmässiger Streik sondern einfache Arbeitsverweigerung.
Die Verfügung wird aber afaik erst rechtskrätig, wenn sie zugestell wurde - und das war gegen 8 Uhr meines Wissens noch nicht der Fall, also hatte die Verfügung keine Wirkung...
Germane45
10-07-2007, 20:57
Ich möchte jetzt hier nicht auf jeden gezielt eingehen.
Dazu ist die Zeit für mich leider zu knapp. :(
Aber ich Frage mich schon, ob der Sinn und Zweck des Warnstreiks überhaupt von einigen hier verstanden wurde, oder wird.
Dazu müsste man auch mal über seinen eigenen Tellerrand schauen.
Ausserdem geilt sich hier jeder an den 30% auf.
Die Zahl steht zwar im Raum, ist aber sicher unrealistisch.
[QUOTE=gersultan;1462415]überspitzt gesagt hast du vollkommen recht Germane ;)
wie definierst du "soziale Verpflichtung" eines Unternehmens gegenüber dem Mitarbeiter? Ich würde als Punkte zuerst anbringen, dass das Unternehmen dafür sorgt: das mein Arbeitsplatz sicher ist, das ich nicht zu schaden komme, "ausreichend" bezahlt werde ...
Was ist dann meine "soziale Verpflichtung" gegenüber dem Unternehmen? Das ich dafür sorge, das es dem Unternehmen "gut" geht, das Unternehmen nicht schäde und das das Unternehmen "Gewinn" machen kann ...
Nun sieht es so aus, dass die streikenden Lokführer (und darum geht es hier) aktuell ihren Verpflichtungen gegenüber ihrem Unternehmen nicht nachkommen oder?
Streiks generell sollten wirklich nur im äussersten Notfall genutzt werden, aber diese "Warn"-Streiks nötigen vor allem nun sehr viele Unbeteiligte, was sicher nicht im Sinne des Erfinders ist :rolleyes: Warum werden zum Beispiel, als Warnung, nicht nur ausgewählte Fernzüge (IC, ICE) und Güterverkehr bestreikt? Also das der Fahrplan "nur" ausgedünnt wird? Wäre es nicht "Warnung" genug? Die arbeitenden Menschen könnten dann immer noch zur Arbeit kommen bzw. die Urlauber zu ihren Urlaubszielen ...
@Yoda plus den "geliebten" Teil-Dienst ... Mittags ein paar Stunden und Abends nochmal ein paar ... dito zu Kellner/innen ... aber interessiert ja so keine Sau ...
achja: Warum streikt keiner, weil die Renter auch dieses Jahr wieder nur einen Witz als "Rentenanpassung" bekommen haben? Achja... geht ja nicht direkt um's eigene
*-.NOD-Mod.-*
10-07-2007, 21:02
Tut mir leid für die dumme Frage aber: Ab wann ist ein Streik ein Warnstreik und wann ein normaler? ....
Germane45
10-07-2007, 21:09
Es gibt keine dummen Fragen. :)
Ein Warnstreik ist eine zeitlich befristete Arbeitsniederlegung während einer Tarifverhandung.
Ein Streik ist zeitlich unbefristet.
*-.NOD-Mod.-*
10-07-2007, 23:42
Ok danke... :)
Germane45
14-07-2007, 22:58
Bis kommenden Donnerstag halten die Zugführer wohl erst mal Ruhe.
Hier (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,494473,00.html) mehr dazu.
LordMordred
16-07-2007, 10:50
Na da bin ich mal gespannt wie lange sich das noch hinzieht, denn die Bahn kann eigentlich nur ganz schwer nachgeben, da sonst die anderen Gewerkschaften den Tarifvertrag wieder lösen können. Und die GDL kann nicht auf den Tarifvertrag der anderen runtergehen, da sie sich sonst ad absurdum führen :crazy:
Germane45
16-07-2007, 18:04
Ich finde den Abschluss von Mehdorn taktisch gar nicht mal so schlecht.
Zuerst hatte ich mich ja gewundert, warum die Bahn ihren Angestellten freiwillig fast 4 % bewilligt.
Nach bekanntwerden der Ausstiegsklausel ist es eigentlich für mich nicht mehr verwunderlich.
Das soll wohl u.a. auch die Hemmschwelle für die Zugführer erhöhen, zu viel zu verlangen.
Bernd_XP
20-07-2007, 18:07
Nur mal meine Meinung:
Während die anderen beiden Gewerkschaften sich damit zufrieden geben, die Lohnerhöhung um die 4,5% zu akzeptieren, stößt die GDL ne komplette Grundsatzdiskussion an. 31% Lohnsteigerung fordern und dann Verhandlungen ablehnen ist nicht so der wirklich gute Stil, mit dem man Sympathien gewinnt. Und jetzt meine ich nicht unbedingt nur durch den evtl. folgenden Streik an sich, sondern auch um die "Frechheit" so eine Forderung evtl. durchgesetzt zu haben. Solche Prozentzahlen wecken Begehrlichkeiten bei anderen Gruppen, obwohl diese dann mit Sicherheit nicht so gerechtfertigt sind.
Es täte beiden Seiten (Bahn wie auch Lokführern) nicht schlecht, sich aufeinander zuzubewegen.
Germane45
20-07-2007, 19:59
Mehdorn ist, so wie ich das verstanden habe bemüht, die Zugführer und deren Gewerkschaft so hinzustellen, das die nur Dollarzeichen in den Augen haben und gar nicht verhandeln wollen.
Dabei soll aber Mehdorn die Verhandlungen abgebrochen haben, so wie ich das heute gelesen habe.
Da ich aber täglich so viele verschiedenen Online Nachrichtenseiten lese, müsste ich das erst wieder raussuchen. :hmm:
Auf die schnelle fand ich nur das:
"31 Prozent mehr Geld sind eine Forderung, wir hätten auch 200 Prozent fordern können", so Kinscher. "Forderungen sind nie ein Abschluss." Der GDL-Mann ließ durchblicken, dass die Gewerkschaft bei einem separaten Abschluss ein geringeres Plus akzeptieren würde.
Kinscher räumte Bedenken ein, dass die Stimmung sich gegen die Lokführer wende, wenn in der Ferienzeit die Züge stillstehen. Man habe aber keine andere Wahl. "Wenn wir vor dem Bahn-Hauptquartier streiken, würde das Herrn Mehdorn nur ein müdes Lächeln kosten." Um Reisende zu schonen, sei denkbar, zunächst nur den Güterverkehr lahmzulegen.
Das Mehdorn auf Kosten der Fahrgäste hoch pokert, sieht man auch hier. (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/491/124312/)
Mehdorn ist, so wie ich das verstanden habe bemüht, die Zugführer und deren Gewerkschaft so hinzustellen, das die nur Dollarzeichen in den Augen haben und gar nicht verhandeln wollen.
Naja solangsam kommt mir das so vor als das der Cheffe von der GDL nicht verhandeln will.
So wie der letzte Zeit im Fernsehe autritt.
Achja wer ist den morgen auf die Bahn angewiesen? Bisher ist was von 2 - 254 Uhr Streik angekündigt, mal sehen wieviele Züge fahren werden. Da ja nicht immer alle Fahrer Streiken.
MasterLow
12-10-2007, 08:02
Hier am Hauptbahnhof in Hamburg meinte ne Bahnangestellte einfach nur "Pech" zu mir, als ich mich erkundigen wollte, obs irgendeine Möglichkeit gibt heute nach Neumünster zu kommen...
Dark Warrior
12-10-2007, 08:35
ich muss heute auch wo hin kann aber nicht da keine u-bahn, straßenbahn oder bus hinfährt und eine taxe is mir zu teuer:mad:
RedBasti
12-10-2007, 08:38
Bosoc, das verstehe ich nicht ganz. Busse, Tram und U-Bahnen unterstehen nur der BVG und in keinster Weise der DB und sollten daher normal fahren. Vermutlich sind die zwar überfüllt, da der Ausfall der S-Bahn kompensiert werden muss aber fahren sollten sie.
wielange müssen die wohl streiken, damit die Bahn genug verlust gemacht hat um 100,200,300,400 oder 500 Streikende "betriebsbedingt" entlassen zu müssen ? :rolleyes:
Von mir gibts kein Verständnis dafür was sie da abziehen.... und die Mehrheit der Leute die über das Thema sprechen sehens mittlerweile ähnlich.
Soviel auch zum Thema "Die Bevölkerung steht hinter uns" usw :wrofl:
Dark Warrior
12-10-2007, 09:04
Bosoc, das verstehe ich nicht ganz. Busse, Tram und U-Bahnen unterstehen nur der BVG und in keinster Weise der DB und sollten daher normal fahren. Vermutlich sind die zwar überfüllt, da der Ausfall der S-Bahn kompensiert werden muss aber fahren sollten sie.
nein mein problem ist das die BVG nichts hat womit ich da jetzt schnellstens hinkönnte;):nos:
Naja es soll auch GDL Lokführer geben die S- und Regionalbahnen fahren und Arbeiten wollen.
Achja, und die Bahn soll auch wieder neue Lokführer suchen:D
Würde es mir 3 mal überlegen da zu Streiken, ob der Streik nun gerechtfertigt ist, oder nicht, aber ich würde niemals die Leute verärgern die mir meinen Job ermöglichen.
Bosoc meinte wohl das, da da er hinmuss nur ebend eine S - oder Regionalbahn hinfährt, und sonst nix, sowas soll es geben.
Ach, in 10, spätestens 20 Jahren gibt's eh keine Lokführer mehr, dann fahren nur noch führerlose Züge durch die Gegend....
