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Vollständige Version anzeigen : Arbeitsbedingungen bei EA


Sven
12-11-2004, 15:57
Electronic Arts12.11.2004, 10:24 Krasse Arbeitsbedingungen in den USA In der amerikanischen Spielewelt sorgt ein Weblog-Eintrag für Schlagzeilen. Die Frau eines Programmierers bei Electronic Arts berichtet über Arbeitszeiten, die ans vorletzte Jahrhundert erinnern: neun bis 22 Uhr - sieben Tage die Woche. Immerhin gebe es bei guter Führung auch mal einen freien Samstagabend. Überstundenausgleich in Form von Freizeit oder mehr Lohn gebe es hingegen nicht. Die Designer und Programmierer, die ihren Job, aber auch ihre Familie und ihr Privatleben lieben, bekämen von ihren Vorgesetzten oft Sprüche wie "Wem es nicht passt, der kann gerne gehen - es warten genug andere darauf, für weniger Geld als ihr bekommt eingestellt zu werden" zu hören.

In den knapp 1000 Kommentaren berichten zahlreiche andere aktive und ehemalige Spieldesigner oder deren Partner von ähnlichen Bedingungen. Eine Anwaltskanzlei in San Francisco bereitet zurzeit eine Klage gegen Electronic Arts vor, in der zumindest ein finanzieller Überstundenausgleich angestrebt werden soll.
http://www.livejournal.com/users/ea_spouse/274.html?page=1&view=159250#comments

Wer einigermaßen Englisch kann sollte sich den ganzen Artikel mal durchlesen - einiges darin hat sicher auch Bedeutung für die Qualität von Games aus dem Hause EA.....

Simsenetti
12-11-2004, 16:03
wer seine mitarbeiter so ausbeutet kann nicht erwarten das noch spiele von ihm gekauft werden.

RealBoss1
12-11-2004, 16:07
die sollten alle aus protest kündigen und ne eigen firma gründen :D

TMOA
12-11-2004, 16:07
So wird es bei uns in Deutschland in ein paar Jahren auch aussehen. Wieso sollte jemand einen meckernden Arbeiter beschäftigen, wenn vor dem Werkstor 500 andere Arbeiter warten, die es für den halben Lohn machen würden?

Natürlich ist es erschreckend eine solche Entwicklung zu sehen, aber kann man EA deswegen einen Vorwurf machen? EA geht lediglich mit der Zeit, und tut das was für die Menschheitsentwicklung nötig ist (zumindest nach Marx).

Surli
12-11-2004, 16:13
Unter solchen Bedingungen würde es mit auch an kreativen Einfällen mangeln ;)

TMOA
12-11-2004, 16:17
Unter solchen Bedingungen würde es mit auch an kreativen Einfällen mangeln ;)Das ist kein Problem, unter den Umständen würdest du einfach entlassen werden und jemand anders, der noch kreative Ideen hat, würde eigestellt werden ;)

feuerreal
12-11-2004, 16:20
Tja, sowas in der Art hat man irgendwie von EA erwartet.

Hmm, da würde ich schnellstens kündigen.

Greetz Grey

333 Revesis
12-11-2004, 16:21
Da frag ich mich warum der Support nicht funktioniert :twink:

feuerreal
12-11-2004, 16:24
Der Support funktioniert net weil die Woche nur 7 und net 10 Tage hat :rolleyes:.

Greetz Grey

TMOA
12-11-2004, 16:25
Hmm, da würde ich schnellstens kündigen.Und dich in einem Land wie Amerika auf Sozialhilfe verlassen? :twink:

Simsenetti
12-11-2004, 16:38
ich finde diese ausbeutung von ea ist ein boykott aller ea produkte wert.
wer eine firma unterstützt die soche methoden anwendet unterstützt inderekt diese.

Surli
12-11-2004, 16:42
Es gibt sehr viele Firmen, bei denen solche Arbeitsbedingungen herrschen, da müsstest du noch sehr viel andere Dinge boykottieren.

