Vollständige Version anzeigen : RPG: Civil War
So, wie versprochen, es ist Freitag und damit Startfreigabe fürs RPG.
Bevors aber richtig losgeht, hier zum ersten und letzten Mal eine Warnung:
In diesem Thread wird nur das RPG gepostet. Ich will hier kein Gespamme, Flames oder ähnliche Scherze sehen. Was nichts mit der Geschichte zu tun hat, wird kompromislos gelöscht. Und ich weise daraufhin, dass ihr euch bei Fragen, neuen Einstiegen, u.ä. an den dafür gedachten Begleitthread wendet, welcher hier (http://www.cncforen.de/showthread.php?threadid=41911) zu finden ist. Das war die erste und letzte Warnung an alle.
Sodele, aber nun wünsche ich euch viel Spass beim rollenspielen.
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Hier ist Australian Daily News Network am 9. Februar 2118.
Es ist 14 Uhr, die Nachrichten mit Jamie Harris.
Ich begrüße Sie zu den Nachrichten.
Auch heute kam es wieder zu Bandenunruhen auf der Kolonialstadt Rock Springs. Die Polizei spricht von etwa 2 dutzend Personen, die sich am frühen Morgen eine Strassenschlacht mit der Polizei lieferten. Auslöser dafür war offentsichtlich der Tod zweier Mitglieder am gestrigen Abend. Die Polizei ging hart gegen die Randalierer vor und nahm miendestens 12 Personen fest. Es entstand jedoch nur geringer Sachschaden, da sich das ganze auf einem leerstehenden Parkplatz ereignete. Rock Springs wird bereits seit einer Woche durch andaeuernde Bandenkriege erschüttert bei denen es bisher 4 Tote gab. Experten sprechen davon, dass territoriale Differenzen unter den einzelnen Gruppen dafür verantwortlichen seien. Bürgermeister Gerald Witina sagte gegenüber ADNN, dass er auch weiter hart gegenüber, so wörtlich kriminellen Gesocks, vorgehen werde. Er werde nicht zulassen, dass die Stadt mit der geringsten Kriminalität auf dem Mars in Chaos gestürtzt werde. Kritiker jedoch behaupten, dass Witina überstürtzt und kopflos handle. Ob die härtere Gangart Früchte tragen werde, bleibe abzuwarten. Die Regierung in Canberra lies heute verlauten, dass 300 Mann der australischen Nationalgarde für alle Fälle bereit stünden, um die Polizei zu unterstützen. Wintina lehnte jedoch den Einsatz von Truppen ab.
US-Präsident Challenger hat sich heute zu den Vorwüfen.........
Ein leises Knacken ertönte und der Fernseher verstummte. In seinem Sessel lehnte sich Dean J. Richardson genüßlich zurück.
Sehr gut, es läuft alles nach Plan, schoß es ihm durch den Kopf. Seine Auftraggeber würden sehr zufrieden sein, das Spiel konnte beginnen. Während darüber nachdachte, welche Ation er nun als nächstes in die Wege leiten würde, klopfte es seiner Bürotür.
Leicht genervt brüllte er ein lautes Herein, verdammt und die Tür öffnete sich langsam. Herein kam Samuel F., sein Laufbursche, dem er die Drecksarbeit aufhlste wo er nur konnte.
Was gibts? fauchte Dean seinem Untergebenen entgegen. Ich hoffe für dich es ist was wichtiges. Wieso bist du eigentlich schon aus Italien zurück?
Ich....äh...habe gute Nachrichten. Uns-s-s-ser Deal mit dieser Räuberorganisation hat funktioniert, sie schicken uns einen ihrer Leute. entgegnete Sam eingeschüchtert.
Sehr gut, sehr gut. Dieser Kerl von diesen äh, verdammt, ach von diesem Was-weiß-ich-Dieben wird uns ne menge Arbeit abnehmen. Zu schade, dass die arme Sau damit auch ihr Todesurteil unterschreiben wird. Na egal. Wann trifft er hier ein?
Wenn er die Maschiene noch heute nimmt, dann erst in zwei Tagen
Das begeisterte Dean überhaupt nicht, am liebsten wollte er sofort losschlagen. Warum zum Teufel gab es noch keine schnelleren Raumschiffe und warum zum Teufel dann ausgerechnet zwei Tage. Aber anstatt zu explodieren, gab er seinem Untergebenen einen neuen Auftrag.
Verflucht, egal nicht zu ändern. Also, so gehts weiter:
Der Kerl soll in das Labor von U.T. Researches einbrechen und das P-88 A stehlen. das ist ein Prototyp einer neuartigen, bahnbrechenden Waffe. Zumiendest glauben das alle, in Wirklichkeit ist das Ding wertlos. Dann soll er es an dem vereinbarten Treffpunkt den Dark Eagles übergeben. Du wirst den Bullen den Tip geben, dass dort nen Waffendeal stattfindet. Sobald der Deal läuft, sollen die Bullen eingreifen und die Bande dingfest machen. Das wird ihre Wut auf den Staat noch weiter anheizen und dann solls gewaltig krachen. Was den Dieb betrifft, sofern ihn nicht die Eagles umlegen, wobei deren Wut auf den armen Teufel immens sein wird, wirst du ihn ausschalten. Verstanden?
J-j-ja, ich denke schon erwiederte Sam.
Nicht denken, sondern machen. und jetzt zisch ab erwiederte Dean.
Nachdem Sam verschwunden war, wandte Dean sich wieder dem Ferseher zu. Rugby war angesagt, Melburne vs Sydney. Dean hatte viel Geld auf den Sieg von melbourne gesetzt, das wollte er sich nicht entgehen lassen. Während des Gespräches mit Sam und dem Schicksal des Diebes, fiel ihm ein Ereignis ein, was schon lange zurück lag. Auch damals hatte er einen Kumpanen eiskalt ermorden lassen, weil er seinem persöhnlichen Vorteil im Weg stand. Von draussen gelangten Sirene in sein Gehör, wahrscheinlich rumorte es irgendwo in der Stadt. Der Plan hatte begonnen, sein Auftraggeber in New York würde mehr als zufrieden sein und die Belohnung von 20 Millionen Dollar war es wert.
Nach über Tagen Flug setzte jetzt das Transportschiff zur Landung auf dem Mars an. Während des gesamten Fluges hattes es keine Erklärung von offizieller Seite für diesen Befehl gegeben. Von den anderen Soldaten wusste auch niemand was denn genau das Ziel diese Mission wäre. Es gab wilteste Spekulationen, diese reichten von einem Übungseinsatz bis hinzu zur Abwehr gegen eine Alieninvasion. Die Sphäre landete ausserhalb der Domecity Red Mountain auf einer Landeplattform, die durch einen Tunnel mit der Stadt verbunden war. Auf dem Mars angekommen wurde die Gruppe aus ca. 20Soldaten von 2 zivilen Mitarbeitern der Stadtregierung in Empfang genommen worden und in das örtliche Nahverkehrstransportsystem eingewiesen. Auf nach Fragen, warum denn diese Mission stattfinden würde gab es keine Antwort von den Stadtmitarbeitern, nur einen Verweis auf eine später stattfindente Einweisung.
Der Zug fuhr los und startete mit fast 600km/h in die 20km entfernte City. Während er aus dem Fenster blickte und darüber nachdachte, wie Plump doch sein erster Schritt auf einem fremden Planeten gewesen sein, aktivierten sich plötzlich die Bord-Bildschirme und es erschien ein Bild einer etwa 50 Jährigen Frau. O`Neil hoffte jetzt Antworten auf seine Fragen zu erhalten....
RedBasti
19-12-2003, 18:29
Der Tag begann wie jeder andere für Herodot. Ein typisches Single-Leben prägt sein Verhalten, zumindest was den frühen Morgen betrifft. Quälend langsam schleppt er sich ins Bad und genehmigt sich eine kalte Dusche. Jedoch bemerkte er die Kälte kaum, da er schnell wieder in seinen Gedanken schwelgte, als läge er noch in seinem warmen Bett und würde träumen.
Der Senat wird heute wichtige Entscheidungen fällen. Diese Entscheidungen werden mein Leben für immer verändern. Lange Jahre habe ich gebraucht um in diese Position zu kommen und nun stehe ich hier und habe keine Ahnung wie ich mich verhalten soll oder wie ich meinen Auftritt am besten gestalte.
Herodot ist ein junger idealistischer Politiker. Dies impliziert natürlich das er sich für schlauer als alle anderen hält. Jedoch war er steht’s erfolgreich, was seine Gedankengänge oftmals bestätigte. Er hatte sich einen Namen unter den 50.000 seines Volkes gemacht und hoffte heute endlich sein selbst gestecktes Ziel zu erreichen: Abgesandter der Neo-Griechen zu werden.
Sein Tag beginnt schon seit vielen Jahren einsam, der Erfolg hat eben seinen Preis. So rechtfertigte er das jedenfalls. Vielleicht sucht er auch einfach nicht einen dauerhaften Kontakt mit anderen Menschen. Ein wenig merkwürdig war er ja schon immer.
Er beendete seine Vorbereitungen. Da stand er nun. Gekleidet in einer eleganten Robe und bereit sich vom Senat den Status eines Abgesandten bescheinigen zu lassen. Er setzte den Fuß vor die Tür und trat den kurzen Fußweg von 5 Minuten zum Senat an…..
Der_Mosch
19-12-2003, 18:30
Malachi stand in der Wartehalle des Italian National Starport. Natürlich hatte Amerika die Einrichtugn bezuschusst....
Er machte sich Gedanken, wie genau alles ablaufen würde. Er würde ganz einfach durch die Sicherheitskontrollen spazieren, er trug ja nichts bösartiges bei sich. Seine Ausrüstung würde extra gescannt werden.... das jedoch würde er verhindern, indem er seinen portablen EM-Disruptor benutzte. Eventuell würde er auch sein Personentarnfeld einschalten und, im Schutze der Lichtbrechung, selber hinschleichen und das Problem lösen.
Er seufzte. Warum machte er sich etwas vor? Er hatte keine solche Ausrüstung und zudem bezweifelte er, dass es so etwas überhaupt gab. Er selber, in seinem schwarzen, hautengen Anzug, würde einfach an Bord gehen. Der Rest war alles schon erledigt - nicht durch Hi-Tech-Spielereien, sondern durch kleine finanzielle Zuschüsse an den richtigen Stellen. Ja, Geld regiert die Welt, und auch den Mars heutzutage....
Sein Flug wurde aufgerufen. Er checkte ein, und etwas später sas er ohne Probleme an Bord der Maschine. Die Sitze waren zwar unbequem und eng, aber natürlich hatte er nie Business-Class erwartet.
"Sehr geehrte Passagiere" erklang die freundliche Computerstimme aus dem Lautsprecher über ihm, "willkommen zum Flug 4D617273. Die voraussichtliche Reisezeit beträgt 43 Stunden und 25 Minuten. Bitte machen sie es sich bequem und beachten sie die Warnsignale, die gut sichtbar...."
Malachi atmete tief ein. Es würde ein langer Flug werden. Hoffentlich auch ein ruhiger, denn sein Gefühl sagte ihm, dass der neue Auftrag wohl kaum geruhsam ablaufen werde. Auf der Erde wurde er dafür bezahlt, in Privatwohnungen einzubrechen und vielleicht mal ein öffentliches Gebäude zu durchsuchen. Wer weiss, was es auf dem Mars so gibt.... sein erster Flug zum roten Planeten.....
Mit diesen Gedanken glitt er in einen traumlosen Schlaf.
LordMordred
19-12-2003, 19:03
John Doe war gerade damit beschäftigt in einem Sportwagen einen neuen Steuerchip für den Motor einzusetzen, als sein Comlink aktiviert wurde.
“Doe hier, was wird gewünscht?“
„Hi John ich bin es“
Es war James, der Barkeeper.
“Ja, was kann ich gegen dich tun?“
„Hier ist gerade ein Kerl im Anzug hereingekommen und hat nach dir gefragt. Ich dachte erst, er hätte sich verlaufen.“
„Bin gleich bei dir, 5 Min.“
„Er scheint es sehr eilig zu haben.“
„Blutige Hennakröpf, dann wird’s aber teuer.“
„Geld spiele keine Rolle war dessen Aussage.“
„Bin sofort da.“
John legte den Chip wieder in die Schutzbox, warf sich seinen Mantel über und machte sich auf den Weg.
Einen Augenblick später, stand er in der Tür. Er sah das gewohnte Bild. Im Eck stritten sich drei Betrunkene darüber wessen Motorrad wohl das schnellste wäre. Die Bar war besetzt von der üblichen Gang des Viertels, er grüßte sie. Doch im Eck sass ein Mann im grauen Nadelstreifenanzug.
John ging auf Ihn zu und nickte zu James, der ihm ein Bier brachte.
“Sie suchen John Doe?’“
„Ja.“
„Sie haben ihn gefunden,“ er nahm einen tiefen Zug von seinem Bier, „Was ist Ihr Begehr?“
„Ich hörte ihr könnt mir helfen.“
„Ist ihr Fahrzeug defekt? Und deshalb wagen sie sich in dieses Viertel.
--Mutig-!“
„Mein Fahrzug ist nicht direkt defekt. Ich werde es Ihnen zeigen., wenn sie mir folgen.“
„Na dann lassen sie uns gehen.“
John Doe trank den Rest aus, nickte noch mal zum Wirt.
Sie gingen zu einem nagelneuen BMW X12, einer der neuesten Sportwagen. Doe wunderte sich wie der so schnell auf dem Mars sein konnte.
“Nun ein sehr schönes Fahrzeug, aber es sieht nicht so aus als ob ich noch etwas daran verbessern müsste.“
„Mein Problem betrifft auch die andere Seite des Fahrzeugs.“
Sie gingen um den BMW Doe sah Einschusslöcher verschiedenster Kaliber.
"Ah, ich sehe ihr Problem. So und sie wünschen eine komplette Instandsetzung, dieser Seite?“
„Ja das auch. Und ich hörte sie könnten es auch sicherer machen?“
„Ich hoffe Sie hörten auch, das dies ein kostspieliger Aufwand ist!“
„Ja, aber wie ich diesem Barkeeper schon erzählte. Geld spielt keine Rolle.“
„Gut, dann müssen sie mir noch sagen, worin die Extras bestehen sollen. Und Ihnen muss klar sein, dass ich nur Bargeld als Zahlung akzeptiere, und mindestens die Hälfte im voraus verlange.“
„ Damit habe ich schon gerechnet. Also ich möchte eine schwere Panzerung, aber so dass sich das Fahrzeug weiterhin so handhaben lässt wie bisher.“
„Sorry, da muss ich passen,. Ich bin Mechaniker und nicht Gott. Für Wunder bin ich nicht zuständig!“
„Ich hörte, sie wären gut?“
„Ja, das wird behauptet. Doch wenn ich ein Fahrzeug schwer panzern soll, bedeutet dies ein zusätzliches Gewicht von ca. 2 Tonnen, dann benötigen Sie so oder so ein neues Fahrwerk und am Motor muss etwas modifiziert werden. Doch ich werde es nicht schaffen dieses Gewicht unterzubringen und das Fahrverhalten dabei nicht zu verschlechtern.
Also So long.“
Doe drehte sich um und ging wieder auf die Kneipe zu.
“Mister Doe!“
“Was denn noch?”
„Was können sie mir denn anbieten?“
„Wie schon erwähnt. Ich kann das Fahrzeug schwer panzern. Was bedeutet das Fahrwerk härter zu machen und dem Motor mehr Kraft zu geben. Ausserdem benötigen sie eine neue Bremsanlage und eine modifizierte Lenkung.“
„Wieviel soll mich das denn kosten, und wann bekomm ich meinen Wagen wieder?“
„Also alles in allem wird das ne halbe Millionen kosten. Und ich werde mit Sicherheit 4 Wochen dafür benötigen.“
„4 Wochen? Was zum Teufel dauert da so lang?“
„Junger Mann, es braucht mindestens 2 Tage bevor ich die Panzerplatten habe, dann müssen sie angepasst werden. Ungefähre Dauer dafür 1 Woche. Dann müssen alle Scheiben getauscht werden ca1 Tag. Und jetzt kommt die eigentliche Arbeit. Bis ich ein neues Fahrwerk bekomme, das mit diesem Model kompatibel ist, dauert es mindestens eine Woche, was nicht weiter schlimm ist, da ich in der Woche eh genügend zu tun haben werde. Die Lenkung und das Bremssystem sollten nicht das Problem sein zu besorgen, doch um alles fachgerecht einzubauen und einzustellen bedeutet mind. 3 Wochen Arbeit. Ein gepanzerter Wagen wächst nicht auf den Bäumen, da steckt richtig Arbeit dahinter.“
„Was würde es kosten, es in 2 Wochen fertig zu bekommen?“
Doe grinste:
“ In zwei Wochen dazu würde ich Hilfe brauchen, also für 1,5 Millionen ist es zu schaffen.“
„Oh, das sprengt den Rahmen!“
Doe konnte sich ein hämisches Lachen nicht verkneifen.
“Ich dachte Geld spiele keine Rolle.“
„Naja, es spielt keine große Rolle. Aber um auf unser Geschäft zurückzukommen. Wie lange würde es dauern nur zu panzern?“
„Wie schon gesagt ca. eine Woche, aber damit wäre das Fahrzeug nicht mehr ohne weiteres beherrschbar. Die Bremsen zum Beispiel sind auf 1,5 Tonnen ausgelegt, dies bedeutet, dass der Bremsweg sich fast verdreifachen würde, abgesehen davon das die Bremsen in kürzerster Zeit den Geist aufgeben würden. Ausserdem ist das Fahrwerk völlig überlastet. Aber machen kann ich es.“
„Was würde mich der Spass kosten, wenn ich es schon in 4 Tagen bräuchte?“
Doe dachte kurz nach, fuhr dabei mit den Fingern durch seinen Bart.
“Hmm. Na dann wären wir wieder bei einer halben Millionen.“
„Gut, also nur Panzerung in 4 Tagen!“
„Sehr gerne der Herr, macht 250000 sofort in Bar!“
„Sind im Kofferraum.“
„Sehr leichtsinnig.“
Doe sah in den Kofferraum dort lag ein Koffer, er öffnete ihn. Er sah kurz die Scheine durch.
“Ok, heute in 4 Tagen das gleiche Geld und sie haben ein gepanzertes Fahrzeug, das fast nicht zu beherrschen sein wird.“
Doe nahm den Koffer und ging in die Kneipe. Er bestellte sich ein Bier und gab James einen aus.