Tja Sven.........da muss ich dich enteuschen.Diesen Versuch hat es schon in Süddeuschland gegeben............Ergebniss: Das ging voll in die Hose :D
Führerlose Züge: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,510362,00.html
Der Bericht gibt leider nur die halbe Wahrheit wieder.Züge der DBAG müssen mit einem Lokfüher bemannt sein.Das liegt an der Gesetzeslage hier in Deutschland.Im übriegen fahren alle Züge in Deutschland, die über 160 km/h fahren schon seit 1960 im Überwachten Modus(siehe Bericht ICE usw.).
Die Fughafenbahn die da in Frankfurt fährt kann man wohl kaum mit einer normalen Eisenhahn vergleichen.Das Teil wird auch nicht vom Eisenbahnbundesamt überwacht.So etwas gibt es auch in deiner Nähe Sven.......in Düsseldorf am Flughafen ;)
PS. Technisch gesehen sind führerlose Züge schon lange möglich.
aeh volker in der muenchner u bahn fahren welche ;)
ok noch mit Lokfüher aber die machen nix mehr
Tja Sven.........da muss ich dich enteuschen.Diesen Versuch hat es schon in Süddeuschland gegeben............Ergebniss: Das ging voll in die Hose :D
In Frankreich fahren mittlerweile auf 2 Linien ebenfalls Hochgeschwindigkeitszüge nur noch mit einem "Überwacher" als Test... just a question of time.. ;)
Btw hier in Baden Württemberg waren auch Streikschilder ... allerdings stand auf denen nur "wir sind nicht so dumm und Streiken" :D
Irgendwie fehlt also sogar die Solidarität zwischen den einzelnen Kollegen der Bahn... und da will man hoffen das die Bevölkerung mitzieht ?
Ist doch nur ne Frage der Zeit bis die Bahn den Nötigen Rückhalt hat und wirklich leute rauskicken kann ;)
@Apo.........solange die Gesetze nicht geändert werden wird es nie allein fahrende Zügebei der DBAG in Deutschland geben ;)
Auserdem kann sich die Bahn überhaupt nicht erlauben fahrendes Personal zu entlassen.Da gibt es bei der DBAG viel zu wenige von.
@Yoda.......wir reden hier von der Deutschen Bahn AG und nicht von der U-Bahn;)
zum thema bahnstreik, ich selber bin nicht betroffen, nutze die MVG (münchner verkehrsgesellschaft) welche nicht dem Staate gehört und deshalb seperat bestreikt werden kann^^
viele meiner kollegen sind aber auf die bahn angewiesen, da es aber schon lange feststand wann ung gestreikt werden sollte, waren alle recht pünktlich, plus minus 30min in der arbeit...
denke mal bis auf die jenigen welche anschlusszüge etc erreichen müssen, wars kein großes problem...
ausserdem fährt in bayern/ allgäu, der "alex"m allgäuexpress, welcher einer schweizer firma gehört und deshalb nicht bestreikt wurde^^
Wenn die mit ihrem Lohn nicht zufrieden sind und merken, dass ohne Aktionen wie diese wilden Streiks scheinbar nichts mehr zu machen ist, sollten sich die betroffenen Arbeitnehmer überlegen ob sie nicht woanders arbeiten könnten oder etwas ganz was anderes machen sollten. Andere Arbeitnehmer in der Wirtschaft ergreifen auch andere Jobs oder wechseln den Arbeitgeber wenn sie mit dem Arbeitsverhältnis nicht mehr zufrieden sind. Warum sollte es dort anders sein?
Dass wirklich alle finanziell Schwierigkeiten haben glaube ich mal nicht. Wenn es um mehr Geld geht ist doch klar jeder dabei!
RedBasti
12-10-2007, 20:12
Den heutigen Streik kann ich nicht nachvollziehen. Die Bahn wird am Montag ein neues Angebot vorlegen und das sollte man sich erstmal ansehen, danach kann man noch immer streiken. Der heutige Streik hat die eh schon gespannte Lage sicherlich noch weiter verschärft und wird die öffentliche Meinung zu Gunsten der Bahn gedreht haben.
ich kann den streik sehr gut nachvollziehen
die dbag hat doch genug zeit gehabt ein anständiges angebot abzugeben
die bekanntgabe doch wieder an den verhandlungstisch zurückzukommen (1 tag vor dem streik) ist für mich nur ein kleverer schachzug von der bahn um den streik in letzter sekunde noch abzuwenden
@Apo.........solange die Gesetze nicht geändert werden wird es nie allein fahrende Zügebei der DBAG in Deutschland geben ;)
Auserdem kann sich die Bahn überhaupt nicht erlauben fahrendes Personal zu entlassen.Da gibt es bei der DBAG viel zu wenige von.
Und ? gibt doch im EU Ausland genug Zugführer die Arbeitslos sind.. in Österreich sind nach dem Arbeitsamt dort alleine 420 gemeldet... ^^
Außerdem... streicht man halt 10% der Nahverkehrszüge.. wie man anhand der Streiks sieht, kommt man doch Prima mit weniger Personal aus :gf:
Die Bevölkerung hat mit Andauerndem Streit immer mehr Verständnis mit der Bahn und nicht mit den "armen" ( rofl ) Zugführern... und das wäre nicht das erste Gesetz was in Deutschland geändert wird oder ? ;)
RoteZora
12-10-2007, 21:52
ich kann den streik sehr gut nachvollziehen
die dbag hat doch genug zeit gehabt ein anständiges angebot abzugeben
die bekanntgabe doch wieder an den verhandlungstisch zurückzukommen (1 tag vor dem streik) ist für mich nur ein kleverer schachzug von der bahn um den streik in letzter sekunde noch abzuwenden
Dem kann ich nur zustimmen.
Bin auch ab und zu von dem Streik betroffen, wenn ich dann Taxi spielen muss. :D
Wenn es nach mir geht, sollten sowohl Mehdorn als auch der Schell jeweils ein
eigenes Schüppchen bekommen. Die Verhandlungen sollten wohl besser
andere Leute führen.
Klar kann ich die streikenden verstehen.
Beim Personal wird eingespart, Inflationsanpassungen in den letzten Jahren kannst auch knicken. Längere Arbeitszeiten, mehr Verantwortung und das wenn das Geld immer weniger wert ist.
Zeitgleich erklärt die Db das sie rote Zahlen schreiben und erhöhen ständig die Fahrpreise.
Und am Ende hauen sich die Manager die Taschen voll und planen ein "Prestigeobjekt" ( ICE bahnhof in Stuttgart ) für mehrere Mrd. Euro.
Da würd ich nicht nur streiken sondern mit der Winkerkelle beim Vorstand auftauchen und denen das ding mit der agressiven Seite dahinstecken wo die Sonne nicht scheint.
Nur weil die Lokführer nicht alle kuschen wie der Rest in Deutschland, heisst das nicht das sie gierig sind, denn der Aufschwung ist da, nur nicht für die Arbeiter die weiterhin ausgebeutet werden.
vb
Bernd_XP
13-10-2007, 00:44
Das Problem das ich sehe, ist dass keine Seite Anstalten macht sich zu bewegen, und versucht durch irgendwelche taktischen Manöver die Gegenseite auszuhebeln - was alles im Grunde genommen zulasten der normalen Leute geht. Dafür sind die Tage die Straßenbahnen umso leerer und die Straßen gestopft voll mit Autos, aber hauptsache keiner zuspät gekommen; Warum denn? weil sich halt alle "angepasst" haben.
Das gleiche passiert auf Ebene Städtische Verkehrsbetriebe bei uns auch...das "einzige" was man mitbekommt ist dass es ohne ÖPNV gehen würde, aber dass was fehlt...!
@VB82: Das mit den ach so stark steigenden Personalkosten, Managementgehältern und Prestigeprojekten ist, finde ich, ein sehr guter Punkt!
Ach ja und kurze Zwischenfrage, vielleicht weiß das ja jemand: Wieviele Leute im Vorstand haben schon mal ne Lok gefahren?
RedBasti
13-10-2007, 12:35
Ach ja und kurze Zwischenfrage, vielleicht weiß das ja jemand: Wieviele Leute im Vorstand haben schon mal ne Lok gefahren?
Und wieviele Lokführer haben Ahnung vom Führen eines Großkonzerns?
Den Standpunkt der Bahn kann ich inzwischen immer besser nachvollziehen. Es ist der Bahn als Arbeitgeber eigentlich nicht zuzumuten mit jeder Berufsgruppe einen separaten Tarifvertrag abzuschließen. Damit hat mit Ausnahme der GDL auch keine der Gewerkschaften ein Problem. Zum anderen ist der Job des Zugführers - wenn ich mal so ehrlich sein darf - relativ anspruchslos. Die zu fahrende Geschwindigkeit wird vorgegeben und eine Lenkung gibt es auch nicht zu bedienen. Da halte ich den Job des Brummifahrers oder auch des Nahverkehrbusfahrers für schwerer.
Und am Ende hauen sich die Manager die Taschen voll und planen ein "Prestigeobjekt" ( ICE bahnhof in Stuttgart ) für mehrere Mrd. Euro.
Von den Baukosten trägt die Bahn selbst bei weitem nicht den größten Anteil.
Siehe hier (http://www.welt.de/politik/article1038381/Finanzierung_fuer_Milliarden-Bahnprojekt_steht.html)
Davon abgesehen wollen wir als Bahnkunden doch auch mit 300 km/h durch die Gegend gezogen werden, oder? Dafür sind eben Investitionen nötig. Auch wenn man über Sinn und Unsinn einiger Bauten (z.B. Berlin HBF) durchaus streiten kann.