Sven
12-11-2004, 16:43
Ich versteh nicht, unabhängig von dem Leid was sie damit schaffen, daß sie augenscheinlich nicht begreifen daß ein übermüdeter und ausgelaugter Mitarbeiter mehr Fehler macht... und somit im Grunde, trotz mehr Arbeit für wenig Geld, mehr Kosten erzeugt als ein ausgeruhter, motivierter.

Die nachträglichen Kosten für Fehlerbehebung sind immens hoch....

Surli
12-11-2004, 16:46
Manager denken meistens kurzfristig.

Simsenetti
12-11-2004, 16:48
Es gibt sehr viele Firmen, bei denen solche Arbeitsbedingungen herrschen, da müsstest du noch sehr viel andere Dinge boykottieren.
ich fang eben bei ea an.
das problem ist das man die meisten firmen nicht kennt.

TMOA
12-11-2004, 16:48
Außerdem dauert es ein paar Wochen bis der Arbeiter ausgelaugt ist. Und nachdem er nicht mehr arbeitsfähig ist, entsorgt man ihn einfach und besorgt sich einen neuen.

Simsenetti
12-11-2004, 16:53
der arbeiter muss sich aber auch einarbeiten und unkonzentriert wird man sehr schnell wenn ständig um seinen arbeitsplatz bangen muss.

raptorsf
12-11-2004, 16:54
so läufts zur Zeit in der (Software)Industrie. Die Manager sind selbst unter Druck und geben den 1:1 weiter an ihre Mitarbeiter.

Und wenn es die Mitarbeiter nicht aushalten haben die innert ein paar Minuten 2 neue Kanditaten mit ähnlichen KnowHow zu einem günstigeren Preis.

Es ist sicherlich (vor allem für die Betroffenen) keine gute Situation. Aber seien wir doch mal ehrlich, wo sitzen die grössten Softwarehersteller? Von den Top 5 Busines-Software-Firmen sind 4 aus den USA (Microsoft, Oracle, CA, IBM und eben SAP - wie es in der Gameindustrie ist weiss ich nicht, wird aber wohl ähnlich sein).

Also ist das System (zumindest wirtschaftlich) effizienter als anderswo. Deswegen werden die Manager das ganze auch nicht so schnell ändern, sondern eher wir hier im alten Europa werden bald mal ähnliche Situationen haben.

Sven
12-11-2004, 16:55
Außerdem dauert es ein paar Wochen bis der Arbeiter ausgelaugt ist. Und nachdem er nicht mehr arbeitsfähig ist, entsorgt man ihn einfach und besorgt sich einen neuen.Blödsinn... einen einigermaßen guten Programmierer setzt du nicht einfach auf die Straße und holst dir einen neuen. Das kannst du mit jemandem machen der stupide eine Maschine bedient und wo es immer gleiche Arbeitsabläufe gibt.

Magicq99
12-11-2004, 17:17
Also eine sehr große Zahl an Überstunden ist doch in sehr vielen Berufsgruppen durchaus üblich, in der Regel in Berufen in denen man feste Zeitpläne bei bestimmten Projekten hat.

z.B. Journalisten die eine Story rechtzeitig abgeben müssen, oder eben auch Programmierer die ihre Werke in bestimmten Fristen abliefern müssen. Oder auch Ingenieure, die haben in der Regel auch ein sehr hohes Überstundenkonto.

Das ist eben was anderes als jemand der z.B an Ladenschlussgesetze gebunden ist. Oder jemand der in der Fertigung im Schichtbetrieb arbeitet. Da gibt es meistens feste Arbeitszeiten.

Wenn ihr glaubt man könnte locker Informatik studieren und danach mit einer 35 Stunden Woche und einem dicken Gehaltsscheck heimkommen, habt ihr euch ganz schön geschnitten. Die Arbeitsstunden gehen da schon eher ans doppelte, in sehr vielen Berufen.