Ein paar Bier später, nahm er das Fahrzeug und fuhr es in die Werkstatt. Danach machte er noch den Chip in den Sportwagen und stellte den Motor neu ein, denn dieses Fahrzeug sollte noch an diesem Abend abgeholt werden. Nun bestellte er die benötigten Teile und holte schon mal ein paar Panzerplatten aus dem Lager um schon mal anfangen zu können.
"Mir ist langweilig, Hannibal"
"Halt's Maul und wasch, Murdock" mit diesen Worten schmiss B.A. Murdock ein Handtuch an den Kopf, der es gleich nahm und mürrisch in die Waschmaschine warf.
Hannibal saß ruhig in einer Ecke und zog genüßlich an seiner Zigarre: "Nur die Ruhe Jungs, die Auftragslage wird sich sicher bald wieder verbesern, und wir vier können endlich wieder was sinnvolleres tun."
"Apropos vier; wo ist denn Face? Der sollte auch mal zum Waschen verdonnert werden"
"Faceman befindet sich gerade auf Mission uns einen Auftrag zu beschaffen."
"Pah, Mission! So wie ich den kenne ist der wieder mit irgendwelchen Weiberzimmern beschäftigt"
"Ruhig B.A., mein Freund." - "Ich bin nicht dein Freund" - "Jajajaja, aber wasch du lieber noch ein wenig weiter, bist ja immer noch ganz schwarz"
Murdock fing sich wieder ein Handtuch ein, Hannibal saß weiter in seiner Ecke und lachte nur; Faceman war währenddessen wie schon richtig vermutet bei einer seiner Freundinnen alte Erinnerungen aufleben lassen. Auch wenn es ihnen nicht schlecht ging, so hatte das A-Team schon glorreichere Tage erlebt. Wenn nicht bald ein neuer Auftrag ins Haus flatterte würde sehr bald das Geld ausgehen.
Darkwolf
19-12-2003, 19:53
Lars verließ das gigantische Bürogebäude der Firma Heckler & Koch in Neu-Stuttgart. Sein Arbeitstag war langweilig gewesen... Bücher geprüft, Bücher geprüft, und noch mehr Bücher geprüft. Irgendwie vermisste er ein wenig die Action, die einige Leute sicherlich damit verbanden, bei einem der größten Waffenhersteller überhaupt zu arbeiten. Aber naja... Im Prinzip war es ein Job wie jeder andere auch.
So ist das nunmal, wenn man ein fast 28 Jahre alter Durchschnittsbürger ist, mit einem Durchschnittsjob, einem Durchschnittsgehalt und einer Durchschnittswohnung. Das einzige, was Lars' Leben den richtigen Schwung gab, war seine überaus gutaussehende Freundin (die er gleich erstmal besuchen würde) und sein etwas "alternativer" Nebenjob bei dieser Privatdetektei, die ab und an ein paar halblegale Dinger drehte. Da würde er heute nacht noch einmal vorbeischaun, er hatte schließlich auch dort gewisse verpflichtungen.
Sig ausgeschaltet - Mosch
Psycho Joker
19-12-2003, 21:01
Die Buchstaben flackerten unregelmäßig und die Aufschrift auf der Tafel wechselste dementsprechend: "-otel"... "Mo-el" ... "M-t-l" ... Paganini ging hinein. Es war niemand an der Rezeption, also klopfte er auf die Theke. Ein alter Mann in einem vergilbten Unterhemd erschien.
"Was soll'n der Lärm? Was woll'n se?" Sein Atem stank nach billigem Fusel.
"Was wohl, du versiffter alter Dreckspenner?! Ich will ein gottverdammtes Scheißzimmer!"
"Was soll'n das? Is ja gut.... beruhig'n se sich. Hier... Zimmer Nummer 12."
Als der alte Mann Anstalten machte, ihm den Schlüssel zu reichen schlug er ihm ihn aus der Hand.
"Was-" begann der Alte. "Halt's Maul, alter Mann! Ich will Zimmer Nummer 9... verstehst du, was ich sage?! NUMMER NEUN! NOVE! NINE! NUEVE! DOKUZ! NEUF!"
"Zimmer Neun is aber besetzt."
"Ach ja?" Paganini ließ den alten Mann stehen, ging die Treppe hinauf. Nur wenige Minuten später kam der Mann aus Zimmer Neuen in aller Hektik heruntergerannt und verlangte nach der Rechnung. Dann verließ er in aller Eile das Motel.
Der Mann mit dem Geigenkasten unter dem rechten Arm hingegen schritt seelenruhig an die Theke zurück, kritzelte irgend einen komplett unleserlichen, ellenlagen Namen der erfunden zu sein schien, in das aufgeschlagene Buch, nahm seinen Seesack über die Schulter und steig seelenruhig die dreckige, verschmutzte Treppe hoch. Noch im Hinaufgehen raunte er mürrisch: "Ich will nicht gestört werden."
Die industriellen Viertel von Rock Springs waren kein schöner Anblick für das menschliche Auge. Weniger die Ästhetik, sondern die Zweckmässigkeit war hier vorherrschend. Ein Pickup rollte durch die verlassenen Strassen der Industriezone, nur wenige Menschen liesen sich dortblicken. Es war kein Gebiet in dem man länger unbedingt notwenig verweilen sollte. Trucks und Betonmauern säumten den Weg des Pickups. Vor einer stillgelegten Lagerhalle kam das Fahrzeug zu stehen. Eine Weile lang tat sich nicht das geringste, nur die Geräusche der nahen Fabriken und Highways waren zu hören. Der Fahrer des Wagens stand an den Kotflügel gelehnt mit einer Zigarette im Mund und schien zu warten. Als er sich schoon wieder abwenden wollte, öffnete sich eine Tür des Gebäudes. 3 Personen kamen auf ihn zu, zwei von ihnen waren mit veralteten Gewehren bewaffnet.
Etwa 5 Meter vor dem Fahrzeug kam das Trio zum stehen. Neben den beiden Gewehren trugen sie schmutzige Kleidung im Militarylook, sowie Sonnenbrillen, obwohl das in diesem Zwielicht mehr schlecht als recht war. der mittlere von ihnen, der der die meiste Autorität ausstrahlte begann zu sprechen.
Hast du die Ware? fragte er forsch.
Der Angesprochene spuckt die glühende Zigarette aus und trat an die Ladefläche, auf der sich fein säuberlich gestpelt 7 dunkle Metallkästen befanden. Er winkte das Trio heran.
Beantwortet das deine Frage? Nur bestes Material, deutsche HK G48 und amerikanische M34, mit Munition. Sowas wolltet ihr doch, oder?
Mit gerigem Blick stürtzten sich die zwei Bewaffneten auf die Kisten, der Anführer jedoch blieb ruhig stehen. Als er eine der Waffen in die ände bekam, begutachtete er sie mit strengem Blick.
Das sind P-Modelle, was ist mit den L-Modellen?
Der Waffenhändler schnaubte. Aber sonst gehts dir noch gut, oder? Die L-Serie ist nur für das Militär bestimmt und dadurch verdammt schwer zu beschaffen. die achten wie die Schießhunde darauf, dass keiner an die kommt. Und selbst U.T. kann solche Dinger nicht herstellen, da die die Fertigungsbestandteile nur an bestimmte Firmen liefern. Es tut mir leid, aber vorerst kann ich euch keine L-Modelle liefern. Ich hab zwar einige Module für die Dinger dabei, aber ich würde euch nicht raten, sie in die P-Reihe zu setzen.
Wärst du vielleicht auch so gütig, mir zu erklären wieso nicht? Was sollte uns daran hindern?
Ist doch logisch, nur die L-Modelle sind der Lage auch Laserstrahlen abzufeuern. Ein L-Modell ist in der Lage sowhl P-Munition als auch L-Munition zu verwenden. Wenn ihr Idioten nun L-Module in die P-Modele steckt, dann schmilzt euch der Lauf durch, Capiche?
Zorn spiegelte sich wieder im Gesicht Anführers.
Hör mir mal zu, wir Dark Eagles lassen uns nicht gerne verarschen. Wenn du uns belogen hast, dann bist zu fällig und dein gottverdammter Waffenkonzern genauso. Wir sind eine Miliz auf dem heiligen Pfad der Ehre, wir brauchen maximale Feuerkraft. Anders lassen sich die Faschisten von der Erde nicht verjagen.
Ruhig bleiben, ja? ich tu was ich kann, ausserdem bin ich nur der Lieferant, wenn du dich beschweren willst, dann geh zum Chef.
Morgen kommt die gesamte ladung, bis dahin habt ihr Zeit die Ware zu überprüfen. Achja und hier hab ich nochwas für euch Er hohlte die unterste Kisten von der ladefläche und öffnete diese.
Na, was hälst du davon? Eine Sabre Anti-Tank. War nicht leicht die hierher zu bringen.
In der Ferne waren Polizeisierenen zu hören und plötzlich ging alles ganz schnell. Die Waffenkisten verschwanden in der Halle und der Pickup preschte davon. Als die beiden weißen Ford Secure des RS PD an der Halle eintrafen, war alles still und verlassen.
...Doch anstatt der erhofften Antworten bekam O`Neil nur eine aufgenommene Standartbegrüßung zu hören. Er teilte sich eine Sitzreihe mit einem Soldaten südländischer Abstammung, den er zuvor noch nie gesehen hatte. Nur etwa 15 Minuten nachdem das Raumschiff auf dem Mars gelandet war, war die Gruppe schon mitten im Stadtzentrum von Red Mountain angekommen. Von der Mars-Bahn Station zum örtlichen Polizeirevier, wo die Soldaten vorerst stationiert werden sollten, waren es nur einige hundert Meter. Doch trotzdem warteten schon mehrere schwergepanzerte Truppentransporter auf die Gruppe.
In der Polizeistation angekommen, erwarteten alle die ersehnte Aufklärung über die Ziele des Einsatzes, doch auch hier Fehlanzeige. Stattdessen wartete im Vorraum des Reviers ein, nur anhand der Rangabzeichen erkennbarer, Sergeant, der die Soldaten wort- und grußlos zu einem Gang mit Quartieren führte. Wiederum ohne etwas zusagen blieb der Sergeant am Ende des Ganges stehen und deutet auf die Türen zu den Quartieren. An den Türen hangen Zettel mit den Aufschriften der Namen der Soldaten. Es waren immer Zweierzimmer. O`Neil teilt er sich sein Zimmer mit einem gewissen "Querido". Wie er richtig vermutete handelte es sich dabei um den Mann, neben dem er auch im Zug gesessen hatte. Als beide im Zimmer waren fragte O`Neil Querido: "Das ist auch ihr erster Einsatz auf einem fremden Planeten, oder? Er wollte mit diese Frage die Stille die seit der Ankunft auf dem Mars herrschte unterbrechen. Doch Querido beantwortet die Frage in keinster Weise, knallte seinen Koffer auf das Bett und verschwand sogleich im Badezimmer. O`Neil, den die Reise ganz schön geschlaucht hatte, dachte sich vielleicht habe sein Zimmergenosse ja Durchfall und hätte deshalb nicht geantwortet. Auf jeden Fall würde er sich jetzt etwas ausruhen.
Sig ausgeschaltet - Mosch
Psycho Joker
20-12-2003, 00:32
Paganini lag auf seinem recht bescheidenen Bett. Das Zimmer war klein, dreckig und machte einen durch und durch verlotterten Eindruck. Aber es erfüllte seinen Zweck.
Paganini war indes mit etwas völlig anderem beschäftigt, als damit, sein Zimemr zu inspizieren. Er holte mehrere unscheinbare Gegenstände aus seinem Beutel: Eine Thermoskanne, einen alten Radio, einen Rasierapparat und noch ein paar andere kleine Dinge. Er schraubte an einigen der Gegenstände herum, entnahm ihnen Teile und warf sie dann achtlos auf den Boden. Dann begann er diese Teile zusammen zu setzen und zu -schrauben. Nach einigen Minuten hielt er einen Revolver in der Hand. Mit seinem Daumen strich er den Lauf entlang, überprüfte die Waffe mehrmals, lud sie und ließ sich anschließend in sein Bett sinken. Er schlief sofort ein. Im Schlaf noch hatte er ein grimmiges Lächeln auf den Lippen.
Der_Mosch
20-12-2003, 01:12
Ein Knall.....
Malachi erwachte. Die Kabinen waren abgedunklt, um die Nachtruhe zu gewähren. Er sank wieder zurück in seinen Sitz.
"Ich liebe dich." - "Ich liebe dich auch."
Er erwachte.
Dunkel? Wo war er? Er lag auf dem Boden. Rauher Boden. Kopfstein? Asphalt?
Leuchtreklame. Hell. Laut. Eine Bar?
Kopfschmerzen.
Er erbrach sich.
Wieder erwachte er. Bett. Es war weich. Die Vorhänge waren zurückgezogen.... waren es frühe Morgenstunden? Später Abend? Kopfschmerzen. Er stand auf, ihm war schwindelig. Er schritt ins Badezimmer.....
Boden Blut Sie.
Er erwachte. Sein Bett war weich, aber sein Schädel brummte. Ihm war schwindelig... er wollte nun erst einmal ins Badezimmer.
Boden Blut Sie.
Er erwachte in seinem weichen Bett. Er schleppte seinen schweren Kopf ins Badezimmer.
Boden Blut Sie.
Boden Blut Sie.
Boden Blut SIE.
Boden BLUT SIE.
BLUT SIE BLUT BLUT SIE SIE AUF DEM BODEN BLUT SIE
Er erwachte. Seine Kleidung war vom Schweiss durchnässt.
Er sah sich um.
Ein Shuttle. Er sah die Notbeleuchtung am Boden. Alles war abgedunkelt, ein Grossteil der anderen Passagiere schlief. Seine verkrampften Hände lösten sich wieder. Mars. Er war auf dem Weg zum Mars. Er musste seinen Auftrag erledigen. Auch er musste von etws leben.
Er würde bei Fehlern büssen, keiner sonst. Niemand ausser er.
So gut hatte Colonel O`Neil schon lange nicht mehr geschlafen, das künstliche Gravitationsfeld schien irgendwie positive Einflüsse auf seinen Schlaf zu haben.
Als sich O`Neil im Zimmer umsah, bemerkte er, dass Querido seinen Koffer immernoch nicht angerührt hatte. Von seinem Zimmergenossen fehlte auch jede Spur, er war weder im Zimmer noch im Bad. Er dachte sich nichts schlimmes und ging erstmal für kleine Jungs.
Während er also sein Geschäft verrichtete, hörte er wie jemand die Tür aufstieß, den Schrank öffnete und hecktisch darin herumwühlte. Gerade als der Colonel wieder aus dem Badezimmer kam und Querido vorm Schrank stehen sah, peitschten aus heiterem Himmel Schüße durch das Fenster und durch die Tür in das Zimmer herein. Geistesgegenwärtige warf er sich auf den Boden und versteckte sich unter seinem Bett. Es ging alles so schnell, dass er gar keine Zeit zum nachdenken hatte. Wenige Augenblicke später kamen schon vermute Spezialeinheiten der Polizei ins Zimmer gestürmt. Diese postierten sich in den Ecken des Zimmers, ihre Gewehre genau auf die Köpfe O`Neils und Queridos, der auf der für O`Neil uneinsehbaren Seite des Bettes lag, gerichtet.
Hände hoch, Hände hoch, aufstehen! brüllte einer der Polizisten.
O`Neil stand ohne wiederstand auf, denn er wusste gar nicht wie er wieder stand hätte leisten sollen oder wer diese Leute überhaupt waren. Vorsichtig beugte er sich über das Bett, um zu sehen ob mit Querido alles in Ordnung war. Doch mit dem war nichts in Ordnung. Sein Ex-Zimmernachbar lag durchsiebt mit Kugeln in einer Blutlache auf dem Boden. Gebannt starte er immer noch auf die Leiche, als ihn jemand von hintern anstubste und sagte:
Guten Tag Colonel, ich bin General Bush, der Kommandat der Truppen in Red Mountain.
O`Neil salutierte gewohnheitsmäßig, ohne überhaupt zu wissen wer sein gegenüber war. Dieser fuhr fort:
Sie werden sich sicher fragen was die ganze Geheimnistuerei sollte: Wir hatten bereits seit längerem Hinweise darauf, dass ihre Einheit von einem Spion infiltriert wurde. Es war nur eine Frage der Zeit, bis er einen Fehler begehen würde und wir ihn entlarven konnten.
RedBasti
20-12-2003, 12:06
….. Herodot schloss die Tür und erblickte die beiden aufgehenden Sonnen. Schnell überkam ihm der Gedanken dass er die Hitze dieser Jahreszeit nicht ausstehen konnte. Eigentlich war er ein griechischer Patriot aber an das Klima seines geliebten Landes würde er sich wohl nie gewöhnen können. Eigentlich hoffte er unter der Glaskuppel von Neo-Griechenland endlich Ruhe vor der heißen Jahreszeit zu haben, weit gefehlt.
Er beschleunigte seinen Gang und geriet wie fast jeden Morgen ins Staunen. Er studierte zum wiederholten Male die Architektur der Gebäude die auf seinem Weg lagen. Erstaunlich wie man Antike bracht mit der konventionellen Technik vereint hatte. Die Gebäude wirkten modern und antik zugleich.
Im Senatsgebäude erfolgten die üblichen Sicherheitsformalitäten. Endlich traf er auf Kreon, einen seiner Freunde die es politisch durch ein wenig Hilfe aus dem Elternhaus etwas weiter gebracht hatten. Dennoch war Kreon kein Dummkopf sondern eher ein realistischer Politiker.
Er begleitete ihn ein Stücke.
„So Herodot, heute kannst du nun endlich zeigen was in dir steckt.“
„Naja, so anspruchsvoll ist das Amt eines Abgesandten ja nun auch nicht.“
„Bis vor wenigen Stunden hätte ich dir da zugestimmt.“
„Ihr habt doch nicht etwa die Verringerung der Beamtenbesoldung verabschiedet?“
„Nein, das nicht.“
„Sondern?“
„Genauere Instruktionen erhältst du beim zuständigen Ausschuss. Saal 109.“
Herodot war ein wenig überrascht. Anscheinend bedurften Ereignisse besonderer Aufmerksamkeit. Normalerweise ist diese Stadt sehr gemächlich. Herodot betrat Saal 109.