Germane45
13-10-2007, 22:13
Klar kann ich die streikenden verstehen.
Beim Personal wird eingespart, Inflationsanpassungen in den letzten Jahren kannst auch knicken. Längere Arbeitszeiten, mehr Verantwortung und das wenn das Geld immer weniger wert ist.
Zeitgleich erklärt die Db das sie rote Zahlen schreiben und erhöhen ständig die Fahrpreise.
Und am Ende hauen sich die Manager die Taschen voll und planen ein "Prestigeobjekt" ( ICE bahnhof in Stuttgart ) für mehrere Mrd. Euro.
Da würd ich nicht nur streiken sondern mit der Winkerkelle beim Vorstand auftauchen und denen das ding mit der agressiven Seite dahinstecken wo die Sonne nicht scheint.
Nur weil die Lokführer nicht alle kuschen wie der Rest in Deutschland, heisst das nicht das sie gierig sind, denn der Aufschwung ist da, nur nicht für die Arbeiter die weiterhin ausgebeutet werden.
vb
Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. :yes:
Wer der Meinung ist, das Bahnfahrer nur den ganzen Tag spazieren fahren, sollte sich erst mal überlegen, warum so viele durch die Prüfung rasseln, bzw. dem psychichen Druck nicht standhalten und vorzeitig ausscheiden.
Sind vermutlich alles dumme Hauptschüler und keine Studierten. :rolleyes:
Außerdem sind das ja sowieso alles nur Faulpelze.
Die sollen das Maul halten, sich ducken und kuschen. :hmm:
Das Gehalt ist ja mehr als angemessen. :rolleyes:
Meiner Meinung nach verdienen die mehr als genug... für son "Knöpfchen"-Job, soviel Geld ist meiner meinung nach übertrieben... Klar es ist Arbeit, aber halt nach dem Wasserkopf-Prinzip... und jetzt soll bloß keiner sagen "In der Schweiz verdienen die aber 4k im Monat" -.- (nicht böse sein, ich verstehs nur halt nicht, und es gibt noch ne Menge anderer Jobs bei denen ich dasselbe sagen würde...)
Ich muss mehr schufften wie son Lockführer und verdiene immernoch weniger (ganz zu schweigen von den Angestellten an Infoschaltern etc... nicht wirklich Arbeiten aber noch die Hand groß aufhalten)... das liegt aber nicht an der Firma, sondern am Prinzip :mad1: leider...
Mfg.
Macht Sinn, es den anderen zu neiden das sie mehr verdienen, wenn sie es durchboxen. Schau dir einfach mal an was die Gewrkschaften denn großartig geleistet haben in den letzten Jahren. Nun wo ein Teilerfolg in Reichweite ist, wird es nicht gegönnt, aber gerade der Teilerfolg könnte sich auf andere bereiche auswirken und auch den anderen was bringen.
Nicht immer nur sich selbst betrachten, sondern vllt auch mal schaun was es für Auswirkungen hat wenn eine Gewerkschaft mal wirklich Biss zeigt und somit nen Signal setzt. Denn mal ehrlich, heutzutage sind Gewerkschaften nicht mehr das was sie mal waren.
vb
Du vergisst eins... die Bahn ist nur ein Service, und Service is nicht Pflicht... (sicher muss sich auch die Bahn an ihr "versprechen" halten) soviel dazu, und zum andern, JA genau richtig. WT* warum soll der für "ein Finger krum machen" das doppelte verdienen... das sind wenn du so willst die "Schmarotzer" unserer Gesellschaft. Der, der sein Leben lang hart arbeitet und nachher nix mehr vom leben hat im gegensatz dazu die Leute die ihr lebenlang NIX machen im Grunde, und im Alter noch Vaterstaat auf Schadensersatz verklagen) nachher gehen die Unternehmen daran kaputt, weil sie die Löhne nicht mehr zahlen können und die Kunden wegrennen, das hat aber auch VIEL VIEL andere Gründe die NUR zusammen dazu führen können... Man findet immer was wenn man danach sucht :rolleyes: (Bei uns im Betrieb ist es nicht anders, sowie in sehr vielen Unternehmen)
Mfg.
naja ich glaube nicht das die meisten unternehmen daran kaputtgehen das sie zuhohe löhne zahlen sondern eher daran das die aktionäre mit immer grösseren dividenden rechnen und diese auch einfordern
in meiner exfirma war es zb so die firma hat 5 mio euro reingewinn gemacht (nach abzug von 3 mio die in neue maschinen investiert wurden) der vorstand hat aber mit 10 mio gerechnet also mussten nun 5 mio die fehlten eingespart werden und wo macht man das am besten ? natürlich beim personal ist ja am einfachsten ^^
was nun speziell die bahn angeht glaub ich auch nicht das die nur über die 30% lohn verhandeln das ist eh nur ne zahl mit 7 oder 8 % wären die lokführer auch zufrieden sondern das es primär um eine zusicherung der arbeitsplätze geht wenn die bahn an der börse gehandelt wird
meine prognose ist das bestimmt 50000 leute entlassen werden in 3 jahren
wenn du ne ahnung hättest wie viel ein arbeiter bei 1800 euro brutto für die firma kostet... das sind astronomische summen...
die kann man sich als normaler angestellter oder arbeiter garnicht vorstellen....
mfg
du meinst bestimmt 1800 euro netto
und ja ich kann mir vorstellen was ein arbeitnehmer bei 1800 euro kostet nur liegt das ja nicht an den arbeitern sondern an den hohen abgaben
von mir aus müsste der arbeitgeber nicht die hälfte zu meiner rente beitragen wenn ich die andere hälfte selber investieren könnte
wenn du ne ahnung hättest wie viel ein arbeiter bei 1800 euro brutto für die firma kostet... das sind astronomische summen...
Muss sich ja lohnen sonst würde nach der Argumentation jeder minus machen und das ist nicht so.
klar lohnt es sich bis zu einem gewissen punkt.
najo ich wollt das eben nur mal anmerken was eine "einfache" lohnerhöhung eine firma kosten kann. ohne jetzt ne neue lohndiskussion anzuheizen.
und beim lohn oder gehalt spricht man meist von brutto, deshalb die 1800 brutto egal wie realitätsnah das jetzt war^^
Wenn die der Meinung sind, dass sie zuwenig verdienen und die Kollegen im nahen Ausland deutlich mehr in der Tasche haben, können die ja in das entsprechende Ausland umziehen und dort anfangen zu arbeiten. Dies wird auch in allen anderen Jobs von den Arbeitnehmern verlangt, wenn sie hier in Deutschland keine Arbeit finden. Warum dann also auch nicht bei den Lokführern? Der Lokführer steht über keinem anderen Job, dass er in dieser Hinsicht bevorzugt behandelt werden muss. Es ist ein Job wie jeder andere auch.
Zudem meine ich, dass der Zugüberwacher deutlich mehr an Verantwortung zu tragen hat und mehr Stress ertragen muss. Sie geben den Lokführern die Anweisungen was sie machen müssen. Sie passen auf, dass keine Züge kollidieren, Fahrpläne eingehalten werden, Probleme beseitigt werden, Verspätungen gefahrlos wieder eingefahren werden können.
Heutzutage muss man eben flexibel sein. Und wenn die Bahn dann merkt, dass viele ins Ausland gehen und der eigene Bedarf nicht mehr gedeckt werden kann, werden sie sich etwas überlegen müssen. Und zwar von sich aus.
RoteZora
14-10-2007, 17:52
Willst du damit jedwede zukünftige Lohnerhöhung abwehren?
Wenn ihr mehr verdienen wollt geht doch woanders hin?
Wir bekommen schon Leute aus den Billigländern der EU? :gf:
Ehrlich gesagt ist es mir lieber, dass ein Zugführer ganz aufmerksam seine
Arbeit macht und nicht dadurch abgelenkt ist, dass am Ende des Geldes noch
so viel Monat übrig ist. Jemand, der noch einen eigenen Kopf hat und nicht
so technikgläubig ist, dass er meint, alles wäre ja so schön durch Technik
abgesichert. Das ist schon nicht den Leuten im Transrapid bekommen oder?
Lokführer ist keine Arbeit? Glaubt ihr das? Das gilt wohl nur für Lokführer der Spur H0.
OK ich weiß nur, wie ein Straßenbahnfahrer nach getaner Arbeit aussieht/
aussehen kann. Wenn sie durch die Wechselschicht (das heißt nicht so eine
bequeme Wechselschicht, die feste Anfangs- und Endzeiten hat) vor lauter
Müdigkeit kaum noch aus den Augen sehen können.
Wie viele Ehen/Lebenpartnerschaften gehen durch diese Arbeitszeiten in die
Brüche? Welche Freundschaft hält sowas lange aus?
Stimmt wer schon keinen Partner und keine Freunde hat, der braucht auch kein Geld. :thx:
Ich wünsche euch, dass ihr niemals einen so menschenverachtenden Boss
habt, sondern jemand, dem euer Wohlergehen nicht egal ist und der sich
auf eure Knochen ein schönes Leben macht.
RedBasti
14-10-2007, 18:32
Nun mal ganz ruhig.
Was ich sagte war:
Zum anderen ist der Job des Zugführers - wenn ich mal so ehrlich sein darf - relativ anspruchslos.
Was ich damit meine ist:
Der Job des Zugführers ist relativ anspruchslos.
Das bedeutet, dass...
... es Berufe gibt die den Menschen vor größere Herausforderungen stellen.
Was ich nicht sagte und auch nicht meinte ist:
Sind vermutlich alles dumme Hauptschüler und keine Studierten.