TMOA
12-11-2004, 17:24
Blödsinn... einen einigermaßen guten Programmierer setzt du nicht einfach auf die Straße und holst dir einen neuen.So sollte es sein, aber dass es leider doch so ist, siehst du am Beispiel EA bzw. wirst du sehen :(
In einer Branche in der es Arbeitslose gibt, kann man eine solche Politik ohne Probleme betreiben und den Profit noch maximieren.

raptorsf
12-11-2004, 17:32
...kommt hinzu das die allerwenigsten Core-Programmierer sind sondern irgendwelche Tester, Tuner, etc. welche es wie Sand am Meer gibt und die man sofort auswechseln kann (die haben sich auch dort im Forum gemeldet, und nicht die "High-End-Cracks").

bes1ktas
12-11-2004, 17:36
So wird es bei uns in Deutschland in ein paar Jahren auch aussehen. Wieso sollte jemand einen meckernden Arbeiter beschäftigen, wenn vor dem Werkstor 500 andere Arbeiter warten, die es für den halben Lohn machen würden?

Natürlich ist es erschreckend eine solche Entwicklung zu sehen, aber kann man EA deswegen einen Vorwurf machen? EA geht lediglich mit der Zeit, und tut das was für die Menschheitsentwicklung nötig ist (zumindest nach Marx).
würdest du unter solchen bedingungen arbeiten? an der arbeit muss man auch spaß haben denke ich, und ich glaub nicht dass die leute von ea spaß an ihrer arbeit haben

TMOA
12-11-2004, 17:44
Wenn ich damit rechnen müsste, dass wenn ich nicht maximale Leistung erbringe ich rausgeschmissen werden würde, ich kein Geld mehr hätte und gegebenenfalls verhungern müsste? Und angenommen ich hätte Frau und Kinder, die alle ebenfalls unter das Existenzminimum fallen würden? Ohja, da würde ich selbst unter diesen Bedingungen arbeiten.

Generlas 2k
12-11-2004, 17:45
:P warst wohl noch nie arbeiten ^^

Wenn ich mir den Generals code anschaue gibt es einen sinn der code ist teilweise sehr verrückt und es gibt sehr dumme fehler die eigentlich nur durch die überstunden erklärbar sind :bzzz:

Merlin
12-11-2004, 17:46
Softwareentwickler sind bescheuerte Leute. Sie kommen nicht von ihrer Arbeit los. Die sind alle süchtig nach ihrer Arbeit. Auch wenn sie beim Studio angestellt sind, ist es trotzdem IHR PRODUKT, was am Ende fertig ist.

In dem Sinne ...

ONeil
12-11-2004, 18:04
Hm, am betsen sollte man gleich hier in Deutschland mal nen Solidaritäts-Streik machen.
Zu welcher Gewerkschaft gehören Programmierer? IG Metall? Weil das Zeug wird ja auf CDs gepresst. Oder doch Verdi? Naja, egal, streiken eben beide :D

Aber im Ernst: Eine 91-Stunden Woche ist schon extremst. Vielleicht mal 1-2 Wochen vor dem Erscheinen des Spiels, wenn schnell noch was gemacht werden muss, aber immer? :twink: Also dann muss ich ehrlich sagen, das ich die Leute die da arbeiten vertsehen kann, das sie net mal auch nur 30Minuten irgendwas in einem Gemeinschafts-Forum lesen.

Der_Mosch
12-11-2004, 18:04
Also eine sehr große Zahl an Überstunden ist doch in sehr vielen Berufsgruppen durchaus üblich, in der Regel in Berufen in denen man feste Zeitpläne bei bestimmten Projekten hat.

z.B. Journalisten die eine Story rechtzeitig abgeben müssen, oder eben auch Programmierer die ihre Werke in bestimmten Fristen abliefern müssen. Oder auch Ingenieure, die haben in der Regel auch ein sehr hohes Überstundenkonto.

Das ist eben was anderes als jemand der z.B an Ladenschlussgesetze gebunden ist. Oder jemand der in der Fertigung im Schichtbetrieb arbeitet. Da gibt es meistens feste Arbeitszeiten.