Die Senatoren waren mitten in einer Diskussion und steckten die Köpfe zusammen. Herodot räusperte sich zurückhaltend. Der Vorsitzende des Ausschusses musterte ihn mit seinem Blick.
„Herodot, ich will gleich zur Sache kommen. Wir überspringen die üblichen Formalitäten.“
„Ich woll…“ – bevor er antworten konnte wurde Herodot unterbrochen.
„Es gibt beunruhigende Aktivitäten in Rock Springs. Bandenunruhen und Bandenkriege scheinen fast schon an der Tagesordnung zu sein. Wir möchten darüber genaueres wissen, haben momentan jedoch keinen Staatsdiener vor Ort. Es tut mir Leid, so mit der Tür ins Haus zu fallen aber die Zeit drängt. Morgen wird ein Versorgungsfrachter von der Erde andocken, er wird dich auf seiner Rückreise in Rock Springs absetzen. Es wird wohl an Bequemlichkeit mangeln aber wie ich schon erwähnte: die Zeit wird knapp“
Herodot lauschte aufmerksam.
Nun war er schon drei Jahre auf dem Mars. Neu-Stuttgart war seine Heimat geworden. Es gefiel ihm hier, er mochte das Gefühl, auf einem anderen Planeten zu wohnen. Einem Ort, den die Menschheit vor einiger Zeit nur von Sondenbildern her kannte. Daran dachte er jedesmal, wenn er mittags aus der Tür des Wohnhauses kam, in dem er eine, für eine Person, recht geräumige Wohnung hatte. Andi würde gleich vorbei kommen und ihn abholen, wie immer so um vier. Er war mit ihm zum Mars gekommen und hatte den selben Job angenommen. Hier auf dem Mars ging es nicht nur um Forschung und Wissenschaft, nein, es ging auch darum, ein normales Leben aufzubauen. Dies musste natürlich gesichert werden. Zusammen mit ihrem Freund Michael waren Andi und Nils Sicherheitsleute in der riesigen Bar und Disco "El Mundo".
Nils blickte die Straße hinab. Ein blauer Passat bog ein und fuhr auf ihn zu. Er hielt genau neben ihm, und als er zum Stillstand gekommen war, öffnete Nils die Tür und stieg ein.
Hallo Andi!
Tach.
Andi startete den Wagen, und sie fuhren los. Bis zu ihrem Arbeitsplatz war es nicht mehr weit. Nach einer Weile ergriff Andi das Wort.
Sag mal, warum legst du dir nich mal nen eigenen Wagen zu?
Ich spare.
Jajaja, du sparst. Reicht dir deine Wohnung etwa nicht?
Nein, sie genügt nicht meinen luxuriösen Ansprüchen!
Nils grinste, Andi ebenfalls. Er war ironische Bemerkungen seinerseits gewohnt. Nils mochte seine Wohnung ohne Zweifel, doch das Umfeld in dem Block, und der Vermieter waren ihm nicht das liebste.
Sie kamen auf einem großen Parkplatz zum stehen, noch waren wenige Autos hier. Dies würde sich im Laufe des Nachmittags noch ändern.
Hey, da ist Michi!
Michael kam auf die beiden anderen zu.
Na Leute, auch schön eure Knarren dabei?
Sie lachten kurz auf.
Der Alte macht sich zuviel Sorgen... kommt Jungs. Gehen wir rein.
Mit dem "Alten" war ihr Chef gemeint. Ein etwas älterer Mann, Besitzer des "El Mundos".
Dieser hatte seinen Securities Pistolen ausgehändigt. Vor gut zwei Wochen bestellte er vor Arbeitsbeginn alle drei in sein Büro.
Ich halte es für notwendig, das ihr die tragt. Ich habe ein ungutes Gefühl. Fragt nicht warum, und benutzt die wirklich nur im äussesten Notfall!
Das hatte die drei natürlich verwundert. Ihr Job bestand darin, Schlägereien zu beenden, betrunkene Randalierer rauszuschmeissen, Sicherheit auszustralen und den Eingang zu kontrollieren. Waffen hatten sie hierfür nie gebraucht.
Sie kamen durch den Eingang, über dem in roten Leuchtbuschstaben mit grüner Umrahmung "El Mundo" geschrieben stand. Das Lokal bestand aus drei Etagen. Im Ertgeschoss befand sich eine Bar, ebenso im ersten Stock. Die Disco befand sich im Keller, und dort ebenfalls eine kleinere Theke.
Ihr Chef kam auf sie zu.
Wir erwarten heute viele Gäste. Michael, du gehst zur Tür.
Der Job an der Tür war unter den dreien nicht beliebt, da man hierbei nur rumstehen musste. Michi zog eine Grimasse und ging zurück zur Tür.
Ihr wisst, was ihr zu tun habt.
Nils und Andi nickten und trennten sich. Die ersten Gäste strömten herein. Es wurde voll.
Nils ging seine Runde ab. Er war gerade oben gewesen, und hatte einen Betrunkenen auf die Toilette geholfen, aber ansonsten war nicht sonderlich viel los. Andi kreuzte seinen Weg. Sie nickten sich kurz zu und gingen weiter. Nils kam durch Reihen von Menschen, die Bier, Eiskaffee oder Coktails tranken, sich unterhielten, lachten und feierten. Er mochte diese fröhliche Atmosphäre. Nun war es an der Zeit, einen Blick in die Disco zu werfen. Dorthin ging er nicht so gerne. Es war stickig, und die Musik zu laut. Aber Job ist Job. Er seufzte und ging richtung Treppe, wo ihm schon eine Schwall lauter Musik entgegen kam...
Hier ist CNN International mit einer Sondermeldung
Vor wenigen Minuten ereinigten sich in New Detroit, Mars zwei Anschläge auf das U-Bahnsystem. Ob und wieviel Tote und Verletzte es gegeben hat ist zur Zeit unklar, Rettungsmannschaften sind zur Zeit dabei die Anschlagsstätte zu sichern. Nach CNN Angaben bekannte sich unmittelbar nach dem Anschlag die Terrorgruppe Free Mars zu dem Anschlag. Eine dazu veröffentliche Stzellungnahme erhielt CNN vor wenigen Minuten. Eine Stellungnahme der Behörden gibt es zur Zeit noch nicht, die Regierung in Washington unterbrach unterdessen ihre Sitzung.
Damit ist New Detroit die zweite Stadt, neben Rock Springs, die nicht zur Ruhe kommt.
Seit Tagen kommt es immer wieder zu Anschlägen und Gewaltätigkeiten unter der Bevölkerung. Gouvaneur Warren hat unterdessen die Nationalgarde zur Hilfe gerufen. nach Aussage des Informationsbüros besteht aber ken Grund zur Panik, dies sei nur eine vorbeugende Maßnahme, um die Sicherheit New Detroits zu gewährleisten. Präsident Challenger soll sich laut dem Weissen Haus noch in dieser Stunde zu den Vorgängen äußern.
Eine direkte Verbindung zu unserem Studio in New Detroit besteht noch nicht, wir hoffen aber sie so schnell wie möglich mit weiteren Informationen zu versorgen.
Die Einsatz Einführung findet um Punkt 1400 im Versammlungsraum des Reviers statt. Bis dahin Colonel. Ach ja: Bevor ich es vergesse: Ihr neues Quartier wird gegenüber liegen, dieses hier wird verschlossen bleiben, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind.
Mit diesen Worten verabschiedete sich Gen. Bush und verließ den Raum. O`Neil packte seine Sachen wieder in seinen Koffer und ging mit diesem in sein neues Quartier. Kopfschüttelnt warfer noch einmal einen Blick zurück auf den toten Infiltrator.
Der kleine Konferrenzraum war gut gefüllt, mit den knapp 25Personen.
Guten Tag und willkommen auf dem Mars, begrüßte Bush die Soldaten.
Für die nächste Zeit wird diese Station in Red Mountain ihre Basis für Einsätze sein. Nach einem geeigneteren Gebäude wird noch gesucht. Wie sie vielleicht schon mitbekommen haben wurden die Domecity Rock Springs und New Detroit von einer Serie von Anschlägen heimgesucht. Red Mountain ist Gott sei Dank noch davon verschont geblieben, doch es gibt immer mehr Anzeichen für eine Zuspitzung der Ereignisse, auch hier. Die Bürgermeister der anderen Städte lehnen einen Präventiveinsatz des Militärs ab, doch Bürgermeister Lindsay ist da anderer Meinung. Ihre Aufgabe wird vorerst nur die Sicherung des Transitsystems und die Kontrolle von einreisenden Personen sein.
Der General warf einen Blick in die Gesichter der Soldaten und fuhr dann fort:
Sie werden in 3Teams aufgeteilt werden, Team A wird die Sciherung der Innenstadt übernehmen und dort Passanten durchsuchen. Die Teams B und C werden die ankommenden Waren und Leute auf illegale Gegenstände durchsuchen. Die Leitung von Team A wird Lieutenant Colonel Lindfort, von Team B Colonel O`Neil und Team C Colonel Makepeace übernehmen. Wer welchem Team zugeteilt wird, ist in einer Übersicht erkennbar, die später ausgehängt wird.
LordMordred
20-12-2003, 19:02
Doe stand sehr früh auf, rief seine beiden Hunde und fuhr mit ihnen in den Park. Er war noch nicht ganz wach, da er gestern noch bis tief in die Nacht gearbeitet hatte. Er grübelte noch darüber nach was er denn nun mit dem Sportwagen machen sollte, denn der Kunde kam nicht um ihn abzuholen. Dadurch gingen im ca. 20000 verloren. Na vielleicht würde er heute noch kommen, wenn nicht würde er ihn der Gang übergeben.
Nach einer Stunde mit seinen Hunden im Park war sein Kopf wieder klarer.
Er sprach zu sich:
“So nun aber ab nach Hause.
MORDRED, APOLLO KOMMT HER UND FUSS!”
Die Riesenschnauzer beide schwarz, kamen und reihten sich links und rechts neben ihm ein. Sie gingen zurück zum Wagen, Doe öffnete die Heckklappe mit der Fernbedienung und die beiden sprangen hinten in den Wagen. Ein Knopfdruck und die Klappe schloss sich wieder.
In der Werkstatt angekommen wartete schon ein großer Van vor der Werkstatt. Doe fuhr in seine Garage, lies seine Hunde wieder raus und ging zu seinem Werkstatteingang.
“Ah, Mr. Smith auf dich hatte ich schon gewartet.”
„Guten Morgen John, ich hab hier ein paar platten die auf dich warten.“
„Na dann bring sie rein, ich habe noch viel arbeit vor mir.“
„Na erstens bekomm ich dafür mal Bares. Zweitens wo sind deine Hunde?“
„Ach meine Hundchen sind bestimmt gerade beim Essen und du weißt doch sie greifen nicht an, ausser ich befehl es ihnen oder du würdest in mein Heim eindringen ohne das ich es weiß.“
„Ja das sagtest du schon und Hundchen, diese Hundchen sind einen guten Meter hoch. Und was ist mit dem Geld?“
„Hab ich dich jemals nicht bezahlt? Dein Geld liegt drin ich hole schnell die Ameise und dein Geld. Ist es soviel schwerer geworden die Platten zu beschaffen? Oder warum die Preiserhöhung?“
„Es gibt immer noch genauso viele Platten, aber fast jeder will heutzutage gepanzerte Fahrzeuge.“
„Achso, na denn ich komm gleich wieder“
Doe ging in seine Werkstatt holte die Ameise und den Koffer den er gestern bekommen hatte.
Seine Hunde standen am Eingang wie Säulen. Er holte die Platten in die Werkstatt und schloss die Tür hinter sich.
“ Na willst noch ein Bierchen zum Frühstück?“
„Na so ein kleiner 7 Uhr Zug kann ja nicht schaden“
So gingen sie in die Kneipe. Doe und Smith setzten sich neben den Gangleader. Doe bestellte drei Bier.
Kurz darauf machte sich Doe wieder an die Arbeit, denn er wollte morgen fertig werden damit er den Wagen dann noch lackieren konnte.
Als Sebastian nach langer zeit mal wieder den Kopf von den Akten abwendet fiel ihm auf das es schon 23:00 Uhr war. Er dachte sich Naja lassen wirs für heute gut sei und ausserdem ist ja morgen auch noch ein Tag Sebastian stieg in sein neuen Jeep und fuhr nach hause das radio schaltet er nie ein was solltest es den auch schon neues geben hier und da ein paar kleine meldung aber letzt endlich nix neues. Als Sebastian zu hause an kamm sah er das leere haus und ihm wurde wieder klar welche preis er doch für den luxus zahlte den er bessas nähmlich absoulte einsamkeit und drin lief es auch ab wie immer sebastian goss sich noch ein glas Jim Bean ein und legte sich zum schlafen....
Scarface Dick war erfreut, vor wenigen Stunden erst war der ungeduldig erwartete Truck von United Telecom Heavy Industries eingetroffen und hatte seine brisante Ware geliefert. Mehrere hundert, Dick hatte sie noch nicht gezählt, nagelneuer Sturmgewehre nannten die Dark Eagles nun ihr eigen, endlich konnten sie einen Großteil ihrer alten Waffen ausmustern. Hauptsächlich Jagdwaffen, kaum in der Lage in einem richtigen Feuergefecht genug Schutz und Durchschlagskraft zu bieten. Vor allem aber hatten sie jetzt einen gewaltigen Vorteil gegenüber ihren Konkurrenten, die maximal Maschienenpistolen votrweisen konnten. Jetzt endlich hatten die Eagles ihren Titel als größte Miliz in Rock Springs gerecht werden können, zumal sie einen sehr potenten Gönner hatten. Weitere Trucks von U.T. würden bald folgen, bald würde man sich in den offenen Kampf wagen. Aber Dick war auch bewusst, dass sie kaum über panzerbrechende Waffe oder überhaupt Artellerie verfügten, wie wollten sie dann ihren großen Befreiungsfeldzug führen können. Es blieb ihnen nichts anderes übrig, als auf ihren Gönner zu hoffen, der sie nicht nur mit Material, sondern auch mit Finanzen unterstützte.
Der Furkpark glich entgegen dem Waffenarsenal noch immer einem traurigen Haufen. Hauptsächlich Pickups und Trucks standen ihnen zur Verfügung, nicht gerade ein wirksames Mittel um gegen eine hochgerüstete Armee anzutreten. Keine Panzer, keine Artellerie, keine Hubschrauber, nur einige zivile Transportfahrzeuge. Aber es gab einige Möglichkeiten, die Fahrzeuge zu optimieren.
Steven, maschier auf der Stelle her.
Aus dem Trubel der halle lösste sich eine Person und trat zu Dick.
Ja, Chef?
Ich habe ein Problem, was unseren Fuhrpark betrifft. Die Dinger genügen unserem Ansprcuh nicht und ich habe nicht vor, gleich im ersten Gefecht eine Niederlage zu kassieren. ich hab deshalb nen kleinen Job für dich. Samma, du kennst doch diesen Doe, oder?
ja, der Name sagt mir was. Wieso?
Ganz einfach, ich will dass du dem Kerl nen Besuch abstattest und ihnhierher bringst. ich will, dass er unsere Autos aufmotzt und zwar gründlich. Sag ihm, dass er bei zufriedenstellender Arbeit genug Cash abkassieren kann......................alllerdings erst dann wenn wir gewonnen haben.
Naja, ob er sich darauf einlassen wird, ich wage es zu bezweifeln. Wär er ja auch schn blöd.
Moment, deshalb machen wir ihm ja auch ein Angebot, dass er nicht abschlagen kann oder besser abschlagen wird. Sag ihm, dass sollte er sich weigern oder mangelhafte Arbeit abliefern, seine Werkstatt............hm, sagen wir einen jkleinen UNfall haben wird und er auch nicht mehr sicher ist. Nimm am besten noch zwei Leute mit, die gegend ist nicht gerade die beste.
habe verstanden, mache mich sofort auf den Weg
Sprachs und verschwand. Ein finsteres Lächeln überzog Dicks gesicht, es war immer gut, wenn man die dieversen Überzeugungsmittel hatte. Bald schon würden die Eagles die Strassen übernehmen und den Bullen in den Arsch treten. Während er noch darüber nachdachte, gab es unten am Schiesstand einen gewaltigen Knall.
Was zum Teufel ist jetzt schon wieder los? schrie er wutentbrannt.
Eine von diesen Intelligenzbestien hat gemeint alles besser wissen zu müssen und hat die Magazine ausgetauscht. Hat ein L-Magazin genommen und jetzt ist ihm der Lauf explodiert.
Kopfschüttelt begab sich Dick runter zum Schießstand, nicht ohne jedoch wie ein Kutscher zu fluchen. Währenddessen machte sich Steven auf, um diesen mechaniker aufzusuchen.
"Wir haben einen Auftrag" Hannibal rieb sich zufrieden die Hände. "Unser Auftraggeber will ein wenig Verwirrung, ein wenig Chaos. Also veranstalten wir ein kleines Feuerwerk in Rock Springs und kassieren eine Million dafür..."
"Ist das viel, B.A.?" flüsterte Murdock B.A. ins Ohr.
Die Antwort war ein Schlag auf den Hinterkopf: "Halt's Maul Murdock und hör zu"
"Jungs, das muss gefeiert werden. Endlich können wir wieder mal auf einen Einsatz"
"Aber Hannibal, ein Anschlag, ist das nicht irgendwie moralisch verwerflich? Ich meine wir sind doch immerhin die 'Guten', oder?"
"Du denkst zu viel nach, Murdock." war Hannibals Antwort.
"Oder zu wenig" schnaubte B.A. verächtlich.
"Lasst uns anstossen, auf unseren großzügigen Auftraggeber. Face ist schon unterwegs um Material zu besorgen, er wird später noch mit uns was trinken." Murdock holte drei staubige Gläser aus einem Regal, säuberte sie mit einem Tuch, wodurch sie aber nur dreckiger wurden, und reichte sie Hannibal der Wein aus einer Flasche einschenkte.
"Also, auf unseren neuen Freund, Paulie Walnuts (http://mitglied.lycos.de/gericom25/gfx/paulie.jpg)." Sie stießen an und tranken alles in einem Zug aus. "Murdock, ist der Heli bereit?"
B.A.'s Augen weiteten sich, sein Glas fiel zu Boden: "Oh nein, Hannibal, ich fliege nicht mit diesem Verrückten. Rock Spring ist nicht so groß, warum fahren wir nicht mit meinem Transporter?"