Außerdem sind das ja sowieso alles nur Faulpelze.
Wenn man jetzt davon ausgeht, dass ein Lokführer auf Grund der Verantwortung einen hohen Lohn bekommen sollte, dann sollte man zunächst astronomische Gehälter für Fluglotsen fordern. Ebenso muss der Lohn aller Menschen, die im Transportwesen tätig sind deutlich angehoben werden. Mit Schichtbetrieb und unregelmäßigen Arbeitszeiten müssen fast alle im Transportwesen leben, ebenso mit durchschnittlichen Löhnen (Lokführer dürften im Vergleich zu Brummifahrern noch recht gut bezahlt werden). Und dank der Technik ist die Steuerung eines Zuges eben recht einfach, daher würde ich es verstehen wenn ein Busfahrer im städtischen Nahverkehr mehr verdient als ein Lokführer. Von daher halte ich die derzeitigen Gehälter eigentlich für angemessen. Von mir aus können auch ein paar Prozent rauf, wie es alle paar Jahre üblich ist aber 30% sind schlicht und ergreifend unberechtigt.
Lokführer ist keine Arbeit? Glaubt ihr das?
Nö, hat hier aber auch keiner gesagt.
Wie viele Ehen/Lebenpartnerschaften gehen durch diese Arbeitszeiten in die
Brüche? Welche Freundschaft hält sowas lange aus?
Also Polizisten, Ärzte und viele andere Berufsgruppen kommen damit auch zu recht.
Ich denke nicht das hier irgend einer den Beruf des Lokführers als simpel darstellen möchte. Tatsache ist jedoch das andere Berufe höhere Anforderungen stellen und schwerer zu bewältigen sind.
RoteZora
14-10-2007, 18:51
Ich weiß, du meinst es gut und bist ein lieber Junge. :knuddel:
Wenn du mal erwachsen bist und eine Familie zu versorgen hast wirst du das
vielleicht anders sehen.
Natürlich möchte ich mich hier nicht mit dir um Einzelheiten streiten.
Wenn du mal irgendwann Arbeit haben solltest und man bietet dir für eine
Lohnerhöhung, die dazu da sein soll, den Inflationsverlust halbswegs
auszugleichen (was schon seit langem nicht mehr annähernd der Fall ist),
und du dafür im Gegenzug Mehrarbeit leisten sollst, wirst du dir, wenn du
nachrechnest, auch ziemlich verarscht vorkommen.
Versuch es einmal aus der Sicht des Familienversorgers zu sehen.
... und ja du hast vollkommen Recht. Polizisten haben genauso einen miesen
Job, mit schlechten Arbeitszeiten und mieser Bezahlung.
Deshalb bin ich auch dort dafür, die Bezahlung zu erhöhen und die Arbeitsbedingungen
zu verbessern, unbedingt.
Wahrscheinlich sprichst du bei den Ärzten die Arbeitszeiten in den Kliniken an.
Die halte ich wiederum für einen Skandal. Wer ins Krankenhaus geht und von
jemandem behandelt wird, der bereits seit 20 Stunden Dienst tut, kann kein
gutes Gefühl dabei haben. Auch hier bin ich sicherlich für eine Verbesserung
der Situation.
Aber eigentlich geht es doch hier um die Lokführer, die ebenfalls für das
Leben von einer Menge Leute verantwortlich sind und sich keinerlei Fehler
erlauben dürfen. Die bohren nicht die ganze Zeit in der Nase und schauen
aus dem Fenster.
Ich halte es für bedenklich wenn man hier versucht, die eine Berufgruppe
gegen die andere auszuspielen. Viel besser wäre es, eine Situation zu
verbessern und danach die nächste.
Das wäre doch ne prima Aufgabe. :) ;)
Wenn du mal irgendwann Arbeit haben solltest und man bietet dir für eine
Lohnerhöhung, die dazu da sein soll, den Inflationsverlust halbswegs
auszugleichen (was schon seit langem nicht mehr annähernd der Fall ist),
und du dafür im Gegenzug Mehrarbeit leisten sollst, wirst du dir, wenn du
nachrechnest, auch ziemlich verarscht vorkommen.
Dann geh ich ?
Wenn meine Firma hier z.B. meinen würde mich mit 14-15€ abzuspeisen würde ich ihnen direkt den Vogel zeigen und ohne weitere Verhandlungen gehen...
Stehen sie wieder 3 Jahre ohne Entsprechende Fachkraft da :rolleyes:
Nicht mein Problem...
Eine Familie nun voranzuschieben ist ebenfalls wieder son punkt... was ist daran besonderes ?
Wer zwingt jmd dazu eine Familie zu gründen ?
Wer sie sich nicht leisten kann solls sich halt sparen.. ich z.B. denke nicht im Traum dran in diese Zeit eine Familie zu gründen z.B. aus diesem Grunde.
Ich denke auch nicht das es die nächsten 10-20 Jahre besser wird, und es gibt sicherlich viele Berufe bei denen höhere Anforderungen gestellt, größere Verantwortung getragen werden muss und niemand dran denkt den Leuten nen Besseres Gehalt zu bezahlen.
Hauptsache Lokführer die eigentlich keine Verantwortung haben geschweige denn wirkliche Körperliche Arbeit vollziehen müssen sollen nen astronomisches Einstiegsgehalt kriegen.. ja ne ist klar, schichtarbeit und 40h woche haben desweiteren ebenfalls alle gängigen Branchen :rolleyes:
( Verantwortung -> was machen se noch ? Gleise werden von anderen gestellt, gewartet werden die Züge von Anderen die für noch weitaus weniger Geld anfangen müssen, nach den Unfällen in der jüngeren Vergangenheit lag der Fehler immer dort.. usw nen Lokfüher macht was ? gas geben und bremsen.. und fürs bremsen gibts sogar noch Failsafe systeme falls der Lokbediener einpennt.. ole... :rolleyes: )
Du stellst schon wieder den Beruf des Lokführers über andere Berufe. :p
Wenn die Familie zuwenig Geld hat, sollte auch die Frau etwas zur Besserung beitragen. Gut, mit den Kindern ist das meist so eine Sache. Aber wenn die in den Kindergarten gehen, kann die Frau zumindest Halbtags arbeiten gehen. Zudem kann die Frau auch nicht im Haus bleiben wenn die Kinder selbst das Haus längst verlassen haben. :p Was ist denn das bitte für ein Leben für eine Frau? Wir finden es gut, dass jeder seinen eigenen Job hat und nicht vom anderen abhängig ist. Auch gibt es Frauen, die Lokführer sind.
Was hat die Strassenbahn mit diesem Streik zu tun? Die laufen doch nicht unter der DB. Da ist der Wechsel doch eigentlich noch einfacher. Wenn es einem in der einen Stadt als Strassenbahnfahrer nicht zusagt, schaut man sich in anderen Städten um. Wo ist da das Problem? Man muss eben flexibel sein und sich anpassen. Die Lokführer der DB müssten ins Ausland gehen oder bei kleineren privaten Regionalbahnen anklopfen. Es gibt ja einige Spezialzeitschriften für den öffentlichen Nahverkehr ("Der Nahverkehr" "Nahverkehrs Nachrichten") wo unter anderem auch immer Stellenanzeigen drin zu finden sind. Meist bedeutet es einen dieser Jobs anzunehmen umziehen zu müssen.
Andere Berufe haben, wie bereits erwähnt, auch Schichtarbeit und die Familien und die Freundeskreise haben sich darauf eingerichtet. Ich habe jedenfalls keine Probleme damit, dass ich einige hier nicht regelmässig sehe, da sie bei Airbus arbeiten - im Schichtbetrieb. Und denen gefällt es so, da sie sich in dieses "Schichtleben" eingelebt haben und neben der fordernden Arbeit auch ein gutes Arbeitsklima haben. Einige haben sich in der Zeit auch hochgearbeitet zum Schichtleiter. Dies sollte auch bei der Bahn möglich sein. In Bremen (BSAG) kommt man erst mit einer gewissen Dienstzeit auf der Strassenbahn ins Kontrollzentrum und darf dort als Zugüberwacher arbeiten. Dort gibt es auch Schichtdienst.
Uns hat man im Studium sehr oft eingetrichtert, dass wir uns den Jobs anpassen müssen und die Jobs nicht gezwungenermassen uns. Sollte man nichts finden sollte man den Blick über die Grenzen hinaus oder gar in andere Sparten nicht scheuen. Dies gilt sicher auch für alle anderen Jobs.
Aber warum sollte der Job der Lokführer etwas besonderes sein?
Es gibt immer mehr technische Neuerungen, die das Bahnfahren sicherer und einfacher macht. Die Anforderungen an den Lokführer sinken also und dies schlägt sich unter anderem auch im Gehalt nieder. Dies ist nicht die erste Jobsparte, wo dies passiert ist.
Der Beruf Lokführer ist jedenfalls keine Sackgasse, aus der man nicht mehr herauskommt und bis zu seiner Rente nur Lokführer sein muss.
RoteZora
14-10-2007, 19:59
Ich rede nicht vom normalen Drei- oder Vierschicht-Betrieb. Die haben
noch feste Anfangs- und Endzeiten.
Wenn du aber in dieser Woche noch nicht weißt, ob du nächsten Dienstag zum
Arzt gehen kannst, weil du nicht weißt, ob du dann gerade feinen passenden Dienst
hast, der mittags anfängt oder am frühen Nachmittag aufhört, ist das was ganz anderes.
Wenn man aber nur von einem Tag auf den anderen planen kann...