Wenn ihr glaubt man könnte locker Informatik studieren und danach mit einer 35 Stunden Woche und einem dicken Gehaltsscheck heimkommen, habt ihr euch ganz schön geschnitten. Die Arbeitsstunden gehen da schon eher ans doppelte, in sehr vielen Berufen.

Du meinst also wirklich, dass man bei Projekten jahrelang sechs unbezahlte Überstunden pro Tag macht und 7 Tage in der Woche arbeitet? Wenn ich jetzt eine falsche Meinung vom Arbeitsmarkt habe, dann aber "Thank you and good night".....
Übrigens, ganz so locker kann man Informatik wohl doch nicht studieren: Unsere Übungsgruppe in Höherer Mathematik ist von etwa 40 Leuten auf recht überschaubare 8 geschrumpft :D

Saroc
12-11-2004, 18:24
Gebe Sven 100% recht - was bringt es EA, die Arbeiter zu schikanieren, um ein schlechtes Spiel herauszubringen? Der einzige Vorteil ist, dass das Spiel schneller erscheint. Aber das ist ja gerade der springende Punkt heutzutage: Ich finde, je schneller ein Spiel erscheint, desto weniger Liebe für's Detail und Kreativität wurden da rein gesteckt...ich warte gerne 2-3 Jahre, wenn ich dafür was geboten kriege.

SoerenS
12-11-2004, 18:38
Übrigens, ganz so locker kann man Informatik wohl doch nicht studieren: Unsere Übungsgruppe in Höherer Mathematik ist von etwa 40 Leuten auf recht überschaubare 8 geschrumpft :D


Das mußt du aber relativ sehen. Die meisten Unis bieten den Studiengang 'Imformatik' zulassungsfrei an. Also wird dann dementsprechend schnell aussortiert. Wie ist meist Sache der Uni, entweder durch überspitzte Leistungsanforderungen, was idR die Ausnahme ist. Aber doch klagen dort nicht wenige über viel zu wenig Zeit für die Klausuren.
Man muß halt das Angebot für den Arbeitsmark auf diese Weise ein bisschen steuern.

ahitsawin
12-11-2004, 18:40
bei EA zählt quantität statt qualität, und damit diese strategie erfolg hat müssen sie auch solche arbeitsbedingungen akzeptieren
kein fähiger und kreativer spieledesigner wird unter den bedingungen bei EA arbeiten, wer das drauf hat wird genug andre möglichkeiten haben, und selbst wenn er net zu ner andern spieleschmiede geht, is es ja scho besser selbst eine zu gründen oder in andern bereich (werbung etc) zu wechseln
mal völlig unabhängig von der motivation, richtig fähige leute kann EA bei den begingungen überhaupt nicht haben, aba is ja auch hupe, hauptsache das nächste spiel is so schnell wie möglich fertig, egal wieviel fehler drin sind und hupe ob das irgendne spieltiefe oder story hat...

Magicq99
12-11-2004, 20:50
Du meinst also wirklich, dass man bei Projekten jahrelang sechs unbezahlte Überstunden pro Tag macht und 7 Tage in der Woche arbeitet? Wenn ich jetzt eine falsche Meinung vom Arbeitsmarkt habe, dann aber "Thank you and good night".....
Übrigens, ganz so locker kann man Informatik wohl doch nicht studieren: Unsere Übungsgruppe in Höherer Mathematik ist von etwa 40 Leuten auf recht überschaubare 8 geschrumpft :D

Das wäre natürlich ein Extremfall. Aber Überstunden sind in vielen Bereichen üblich. Normalerweise werden die aber auch bezahlt, zumindest bis zu einem bestimmten Limit.
7 Tage die Woche ist in Deutschland afaik garnicht erlaubt, aber da bin ich mir nicht sicher. Mein vorheriger Post ist eher allgemein gehalten und nicht nur speziell auf den von Sven genannten Fall bezogen.
Ich will EA auch nicht in den Schutz nehmen, aber es bleibt eben auch zu klären ob dies nur ein extremer Einzelfall, eine Übertreibung oder gängige Praxis ist.