"B.A., mein Freund, mein Hubschrauber ist aber viel viel schneller, viel viel besser und auch viel viel ...." Die letzten Worte kriegte B.A. nicht mehr mit da er nach hinten wegkippte und regungslos liegenblieb. "Und ausserdem haben wir uns schon die Mühe gemacht dich zu betäuben. Ich glaube kaum dass du in diesem Zustand fahren kannst."
"Ok, Murdock. Schnapp dir B.A. und dann geht's los. Face sollte jeden Moment hier sein." Nach einem letztem zufriedenen Blick auf B.A., einem Zug aus der Zigarre und nach dem Erblicken von Faceman der in der Tür stand fügte er noch hinzu:
"Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert."
Psycho Joker
21-12-2003, 13:00
Nacht. Eine dunkle Gasse wie viele andere: Dreckig, feucht, ungemütlich, gefährlich und manchmal ein spezieller Treffpunkt. So auch hier. Zwei Männer in Regenmänteln, einer davon trug einen Hut. Es war sehr dunkel, aber das machte nichts, Paganini hatte sienen Kontaktmann auch so erkannt, er hatte nämlich ein sehr feines Gehör und konnte sich Stimmen schon imemr gut merken. Dem Anderen war anscheinend keine solche Erkennungsgabe gegeben... oder kein gutes Gedächtnis.
"Also... sie suchen Informationen?"
"Ja"
"Über wen?"
"Wer sagt, dass ich Informationen über eine Person suche?!"
"Bitte keine Spielchen, wir wissen beide, dass Leute wie *sie* immer auf der Suche nach einem bestimmten Mann sind... wer auch immer der'Glückliche' sein mag."
"Gut, sie sind nicht dumm; kommen wir zur Sache. Ich brauche die Informationen um die ich sie gebeten habe..."
"Tut mir leid, ich kann mich nicht erinnern..."
"Ich spreche von Informationen über Francois Chardeaux... wo er wohnt, wie er wohnt, wo er sich aufhält, wo er anzutreffen ist... alles Relevante. Reicht das?"
"Ja. Sie verstehen, in meinem Geschäft muss man vorsichtig sein... also, bevor ich ihnen sage wo der Informationschip ist, will ich das Geld. Nichts Persönliches... sie verstehen."
"Kein Problem. Hier." Der Mann zog einen Umschlag aus seiner Manteltasche und reichte sie dem Mann mit dem Hut. "Ich bin auch nicht beleidigt, wenn sie nachzählen."
"Fein. Einen Moment." Der Mann mit dem Hut wandte sich ab und trat in den Lichtkegel einer Straßenlaterne, um das Geld in Umschlag zu zählen. Als er die Scheine im Licht der Straße begutachtete, war er kurz verwirrt über den Inhalt. Dann bewegte sich seine Hand blitzschnell in sein Tasche... nur um bei einem Klicken an seinem Hinterkopf inne zu halten.
"Erschieß mich und du kriegst die Informationen nie, du Drecksack!"
"Wie wär's so: Gib mir die Informationen und vielleicht erschieß ich dich nicht" war die Antwort seines grimmig grinsenden Gegenübers.
"Ich hab sie nicht hier, sie sind in in einem Schließfach nicht weit von hier." Als Antwort erhielt er einen heftigen Schlag auf den Hinterkopf.
"Veralber mich nicht, du Scheißer! Ich weiß dass du einen Informationschip bei dir hast. HER DAMIT! Aber laaaaaaaaangsam."
"Ok ok!" Unter einigen Flüchen und Verwünschungen holte der Mann mit dem Hut laaaaaaaaaaaaangsam einen kleinen Umschlag aus der Brusttasche seines Jackets und reichte ihn nach hinten, wo sie ihm sofort aus der Hand gerissen wurde. Er hörte einige Geräusche, die darauf schließen ließen, dass sein "Geschäftspartner" den Inhalt überprüft und den Umschlag dann eingesteckt hatte.
"Sehr schön... ich bedanke mich."
"Ich werde dich ausfindig machen, du Arsch und dann bist du dran!"
"Was auch immer... schönen Hut hast du da..." Dann nahm der Mann ihm den Hut weg. "Ich bedanke mich abermals. Ich werde dich jetzt gehen lassen, aber ich will, dass du mich Chardeaux gegenüber mit keinem Wort erwähnst."
"Ja ja jaaaa ich versprech's."
"Schwör es, bei der Ehre deiner Mutter."
"Ja JAAAAAAAA ich schwöre es bei der Ehre meiner Mutter!"
"Verpiss dich." Unter den gotteslästerlichsten Flüchen rannte der Mann in die dunkle Gasse. Paganini wollte sich schon umdrehen und ebenfalls verschwinden, als er hörte, dass sein Geschäftspartner plötzlich stehenblieb. Er richtete seinen Revolver in die totale Finsternis und schoss. Ein Schuss peitschte durch die Gasse und hallte von den Mauern wieder, dann ertönte das charakteristische Geräusch eines Körpers, der zu Boden sackt. Paganini setzte sich seinen neuen Hut auf, schritt gemächlich in die nächtlichen Schatten hinein und murmelte unmerklich kopfschüttelnd etwas von "Würde sogar seine Mutter verkaufen... verdient den Tod".
Darkwolf
21-12-2003, 18:37
Lars schritt durch die Straßen und Gassen von Neu-Stuttgart. Kalter Wind peitschte ihm entgegen, riss ihm an den Kleidern. Er war auf dem Weg in eine Kneipe/Disco - das El Mundo. Seine Freundin war ihre Mutter besuchen gefahren, und so hatte er den Abend für sich. Auch wenn er seine Freundin über alles liebte: Gutes Bier konnte nach der Arbeit deutlich entspannender sein als eine Frau.
Außerdem gab es etwas zu Feiern. Aufgrund der wachsenden Unruhen, der vergangenen Terroranschläge und der wachsenden Angst unter der Bevölkerung waren die Waffenverkäufe in den letzten Tagen stark gestiegen. Nicht direkt sein Verdienst, doch der Leiter der Niederlassung Mars hatte allen seinen Angestellten eine kleine Belohnung zukommen lassen. Den meisten Geld - ihm dagegen eine Woche bezahlten Sonderurlaub.
Andererseits war diese Entwicklung natürlich sehr beunruhigend - zu viele Idioten mit Waffen auf den Straßen.
Unbewusst legte sich seine Hand unter die Jacke auf den Griff seiner eigenen Pistole, deren Gewicht ihm doch eine gewisse Beruhigung verschaffte. Überall auf den Straßen hier trieben sich düstere Gestalten herum, und Neu-Stuttgart galt nicht grade als einer der sichersten Orte. Erst gestern war wieder ein älterer Mann bei einem Straßenraub umgekommen. Getötet durch 27 Messerstiche in die Brust...
Lars betrat das El Mundo, nachdem er dem Türsteher seine Waffe ausgehändigt hatte. Man kannte ihn, und man wusste, das er dieses Schmuckstück fast immer bei sich trug. Und grade in Zeiten wie diesen war daran auch nichts ungewöhnliches...
In einer Ecke an einem einzelnen Tisch saß sein zweiter Chef - der Inhaber der Detektei, für die er gelegentlich jobbte... und winkte ihn herbei. "Na super, ich dachte ich könnte mich heute mal ein bisschen entspannen, und schon is der kerl auch hier..."
Der Mann, den alle nur Jackson nannten, war kein Freund großer Reden, und kam direkt, ohne umschweife, und ohne eine wirkliche Begrüßung - von einem Kopfnicken abgesehen - zur Sache:
"Ich brauch deine Hilfe. Diverse meiner Clienten sind... sagen wir, beunruhigt, über die jüngsten Entwicklungen in New Detroit und Rock Spings. Ich weiß das du Urlaub hast, also fahr hin und guck dich ein wenig um..."
"Woher wissen Sie..." - "Frag nicht. In meinem Beruf hat man gewisse Kontakte" - "und wieso fragen Sie ihre Kontakte, was in Rock Springs los ist?"
Jackson machte eine kurze Pause. "Nunja... mein Kontakt in Rock Spings meldet sich nicht. Er reagiert nicht auf Anrufe. Deswegen sollst DU ja auch dahin fahren!" Er reichte ihm einen Scheck. Nach einem kurzen Blick darauf wirkte Lars reichlich irritiert. "Das sind über 3 Monatsgehälter! Was ist faul an der Sache?" - "Nichts... noch nicht. Aber Rock Springs ist ein etwas heißes Pflaster geworden... ich will nicht kleinlich sein, wenn ich jemanden dorthin schicke. Das sollte für die Spesen wohl reichen, oder?"
Damit stand er auf, ließ einen kleinen Zettel liegen, und verließ das El Mundo.
LordMordred
21-12-2003, 19:55
John schweißte die letzte Panzerplatte an den BMW. Er sah raus und es wurde schon Dunkel. Er sah sich sein Werk noch mal genau an und entdeckte hier und da ein paar nicht ganz einwandfreie Schweißnahten, aber nichts was der Lack nicht überdecken würde.
Na das Feierabendbier hab ich mir redlich verdient. Morgen noch lackieren und die Scheiben rein und fertig. Ich übertreffe mich noch selbst, in drei Tagen eine komplette Panzerung. MORDRED, APOLLO! Ah da seid ihr ja meine kleinen. So und nu. PASST AUF!
So verlies er seine Werkstatt und ging zu James. Er sass gerade an der Bar als die Tür aufschwang. Drei Dark Eagles kamen zur Tür herein, den Einen kannte Doe für Ihn hatte er schon einmal einen Wagen repariert, die anderen sahen aus wie ein Begleitschutz, jeder mit einem MG bewaffnet. Er nahm sein Bier in die Hand und drehte sich auf dem Hocker um.
“Guten Abend die Herren, seid Ihr hier um Krieg zu führen? Oder Warum die schweren Waffen?“
Derjenige den John kannte ergriff das Wort:
“Nein wir holen dich ab, du musst für uns etwas erledigen!“
„Mein Herr man holt mich nicht ab, man bringt die Arbeit zu mir! Und um gleich mal für Klarheit zu sorgen, müssen muss ich gar nichts, außer sterben! Und davor hab ich schon seit Jahren keine Angst mehr.“
„Ich hab mich wohl falsch ausgedrückt. Du wirst mit uns gehen oder dein Wunsch könnte früher in Erfüllung gehen wie du glaubtest.“
Mit diesen Worten zielten die beiden anderen mit ihren MG’s auf John. In demselben Moment hörte man mehrere Waffen durchladen. John selbst hatte seine abgesägte Schrotflinte in der Hand.
“Nana, mein Junge nicht so ungestüm! Ihr habt zwar die besseren Waffen, aber hier bin ich zu Haus. Und Ihr werdet nicht alle Anwesenden schnell genug töten um hier lebend rauszukommen. Davon abgesehen ist ein Bandenkrieg das letzte das hier gebraucht wird. Und ich glaube nicht das die Dark Eagles sich unbedingt mit den Shadow Wolfs anlegen wollen, selbst wenn die Shadows euch wahrscheinlich unterlegen sind. Aber du hast davon gesprochen, dass ihr einen Mechaniker braucht bzw. Verstärkung für eure eigenen. Ich fühle mich geehrt, dass ihr mich haben wollt. Nun lass uns in Ruhe darüber sprechen. Es wäre mal ein guter Anfang, wenn deine Lakaien die Waffen senken würden. Außerdem seit Ihr nicht hier um mich zu töten.“
„Nehmt eure Waffen runter. Ok, du hast vielleicht gar nicht so unrecht, auch wenn wir die Shadows nur dulden, wenn wir wollten wären sie schneller aus der Stadt verschwunden als der Mars sich dreht.“
„Mag sein. So und nun lasst uns mal in Ruhe reden setzt euch zu mir an die Bar und trinkt ein Bier mit mir. James drei Bier für meine Geschäftspartner. So Jung nu noch mal von vorn. Ich bin John Doe, wie dir ja bekannt ist. Um was geht’s?“
„Mein Chef schickt mich wir brauchen deine Fähigkeiten. Wir haben ein paar Fahrzeuge die eine schwere Panzerung brauchen.“
„Na und deswegen so ein Aufsehen? Mach ich doch gern, es sollte sich doch rumgesprochen haben das ich gern für Gangs arbeite oder warum meinst du stehen die Shadows hinter mir? Bestimmt nicht weil ich so ein Charakterkerlchen bin. Also ihr wollt eure Fahrzeuge panzern, kein Prob. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, entweder Ihr besorgt das Material und ich bekomme 500 pro Tag an denen ich arbeite, oder ich besorge die Materialien und ich bekomme die Materialkosten im voraus und dann zusätzlich 500 pro Tag.“
„Das Geld bekommst du, wenn wir erfolgreich waren!“
„Ja ne klar, lass uns das noch mal überlegen ich schneide mir die Panzerplatten, die Bremsanlagen und nicht zu vergessen die Lenkung aus den Rippen und arbeite umsonst.“ Doe lachte kurz,“ So und nun lass uns ernst werden. Weil ihr die Dark Eagles seid, könnte ich mich darauf einlassen, dass ich für 250 pro Tag arbeite, aber das Material zahl ich euch nicht, das dürft ihr dann schon selber ranschaffen oder ich bekomme die Materialkosten im voraus. Und ich komme frühestens Übermorgen, denn ich hab noch Arbeit, außerdem werdet ihr ca. nen Tag brauchen um das Material zu beschaffen bzw. ich.“
„Na dann wenn dies dein letztes Wort ist?“
„Ja, das ist es!“
„Dann werde ich das so meinem Leader mitteilen, aber er wird nicht erfreut sein und dann helfen dir die paar Shadows auch nicht mehr weiter.“
„Mein Jung, auch dein Chef will das ich für euch arbeite oder hab ich das falsch verstanden und ein Toter arbeitet sehr langsam und ein Mann den man verärgert hat, damit er arbeitet ist noch schlimmer, denn der arbeitet fehlerhaft und das kann sehr schlechte Folgen haben vor allem in dieser Beziehung.“
Die Drei tranken aus und gingen. Doe ging zum Leader der Shadows:
“Dank euch. Draußen steht ein Sportwagen, er schaft gute 300 Sachen. Hier ist der Schlüssel der Kunde braucht ihn wohl nicht mehr.“
„Na was sollten wir auch ohne Mechaniker. Und außerdem bei den netten Geschenken ab und an muss man doch aufpassen das die Quelle nicht versiegt.“
So ging Doe wieder an die Bar und wartete auf die Antwort der Eagles. Irgendwie verlies ihn das Gefühl nicht, dass es entweder verdammt viel Arbeit werden würde oder nur noch ein paar Tage ihn von seiner toten Frau trennten.
Der_Mosch
21-12-2003, 22:40
Malachi wurde jäh aus dem Schlaf gerissen.
"...willkommen auf dem Mars. Die lokale Uhrzeit beträgt ..."
Malachi streckte sich etwas. Die meisten Passagiere waren schon aufgestanden, froh, nach dem langen Flug endlich angekommen zu sein. Er selbst stand auch auf und nahm sein Handgepäck - eine kleine Aktentasche - um darauf zu warten, dass sich der Stau im inneren des Shuttles legt.
Malachi betrat sein Hotelzimmer. Es war schon ziemlich spät, aber Arbeit duldete keinen Aufschub. Er legte seinen Koffer aufs Bett und entnahm ihm den schwarzen Spandex-Anzug, den er auch direkt anzog. Darüber zog er noch einen unauffälligen Pullover und eine geradezu erstaunlich normale Hose. Seine Maske wanderte in die dafür vorgesehene Tasche in seinem Anzug, seine Brille auf seine Nase.
Unter seinem Anzug hatte er sein Messer liegen.
Es war ein grosses Kampfmesser, Militärausgabe. Man konnte es schon fast als Schwert bezeichnen, aber trotzdem passte es hervorragend an seine Schenkeltaschen: es bestand aus mehreren Teilen, die sich im Notfall schnell zusammensetzen liessen.
Sein Blick glitt über die Klinge.
Rostfreier Stahl, gehärtet, geschliffen, die Spitze mit Diamant verstärkt. Eine wundervolle Waffe, die nur einen Nachteil hatte: Sie hatte eine effektive Reichweite von etwa einem Meter, was imZeitalter von panzerbrechenden Handfeuerwaffen nicht viel war. Aber es war das einzige, was er hatte. Und zudem.... Feuerwaffen wollte er nie mehr benutzen.
Nach einiger Überlegung liess er das Messer zurück. Wenn es Probleme gab, würde ihm die Klinge wahrscheinlich eh nicht helfen.
Er blickte noch einmal auf den Zettel, der seinen Auftrag enthielt. Nun, "Auftrag" ar vielleicht zu viel. Das einzige, was der Zettel aussagte, war, dass er gleich einen Kontakt treffen sollte. Malachi streckte noch einmal kurz seine Glieder und begab sich nach draussen in die eiskalte Nacht.
"Das Warten ist Schlafen."
"Der Schlaf ist der Tod." antwortete Malachi. Das war er also? Er sah nicht aus wie ein Terrorist, Freiheitskämpfer oder ganz einfach Verrückter - Malachi beurteilte seine Arbeitgeber nach der Tiefe ihres Geldbeutels, nicht ihrer geistigen Gesundheit, und hatte genug dieser Art gesehen. Dieser Mann sah aus, als würde er tagsüber im Büro arbeiten und um halb sechs mit seinem Hund spazieren gehen. Naja, es musste ja alle Arten geben, sonst ist das Leben langweilig.
"Bitte, gehen wir doch ins Cafè Andromeda. Dort gibt es eine vorzügliche Sahnetorte. Auch einen kleinen Schluck gegen die Kälte?" Der Mann hatte einen Flachmann gezogen, einen Schluck genommen und hielt in nun Malachi hin.
BLUT SIE BLUT BLUT SIE TOT
"NEIN!"
Malachi schrie fast. Sein Gegenüber zuckte zusammen. Malachi sah ihn an.
"Es... tut mir Leid. Danke, aber nein. Ich trinke nicht... mehr."
Sein Kontaktmann steckte den Flachmann wieder ein und wiess Malachi den Weg zum Cafè.
Die Torte war wirklich gut.
Malachi war beeindruckt. SO hatte noch ein Auftraggeber mit ihm verfahren. Meistens lief es hinaus auf "Pschtpschtpscht hau es einfach in Stücke hier ist das Geld hau AB!!". Dieser Mann... faszinierte ihn.