Bestimmt bist du sie Superausnahme. Aber unser Freundeskreis hat sich
definitiv verändert, weil man eben überhaupt nicht planen kann.
"Kannst du am Samstag zum Geburtstag kommen?" - "Weiß ich noch nicht,
ich bekomm meinen Dienst erst am Freitag um 11 Uhr morgens genannt."
Das ist der Normalzustand.
Übrigens hebe ich den Beruf des Lokführers nicht über andere Berufe.
Wie käme ich dazu? So genau kenne ich den ja gar nicht.
Ich finde es hier nur unfair, wenn andere Laien in dieser Beziehung
den Stab über eine Berufsgruppe brechen, von der sie keine Ahnung haben.
Aber irgendwie verstehe ich nicht, wieso so viele Fachkräfte der DB
ihren Job hinschmeißen sollen wegen eines ganz normalen Tarifvertrages. :confused:
Wenn es z. B. bei Airbus um eine legale Tarifverhandlung geht, wird dort (hoffentlich)
auch nicht darauf hingewiesen, dass man die Arbeit auch durch 1-Euro-Jobber machen
lassen kann. (kann man bestimmt, fragt sich nur wie)
Wenn der Arbeitnehmer von seinem Recht Gebrauch macht und den
Tarifvertrag neu aushandelt ist das kein Grund zu Kriminalisierung.
Oder haben wir wieder Zeiten des ungezügelten Kapitalismusses, in der jeder
Unternehmer auch gleich Ausbeuter sein darf und keinerlei soziale
Verpflichtung seinen Angestellten gegenüberhat?
Ich hoffe doch mal nicht. :)
Wenn man das bei diesen Diensten nicht die Freundschaften halten kann, dann waren die eigentlich auch nicht viel wert, und das Schreibe ich nicht einfach so.
Sondern bei mir ist das auch der Fall das ich erst von ein Tag auf den anderen gesagt bekomme ob, wann und wenn der Einsatzleiter gerade gut drauf ist, sagt der dir sogar noch wie lange man Arbeiten muss.
Oder aber man ist gerade bei Freunden und der Einsatzleiter ruft an, weil einer ausgefallen ist, eine Alarmanlage ausgefallen ist etc. da kann man auch nicht immer nein sagen.
Bei sowas überleben die Freundschaften die man ernst nehmen kann, das sehe ich nicht nur bei mir sondern auch bei meinen Kollegen die sogar damit noch eine Familie haben, und ja es klappt.
Ist alles eine sache der Einstellung mehr nicht.
Achja und so mal im Raum, wir verdienen gerade mal 7,30€ pro Std.
Und so schlecht bezahlt kann der Beruf des Lokführers bei der DB auch nicht sein, wenn Lokführer die Streiken hätte dürfen freiwillig Arbeiten gehen.
Und man darf auch nicht die DB mit den Strassenbahn oder Busfahrer vergleichen.
Wenn der Arbeitnehmer von seinem Recht Gebrauch macht und den
Tarifvertrag neu aushandelt ist das kein Grund zu Kriminalisierung.
Sagt auch keiner, aber der soll dann auf den Teppich bleiben und keine horenden anforderungen stellen. Und in anderen Bereichen trittst du keine Leute auf die Füsse die von dir Leben, mit den Streik am Freitag haben die eigentlich nur die Passagiere getroffen und ihre Kollegen die deswegen Servicekräfte am Bahnhof machen mussten. Die DB kann das sicherlich besser verkraften.
SailedAway
15-10-2007, 00:32
Also ich bin bei diesen Streik ein wenig gespaltener Meinung.
ZUnächst kann ich es definitv verstehen, dass Lokführer angepisst sind und auch mehr haben wollen. Die Arbeitszeiten sind eher Katastrophal und die Bezahlung sicher nicht die Beste (ich als Polizist in ausb. kann da ja ein wenig mitreden). Auf der anderen Seite finde ich eine Forderung nach 30% mehr schon krass, aber mal ehrlich, wer 30% fordert wird niemals bei 30% abschließen. Vor allem wenn man die Bahn mal ein wenig näher betrachtet:
Der Vorstand genehmigte sich im lezten Jahr eine Lonerhöhung von -ich glaube es waren tatsächlich 100%, mit der absolut geilen Begründung "Die anderen Manager in der Wirtschaft bekommen mehr". Und ist euch malaufgefallen, wie oft die Bahnpreise in diesem Jahr erhöht wurden? Zeitgleich sagt man tatsächlich, dass man kaum Geld hat, aber man ernsthaft provatisiert werden möchte und noch tolle neue Bahnhöfe (Berlin, bald Stuttgart) bauen möchte bzw. gebaut hat. Und ist euch nebenbei aufgefallen, dass die Bahn trotz dieser immer höher werdenden Preise immer weniger leistet? Ich wär froh mal wieder nen Zug pünktlich zu sehen...
Über die Qualität der Züge will ich ja jetzt nicht mal ein Wort verlieren
Ich hab hier irgendwo gelesen, dass jemand geschrieben hat, das niemand dazu gezwungen wird eine Familie zu gründen.
Du wirst wenn du etwas älter bist und du dir langsam gedanken um deine Rente machen musst, dankbar für jeden Lokführer sein, der sich dazu entschlossen hat, eine Familie zu gründen und Kinder zu kriegen. Ich möchte nicht immer höhere Rentenversicherungsbeiträge zahlen müssen, blos weil es kaum noch Berufe gibt, die es den Menschen ermöglicht hat Kinder zu bekommen. Auf der anderen Seite muss auch ich gestehen, dass ich trotz meiner unregelmäßigen Arbeitszeit, die garantiert nie dann endet, wann sie eigentlich sollte, dennoch in der Lage bin Zeit mit meiner Freundin und meinen Freundeskreis zu Verbringen. (Ich hatte sogar Zeit diesen Beitrag hier zu schreiben)
Es ist ärgerlich am Bahnhof zu stehen und auf einen Zug zu warten. Noch ärgerlicher, wenn dieser nicht kommt. Aber mal Hand aufs Herz, erlebt man dies als Pendler bei der Bahn nicht auch so?
Bernd_XP
15-10-2007, 19:18
Es ist ärgerlich am Bahnhof zu stehen und auf einen Zug zu warten. Noch ärgerlicher, wenn dieser nicht kommt. Aber mal Hand aufs Herz, erlebt man dies als Pendler bei der Bahn nicht auch so?
Öhm, dazu muss ich die Bahn mal "in Schutz nehmen"...mein Vater ist 2 Jahre lang jeden Tag 2h mit der Bahn gependelt, und alle Züge die ausgefallen sind oder extreme Verspätungen hatten, hatten nen direkten Bezug zu "Personenschaden" und ich denke jeder weiß was das bedeutet.
SailedAway
15-10-2007, 22:25
Hab ja nicht gesagt aus welchen Grund. Personenschaden ist natürlich sehr häufig. Aber auch Signalstörungen und sonstige technische Defekte sind eher häufig. Wenns auch nicht immer der eigene Zug ist.
Ich finde es wichtig den Grund zu erfahren. Wenn ich als Kunde auf einem Bahnsteig stehe und mir a) eine Anzeigetafel und b) evtl. eine Lautsprecherdurchsage lapidar mitteilt der Zug verspäte sich um 30 Minuten dann möchte ich wissen warum das so ist.
Manchmal wird ja auch von 'Betriebsstörung geredet - was aber auch nichtssagend ist.
Würde mir mitgeteilt:
"Der Zug verspätet sich wegen eines Lokschadens, wir setzen alles in Bewegung um eine Ersatzlok einzusetzen."
oder
"Ein Selbstmörder hat sich leider vor den Zug geworfen auf den sie warten, sie müssen isch noch etwas gedulden"
würde ich Verständnis für die Situation entwicklen und eigentlich gar nicht sauer sein.
Der zweite Satz allerdings lässt mich auf das Thema zurückkommen:
Ich denke hier haben die Lokführer echt etwas auszuhalten - und das ist auch einiges an Geld wert, meiner Meinung nach.
Warum die Lokführer einen eigenen Tarifvertrag wollen bleibt mir unverständlich - etwas Besseres als die anderen Angestellten der Bahn sind sie eher nicht, finde ich.
Zu den Gehaltsforderungen: Lokführer verdienen zwar unterhalb des Durchschnittsbruttolohnes (ca 300 €), liegen damit aber auch nur 7 Gruppierungen unter dieser Grenze:
http://www.stern.de/media/pdf/gehaltsliste_01.pdf
10% mehr würden sie genau auf das Niveau des Durchschnittseinkommens heben, bei 30% wären sie in der Region von Zahntechnikern und Museumspädagogen, vermutlich knapp unterhalb von Groß- und Außenhandelskaufleuten.
Ich erinner mich, wie mal im Zug durchgesagt wurde - salopp gesagt, die genaue Wortmeldung hab ich leider vergessen, war aber als Zuhörer in jedem Fall sehr amüsant: "Die Weiterfahrt verspätet sich leider, da der Lokführer unter Durchfall leidet, und daher kurz das Cockpit verlassen muss."
Jaa, das wusste man dann auch den Grund, und konnte den guten Mann auch verstehen, dass er nicht einfach weiter fahren kann :D ;)
Zu den Gehaltsforderungen: Lokführer verdienen zwar unterhalb des Durchschnittsbruttolohnes (ca 300 €), liegen damit aber auch nur 7 Gruppierungen unter dieser Grenze:
http://www.stern.de/media/pdf/gehaltsliste_01.pdf
10% mehr würden sie genau auf das Niveau des Durchschnittseinkommens heben, bei 30% wären sie in der Region von Zahntechnikern und Museumspädagogen, vermutlich knapp unterhalb von Groß- und Außenhandelskaufleuten.