Informatik ist sicher nicht einfach, aber auch nicht schwerer als viele andere Studiengänge. Aber es gibt eben sehr viele Studienanfänger die sich sagen "ich studiere jetzt Informatik (oder was anderes) weil ich damit später bestimmt viel Geld verdienen werde."
Die werden dann aber später von der Realität eingeholt, denn Überstunden sind einfach üblich, in Zukunft wahrscheinlich sogar noch mehr als heute. Zwar hat man afaik beim Berufseinstieg in der Regel einen 35 Stunden Vertrag (das hängt wohl vom Tarifvertrag ab), aber dieser wird oft recht bald auf 40 Stunden erweitert. Dazu kommen dann noch einige Überstunden im Monat. 20 - 40 Überstunden pro Monat sind nicht selten, in manchen Bereichen sicher noch mehr. Ob und wie das vergütet wird hängt wahrscheinlich vom Tarifvertrag und Arbeitgeber ab.

Diese, je nach Beruf und Arbeitgeber durchaus unterschiedlichen, Arbeitsbedingungen sollten sich alle Studienanfänger bei ihrer Wahl des Studiums auch genau überlegen. Ich habe den Eindruck das wird von vielen vernachlässigt.

cebudom
12-11-2004, 22:43
In den knapp 1000 Kommentaren berichten zahlreiche andere aktive und ehemalige Spieldesigner oder deren Partner von ähnlichen Bedingungen. Eine Anwaltskanzlei in San Francisco bereitet zurzeit eine Klage gegen Electronic Arts vor, in der zumindest ein finanzieller Überstundenausgleich angestrebt werden soll.
Das heißt wohl dass die Spiele noch teurer und der Support noch schlechter wird.

Na dann: Prost Mahlzeit :Prost:

se7en
12-11-2004, 23:37
ich glaube nich, dass die Spiele schlechter werden wenn angemessene Arbeitszeiten eingeführt werden. Unterschätzt die Motivation der Mitarbeiter nicht!

Ich selber muss es in unserer Firma grad mitmachen, die Motivation ist aufgrund zahlreicher Fehlentscheidungen des Managements im Keller, die Motivation auch. Dadurch sinkt leider auf die Produktivität. Ich selber arbeite knapp 60h/woche zur Zeit (40h Arbeit und rest Hausbau) und ich bin froh wenn ein Tag frei ist. Wer auf Dauer 7 Tage die Woche ca. 12h arbeitet ist nach spätestens 33 Monaten unproduktiver als einer der die ganze Zeit 40h arbeitet (in Kreativjobs wie Designer, Programmierer etc.), das glaube ich schon!

Junker
13-11-2004, 00:21
Trifft das eigentlich auch auf denjenigen zu, der extra eingestellt wurde, um das Ladder-Kit für Generals zu entwickeln? :D :p

Junker

gigant011
13-11-2004, 01:06
Ich bin schon traurig wenn man sieht wie hart die da schaffen müssen. EA ist in Amerika wie jede andere Firma. In Amerika muß man in der mittelklasse 2 jobs haben um halb wegs leben zu können. Und das beste daran ist das wir das auch bekommen werden ^^

SonMokuh
13-11-2004, 02:04
Trifft das eigentlich auch auf denjenigen zu, der extra eingestellt wurde, um das Ladder-Kit für Generals zu entwickeln? :D :p

Junker

Ja wahrscheinlich schon, allerdings war der wohl recht qualifiziert und wollte sich sowas nicht bieten lassen, deshalb gibt's wohl auch noch kein Ladder-Kit :D



Na ja, ich würd mir sowieso keine EA-Spiele kaufen, von daher können die von mir aus machen was sie wollen.

Simsenetti
13-11-2004, 19:49
Das heißt wohl dass die Spiele noch teurer und der Support noch schlechter wird.

eher das ea nicht mehr soviel gewinn macht und deshalb nicht mehr so viele firmen "schlucken" kann.