"Ich danken ihnen noch einmal für ihre Hilfe, Malachi. Und ich sehe, sie fragen sich, was sie überhaupt tun sollen, richtig? Lesen sie das. Alle anweisungen und Informationen, die wir ihnen geben können, befinden sich hier drin. Daher wrd es keinen Grund geben, noch einmal Kontakt aufzunehmen." Er schob Malachi einen versiegelten Brief herüber.
"Bitte... einen Moment."
Sein Kontaktmann, der sich schon zum gehen gewand hatte, drehte sich noch einmal um.
"Was wünschen sie noch?"
"Sie... sind so.... sagen sie, warum soll ich etwas für sie tun? Welche Gründe haben sie?"
Der Mann lächelte.
"Über Gründe werde ich nicht reden, mein Freund. Gründe sollten sie nicht interessieren."
"Sie haben Recht. Ich entschuldige mich."
"Und sie haben Unrecht. ICH habe sie nicht engagiert. Ich bin nur... der Vermittler. Keine Fragen dazu, bitte. sie wissen, dass ich sie nicht beantworten werde. Mein... Klient wollte den besten. Haben wir ihn?"
"Nein."
Der Mann stutzte.
"Was meinen sie mit Nein?"
"Ich bin nicht der Beste. Ich bin der Einzige."
Ein Lächeln.
"Sorgen sie dafür, dass es so bleibt. Einer ist besser als Keiner, oder?"
Ein letztes Lüpfen ds Hutes, dann war er in der Dunkelheit verschwunden.
Morgen würde es beginnen.... was für eine Herausforderung! Hoffentlich nicht seine letzte...
Eine saure Stimmung herrschte in Deans Büro, gepaart mit eine exorbitanten Ladung Tabak. Eben gerade hatte er ein nerviges Telefongespräch mit seinen Partnern von den Dark Eagles beendet und nun würde sich wieder eine gewaltige Energiewolke entladen.
"SAM, herkommen, el pronto", schrie Dean
"Sie wollten mich sprechen Chef?"
"Ja, das wollte ich. Es gibt einige Sachen zu erledigen. Mann, wenn doch einmal was ohne Probleme ablaufen könnte. Verdammt nochmal."
"Chef?" fragte Sam.
"Also hör zu. Unsere Verbündeten haben Scheiße gebaut und zwar ganz gewaltige. Dieser fanatische Milizenführer der Eagles geht mir langsam auf die Nerven mit seinen Forderungen. Wenn New York nicht der Meinung wäre, dass die Milizen sich am besten dafür eignen würden, dann........
Ach egal. Also dieser Scarface Dick verlangt von uns, dass wir ihm gepanzerte Fahrzeuge liefern und das am besten bis gestern." sties Dean wutentbrannt aus.
"Aber ich dachte, dass würden wir auch tun, schlieslich sollen sie einen Krieg führen." erwiederte Sam.
"Verflucht, er kriegt ja sein Waffen, aber erst dann wenn wir es für richtig halten. Ausserdem müssen erst die Söldnertrupps eintreffen, die die Milizen infiltrieren sollen. Ich habe ihn weiter vertröstet und angewiesen mit den Rekrutierungen zubeginnen. Damit er endlich ruhig ist, sollst du ihm zwei gepanzerte Transporter überbringen. Hast du verstanden?"
"Ich mache mich unverzüglich an die Arbeit" sprach Sam und wollte sich bereits abwenden.
"Warte, es gibt noch mehr für dich zu tun. Also, ruf einen deiner Kontakte im Untergrund auf, ich habe diesem Idealist versprochen, ein Exempel zu statuieren. Und zwar soll auf eine Werkstatt ein kleiner Bombenanschlag verübt werden, sozusagen als ein Danke Schön. Die Adresse steht hier drauf. Aber ich will keine Opfer, vielleicht kann ich die Leute noch gebrauchen. Ausserdem will ich ein wenig den Hass schüren, aber das steht auf einem anderen Blatt Papier. Was ist mit unserem Dieb?"
"Laut unseren Kontaktleuten ist er eingetroffen und macht sich bald an die Arbeit".
"Sehr gut, sehr gut. Sie sollln ihn im Auge behalten und die Bullen informieren, sobald das Treffen stattfindet. Ma sehen, ob wir die Wut der Eagles auf den Staat nicht noch ein wenig steigern können. Hast du für den Fall der Fälle ein Liquidationsteam zusammengestellt?" fragte Dean.
"Sicher doch, 3 Leute, gehören zu den besten Killern des Planeten. Sie stehen bereit für unseren "Gast"."
"Gut, dass wäre dann alles. Du kannst abzwitschern."
Nachdem sein Handlager verschwunden, wandte Dean sich seinem Planungsdatenblock zu. Eine eigens für ihn angefertigte Version mit mündlicher Eingabefunktion.
"Aufzeichnung starten. Also, ich will noch ein wenig Ärger für Papa Staat besorgen. Dazu werde ich gleich der Polizei einen heißen Tip zukommen lassen, der dafür sorgt, dass das HQ der Shadow Wolfs tierischen Ärger mit den Bullen einfängt. Die Shadows werden bestimmt davon sehr begeistert sein und das will ich nutzen. Es wäre ja möglich, dass man sie auch noch nutzen könnte, um diesen kleinen Krieg zu führen. Ausserdem wird der kleine Bombenanschlag in ihrem Territorium ebenfalls für reichlich Verwirrung sorgen. Ich denke, es wird zu einem Konflikt um die Territorien kommen. Den werden die Eagles mit 100% Wahrscheinlichkeit gewinnen, also muß ich dafür sorgen, dass die Shadows nicht ausgelöscht werden. egal, wird schon schiefgehen, hauptsache der Hauptplan funktioniert. Aber wehe wenn sie den Mechaniker töten, denn ich denke, seine Fähigkeiten werden den Shadows nützlich sein, wenn alles ins Chaos versinkt. Aber jetzt erstmal der Denkzettel für die Shadows. Ausserdem muß ich mich darum kümmern, dass die Bullen den Eagles beim Wafffendeal hübsch ärger machen. Und bevor ichs vergesse, sollten die Eagles und diese Söldner-Killer versagen, diesen Dieb abzumurksen, müßen die Söldner ran. Aber ich denke, dass die Eagles sauer genug sein werden und ich kenne ihren Fanatismus. Hehe.
Aufzeichnung Ende".
Dean lehnte sich zufrieden zurück. Jetzt mußte es einfach klappen. Er ging an das Panoramafenster seines Büros, dass in der Verzweigstelle von U.T. Heavy Industries untergebracht, einem monströsen Wolkenkratzer. Wenige Stunden später hörte er Sirenen heulen. Er trat an das Fenster. Unten auf der Strasse rasten mehrere Streifenwagen und SEK-Transporter des RS PD in Richtung der Shadowterritorien.
Ein Gast verließ das Lokal, er sah wie ein beschäftigter Geschäftsmann aus, der keine Zeit hatte, sich in aller Ruhe ein Getränk zu gönnen. Nils hatte ihn hier schon hin und wieder gesehen. Er bewegte sich langsam auf die Treppe zur Disco zu. Die Musik wurde lauter. Techno. Bumm bumm bumm bumm. Auf der Treppe schon dröhnte es in seinen Ohren, und er war sich sicher, dass er nun sein eigenes Wort nicht verstehen würde.
Bumm bamm bamm bamm. Und die Leute, größtenteils angetrunken, bewegten sich wie ausgeflippte Affen zu diesen "Geräuschen". Nils ging an der Wand entlang in Richtung Theke, er wollte sich etwas zu trinken holen. Der Barmann erkannte ihn schon.
Hallo! Was darf es sein? Whisky Cola? Wodka Lemon?
Nein, danke Ali. Erstens, kein Alkohol während des Dienst, zweitens, ich mag das Zeug nicht.
Du wirst dich nie ändern. Ali, der Barmann grinste. Sie mussten laut sprechen, um sich zu verstehen.
Eine Cola.
Kommt sofort! Kurz darauf kam Ali mit dem Glas Cola zurück.
Alles ruhig soweit hier unten?
Jaja, nichts los. Ich achte schon darauf, dass ich keinem Besoffenen noch mehr Alkohol verkaufe.
Gut so.
Nils nahm einen Schluck aus seinem Glas und drehte sich um. Ein unverändertes Bild. Die Leute tanzten nun zu einem neuen Titel, der sich genau so anhöhrte wie der vorherige. Kaum einer kam zur Theke, so hatte er ein wenig Zeit, sich mit Ali zu unterhalten, wenn es akustisch auch schwer war.
Wie gehts dir so, Ali?
Gut danke. Hatte neulich ne Glücksträne, die damit endete, dass ich im Kreuzworträtsel gewonnen hab.
Das hört sich doch gut an. Wie hoch war der Gewinn, wenn man fragen darf?
Hoch genug, um mir einiges zu gönnen. Er zwinkerte.
Gerade wollte er wieder anfangen zu sprechen, da verstummten plötzlich die Gespräche hinter ihnen, man höhrte nur noch die Musik...
LordMordred
22-12-2003, 22:54
Nachdem John Doe gestern vergeblich auf Antwort gewartet hatte, beschloss er an dem Abend noch den Lack auf den BMW zu machen. Er war mitten in der Nacht fertig geworden mit Lackieren.
Als er in der früh aufstand, ging er direkt daran die Scheiben zu ersetzen. Gegen 1100 begutachtete er sein Werk, und war mit sich zufrieden.
“So heute Nachmittag wird er abgeholt. Dann kann ich ja endlich meine Stoßdämpfer wechseln.“
So fuhr er sein Alltagswagen in die Werkstatt und den BMW vor die Kneipe. Er hatte gerade sein Fahrzeug aufgebockt und die Reifen abmontiert. Als sich seine Hunde meldeten.
“Ach, ich bin doch dämlich. Vor lauter Arbeit hätte ich euch beide beinahe vergessen. Na dann nehmen wir, den Geländewagen, der ist zur Zeit eh gesünder. MORDRED,APOLLO FUSS!“
So verließen Sie die Werkstatt. Sie liefen 50 m, zum Geländewagen. Mit einem Ächzen öffnete sich die Hecktür.
"So APOLLO, MORDRED und HOPP!“
Die beiden Hunde sprangen in den Geländewagen. Doe schlug mit einem dumpfen Knall die Tür zu. Stieg ein und startete den Motor und hellte die Scheiben auf. Der satte Klang eines V12 Motors erklang. John lächelte:
“Es stimmt schon, Hubraum ist durch nichts zu ersetzen außer durch mehr Hubraum!“
So fuhren sie in den Park. Er lief heute nur kurz mit seinen Hunden im Park spazieren , er wollte unbedingt seinen anderen Wagen wieder fahrtüchtig bekommen, denn der Geländewagen bot keinen Fahrkomfort mit seinen Vollgummireifen. Er bog gerade in seine Strasse ein als ein Knall die Strasse erbeben ließ. Ihm schoß zwangsläufig durch den Kopf.. - Da hat wohl jemand meine Antwort nicht gefallen. - Als er vor seiner ehemaligen Werkstatt zum stehen kam, sah er nur noch einen Trümmerhaufen. Er drehte sich zu seinen Hunden um:
“Jungs, ich glaub wir brauchen eine neue Werkstatt! Dann gehen wir erst mal ein Bier trinken!“
Draußen kam James und 2 Shadows an. Er stieg aus. James sah Ihn an und fragte:
“Ist bei dir alles in Ordnung?“
„Ja, meinen Hunden und mir geht’s gut. Aber ich werde wohl ne neue Werkstatt benötigen!“
„Du bist ein Scherzbold. Wir dachten dich hätte es erwischt.“
„Nein da hat sich wohl jemand verkalkuliert. Ich bin heute zum Glück erst sehr spät mit meinen Hunden raus, deshalb habe ich nicht gearbeitet. Ich komme gleich mit zu dir James.
Tach Dean, glaubst du ein paar von euch können mir helfen, noch etwas aus dem Trümmerhaufen zu retten?“
„Schaut derzeit nicht gut aus. Heute morgen haben die Cops unser HQ gefilzt und die Hälfte von uns ist im Knast!“
„Das tut mir leid, vor allem weil ich vermute , dass es mit meiner Antwort von gestern gegenüber den Eagles zu tun hatte. Kommt mit, ich geb einen aus. Ihr müsst mir alles berichten.“
Sie erzähltem Ihm, dass in der Früh ca. 50 Cops ihr HQ umstellt hatten und alle Fahrzeuge , die dort standen(ca. die Hälfte ihres Fuhrparks) und 10 Shadows wegen illegalen Waffenbesitz kaltgestellt haben. Als sie noch mitten im Gespräch waren, rief James:
John, ich glaube da ist einer deiner Geschäftspartner!“
John drehte sich um. In der Tür stand der Typ im Nadelstreifenanzug.
“ Tach, der Herr. Ihr Wagen steht vor der Tür.“
John kramte in seinem Mantel:
“ Und den Schlüssel hab ich glücklicherweise noch in meinem Mantel.“
Er stand auf und ging dem Herren entgegen.
“Und habt Ihr was für mich?“
„Ja hier!“
Doe öffnete den Koffer, sah kurz die Bündel durch:
„ Gut, gut!“
„ Bekomm ich meinen Schlüssel?“
„Bitte sehr und viel Erfolg!“
Mit diesen Worten übergab er die ‚Schlüssel für den BMW. Als die vier wieder alleine in der Kneipe waren, sah Doe auf den Koffer sah zu Dean und grinste. James der das beobachtet, fragte:
“John du heckst doch etwas aus?“
„Ist das so offensichtlich?“
„Ich kenn dich schon ein paar Tage.“
„ja vielleicht schon viel zu gut“, grinste Doe,“ Dean 10 Jungs sind im Knast wegen unerlaubten Waffenbesitz?“
„Ja , das sagte ich.“
„Hier hast 100000! Hol sie raus.“
„Das ist die komplette Geldstrafe!“
„Ja das dachte ich mir. Danach kommt Ihr her und helft mir, dass noch verwertbare zu bergen.“
„Na, wenn das alles ist sehr gern.“
„Mehr will ich für den Moment nicht. Den Rest bespreche ich mit Wolf persönlich.“
Dean und sein Kumpane machte sich sofort auf den Weg. Joe ging zu James an die Bar, dort wo seine Hunde lagen.
“James ruf Smith an!“
“Warum?”
“Ich brauche ein paar Kleinigkeiten.”, John’s Grinsen wurde zu einer Grimasse der Bösartigkeit,“ Jetzt spielen wir mal ein Spiel zu meinen Konditionen.“
„Du kannst dich nicht mit den Eagles anlegen! Die sind zahlenmässig und Ausrüstungstechnisch überlegen.“
„Wer sagt, dass ich das will?
Aber erinnerst du dich noch an Afghanistan? Die Freiheitskämpfer waren auch unterlegen, doch es gab immer wieder entscheidende Nadelstiche.“
„wenn du schon auf die Geschichte zurückgreifen willst, dann erinnere dich auch, dass sie von den damaligen USA unterstützt wurden. Wer soll denn dein Gönner sein?“
„Das ist allerdings ein sehr guter Einwand!“
Doe begann zu grübeln und wie immer spielten seine Finger mit seinem Vollbart dabei.
„Hmm, mal sehen. Vorerst werde ich mein Alterskonto auflösen, dass sollte für einen passablen Anfang reichen. Wenn ich dabei draufgehe brauch ich es eh nicht mehr, würdest du für diesen Fall meine Hunde nehmen?“
„Sprich nicht so! Und dein Alterskonto bis du wahnsinnig? Du wolltest doch in 2 Jahren dich zu Ruhe setzen. In der nähe von München, lass das auf sich beruhen und mach einfach eine neue Werkstatt auf.“
„Auf sich beruhen lassen? Ich bin doch nicht der Arsch vom Dienst. Und nur weil so ner Gang meine Antwort nicht passt, lass ich mir die Bude unterm Arsch wegsprengen? Stell dir vor, ich wär drin gewesen oder noch schlimmer meine Hunde!“
„John du solltest dringend deine Prios prüfen!“
„Hilfst du mir dabei oder nicht?“
„Dir ist klar, das ich mich damit ins Kreuzfeuer stelle?“
„Na, du sagtest erst gestern Abend, dass der Job zu langweilig ist für einen altgedienten Runner.“
„Ja das sagte ich, doch es hieß nicht , dass ich hier unbedingt einen Krieg haben wollte! Ok , ich tu nichts aktives.“
„Na das hatte ich auch nicht von dir verlangt.“
„Also als erstes brauch ich eine Leitung in die Schweiz, ich brauch mein Geld. Zweitens brauch ich Smith hier. Und last but not least brauch ich ne große Doppelgarage hier in der Gegend.“
„Ich hab ne sehr große Garage für dich.“
James telefonierte kurz und meinte dann zu John:
„Ok deine Garage kostet dich 1000 im Monat“
Nun gab er John den Hörer. Kurz darauf aktivierte sich der Comlink.
“ Ihre Leitung in die Schweiz steht.“ Hörte er eine Ansage.
John telefonierte danach noch einmal.
“ So, Mr. Smith, welch blöder Name,“,grinste er,“wird heute Abend hier erscheinen. Wir fahren zuvor zur Bank und holen mein Geld.“
So schlossen sie kurzer Hand die Kneipe. Und fuhren im Geländewagen in die Stadt, James ging rein. Doe zog schon mal seine Schrotflinte und lies die Wagentür offen. James kam wieder aus der Bank, stieg ins Fahrzeug und meinte:
„Du hast die Bank gesprengt!“
„Na hast du alles bekommen?“
„Nein, wir müssen zur Hauptfiliale!“
So fuhren sie zur Hauptfiliale. Diesmal gingen sie zu zweit rein, die Hunde bei sich, was ziemliches Aufsehen erzeugte. Sie gingen zu einer Beraterin. James ergriff das Wort:
„John Doe mein Name, ich wurde hier her geschickt!“
„JA; Mister Doe einen Moment bitte ich gebe dem Filialleiter Bescheid.“
Es kam ein Nadelstreifenanzugträger und führte sie in ein Hinterzimmer. In dem das Geld schon bereit gestellt war. James packte den ganzen Schotter ein. Sie wollten schon gehen, als der Filialleiter noch mal meinte..