Ich find die Liste nicht gerade Aussagekräftig.
z.B. der Fleischer ist kein 0815 Fleischer sondern ein Fleischermeister, weiterhin ist sicherlich bei keinem von den dort gelisteten das Einstiegsgehalt aufgeführt sondern tlw sicherlich das Gehalt nach 20+ Jahren Berufserfahrung :rolleyes:
Ansonsten lustig wo ich in der Liste da stehe... :D
das bei durchsagen nicht gesagt wird: ein mensch hat sich vor den zug geworfen, hat den gleichen hintergrund, warum wir in den zeitungen und im TV so gut wie garnichts darüber zu hören bekommen, um diesen menschen keine plattform zu bieten.
RedBasti
16-10-2007, 10:54
Also wenn Rainer Müller vor einen Zug springt und anschlißend aus dem Drehgestell gekratzt werden muss und dann im Bahnhof 50km weiter die Durchsage "Ein Typ ist vor den Zug gesprungen, daher die Verspätung" erklingt würde ich das nicht als Plattform bezeichnen. Anders würde es schon aussehen wenn in der Durchsage Name, Herkunft und Motiv des Selbstmörders erwähnt werden würde, wie es im Fernsehen durchaus passieren könnte.
Wenn einer vor den Zug gesprungen ist, wird im Bahnhof irgentwas gesagt wie, wegen Personenschaden verspätet sich der Zug um xx.
Aber ähhh ist das hier nicht das falsche Thema?
RedBasti
16-10-2007, 12:38
Naja, so lange die Diskussion nicht ganz abwegig wird und beim Thema Bahn bleibt sehe ich da kein Problem.
es wär sehrwohl eine plattform, weil dann dieser Herr müller sich vor seinem tot daran aufgeilen könnte, "ja ich hab die bahn aufgehalten" "und jeder wird davon erfahren"
najo und nun wissen wir ja was mit personenschaden gemeint ist, also reichts auch xDD
sind denn schon wieder neeu streiks angesetzt oder wird wieder verhandelt?
mfg
Das kann Herr Müller auch denken ohne, dass es eine Durchsage zu seinem Ableben gibt :p
In der Zeitung - und das wäre eine Plattform - steht es am nächsten Tag nämlich auch - und dort lesen es nicht nur die Wartenden auf dem Bahnsteig.
Also wenn es zu erneuten Streiks kommt, dann frühstens am Donnerstag schreibt der Spiegel. Allerdings ist das meiner Meinung nach mit Vorsicht zu genießen, weil der Spiegel bereits am Wochenende von einer Einigung gesprochen hatte, die sich ja bekanntlich als falsch herausstellte. Ich warte daher noch auf ne Bestätigung in der FAZ.
Nichts desto Trotz, derzeit wird wohl weder verhandelt noch sonst irgendwas aus Reden gemacht, wenn ich das korrekt verstanden habe. Liegt daran, dass beide Seiten unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was jetzt geschen soll. Die Bahn will die Unterzeichnung, die GDL hingegen Gespräche.
Scheinbar wollen die Donnerstag verhandeln, naja die Bahn will das der Schell möchte das noch herauszögern und erstmal ein Gespräch machen.
Hier kannst es aber auch nachlesen. (http://www.n24.de/politik/article.php?articleId=159165&teaserId=163857)
Denke mal das das ganze noch sehr lange dauern kann.
raptorsf
16-10-2007, 15:21
ich verstehe grundsätzlich das ganze "Gestreike" nicht. Wir leben in einer Marktwirtschaft - der Preis (in dem Fall der Lohn) brechnet sich nach dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage.
Wenn ich die Lohnliste vom Stern die hier Sven geposted hat vergleiche, muss ich mir halt überlegen, ob ich nicht besser Pilot geworden wäre wenn mir der Lohn so wichtig ist.
Natrülich extrem vereinfacht, aber einfach mal 30 % oder mehr Lohn zu verlangen finde ich etwas vermessen. Wenn dann alle Lok-Führer Pilot werden wollen werden plötzlich die Lokführer-Gehälter die Piloten-Gehälter übertreffen und dann können sie ja wieder zurück ;)
Germane45
16-10-2007, 18:20
ich verstehe grundsätzlich das ganze "Gestreike" nicht. Wir leben in einer Marktwirtschaft - der Preis (in dem Fall der Lohn) brechnet sich nach dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage.
Ich würde das ganze auch einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
Mehdorn will unbedingt an die Börse, mit seiner Bahn.
Da kann er sich nicht jetzt schon sichtbare Schwäche leisten.
Wer kauft dann sonst hinterher die Aktien zu "seinem" Kurs? :ka:
Von den 10 erstellten Bahngutachten wurden ja schon 8 Stück dem Bundetag vorenthalten.
Dazu muss man wohl nix weiter sagen. :rolleyes:
Des weiteren kann sich ja Mehdorn eine weitere Lohnerhöhung selbst verpassen, sollte er den Börsengang schaffen.
Das nennt man dann Anpassung an die anderen AG Bosse.
Macht für den armen Kerl dann zu seinem bisherigen Gehalt dann noch mal bis zu 66%.
Aber um nochmal auch das von mir gekennzeichnete Zitat von Dir zurückzukommen..........
Im öffentlichen Dienst, zumindest in Deutschland, greift das Prinzip von Angebot und Nachfrage schon lange nicht mehr.
Bei einer Arbeitslosenzahl zwischen 3-4 Mio. sieht das halt anders aus.
Zum Thema "Rückhalt aus der Bevölkerung"
Was halten Sie vom Streik der Lokführer?
So wurde abgestimmt:
Dafür habe ich Verständnis.
33.7 %
Es reicht! Sind wir denn im Kindergarten?
51.4 %
Sowohl Bahn als auch GDL tragen die Verantwortung.
14.9 %
Quelle RP-Online..
Btw hier in der Ecke wird gar nicht gestreikt... wer sollte auch ? :D
Der Nahverkehr ist komplett in Privater Hand aus solchen Gründen.. und genauso wirds sicher auf Dauer auch der VRR weitermachen.. ( sind ja eh schon dran.. ) also Streikt nur weiter, dann lohnen sich die Betriebsbedingten Kündigungen wenigstens =)
raptorsf
18-10-2007, 10:56
heute wird ja wieder in Deutschland gestreikt, in Frankreich ebenso.
Irgendwo habe ich ja schon Verständnis, wenn man mehr Lohn will weil er im Verhältnis zu anderen Branchen gering ist. Trotzdem straft man ja damit eigentlich die Falschen - vor allem die Leute die auf eine zuverlässige und pünktliche Beförderung angewiesen sind. Die Bahn selber wird ja auch bestraft. Am Schluss von Streiks verlieren ja eigentlich alle.
Ich denke, es gäbe wirklich intelligentere und effektivere Methoden um zu mehr Lohn zu kommen. Streik ist doch eigentlich eine Bankrott-Erklärung- ist etwa vergleichbar mit Krieg, da verlieren auch alle.
PS: Nachtrag, habe mich jetzt noch informiert wieso die in Frankreich streiken. Die Lokführer dort (und andere Leute in der Verwaltung) wollen sich dagegen wehren, dass sie sich nicht mehr mit 50 pensionieren lassen können.... (no comment)
Germane45
18-10-2007, 18:28
Man sollte den Streik der Lokführer vllt. auch mal als Hilferuf sehen? :ka:
Das gezahlte Streikgeld entspricht ja nicht dem normalen Lohn.
Die sich daraus resultierenden Einbußen treffen ja auch die LF.
Man muss sich schon die bodenlos frechen Angebote von "König Mehdorn" einmal genauer ansehen, um zu verstehen, das da jedem der Kragen platzt.
Soweit ich ausserdem die GDL verstehe, geht es nicht um 30% mehr Geld.
Primär um einen eigenen Tarifvertrag.
Nur versucht gerade dort die Bahn, uns eines besseren zu Belehren.
Die Art der Bahn, wie uns der kl. Arbeiter als "Feindbild" vorgeführt wird, lässt Übelkeit in mir aufsteigen. :hmm:
Apropos Übelkeit.........
@Apo
Bei der Umfrage wird mir der Versuch der Manipulation erst Recht deutlich.
Wer hat die in Auftrag gegeben?
Wer wurde befragt?
Ausserdem sollte es sich ja mittlerweile rumgesprochen haben, das sich fast jeder selbst, der nächste ist.
Solidarität wird hier in Deutschland leider nicht sehr gross geschrieben.
Umfragen dieser Art sind in der Regel sowieso Unsachlich und rein Emotionell.
Apropos Übelkeit.........
@Apo
Bei der Umfrage wird mir der Versuch der Manipulation erst Recht deutlich.
Wer hat die in Auftrag gegeben?
Wer wurde befragt?
Ausserdem sollte es sich ja mittlerweile rumgesprochen haben, das sich fast jeder selbst, der nächste ist.
Solidarität wird hier in Deutschland leider nicht sehr gross geschrieben.
Umfragen dieser Art sind in der Regel sowieso Unsachlich und rein Emotionell.
Hm... die Umfrage ist auf der RP-Online einfach so in den Beträgen geschaltet:rolleyes:
Ansich ist das Blatt dann noch extremst "pro" Gewerkschaft eingestellt wenn ich mir so die einzelnen "News" durchlese.
Weiterhin, hier in der Gegend ist das Thema ebenfalls einwenig Thema gewesen die letzte Zeit und es gibt wenige die meinen das die Forderungen so wie sie gestellt werden korrekt sind.