Junker
13-11-2004, 20:26
Irgendwann wird EA die Produktion der Games nach Indien auslagern. Dann wirds wieder billiger. :D

Junker

ONeil
13-11-2004, 20:56
Ihre Produktion werden sie zwar vielleicht auslagern, aber billiger für den Endkunden wirds nicht. Das eingesparte Geld behalten die schon selbst.

Junker
13-11-2004, 21:08
Ich meinte auch für EA selber die Produktion. Dass sie uns da immer nen guten Preis zahlen lassen auch wenn es für sie billiger werden sollte, ist wohl klar. ;)
In Indien werden die sich sicher auch nicht wegen der Arbeitszeiten beschweren.

Junker

Surli
14-11-2004, 00:22
Das mit Indien ist nicht mal so abwägig ;)
Es gibt auch Schweizer Firmen die das schon gemacht haben, aber hald in sehr kleinem stiel, so 40 Leute oder so. Aber immerhin, diese 40 arbeiten dort zum Preis von 5.

-=rabbitbrain=-
14-11-2004, 00:41
Ja die solten echt mal eine Firma machen!!

muf
14-11-2004, 11:35
tja, was soll ich sagen, hab bisher in 3 IT-Firmen gearbeitet und ne 40-Stunden Woche hatte ich nirgends. 10-12 Stunden am Tag ist anscheinend normal in der Branche, nur im Gegensatz zu EA, war bei zumindest fast jeder Samstag und Sonntag frei :D

Jedenfalls finde ich die derzeitige Politik-Diskussion zur Rücker zur 40-Stunden Woche schon lustig. Ich fänds cool, überhaupt mal ne 40 Stunden Woche zu haben. Ich glaub viele Leute wissen gar nicht wies in vielen IT-Unternehmen (vor allen den kleineren!) aussieht. Meine Erfahrung war, je größer und bekannter das Unternehmen, desto mehr wurde auch auf die Mitarbeiter geachtet. Logisch das es da auch Ausreißer wie EA gibt. Ein Kumpel von mir arbeitet in der Kohleindutrie, und ich könnt auch jedes mal kotzen wenn ich höre, was für nen lauen Job er da hat. Und wenn er dann tatsächlich mal ein paar Stunden mehr als die 35 in der Woche arbeiten muss, gibts dann noch Ausgleich zu den schon 30 Urlaubstagen. Achja, verdienen tut er natürlich auch mehr, da hilft mir auch mein Diplom nichts ....

Das Problem liegt doch meist immer daran, dass die Zeitpläne völlig illusorisch aufgestellt werden bzw. kein Puffer für unvorhersehbare Probleme eingerechnet wird (und die gab es bis jetzt in jedem Projekt, wo ich mitgearbeitet hab).
Klar kommts auch mal vor, dass man mal eher mit was fertig wird, ist aber ne sehr seltene Seltenheit *g.

Ich geb ja zu, ich bin Programmierfreak, sonst würde ich so einen Job nicht machen. Nur wenn ich's nochmal entscheiden könnte - ich glaub nicht dass ich die gleiche Berufsbahn nochmal einschlagen würde. Es gibt kaum ne Branche wo die Jobs unsicherer, schlechter bezahlt und dein Wissen schneller wertlos ist wie in der IT-Industrie.

Btw. Was ist Überstundenausgleich :p

Simsenetti
14-11-2004, 16:21
das problem an programmierern ist das sie meistens nicht ortsgebunden sind, so kann man die jobs schnell in billiglohnländer verlagern.

se7en
14-11-2004, 22:26
Nachtrag: ich meinte oben auch 3 Monate und nicht 33 :shy:

Tharkun05
15-11-2004, 18:53
Spiele rauf - Lohn runter. Die Reichen werden reicher und die Armen werden ärmer.

RedBasti
15-11-2004, 19:09
http://www.gamestar.de/news/pc-spiele/21611/

Die simple Frage die ich mir stelle: Warum?