„Mister Doe!“,“, beide treten sich um und antworteten wie aus einem Mund
“Ja?“
„Es fehlt noch die Unterschrift auf der Empfangsbestätigung!“
James ging und unterschrieb. Danach verließen sie die Bank. Als der V12-Motor zu hören war, atmete John Doe erleichtert auf. Sie fuhren zur Kneipe bei der schon die Shadows warteten.
Das Zeug muss in die 9.Straße, also lasst uns mal graben.“
So gingen sie zum Trümmerfeld. Viel war nicht zu retten, aber Panzerplatten und einige Werkzeuge waren noch brauchbar. Doe begutachtete das geborgene Werkzeug und fuhr es von dem Trümmerfeld zur neuen Garage.
Am späten Abend war alles brauchbare geborgen. So meinte John.
“So für eure Hilfe danke ich euch sehr!“
Wolf der mitgeholfen hatte, ergriff das Wort.
“Nichts zu danken, du hast uns rausgeholt.“
„Na das war ja nur Geld. So ich fahr noch einmal. Wir treffen uns bei James. Der Abend geht auf mich.“
LordMordred
22-12-2003, 22:55
John fuhr noch mal zu seiner neuen Garage übergab dem dort wartenden Vermieter 1000 Scheine und sah sich um.
“Der klägliche Überrest. Na es wird schon wieder!“
So fuhr er zu James, als er reinkam war die Kneipe fast voll. Er setzte sich an seinen Stammplatz, Mr. Smith wartete schon. Apollo und Mordred wichen nicht von seiner Seite. Sie legten sich schließlich ins Eck neben John.
“Ich grüße dich Smith!“
„Ich dich auch John, aber warum zum Teufel sollte ich für deine Bestellung hier 3 Std auf dich warten?!“
„Weil es nicht dein Schaden ist“, Doe grinste.
„Ja ja, das meinte James auch schon, sonst hätte ich dich auch schon lang abgeschrieben.“
Alle außer John feierten, der verhandelte mit Smith. Irgendwann wurde es dem Leader der Shadows zu langwierig. Er ging zu den beiden . Er bekam noch dein Satzfetzen von Smith mit – das ist wahnsinn- , dann standen die Hunde auf und knurrten.
Doe sah zu Wolf und meinte zu Smith:
“Ich will nicht deinen Rat, besorg mir das worum ich dich gebeten hab.
Nabend Wolf, ich entschuldige mich, dass du solang warten musstest.“
„Ist ja kein Problem John, doch du wolltest mich sprechen und es hörte sich an, als ob ich noch bei Sinnen sein sollte, wenn wir reden.“
Mr. Smith verabschiedete sich:
“Ich werde versuchen alles zu bekommen, doch es wird dauern. Wir werden uns sehen John.“
„Ja, werden wir. Bis denn.
Wolf, ich habe eine Idee, die deine Hilfe benötigt!“
„Ja so etwas dachte ich mir!“
„Ich habe euch bisher immer geholfen, nun will ich euere Hilfe. Wir werden die Eagles massiv ärgern.“
„Das würde einen Kampf bedeuten, den wir nur verlieren könne.“
„Aber nur wenn sie wüssten, dass wir es sind!“
„Wie willst du das verhindern?“
„Dafür bräuchten wir neue Farben und Fahrzeuge, welche euch nicht gehören. Doch auch das wird uns nicht schützen, denn die Eagles sind nicht so dumm, wie sie aussehen........“
Die Feier ging noch den ganzen Abend, so wie die Diskussion zwischen John und Wolf.
Der_Mosch
23-12-2003, 03:17
Malachi's Tag war kaum als aufregend zu bezeichnen. Er beobachtete sein Zeil, eine Stunde, zwei Stunden, drei Stunden. 14 volle Stunden befand er sich in der Nähe der Einrichtung. Sie war stark gesichert, aber nicht unüberwindlich. Seine geschulten Augen erblickten kleinste Fehler im Zaun, er vermerkte alle relevanten Daten über Wachablöung und ähnliches. Er überprüfte die Umgebung, arbeitete Fluchtpläne, Angriffspläne und Reservepläne aus. Am Ende des Tages war er erschöpft, hungrig und durstig - er hatte weder gegessen noch getrunken in der Zeit, in der er das Labor beschattete. Der Speicher seines Organisers war voll und das Gerät selbst gesichert. Würde jemand die Klappe öffnen, ohne vorher die kaum sichtbare Sicherungstaste mit dem korrekten Schlüssel zu aktivieren, würde ein starker Elektromagnet alle Daten unwiderbringlich vernichten. Theoretisch wusste er nun, wie er hinein und hoffentlich auch wieder herauskommen würde. Aber... er musste das Gerät zwischenlagern.
Und er konnte kein Auto fahren.
Ein Führerschein war nicht umsonst, und er hatte früher kaum genug Geld gehabt, um Essen auf den Tisch zu bringen. Das hatte sich inzwischen geändert, aber nun benötigte er Zeit für seine Arbeit....
Er brauchte jemanden, der sowohl verschwiegen war als auch ein Fahrer der Extraklasse. Und wenn man solche Leute suchte, konnte man nicht einfach einen Passanten auf der Strasse anreden.... und die Zeit lief ihm davon. Es würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen.... verdammt! Morgen sollte es über die Bühne gehen, er wollte möglichst nicht noch länger in diesem Höllenloch bleiben. Zuerst einmal zurück ins Hotel, er hatte Hunger und Durst, war erschöpft. Ja... Ausrüstung bereitmachen, morgen überprüfen, vor dem Run überprüfen und warten, dann noch einmal prüfen direkt bevor es losgeht. Bis jetzt hatte ihn dieses Verfahren noch nicht enttäuscht.
Hotelzimmer.
Nacheinander legte er seine Ausrüstung zusammen, und reflektierte über die Einsatzgebiete.
Zuerst einmal sein Anzug. Schwarzes Thermospandex, schützt vor Kälte, liegt eng an und lässt Bewegungsfreiheit. Besteht aus einem Stück. Praktischer Wert als Rüstung: 0. Praktischer Wert als Tarnung: Unbezahlbar, die Tatsache, dass das Teil schwarz war, hatte ihm schon öfter den Arsch gerettet, als er erhofft hatte.
Dann die Maske. Hm. Totenschädelmotiv. Wer hatte sich das ausgedacht... und dann auch noch die Farbe alter Knochen. Hm. Aber reflektiert nicht und ist in Dunkelheit kaum zu erkennen. Die konnte er wohl kaum zu Hause lassen, die eingearbeiteten Linsen glihen seine Sehschwäche aus - er konnte wohl kaum mit Brille einbrechen. Zudem hatte es diesen zuschaltbaren Restlichtverstärker. Die musste mit.
Dann sein Stolz, seine Waffe. Ein langes Kampfmesser. Hm. Das würde er mitnehmen, aber nicht so.... er würde vorher noch die Klinge schwärzen, damit sie sich nicht durch Lichtreflexion verrät.
Nächtes: KO-Spray. Was zur Hölle hatte ihn dazu bewegt, das zu kaufen? Angeblich sollte es ein Nervengas sein, dass den Besprühten innerhalb von Sekunden in Ohnmacht fallen lässt. Er hatte dieses Zeug noch nie ausprobiert und wollte kaum in engen Situationen sein Leben daran hängen. Entweder musste er es vorher testen oder einfach zurücklassen. Naja, im Zweifelsfall konnte er immer noch Leute mit der Dose niederschlagen. Ein sarkastischer Trost.
Dann waren da die Mörtelhaken... irgendwie sinnlos, wenn man bedenkt, dass die Aussenwand des Gebäudes nicht mit Mörtel verkleidet ist. Die bleiben also hier.
Was habe wir noch? Oh, unser Seil muss natürlich mit. Was noch?
Schnellhärtender Einkomponentenindustriekleber, gemischt mit sogenanntem Putty. Wenn es etwas gab, das noch mehr klebte, hatte Malachi es noch nicht gefunden. Und steinhart wurde es auch noch. Einmal hatte er einen Aktenschrank damit zugeklebt. Angeblich musste man mit einer Juweliersäge die Seite absägen, um an den Inhalt zu kommen. Das Zeug hatte tausend Verwendungsmöglichkeiten, das musste mit.
Ein Richtmikrofon.... noch besser, wenn es in die Maske integriert gewesen wäre, aber das war es nicht. Und verdammt empfindlich war es noch dazu, ein Stoss reichte um es aus der Bahn zu werfen. Er hatte das Ding billig erworben... ach was solls, mitnehmen, besser, man hört die, bevor sie dich hören.
Letzter Ausrüstungsgegenstand: Ein kleiner Becher Vaseline. Es ist erstaunlich, wie oft man Dinge schmieren muss... also mitnehmen.
Er überblickte seine Ausrüstung. Damit wollte er also in den Hochsicherheitstraktes eines Rüstungslabors einbrechen. Dann dann, Hals- und Beinbruch....
Malachi seufzte noch einmal und legte sich dann schlafen. Morgen Nacht würde alles über die Bühne gelaufen sein.
LordMordred
23-12-2003, 19:11
Doe stand am nächsten Morgen auf , er sah sich um. Sein Kopf glich dem Trümmerfeld neben seiner Wohnung. Er rief seine Hunde zu sich und fuhr in den Park mit ihnen. Als er bei seiner Werkstatt ankam parkten dort schon ein Jeep und ein LKW. Er stieg aus lies seine Hunde in die neue Werkstatt. Und öffnete die Tore. Er sah die illustre Gesellschaft vor seinem Tor an, drei Schrauber der Shadows und Mr. Smith, die sich unterhielten:
“Morgen die Herren.
Fahrt schon mal den Jeep dort über die Grube.
Smith hast du an einen Stapler gedacht?“
„Ja klar, John. Was ich auf die schnelle besorgen konnte hab ich schon mal hier. Die Panzerplatten waren kein Problem. Eine Hebebühne hab ich auch noch gefunden und ein paar ausranchierte MG’s. 2 Fahrwerke hab ich noch und einen V8-Motor 5 liter, mehr war so schnell nicht drin.“
„Na du hast kein Schweißgerät?“
„Ach doch klar das ist ja nichts was man besorgen müsste, die gibt es frei zu kaufen“
„V8? Gab es nichts größeres?“
„Doch durchaus, nur würde das nicht in ein Fahrzeug dieser Kategorie passen oder willst du einen 12 liter in einen PKW bauen?“
„Ok, ich bin schon begeistert für das was du bisher gebracht hast. Damit kann man doch schon mal was anfangen. Wie schauts mit schweren Waffen aus?“
„Nee, das wird nichts, dass hab ich dir gestern schon gesagt. Das einzige was ich dir anbieten kann sind zwei alte schwere MG’s und eventuell einen Granatwerfer, die aber wirklich dringend einer Überholung bedürfen. Und für den Granatwerfer komm ich an keine Mun mehr.“
„Na das heißt ich muss wieder basteln, die schweren MG’s bringst mir mit der nächsten Lieferung?“
„Ja ich werde ja die Woche noch ein paar mal kommen müssen.“
Der Jeep war geparkt. Und die drei Schrauber, darunter auch Dean standen am LKW.
“Jung, steht da nicht so nutzlos rum holt den Stapler runter und bringt das Zeug in die Werkstatt, bevor es noch jeder in der Stadt weiß, was wir geliefert bekommen.“
Sie machten sich ans Werk und in einer halben Stunde war der LKW geräumt und alles stand an der Stelle, die Doe ihnen gesagt hatte. Währendessen unterhielten sich Smith und Doe, wobei Smith mehr sprach und Doe ab und zu einen Einwand äusserte. Als alles abgeladen war, verabschiedete Doe sich von Smith mit den Worten:
“Bis denn, wir sehen uns, wenn du mir die Fahrzeuge bringst, dann bekommst du auch das Geld.“
„Na du läufst mir ja nicht weg.“
Doe drehte sich zu den Schraubern um:
“ So euch hat also Wolf geschickt, Dean kenn ich schon wie sind denn die Namen von euch beiden. Ich bin John, falls ihr es noch nicht wusstet.“
Dean ergriff das Wort:
“Das ist Screw und er ist unser Hammer.“
„So Screw, Dean und Hammer. Mir soll es recht sein. Ihr sollt mir zu Hand gehen 3 Fahrzeuge umzurüsten. Und das eins gleich Klar ist, alles was geschweißt wird ist meine Aufgabe. Und wenn wir die Fahrzeuge umgebaut haben, lernt jeder von euch zu fahren. Denn....“
Doe wurde von Hammer unterbrochen, was ihn sichtlich ärgerte.
“Ich kann schon fahren, ich gewinne jedes Rennen gegen die anderen!“
„So du kannst also fahren, na da bin ich mal gespannt. Das kannst du mir gleich mal unter Beweis stellen! Die anderen sofern nicht noch jemand einen Einwand hat bauen die Hebebühne auf, wenn die steht wechselt ihr das Fahrwerk von eurem Wagen baut die Lenkung aus und setzt den V8 in den Jeep. Bis dahin bin ich mit Sicherheit wieder da, wenn Smith in der Zeit kommt fahrt das Fahrzeug hier auf den Nebenplatz.“
So nahm Doe Hammer mit und gingen zu seinem Geländewagen.
“ Soso du kannst also fahren und gewinnst jedes Rennen gegen die anderen?
Schon mal einen gepanzerten Wagen gefahren?“
„Nein, aber das ist doch auch nur ein Auto!“
Doe konnte sich das lachen nicht verkneifen. Als er sich wieder gefasst hatte, meinte er:
“Ja ist wie jedes andere Auto mit einem Leergewicht von 5 Tonnen und den Fahreigenschaften eines Mulis!“
„Was meinst du damit?“
„Du wirst sehen!“
So stiegen sie in den Geländewagen. Doe startete und sprach mehr zu sich wie zu seinem Begleiter:
“Hubraum ist durch nichts zu ersetzten, außer durch mehr Hubraum.“
„Was meinst du damit?“
„Das wirst du schon noch sehen!“, sprach John grinsend.
Sie fuhren auf einen Parkplatz von einem verlassenen Fabrikgebäude. So ich führ dir jetzt vor was du danach tust. Wenn du dies alles zu meiner Zufriedenheit hinbekommst, darfst du sofort nach dem Umrüsten dich mit deinem Fahrzeug bekannt machen. Doe suchte sich einen kleinen Busch aus der seinem Geländewagen keine Schäden zufügen konnte.
“Anschnallen! Wir werden jetzt auf den Busch hin beschleunigen und kurz vorher mach ich einen 180°-Turn und fahr mit voller Beschleunigung zurück.
Gesagt getan, Doe lies sich ungefähr 400 meter bis zum Busch zum beschleunigen. Ca 10 meter vor dem Busch legte er einen 180°-Turn hin und beschleunigte mit durchdrehenden Reifen zurück. Und parkte danach mit Handbremse genau auf einem Parkplatz ein.
“ So mein bester das wäre die erste Übung!“
Doe stieg aus um sich das von aussen anzusehen.
Hammer beschleunigte auf den Busch zu unterschätzte, aber die Trägheit des Fahrzeugs rasierte mit dem Heck den Busch ab, der 270°-Turn stellte ihn völlig falsch trotzdem beschleunigte er, versuchte den Fehler mit einem Volleinschlag der Lenkung auszugleichen und kam ins Schlingern. Als er dann stehen blieb lief Doe hin. Sah sich seinen Wagen an. Schüttelte den Kopf. Zog Hammer aus seinem Fahrzeug:
“SO DU KANNST ALSO FAHREN? SAG MAL WAS GLAUBST DU WAS DU DA GEMACHT HAST MIT MEINEM WAGEN? Stell dir mal vor ich hätte das wie ursprünglich geplant vor dem Gebäude gemacht, dann hättest du jetzt richtig Arbeit am Hals. Und nein man kann nicht mit einem Volleinschlag ein Fahrzeug mit 5 Tonnen und Vollgummireifen abfangen. Du hättest die Kiste beinahe aufs Dach gelegt! Ganz davon ab das der hintere Rechte Kotflügel ne neue Lackierung braucht.“
„Ich wusste nicht, dass das so einen Unterschied macht.“
„Ja, aber mir mal wichtig ins Wort fallen und behaupten du könntest fahren! Na lassen wir es gut sein, ist ja nicht viel kaputt gegangen. Rutsch rüber wir fahren wieder zurück.
Doe stieg ein zeigt Hammer noch ein paar kleine Tricks die nützlich sein könnten und dann verliesen sie den Parkplatz wieder in Richtung der Werkstatt. Denn dort wartete richtig Arbeit.
Der_Mosch
23-12-2003, 20:01
Malachi erwachte sehr früh, wie es seine Art war. Wer in seinem Job lange schlief, der setzte sich der Gefahr aus, noch sehr viel längr zu liegen, als ihm lieb war.
Heute war der grosse Tag.
Beim frühstücken war er ziemlich aufgeregt, was kaum verwunderbar war. Er konnte sich kaum auf die Zeitung konzentrieren, die er lass, doch eines erregte seine Aufmerksamkeit.... Explosion? Solchen Dingen musst er Beachtung schenken. Eine Werkstatt... Bandenkrieg... und das nciht weit von hier....
Seine Augen lasen, aber sein Hirn verarbeitete die Informationen gar nicht mehr.
"Wenn man ein Attentat auf ihn verübt, dann bestimmt nicht aus Spass. Jemand war neidisch, oder jemand fühlte sich... beengt. Wie so oft in meinem Job...."
Seine Gedanken rasten weiter.
"Kein Mechaniker, der sein Geld wert ist, kann nicht fahren. Und wenn er wichtig genug ist, um so offensichtlich angegriffen zu werden, muss er gut sein."
Verflucht. Geld, das war es. Er gehörte wohl kaum zu den Leuten, die viel davon hatten, und das, was er vorhatte, war weder einfach noch risikolos. Kein normaler Mensch würde ihn bei so etwas unterstützen, ohne einen dicken Scheck eingelöst zu haben.
Aber es würde seine Flucht stark erleichtern, wenn er jemanden hätte, der ihn fahren würde....
Probieren geht über studieren, sagt man. Und Dienstleistungen waren ja auch nicht wertlos.
"Habe ich die Ehre mit John Doe?" sprach Malachi den jungen Mann an, der in den Trümmern wühlte.
"Was? Nein Mann, ich bin Angelo. Meinst du, hier gibts noch Zeug, Mann?"
"Ich bezweifle es. Können sie mir sagen, wo ich Herrn Doe finde?"
"Suchst ihn drngend, was? Hey, ich such jemanden, meinen Freund General Washington, wenn du verstehst, was ich meine."