Könnte vllt aber auch daran liegen das die Bahn sowie die Lokführer hier keinen guten Ruf mehr hat ^^...
Der Verkehrsverbund hier ( nen kleiner, der hat wohl gerademal 1/3 der Fahrgäste wie z.B. Dortmund oder Essen alleine :p ) hat sich vor 3 Jahren komplett von der Bahn verabschiedet... seitdem hält hier nur noch der Fernverkehr der Bahn... und 12 Linien von Privatisierten Unternehmen..
Warum ? Unzuverlässigkeit der Bahn, unpünktlichkeit und absolut grottiger Service.... die gleichen Punkte warum der VRR ja z.B. die Privaten seit Längerem weiter unterstützt... ( siehe die Strecken zwischen Ddorf - Neuss , Ddorf - Köln , Oberhausen - Bottrop , Essen - Dorsten , siehe warum der VRR monatlich ne Mio € schon jetzt einbehält usw ) und mittlerweile sogar weiter ausbaut.. die S6 ist angeblich ja das nächste Ziel was in Private Hand gehen soll...
Also liebe lokführer streikt nur weiter damit ihr weiter überflüssiger werdet :)
Ich freue mich auf den Tag wo dein Job wegrationalisiert wird und du ( trotz deiner Aussage das du halt woanders hingehst ) nichts findest. Und dann die dicken Tränen laufen weil sich kein Schwein um dich kümmert und dann, ja genau dann sitzen die Lokführer die Courage bewiesen haben da und lachen dich aus.
Sorry Apo aber du scheinst einer derjenigen jungen Spritzer zu sein, die immer noch daran glauben was manche vorbeten, das man mit Flexibilität immer einen guten Job bekommt. Mittlerweile ist es so das die Arbeitgeber sagen : Friss oder stirb, nach dem Motto dann geh doch wo anders hin, weil sie genau wissen das es woanders genauso aussieht und der Arbeitnehmer keine andere Wahl hat als die Konditionen anzunehmen die ihm diktiert werden.
Sammel Lebenserfahrung, dann reden wir nochmal drüber, hab früher auch so gedacht wie du, aber die Welt ist nicht immer so wie man denkt.
vb
RoteZora
18-10-2007, 20:32
Tja zum Thema, die sollen mal woanders hingehen....
Vielleicht sollte Medorn mal nach Frankreich? (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,511852,00.html)
Da ging heute gar nichts, weil alle gestreikt haben. ;)
Meine Kollegin in Paris hat heut von zu Hause aus gearbeitet.
Hm... tjo wenn du meinst...
ich für meinen Teil hab diese Erfahrung gerade eben erst gemacht... das sogar ohne viel zu tun nen Bombenjob für mich hier rausgesprungen ist, bei dem ich super Bezahlt werde und eine mehr als Humane wenn aber auch Herausfordernde Arbeit habe ( was aber gerade das interessante ist ^^ ).
Die Firma sucht seit ihrer Erweiterung auf diesem Bereich seit nunmehr 4 Jahren dringend Leute... Firmen mit dem gleichen Gebiet haben gleiches Problem.. es gibt keinerlei Fachkräfte in dem Bereich ( von Automation bei der Technologie mal ganz zu schweigen :D sie läuft ja so nichtmal 100% Fehlerfrei geschweige denn es gibt auch nur den Hauch einer Automatisierung ^^ )... so kam es das ich in den 2 Monaten in denen ich nun dort Arbeite schon 2 mal ne Visitenkarte in die Hand gedrückt bekommen hab mit dem Kommentar das ich bei der Qualifikation die ich mitbringe anderswo sofort anfangen könne wenn ich Umziehen würde...( z.B. Tschechien,dort werden die Maschinen hergestellt solange das Patent vom Tschechischen Professor nicht ausläuft ^^ ) und das ist mein kleinstes Problem ^^ ( bin ja gerade erst 600km gehüpft, hab hier ne 1a Unterbringung von der Firma mit Internet usw usf, werd regelmässig gefoltert ob auch alles passt, mir wurde sogar auf Firmenkosten am ende der ersten Woche nen Heimtrip bezahlt damit ich kurzfristig auf dem Schulfest sein konnte nur damit ich "glücklich" und zufrieden bin... man bekommt für jeden "Scheiss" prämien die nicht gerade gering sind und das alles ohne das ich sagen musste "rabääääh ich will aber sonst streik ich" ... )
Bei solchen Bedingungen bzw "Arbeiterpflege" arbeite ich sogar meine 10h Täglich sowie Samstags und Sonntags auch wenns sein muss... zumal sie göttlich vergütet werden ^^
Die Arbeit ansich ist besser, einfacher und gesünder als z.B. das was mich während der lehre erwartet hatte.... Oo
Ich glaub also, ja ich kann mir solch eine einstellung erlauben :twink:
Zumal ich ansonsten halt Studieren geh oder von mir aus als Werkstoffprüfer sonswo arbeiten geh oder oder... :ka:
Ich hab keine Familie die mir z.B. in der Hinsicht nur Hinderniss ist weil ich z.B. Rücksicht auf irgendwelche Freunde meiner Kinder nehmen müsste und sowohl den Schulabschluss wie auch die breitgefächerte Lehre die mir in der Hinsicht doch mehr wege öffnet als ich noch vor nem Jahr dachte...
Das die Lokführer inen Arsch gekniffen sind weil sie fast keine Alternative zur DB haben ist ja wieder was anderes... aber auch nicht mein Problem... nur sehen sies meiner Meinung nach von der Falschen seite...
Apo, ich freue mich ja wirklich für dich, das es bei dir so gut läuft, aber du hast nu Luck und das ist eine absolute Ausnahme. Also vergleich das bitte nicht mit jedem anderen Beruf.
vb
raptorsf
19-10-2007, 09:51
wenn man hier einige Kommentare so liest könnte man zum Schluss kommen, dass Gewerkschaften Jobs schaffen, erhalten und die Löhne bezahlen.
Nur ist es halt leider so, dass dies alles Firmen (bzw. indirekt ihre Kunden) tun und Gewerkschaften vom Prinzip her nur kosten.
Gewerkschaften/Streiks ist was fürs letzte Jahrhundert. Heute gibts bessere Möglichkeiten (Apokus hat das schön geschildert).
Schon mal überlegt in welchen Bereichen die Gewerkschaften stark sind und oft gestreikt wird? Sind das die Branchen denen es gut geht und die Mitarbeiter viel verdienen? Viele denken wohl das die Gewerkschaften dort stark sind weil es dort speziell viele böse Arbeitgeber hat - ich denke es ist genau umgekehrt!!!
Ueberlegt Euch das zumindest mal für eine Minute...
Germane45
20-10-2007, 10:30
Ich verschwende mehr als eine Minute für derlei Gedanken.
Man kann leider die Bedingungen, wie sie in der Schweiz sind, nicht auf alle Nachbarländer übertragen.
In vielen Branchen und Bereichen dreht sich die Lohnspirale nach unten, während sich die Kosten immer weiter nach oben ausrichten.
Aktuelles Beispiel ist der Strom, oder z.B. auch die Milchprodukte in den Kühlregalen.
Hinzu kommt u.a. das junge Leute mittlerweile dazu indirekt gezwungen werden, eine Zusatzrente abzuschliessen, um später nicht unter die Armutsgrenze zu fallen.
Momentan sieht es ja hier so aus, das für ca. 100€ Brutto davon 20€ Netto zur Rente dazu kommen.
Nur, wer kann sich das auch wirklich leisten? :ka:
Betriebsrenten und Zuschüsse von Arbeitgebern, sind ja nicht die Regel.
Zumal weiss man ja nicht, was sich die Politiker bis dahin wieder einfallen lassen, bis man das eigene Rentenalter erreicht.
Bedingungen, wie sie bei Apo sind, entsprechen leider nicht dem Standart.
Viele Unternehmen sind ja mittlerweile auch nicht mehr im Arbeitgeberverband, so das jede Firma ihre eigenen Regeln aufstellen kann.
Das macht die problematik für alle nur noch schwieriger.
raptorsf
22-10-2007, 09:17
natürlich sehe ich das ganze aus der Blickwinkel der Schweiz - schliesslich bin ich ja hier geboren und lebe auch hier.
Trotzdem habe ich relativ viel zu tun mit ausländischen Mitarbeitern. Und einfach nur jammern und sich auf Gewerkschaften verlassen finde ich falsch.
Solche Systeme (Renten, Steuern, Abgaben, Attraktivität des Standortes etc.) sind nicht einfach Gottgegeben. Da kann jeder einzelen etwas dafür tun -eben z.B. mal die "richtigen" Poltiker wählen.
Auch bei uns steigen die Energiepreise und die Preise für Milchprodukte - beim Thema Energie denke ich, dass diese in der Vergangeheit einfach zu billig war (speziell Erdöl/Gas), andere werden tendenziell eher wieder sinken (Strom) durch einen härteren Konkurrenzkampf. Bei Milch ist es halt so, dass ich auch lieber Milch von glücklichen Kühen trinke - zusätzlich sind halt die Rohstoffpreise/Futterpreise hoch (Getreide, Mais etc., u.a. auch wegen den hohen Preise für fossile Brennstoffe).
Meiner Meinung nach lösen solche Probleme die Gewerkschaften nicht - höhere Löhne, sichere Renten etc. kann man nicht anordnen, man muss sie sich verdienen. Dies u.a. halt mit Eigenleistung aber auch mit richtigen Rahmenbedingungen.