Sitzen diesen kleinen Entwicklerstudios ein paar kleine Manager vor, die eine dicke Abfindung erhalten und dann verkaufen? Wenn ja sollte man diese erschießen, auf offener Straße! Gebt ihnen den Tod eines Verräters!

Oder sehen die alle nicht das drohende Unheil? Die hälfte der Angestellten wird entlassen und die anderen haben jetzt nen echt beschissenen Job. :nos:

aD4rkB0rg
15-11-2004, 21:01
Ich glaube, daß ihnen ohne Übernahme ein Unheil droht, da sie nicht produktiv arbeiten! Erst wenn EA übernimmt und sie das doppelte für das gleiche Geld arbeiten wir deren Arbeit produktiv und sie behalten evtl. ihren Job!

Desweiteren teile ich TMOA und ahitsawin´s Meinung!

susiebond
16-11-2004, 03:37
Die Tendenz ist auch in anderen Berufen zu erkennen: In der Werbebranche (in der ich viele Jahre gejobbt habe) sind solche Arbeitszeiten wie eingangs beschrieben durchaus auch nicht unüblich, je nachdem, wie weit oben die Agentur in der Liste der Konkurrenten steht. Gesetzlich ist in Deutschland sowas eigentlich nicht möglich, aber die Cheffes verfahren nach dem einfachen Prinzip: Überstunden kriegt niemand bezahlt, das kann sich die Firma nicht leisten. Wer aber keine Überstunden, auch spätabends und am Wochenende schiebt für ein *wichtiges* Projekt (alle Projekte sind wichtig in einer Agentur), dem wird früher oder später entweder eine Abfindung gezahlt, damit er/sie geht (bei hochkarätigen Mitarbeitern), der Lehrvertrag wird nicht auf eine zeitweise oder feste Anstellung ausgedehnt, Mittelklasse-Mitarbeitern wird 'aus betrieblichen Gründen' gekündigt (was heutzutage vor jedem Arbeitsgericht Bestand hat, angesichts der fortdauernden wirtsch. Depression in D-land).

Was derzeit weltweit um sich greift (Beispiele vom "asiatischen Tiger" laß ich jetzt mal aus Platzgründen weg), ist das Resultat einer wachsenden Überbevölkerung in Kombination mit einer Form des Kapitalismus, deren Wachstumspotenzial endlich ist, da man nie berücksichtigt hat, daß die fortschreitende Technologie die Arbeitsplätze derart reduzieren würde. My two cent.

gigant011
16-11-2004, 10:14
Das ist nun mal Kapitalismus und damit werden wir leben müssen wer nicht will kann sich ja was besseres suchen ^^ (aber wer will das schon) :grrr:

RedBasti
16-11-2004, 19:07
Ich glaube, daß ihnen ohne Übernahme ein Unheil droht, da sie nicht produktiv arbeiten! Erst wenn EA übernimmt und sie das doppelte für das gleiche Geld arbeiten wir deren Arbeit produktiv und sie behalten evtl. ihren Job!

Desweiteren teile ich TMOA und ahitsawin´s Meinung!

Das ist Unsinn. Viele kleine und auch große Publisher halten sich länger bei anderen großen Publishern und sind auch bereit diesen, wenn nötig, zu wechseln. Denk nur mal an Id, Blizzard, Ensemble Studios, Creative Assembly, Epic, Valve usw.. Die haben alle ihre Hits ohne fest an einen Publisher gebunden zu sein.

susiebond
17-11-2004, 06:16
Das ist nun mal Kapitalismus und damit werden wir leben müssen wer nicht will kann sich ja was besseres suchen ^^ (aber wer will das schon) :grrr:

Es ist meines Erachtens nicht möglich, sich außerhalb der Geldwirschaft am Leben zu halten, also "sich ja was besseres suchen", wenn man nicht bereit und in der Lage ist, ohne Einkommen zu (über)leben.

Swizzy
17-11-2004, 17:05
Wer es mit sich machen lässt :ka:

Simsenetti
17-11-2004, 17:06
wenn man keine andere absicherung hat hat man nunmal keine wirkliche wahl.