"Voll und ganz".
Malachi kramte in seiner Tasche. Er hatte kaum Geld und wollte auch nichts an diesen Typen verschwenden. Da musste man doch auch anders was drehen können....
Scheinbar nebenbei, während er in seinen Taschen zu suchen schien, meinte er:
"Und? Wie geht's der Familie?"
"Mann, was meinst du, warum ich hier nach Klimper such? Gesund sind sie schon, aber der Mensch will ja auch mehr."
Bingo.
"So ist das, so ist das. Was macht die alte Dame?"
"Oh, alles klar bei meiner Julia. Ihr gehts prächtig."
"Möchtest du, dass das so bleibt?"
Malachi setzte sein bösartigstes Gesicht auf und hoffte imständig, dass der Typ vor ihm die Blitzbirne war, die er sich erhoffte.
Er hatte Glück.
"Jo Mann, ich will keine Probleme, OK? Hey, ichtu dir nichts, du tust mir nichts!"
"Wie nett, auch ich will keine Probleme, ich scheine sie nur einfach so zu kriegen. Habe anscheinend die Problemkrankheit. Und ich hab gehört, sie ist ansteckend. Erstes Symptom: Man vergisst, mir zu sagen, wo ich John Doe finde."
Malachi schwitzte vor Nervosität. Wenn dieser Angelo ihn jetzt durchschaute, könnte er John Doe wohl abschreiben.
Angelo zögerte etwas.
"Sag mal, kennst du diesen Laden, wo sie dieses Zeug verkaufen, diese.... Putenmarmelade oder so?"
"Du meinst ein Delikatessengeschäft."
"Ja. Pass auf, wnen du davor stehst, gehst du einfach..."
Malachi atmete auf. Sein Bluff hatte funktioniert, aber inzwischen war er überzeugt, dass man sein Herz noch fünf Kilometer weiter nördlich hören müsste....
Nächster Versuch.... dieses Mal stand er vor einer intakten Garage und tippte einem Bärtigen auf die Schulter.
"Habe ich die Ehre mit John Doe, dem Meistermechaniker?"
Der Mann drehte sich zu ihm und musterte ihn.
"Kommt drauf an, wer das fragt."
"Jemand, der Arbeit für sie hat."
"Und wäre der Herr bereit, mir zu erklären, was für Arbeit das sein mag?"
Malachi juchzte innerlich. Das war er!
"Nun, ich.... habe da etwas zu erledigen. Herr Doe, ich will sie nicht anlügen. Es wird ziemlich gefährlich sein, und es mag auch für sie gefährlich werden. Zudem habe ich kein Geld, um sie zu bezahlen. Was ich ihnen biete, ist mein Körper und meine Fähigkeit - nein, natürlich nicht als Stricher, ich würde für sie Arbeiten erledigen, wenn sie mir etwas unter die Arme greifen würden. Ich benötige einen Fahrer mit dazugehörigem Gefährt. Vielleicht können wir ganz in Ruhe mit 30 durch die Stadt fahren, ich wünschte, es würde so ablaufen. Mit etwas Pech könnte es aber passieren, dass wir doch sehr viel schneller sein müssen. Und gerissener. John Doe, eventuell wird es keine einfach Fahrt, sondern eine Flucht. Ich nenne ihnen Ort und Zeit. Sie müssen nur warten und mich fahren. Sie nennen mir ihre Wünsche. Soll ich ihnen irgendwelche Gegenstände besorgen, so würde ich das versuchen. Sonstige Arbeit würde ich auch übernehmen. Aber zuerst muss das alles über die Bühne gehen, und zwar bald. Herr Doe, was sagen sie dazu? Sehen sie mir in die Augen: Sollte irgendetwas schief laufen, waren sie nie dabei. Ich biete Vertrauen."
Malachi sah seinem Gegenüber tief in die Augen. Der Mann hatte das perfekte Pokerface, Malachi hatte keine Ahnung, ob er nachdachte, ihn ignorierte, oder was auch immer. Er wartete auf die Antwort.
Das Polizeipräsidium von Rock Springs kam nicht mehr zur Ruhe, eine Krisensitzung jagte die nächste und pausenlos waren die Beamten im Einsatz. So auch heute.
Verantwortlich für all diese Einsätze war Jason Ranger, einem Kontinentalaustralier aus Sydney. Nervös lauschte er dem gerade staffindenden Briefing. Die Situation der letzten Tage lag auf seiner Panikskala auf einer 10, was für totale Krise stand. Aber die Informationen, die er gerade erhalten hatten, sorgten dafür, dass er nun die Stufe 11 einführen mußte.
"Fassen wir die Situation doch in einfachen Worten zusammen. Es sieht beschissen aus, vor allem nachdem es scheint, dass sich nun auch die Shadows und die Dark Eagle Miliz in die Wolle geraten haben."
"Die Eagles und die Shadows?" rief einer der Untergebenen erstaunt. "Aber die Eagles sind doch 50:1 überlegen, wieso führen jetzt auf einmal die Shadows Krieg mit denen?"
"Tja, ich denke, dass ist die Frage die uns alle beschäftigt. Aber was mich vielmehr bekümmert sind die Auswirkungen auf das öffentliche Leben. Im Prinzip wär ich sogar froh, wenn sich die beiden Gruppierungen gegenseitig auslöschen, aber das würde nicht ohne zivile Opfer von statten gehen. Unsere Aufgabe wird es also sein, die beiden Gruppen auseinander zu halten."
"Sind Sie noch zu retten?" sties Raphael McSinn, dem Leiter der RS Special Police Forces aus. "Wenn das hier ein normaler Bandenkrieg zwischen zwei Gangs wäre, würde ich Ihnen zustimmen, aber wir reden hier von der Eagle Miliz. Das ist eine fanatische paramilitärische Gruppierung und ohne Unterstützung der nationalgarde können wir da ein Eingreifen knallhart vergessen. Ein direktes Eingreifen wäre da Selbstmord. Haben sie vergessen, was vor 6 Jahren in Montana passiert ist, als das amerikanische FBI die Christian Reign ausheben wollte?"
"Nein, das habe ich nicht und ich weiß, vor welchem Dilemma wir stehen. Unsere Aufgabe wird es sein, die beiden Gruppen getrennt zu halten, aber es wird keinen direkten Angriff auf das Eagle HQ geben, solange wir keine Unterstützung der Armee haben. ich habe das bereits an den Polizeipräsidenten weitergeleitet und er beschwört Bürgermeister Witina endlich Truppen anzufordern. Aber wenn wir schon beidiesen beiden Gruppierungen sind, ich habe noch einiges mitzuteilen.
Ich will erstens folgendes wissen:
WELCHES BÜROKRATENARSCHLOCH HAT ZUGELASSEN, DASS DIE FESTGENOMMENEN SHADOWS WIEDER AUF FREIEM FUß SIND? Wie war das möglich verdammt nochmal. Ich will dass das herausgefunden wird. Zum anderen werden die Shadows ab sofort strengst observiert, vor allem nach dem Bombenanschlag in ihrem Territorium. ich will jeden ihrer Schritte kennen und zwar am besten noch vor den Eagles selbst. Ist das klar?"
Ein bestätigendes Ja,Sir ertönte.
"Gut, weiter im Text. Wir haben einen Tip bekommen, dass die Eagles demnächst heiße Ware erhalten und zwar ausserhalb ihres Territoriums. Setzt eure Spitzel drauf an, ich will über alles bescheid wissen und wenn da was läuft, dann schlägt zu, sobald der Deal läuft. Und diesmal will ich erstklassige Arbeit haben, nicht noch so eine Pleite wie mit dem Panzerdeal, der wohl doch nur ne Ente war. Also sobald der Hehler diese Superwaffe übergibt, schnappt das RS PD zu. Soviel dazu.
Zum anderen, ab sofort werden wir mehr Präsenz zeigen, vor allem gegenüber den Gangs. Ich habe auch mitbekommen, dass die anderen Gangs langsam aber sich ungemütlich werden. Ab sofort fahren 4 Mann Konvois Rund um die Uhr Patrouillen, vor allem in den Ganggebieten. Setzt meinetwegen auch die SEKs ein, mir wurscht, aber ich will endlich Ruhe haben. Und das bringt uns zum letzten Punkt, ICH WILL VERFLUCHT NOCH EINS ENDLICH ANTWORTEN. ICH WILL DIE HINTERMÄNNER; ICH WILL GRÜNDE; ICH WILL ALLES. Also gebt das an jeden eure Jungs und Mädels weiter, quetscht eure V-Leute aus, macht Razzien ohne Ende, mir egal, aber bringt mir endich Antworten. Der Bürgermeister, der präsindet, weiß Gott die ganze Stadt hängt uns im Nacken und will Ergebnisse haben. Verstanden?"
Währendessen im HQ der Dark Eagles Miliz
Scarface Dixck schäumte vor Wut und blickte zornig auf den Mann vor ihm.
"Was erlaubt sich dieser Jarkson eigentlich? Die Miliz bin ich, kapiert. Niemand schmeißt mich raus."
Sein Gegenüber wirkte gegenüber dem Wutausbruch nur gelangweilt.
"Mir wurscht, was sie für Differenzen haben, ich habe meine Befehle und die werden eingehalten, zumal der Preis stimmt. Also nochmal zum mitschreiben, extra für ihr Saurierhirn. Ab sofort führen ich und meine Männer ihre Organisation, U.T. traut ihnen nicht zu, den Auftrag zu vollenden, also übernehmen jetzt die Profis. Tja, mein Lieber, unsere Truppe sindweltweit gefragt, vor allem da wir gute Arbeit leisten und im Gegensatz zu ihnen und all den anderen Gangs seit Jahren ins Gefecht ziehen. Sie sind kein Milizführer, sondern eher wie ein billiger Rockerführer, groß im Sprüche klopfen, aber nichts dahinter. Mit anderen Worten, Sie sind entlassen."
Sprachs und zückte blitzschnell eine Pistole, einem L-Modell. Bevor Dick überhaupt wusste, wie ihm geschah, hatte ein roter Blitz bereits sein Herz verdampfen lassen. Angewiedert trat der Söldner die Leiche vom Stuhl und rief nach seinen Untergebenen.
"Also, ihr wissst was eure Aufgaben sind. Wir krempeln diese Bande vollkommen um, und machen erstmal ne richtige Miliz draus. Und denkt dran, nur erstklassige Arbeit, dafürwerden wir bezahlt. Ach und bevor ichs vergesse, diese Idiot hatte so ne Art Leibwache, die ihm fanatisch folgt. Dürften so um die 10 Leute sein, die werden sich net umkehren lassen. ich schlage vor, ihr gebt ihnen einen gefälschten befehl und verheizt sie, in dem ihr sie im Stil der kamikaze zu den Shadows schickt. Mal sehen, viellleicht machen sie sogar was vernünftiges, so als Abschiedsgeschenk."
Das Unglück nahm seinen Lauf, die Herrschaft des rückte näher.
Darkwolf
23-12-2003, 23:29
Lars hielt seinen Porsche (ein kleiner Luxus, den er sich nach langer zeit gegönnt hatte) vor einem kleinen Kiosk am Rande von Rock Springs an, und kaufte eine Zeitung. "Bombenanschlag auf Gang-Werkstatt" stand auf der Titelseite. Das hier schien es ja heiß herzugehen. Er vertraute der Presse zwar nicht, aber wenn man ungefähr unterscheiden konnte, was frei erfunden und was wahr war, konnte sie doch recht hilfreich sein. In dem Artikel stand außerdem etwas von zwei rivalisierenden Gangs, den Eagles und den Shadows... damit würde er sich wohl näher befassen müssen. Aber erstmal würde er eine Unterkunft benötigen. Er hatte zwar das nötige Kleingeld von seinem Auftraggeber gekriegt, um sich im edelsten Hotel der Stadt über längere Zeit einzuquartieren - aber man wusste ja nie, wofür man sein Geld noch gebrauchen könnte. Außerdem wäre ein Edelhotel wohl nicht grade der geeignete Ort, um einen Informanten zu finden.
Er stieg wieder in den Wagen, fuhr weiter in die Stadt hinein, hielt dann an, und ließ das Fenster auf der Beifahrerseite herunter: "Entschuldigung, ich suche eine halbwegs vernünftige Unterkunft, nicht zu teuer, und auch nicht zu heruntergekommen - können sie mir da zufällig weiterhelfen?"
Der angesprochene Mann guckte sich verdutzt das Auto an, und fragte verwirrt: "was verstehen sie unter günstig? jemand, der sich nen Porsche leisten kann, wird doch wohl nicht sonst so sparsam sein, oder?"
"Nunja... das ist ein Leihwagen" log Lars gradezu perfekt "mein eigenes Budget ist leider stark begrenzt - können sie mir also nun weiterhelfen?"
"Ja, natürlich... wenn sie umdrehen, an der nächten links abbiegen und etwa 1 km fahren, kommen sie zu einem Motel -das ist ganz in ordnung, hab ich mir sagen lassen"
"herzlichen dank. schönen tag noch!"
LordMordred
23-12-2003, 23:59
Doe hatte gerade Hammer in die Werkstatt geschickt, als ihn dieser Fremde mitten auf der Strasse ansprach. Dieser brauchte einen Fahrer. Doe dachte nach – Er würde kein Geld bekommen, aber... – Doe musterte den Fremden, er sah aus als ob er Informationen besorgen könnte und so jemand benötigte er jetzt. Nach einigen Überlegungen antwortete Doe:
“So der Herr benötigt einen Fahrer? Und bietet mir dafür seine Dienste? Na ich müsste aber schon etwas mehr über meinen Fahrgast wissen, aber auf der Straße unterhält sich so schlecht. Hat der Herr etwas gegen ein Bier einzuwenden?“
Nach kurzem Nachdenken antwortete Malachi:
“Ehrlich gesagt, ja. Aber dennoch haben sie Recht, die Strasse ist ungeeignet. Vielleicht nehme ich einen Fruchtsaft und wir reden weiter.“
„Gut dann lassen sie uns fahren!„
Doe wandte sich zur Garage und schrie hinein:
“DEAN, MACHT ALLES SCHON SOWEIT FERTIG ICH BIN BEI JAMES FALLS WAS SEIN SOLLTE.“
John schloss seinen Geländewagen wieder auf und wandte sich wieder an den Fremden:
“Bitte steigen sie ein.“
„Vielen Dank.“
Malachi stieg in den Geländewagen ein und John lies das tiefe Röhren seines V12 erklingen, grinste und sprach zu sich:
“Hubraum ist durch nichts zu ersetzten, ausser durch mehr Hubraum!“
Malachi nickte mit einem verständnislosen Gesicht und wechselte das Thema:
“Wir fahren also zu James, ja. Klingt wie ein netter Bursche.“
„Ja ist sozusagen mein Vermittler. Mich wundert eh wie sie mich gefunden hatten ohne ihn kennenzulernen.“
Doe lies den Motor kurz aufheulen und das Grinsen in seinem Gesicht wuchs. Dann legte er einen Gang ein und sie fuhren eine Strasse weiter. Doe stieg aus schloss den Wagen. Und ging in die Kneipe vor, deutete kurz auf eine Tür und James nickte ihm zu. Im vorbeigehen bestellte er sein Bier und einen Fruchtsaft. Danach wandte er sich an Malachi:
“So bitte hier herein.“
Doe führte Malachi in ein Hinterzimmer in dem ein Tisch stand mit 6 Stühlen und gerade die Lampen angingen.
“So hier können wir ungestört reden.“
„Sehr schön. John Doe, ich will offen zu ihnen sein. Ich sehe ihnen an, dass ich ihnen vertrauen kann, und bei dieser Sache kann ich auch niemanden gebrauchen, der nicht vertrauenswürdig ist. Ich schätze, sie interessiert, was ich überhaupt vorhabe?“
„Ja, falls wir ins Geschäft kommen muss ich meine Ausrüstung wählen bzw. Wagen.
Und keine Angst bei mir ist der Name Geschäftspolitik. John Doe der Mann ohne Gedächtnis. Auch wenn es manchen Leuten nicht zusagt.“
„Nun... sagen wir es plump heraus, ich gedenke, in ein Regierungsgebäude einzusteigen. Mein Auftraggeber fordert von mir eine experimentelle Waffe, dessen Prototyp dort lagert. Bitte sehen sie sich diese Daten an, sie sollten alle Informationen erhalten, die sie benötigen.“
Malachi holt aus seiner Tasche einen Organizer und tat irgendwas an dem Rahmen bevor er ihn öffnete und ihn zu Doe schob. John las darin einige für ihn belanglose Daten, doch dann sah er was für Fahrzeuge dort auf Patroulie fahren und was noch auf dem Hof steht. Dies waren Schützenpanzer, von der Geschwindigkeit kein Problem, und ein paar Jeeps mit schweren MG’s auf der Heckfläche. Doe kam ins Grübeln – das würde kein Spaziergang, aber es wäre machbar.
“hmm“,Doe fuhr mit seinen Fingern durch seinen Bart,“Na das fordert schon einen gepanzerten Wagen. Diese Waffe werden sie mit sicherheit nicht freiwillig hergeben. Aber es hört sich nach einem Spass an. John grinste
„Und wann brauchen sie ihr Taxi?“
Malachi antwortete mit einem Lächeln im Gesicht:
“Ich danke ihnen, Doe. Zu ihrer Frage: Heute Nacht um 2:30. Wie sie sehen, ist um 2 Uhr das Gebäude am wenigsten gesichert, und ich denke, es wird nicht unbedingt einfach sein, das Ding da rauszuholen. Wo wir davon reden... gibt es irgendetwas, was ich eventuell für sie aus diesem Gebäude... "einkaufen" könnte?
James kam mit einem Bier und einem Fruchtsaft herein und stellte es den Beiden hin und verschwand wieder.
“Nee, aber Sie schickt das Schicksal zu mir. Wie sie vielleicht gelesen haben, bin ich jemanden auf die Füsse getreten. Und dafür benötige ich dann den Dienst den sie mir angeboten haben. Doch eins nach dem anderen. „ Doe hob seinen Krug und stieß mit Malachi an“ Na denn auf ein gutes Gelingen.