Zumindest denke ich, dass die Deutsche Politik das langsam auch begreifft - vielleicht sogar mal die SPD, die trifftet ja leider wieder total links ab in letzter Zeit...
Hm...
Es scheint also nun in die nächste Runde zu gehen...
Nach Angaben der Bahn wurden bisher zwei streikende Lokführer fristlos entlassen und eine zweistellige Zahl Abmahnungen ausgesprochen. Der Bahnsprecher bestätigte die Angaben des GDL-Bezirksvorsitzenden Frank Schmidt in der Bielefelder Zeitung, wonach einem Lokführer fristlos gekündigt wurde.
RP Online, der Stern hatte ne ähnliche News heute morgen mit nur n bisl höheren Zahlen...
Laut N24 wurden 2 Lokführer (http://www.n24.de/wirtschaft_boerse/unternehmen/article.php?articleId=160858&teaserId=165659)fristlos entlassen, und wenn die den 30Std. Streik durchbringen, dann können sich schon mehre zum Arbeitsamt aufzumachen.
Und als Lokführer gibt es nicht viele Alternativen, ich denke mal das die DB in Deutschland mehr zahlt als die Privaten.
Und wenn die Bahn gründe zum Kündigen sucht, dann findet die früher oder später auch welche, irgentwann macht jeder einen Fehler.
RedBasti
22-10-2007, 20:56
Der Bahnsprecher bestätigte die Angaben des GDL-Bezirksvorsitzenden Frank Schmidt in der Bielefelder Zeitung, wonach einem Lokführer fristlos gekündigt wurde, weil er am 3. Juli einen leeren Intercity-Zug auf einer eingleisigen Strecke stehengelassen habe. «Er war zweieinhalb Stunden nicht über Funk erreichbar», sagte Herz. «Wir mussten vom Schlimmsten ausgehen.» Der Streikende habe einen sicherheitsrelevanten Verstoß begangen.
Was macht der auch so etwas schwachsinniges? Entlassung meiner Meinung nach gerechtfertigt.
1. IC ist Fernverkehr und durfte zu diesem Zeitpunkt nach Gerichtsbeschluss nicht bestreikt werden.
2. Sicherheitsgefahr und unverantwortlich gegenüber anderen Lokführern und den Fahrgästen.
Aber hallo, vor allem wenn man bedenkt, dass das auf einer engleisigen Strecke geschehen ist. Wenn da ein anderer Zug kommt, der bremst nicht mehr. Gut, man könnte jetzt natürlich argumentieren, dass wohl die Streckenüberwachung das mitbkeommen hat, aber das mindert die Sachlage nicht. Wie Basti bereits erwähnte, das war grob fahrlässig. Erinnert mich an den Falll des ICEs damals, bei der Fahrer den Zug vollbesetzt einfach hat stehen lassen auf der Strecke.
Na, ich bin mal gespannt, wie die Sachlage am Freitag aussieht. Zwar wird "nu" bis 8:00 gestreikt, aber bis sich das 30-Stunden-Chaos entfrimmelt hat, kann es dauern. Richtig genial wird es dann abends, sollte sich der Regional- und S-Bahntakt nicht einigermaßen eingerichtet haben. Grad hier in Frankfurt, denn da kommt dann nicht nur Feierabendverkehr dazu, sondern auch ein Fußballspiel. Ohne S-Bahn wird das "lustig". "Freu" ich mich natürlich drauf.
Das Problem wird im Regionalverkehr im Ruhrgebiet sicher noch lustiger :D
Wobei man da mit einschränkungen auf den Innerstädtischen Verkehr ausweichen kann.. ^^
Ansonsten findet man sicher noch mehr solcher Lokführer die beim ersten Vergehen nu ohne Hemmungen fliegen könnten...
RoteZora
22-10-2007, 22:13
Ich bin dafür, dass diese Kerle jetzt endlich wegen erwiesener Inkompetenz gefeuert werden!
Was glauben die eigentlich wer sie sind? Müssen nicht ihre Arbeit machen?
Wofür werden die denn bezahlt?
Damit hier keine Irrtümer aufkommen...
ich meine natürlich die Herren Schell und Mehdorn.
Das ist u. a. ihre Aufgabe, die Tarifverträge abzuschließen und sie bringen
es einfach nicht fertig, weil sie den anderen nicht leiden können?
Sind wir denn im Kindergarten?
So ziemlich sämtliche Arbeitsverträge der Bahn (und nicht nur da, seht euch
mal die eigenen Arbeitsverträge an ;) ) führen einen Tarifvertrag für die
Berechnung des Lohns, des Gehalts (oder wie immer das auch gerade
genannt wird), des jeweiligen Urlaubs und vieler weiterer kleiner Details an.
Es sei denn jemand wird (wie wahrscheinlich die Herren Mehdorn und Schell)
außertariflich bezahlt, da ist das Ganze Verhandlungssache des Einzelnen.
Weil da dann diese Kleinigkeiten von Beträgen gar keine Anwendung mehr finden.
Wenn hier also jemand gefeuert werden sollte, wegen Insubordination und
erwiesener Unfähigkeit, dann weiß ich aber wer ganz oben steht!
Die kommen mir alle beide so vor wie ein paar Trotzkinder, denen man den
Hosenboden veredeln sollte.
Mehdorn soll ein ordentliches Angebot machen und die GDL soll keine
überhöhten Forderungen stellen (nicht mal zum Spaß). Ist das so schwer?
Ist das so schwer?
Die letzten Monate rückblickend ?
Ja... ^^
RoteZora
22-10-2007, 22:23
Sag ich doch, die sind vollkommen inkompetent. ;)
RedBasti
22-10-2007, 22:28
Also Mehdorn hat dieses Jahr schon einen Tarifvertrag mit mehreren Gewerkschaften abgeschlossen.
Germane45
22-10-2007, 22:36
Ich würde das keinen Abschluss, sondern übervorteilt nennen.
Sollten Bahnfahrer wirklich eine grobe Sicherheitsverletzung beim Streik begangen haben, müssen diese natürlich die Konsequenzen ziehen.
Aber aus diesen Fehlern kann man ja lernen.
Ich halte das allerdings eher für einen Einschüchterungsversuch.
Zu raptorsf würde ich auch gerne noch weiter etwas sagen, aber wir entfernen uns immer weiter vom eigentlichen Thema. :shy:
raptorsf
23-10-2007, 12:50
Zu raptorsf würde ich auch gerne noch weiter etwas sagen, aber wir entfernen uns immer weiter vom eigentlichen Thema. :shy:
ja, wir verzetteln uns leider wieder in den Details...
Rote Zora hat irgendwo schon recht, die ganz oben machen schlicht ihren Job nicht bzw. falsch.
Aber auch ich bin schon in Verhandlungen eingetretten (ok, natürlich nicht so wichtige und weitgreiffende, aber trotzdem) in welchem der Verhandlungspartner überhaupt keine Zugeständnisse machen wollte und völlig destruktiv war. Da kann man entweder aufgeben und die Position des "Partners" übernehmen oder man kämpft weiter. Aber dann verlieren natürlich unter dem Strich beide. Das Probelm ist halt, dass die 2 da oben persönlich nichts zu befürchten haben. Die lösen ihre Differenzen auf Kosten der Arbeiter, Kunden und Steuerzahler. Sehr traurig das ganze, eigentlich müsste man die persönlich dafür belangen...
Bernd_XP
23-10-2007, 20:47
Sorry aber solange sich NUR die Bahn bewegt, und ich hätte nichts von verringerten Forderungen seitens GDL gehört - KANN das nichts werden. Das ist echt wie im Kindergarten. Das kommt dem Image der Bahn auch nicht gerade zugute.
AMD-Powered
24-10-2007, 08:01
Wie ich schon letztens einigen aufm TS sagte hat die Schweizer Bahn+der schweizer Bevölkerung das Paradebeispiel wie mans richtig macht und für alle Beteiligten ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen kann und das schon vor über 20 Jahren.
Wenn da nur nicht die kleinen Unterschiede der Demokratie zwischen Deutschland und der Schweiz wären. ;)
Germane45
02-11-2007, 22:54
Wenn man diesen (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,515131,00.html) Artikel mal liest, und sich auf der Zunge zergehen lässt, bekommt man ja fast ne feuchte Hose;) :D
Das gemeine Volk, also uns, kann die Bahn ja evtl. mit ihrer Masche noch teilweise Verarschen.
Aber die Jungs von der Wirtschaft und Industrie sind keine Leichtgewichte.
Die lassen sich nicht mit dummen Sprüchen von dem Mehdorn abspeisen.
Wenn der Güterverkehr jetzt bestreikt wird, sollte der Bahnboss sich schon mal warm anziehen. :p
Nicht nur der Mehdorn, wenn im Güterverkehr über lange Zeit gestreikt wird, wird man zu recht beiden den schwarzen peter zuschieben.
beide haben dreck am stecken.... am ende verliert die gesellschaft...
bei streiks verliert doch im allgemeinen immer die gewerkschaft, wenn im öffentlichen dienst gestreikt wird...
das gleiche war bei den piloten streiks, was sollen geschäftsleute tun, wenn sie in die USA müssen und der pilot streikt? vll. mim schiffchen rüber tuckern... -.-
die forderungen sind viel zuhoch und einen eigenen tarifvertrag zu bekommen ist undenkbar, weil dann alle 5 monate eine andere bahn gewerkschaft streikt, ein einheitlicher tarifvertrag für alle gewerkschaften der lokführer ist die einzig sinnvolle lösung bezahlte überstunden vll 10% mehr lohn, dann ist ende... man muss ja wirklich realistisch bleiben!
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