Geht es nur um eine Abholung oder brauchen sie auch schon eine Möglichkeit hinzukommen? Außerdem müssen sie wissen das ich keine Waffen, ausser meine Schrotflinte dabei haben werde, außer sie brauchen auch noch Rückendeckung. Doch die wäre nicht von mir.“
Malachi's Blick wird unfokussiert, nach einer Sekunde aber klärt er sich wieder und er sprach gelassen weiter:
“Schrotflinte? Nein. Nein, die brauchen wir nicht. Entweder gibt es überhaupt keine Probleme, oder aber mehr als genug, und da würde auch ihre Schusswaffe nicht helfen. Um die Anreise werde ich mich auch selber kümmern. Ich bin kein Kämpfer, ich halte mich lieber an den Schatten, und ein Motor wäre nur eine Geräuschquelle mehr nicht. Ich danke ihnen noch einmal, John. Was immer sie von mir wünschen, melden sie sich einfach, sobald sie es brauchen.“
„Das werden wir besprechen sobald Ihr Job gelaufen ist. Wenn ich darf schlage ich vor, dass wir danach einfach zusammen bleiben bis alles gelaufen ist. Denn mein Auftrag wäre dann sehr dringend.“
„Sehr gerne. Aber euch muss klar sein, dass ich zwischendurch das Objekt abliefern muss.“
„Na dafür ist ein Taxi auch nicht das schlechteste. Es gibt Chummer die sich nur dafür ein Taxi nehmen.“Joe grinste und trank seinen Krug aus,Kann ich sie irgendwo absetzen, ich muss dann wieder in meine Werkstatt es wartet noch viel Arbeit auf mich.“
„Nein danke. Ich denke, sie verstehen, wenn ich möglichst nicht mit ihnen gesehen werden will, schon um auch sie zu schützen. Vielen dank noch einmal, und gutes Gelingen bei ihrer Arbeit, John.“
„Ja dies klingt sehr vernünftig. Und ich danke für diesen Wunsch bis heute Nacht. Ich werde den Motor erst starten, wenn sie im Auto sitzen, bis zum Zaun müssen sie es alleine schaffen das ist nicht mein Aufgabengebiet.“
„Kein Problem. Hoffe ich.“
Malachi steht auf und hält John seine Hand hin. Doe stand auf öffnete die Tür und bat Malachi mit einer Geste vor zu gehen, er geleitet Malachi noch aus der Kneipe und reicht ihm dort die Hand um das Geschäft zu besiegeln.
„Sie sind ein Pfundskerl, John.“ Mit diesen Worten dreht sich Malachi um und geht.
“Ja ein paar Pfund hab ich schon!“ Dann stieg Doe in seinen Geländewagen und startete den V12. Und sprach zu sich:
“Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, ausser durch mehr Hubraum
So fuhr er zurück in seine Werkstatt, in der schon die Hebebühne stand und der Jeep darauf war. Dean und Hammer waren damit beschäftigt das Fahrwerk zu tauschen, währen Screw das Getriebe löste um den Motor auszubauen. Seine Hunde lagen in der Ecke auf einer Decke. Er sah sich die Arbeit der Drei an .
“Na es geht ja voran, so ich werde mich jetzt mal daran machen die Panzerplatten anzupassen.“
So verging der Tag und alle rüsteten den Jeep um. Am Abend schickte er die Drei zu ihren Leuten sie hatten einiges geschafft. Dann fuhr er seinen Geländewagen in die Garage und lackierte ihn neu. Danach fuhr er in seine Wohnung und legte sich noch für ein paar Stunden aufs Ohr. Gegen Mitternacht stand er auf, ging noch zu James trank ein Bier und überprüfte noch mal seinen Geländewagen. Alles war in Ordnung, er dunkelte die Scheiben ab und schaltete die Nachtsichtprojektion auf die Scheibe an, so fuhr dann an den Treffpunkt. Auf dem Weg sah er einen Van der Eagles in das gebiet der Shadows fahren. Er aktivierte seinen Comlink.
"Wolf?"
"Ja!"
"Ich habe gerade die Kreuzung 45/30.te gekreuzt hier kommt ein Van voller Eagles, er sieht nicht gepanzert aus. Gebt ihnen einen gebührenden Empfang. Dean weiß wo noch etwas Feuerkraft liegt."
"Danke für die Info wir werden sie ins Jenseits schicken noch bevor sie ausgestiegen sind."
"Gut dann bis später ich hab jetzt noch etwas zu tun, wir hören uns"
Er kam am Treffpunkt um 0145 an. Stellte den Motor ab und wartete.
Der_Mosch
24-12-2003, 01:32
Malachi war nervös. Unglaublich nervös. Das hier war sein Coup.
In voller Ausrüstung näherte er sich der Einrichtung. Ein elektrisch gesicherter Zaun, dann etwa 200 Meter vollkommen freie Fläche, die er überqueren musste, um an das Toilettenfenster zu gelangen. Dort würde er einsteigen.... dann musste er wohl improvisieren.
Aber zuerst einmal musste er dahinkommen.
Glücklicherweise gab es eine kleine Hecke um den Zaun, hinter der sich legen konnte und so eine notdürftige Tarnung erhielt.
Er gab sich Mühe, seine Atmung zu kontrollieren. Malachi setzte das Richtmikrofon auf und wartete...
"...dir sage, Joleen ist viel heisser, was dann, hä?"
Die Patrouille.
Malachi drehte vorsichtig den Kopf. Sie kamen von rechts.... das Mikrofon hatte eine effektive Reichweite von... hm... verdammt, wie viel? Fängt ja gut an.....
Malachi wartete, bis die Wachen ausser Hörweite waren. So, Zeit für den Zaun. Sobald er ihn berührte, würde der Alarm ausgelöst, dessen war er sich sicher, also müsste es anders gehen. Sein Plan war wie folgt: er hatte eine Stelle gesehen, an der der Stacheldraht oben nicht komplett dicht war und an der sich etwas tiefer ein Bruch im Draht zeigt. Dort sollte er eigentlich durchpassen, und wenn der Kontakt eh schon gebrochen war, sollte es doch möglich sein, da durch zu kommen, ohne Alarm auszulösen....
Eine kleine Schleichaktion und ein rückgratbrechendes Kriechen später hatte Malachi eine Bestätigung. Ja, es ging.
Er lief los, sprintete 200 Meter, und zückte schon mal sein Kampfmesser. Die geschwärzte Klinge glitt tief in das Holz des Fensterrahmens und schnitt des Schloss frei, was Malachi Eintritt verschaffte. Er zog sich in das Fenster und klebte es von innen wieder an. Wenn man nicht darauf achtete, würde es aussehen, als wäre nichts passiert... hoffte er.
Auf der Toilette war es stockdunkel. Malachi schaltete den Restlichtverstärker zu und wurde etwas rot, als er merkte, dass er auf dem Damen-WC gelandet war. Verdammt! Er hatte jetzt keine Zeit für falschen Scham! Malachi kniete nieder und blickte durch das Schlüsselloch. Der Gang war leer und unbeleuchtet... warum gab es hier keine Wachen? Und keine Kameras? Sehr mysteriös.
Aber es war nicht seine Aufgabe, die Sicherheit von Gebäuden zu beurteilen. Seine Aufgabe war es, eben diese zu umgehen.
Nahe an der Wand ging er durch den Gang. Überlegen, überlegen... wo würde er eine Waffe verstecken? Da wo sie niemand findet.
ein.
Da, wo sie niemand vermutet?
Nein.
Er würde sie da verstecken, wo sie jeder vermutet, aber keiner danach sucht.
"Oh ja" dachte er sich, "philosophische Gedanken, das ist genau das, was ich brauche... konzentrieren, Malachi!"
Das Gerät war sehr wertvoll. Wertvolle Dinge lagert man unter Verschluss, gesichert gegen alles, was da kommen mag...
Malachi grinste. "Nur nicht gegen mich."
Sein Ziel war klar. Seiner Erfahrung nach lagerte alles wertvolle unter Verschluss im Keller.
Die Treppe nach unten war schnell gefunden, aber sie bot ein Hindernis: Neben dem Treppenhaus gab es ein kleines Büro für den Wachmann, der dummerweise auch noch äusserst aufmerksam aussah.
Verflucht.
Malachi wollte nicht zu dieser Möglichkeit greifen, aber er sah keine andere Lösung. So nah er konnte, schlich er an die Tür heran. Dann griff er nach der Vaselinedose und warf sie kräftig von sich. Sofort schreckte der Wachmann auf und zog seine Dienstwaffe. Er rannte aus der Tür, um die Quelle des Geräusches zu finden und anscheinend auch zu bestrafen.
Der Wachmann trug eine kugelsichere Weste, aber die bedeckte den Hals nicht.
Es gab ein dumpfes, matschiges Geräusch, als der abgeschlagene Kopf auf die Fliesen auftraf. Malachi war hundeelend zumute, und er fühlte, wie sich sein Mageninhalt nach oben zwängte. NEIN, er musste den Brechreiz unterbinden.....
Als er die Treppe hinunterstieg, vermied er penibel, den Blick auf den toten Wachmann zu richten.
Malachi stand nun am Ende der Treppe. Warum machte man es ihm so schwer und baute eine Panzertür ein, die ihn von seinem Ziel trennte?
Neben der Tür befand sich ein Nummernfeld. Natürlich kannte er den Code nicht und hatte auch sonst nicht viel Ahnung von Elektronik. Wie sollte er hindurchkommen... er hatte keine Ahnung. Gehen wir logisch vor. Vier Ziffern nimmt der apparat also an.... nein, schalt sich Malachi, vier Ziffern zeigt das Display an.
Also, wir sind hier auf dem Mars...
6277
Die Tür bewegte sich nicht.
Welche Kombinationen mag es sein? Es war doch wie verhext.
Logisch bleiben. Wir haben hier etwas amerikanisches...
1759
...das zur Rüstungsindustrie gehört...
1945
...zu den ersten auf dem Mars gehörte....
2035
Ein leises Klicken liess ihn erzittern. War es das?
Als er gegen die Tür drückte, schwang sie nach innen.
Und gab den Blick frei auf den Heizungskeller.
Malachi trat sich gedanklich selber in den Hintern.
Es blieb nur noch eines übrig, und das hatte er vermeiden wollen: Er musste die Labors durchsuchen. Dabei ergaben sich kaum Probleme, es schien geradezu, als wären überhaupt keine Wachen oder Überwachungsgeräte im Einsatz. Er dachte nciht näher darüber nach.
Malachi fülte ein flaues Gefühl im Magen. Was, wenn es die Waffe hier gar nicht mehr gab? Was, wenn...
Er öffnete die nächste Tür.
Der Raum, den er nun betrat, sah fast aus wie ein Museum. In Glaskästen lagerten verschiedene Geräte, die er nicht einordnen konnte. Lange Röhren, die mit einem Pulver gefüllt waren, lagen zwischen einer grossen Anzahl neuartiger Waffen. Ein dutzend neue Wege, sich gegenseitig umzubringen....
Sein Blick schweifte durch den Raum. Nach kurzer Suche hatte er, was er wollte: Das Splittergewehr.
Voller Freude und leider auch ohne nachzudenken hob er den Glaskasten hoch, unter dem es lag, und nahm die Waffe an sich.
Das war eine schlechte Idee.
Plötzlich flammten die Lichter auf, eine Sirene ertönte und Malachi hörte, wie sich die Feuertüren schlossen. Wie konnte er nur so dumm gewesen sein! Schnell schulterte er die Waffe, dann rannte er los. Noch wusste er nicht, wohin er flüchten konnte, aber er wusste, dass er nicht hier bleiben konnte. Laute Geräusche erreichten ihn, Menschen, die liefen - aber keine Stimmen. Es mussten viele sein, dutzende, vielleicht sogar hunderte.
Da wurde ihm siedend heiss klar, warum er keine Wachen in dem Gebäude angetroffen hatte.
Er befand sich in einer Kaserne mit Forschungsstation.
Als er aus dem Gulli kletterte, mit Fäkalien beschmiert und dreckig, dachte er noch einmal darüber nach, was passiert war.
Licht.
Menschen.
Soldaten.
Sie hatten ihn nicht gesehen. Auf jeden Fall hoffte er das. Das Adrenalin wusch seine letzten Reste an Rationalität weg.
Er lief.... flüchtete. Musste einene Weg finden.
Waste Disposal.
Vaseline, ein Rohr, das kaum so dick war, dass er hindurchpasste.
Gestank, elende Angst, sein eigenes Erbrochenes.
Die Strasse runter sah er den Wagen, mit dem John Doe ihn abholen wollte. Malachi stolperte in die Richtung, unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen.
Seine Hände umklammerten das Splittergewehr.
LordMordred
24-12-2003, 01:35
Es war gegen 0215 als Doe die Sirenen aufheulen hörte. Das Adrenalin schoß ihm in die Adern. Er öffnete die Hecktüren, dunkelte die Scheiben ab und schaltete das Nachtsichtgerät auf schwächster Intensität auf die Frontscheibe. Es vergingen nur Minuten bis er eine dunkle Gestalt aus einer Seitenstrasse kommen sah, doch es kam ihm wie Jahre vor. Sobald Malachi sich in den Kofferraum gelegt hatte, startete Doe seinen Motor. Er lies die Kupplung einmal kurz springen. Damit machte das Fahrzeug einen Satz und beim Abbremsen fielen die Hecktüren zu. Doe fuhr langsam ohne Licht los und hatte noch keine 100 Meter zwischen sich und den Zaun gebracht als er im Rückspiegel einen Schützenpanzer sah, die Kugeln prallten von der Panzerung ab. John gab jetzt Vollgas, denn er wusste das die Jeeps nicht lang auf sich warten lassen würden. Er meinte noch:
“Irgendwo festhalten, es wird eine holprige Fahrt!“
Malachi stemmte sich ein. Nun wurde die Fahrt rasant, Malachi hörte das unaufhörliche scheppern der Projektile auf der Panzerung. Doe fuhr mit voller Geschwindigkeit in die Strassen, die Kurven wurden nur noch mit der Handbremse genommen. Nun hatte er drei der Jeeps hinter sich. Ihm musste was einfallen und zwar schnell. John fuhr im vollen Tempo in das Gebiet der Eagles verfolgt von den Jeeps, der Regierung. Nun wurde er etwas langsamer um die Gasse zu erwischen die er wollte. Einer der Jeeps bekam die Kurve nicht und blieb an der Ecke hängen kippte um. Der zweite rammte den ersten und kam so in die Gasse. Als Doe wieder aus der Gasse preschte auf die Strasse, sah er noch weiter Jeeps in der Strasse auf die Kreuzung zufahren. Er entschloss sich einfach geradeaus die nächste Gasse zu wählen. Hinter sich bogen noch zwei ein, der Dritte der von der Seite kam wurde von dem Verfolger abgeschossen. Am Ende der Gasse zog Doe die Handbremse und tauchte die Kreuzung in eine blaue Dunstwolke, in dem er vier fünf Kreise drehte und dann auf der Hauptstrasse kurz mit Vollgas entkam, die erste Gasse war seine. Dort fuhr er in eine Nische und stellte den Motor ab. Und wartete. Er hoffte, dass die Hitzedämmung des Motorraums ausreichte um die Regierungstruppen zu täuschen. Nach 10 Minuten verlies er die Gasse und fuhr auf dem schnellsten Weg aus dem Gebiet der Eagles und zu seiner Garage.
„So fürs erste haben wir es geschafft. Eventuell wird sogar eine andere Gang dafür verantwortlich gemacht. Ich ändere nun schnell die Farbe des Fahrzeugs und in ca 10 Minuten machen wir uns auf zu meiner Werkstatt.
Malachi war etwas blass und antwortete nicht.
Doe wusch die Farbe mit dem Lösungsmittel ab. Dann fuhren sie in die Werkstatt. Dort begutachtete er die Reifen, sie hatten etwas gelitten durch die Kreise, außerdem würde er ne neue Lackierung benötigen. So brachte er Malachi erstmal in das angrenzende Bad und danach auf das Sofa.
"Ruht euch aus. Alles ist gut gelaufen!"
Doe machte sich an die Arbeit seine Lackschäden auszubessern.
Hier ist ADNN mit einer Sondermeldung.
In den frühen Morgenstunden wurde in einen Komplex der Firma U.T. Weapons Research aus dem Mars eingebrochen und dabei Gerät im Wert von mehreren australischen Dollar entwendet. Komplexleiter Dean Jarkson sprach von einer Katastrophe, die U.T.-Arbeit von Monaten zerstört hätte. Es sei ausserdem dadurch ein wichtiger Rüstungsvertrag mit der US-amerikanischen und britischen Regierung gefährdet. Dies könnte persönelle Konsequenzen nach sich ziehen so Dean. Die Polizei hat zur zeit keinerlei Erklärung wie die Diebe auf das schwerbewachte Gebiet vodringen konnten. Ein U.T.-Securitassprecher verweigerte auf Fragen bezüglich eines Fehlers im Sicherheitsystem eine Stellungnahme. Das Gelände wurde von schwerbewaffneten Sicherheitskräften von U.T.-Securitas gesichert, welche auch die Ausnahmegenehmigung zum Einsatz von Radpanzern hatten. Was für ein Gerät nun entwendet wurde, dazu verweigern die Verantwortlichen bisher jegliche Stellngnahme. Es ist aber davon auszugehen, dass dieser Diebstahl etwas mit den andauernden Unruhen in Rock Springs in Zusammenhang steht.
Kritiker bedrängen Bürgermeister Witina endlich die nationalgarde anzufordern. In einer ersten Stellungnahme zu dem nächtlichen Vorfall äußerte sich Witina so:
Er werde auch weiterhin sich nicht von seiner Entscheidung abbringen lassen, welche besagt, dass Rock Springs auch weiterhin truppenfrei bleiben werde. Er habe vollstes Vertrauen in die Polizei und sehe den Einsatz der Nationalgarde als ein falsches Zeichen an.
Soviel zu dem derzeitigen Stand der Dinge. Weitere Nachrichten erhalten sie zur vollen Stunde auf ADNN
Dean Jarkson wirkte zufrieden, der erste Teil seines Planes war erfolgreich abgeschlossen worden.Das achso wertvolle Gerät war entwendet worden und würde baldübergeben werden, dann würde auch die Falle zu schnappen. Er mußte sich sein Grinsen verkneifen, als er an das P-88 A dachte, das in Wirklichkeit ein teures Stück Schrott darstellte, dass sich als wertlos ergeben hatte. Nun, die Versicherung würdegut zahlen, ausserdem würde dies einen legitimen Grund liefern, ein paar Arbeiter zu entlassen. Der Sicherheitsdienst hatte gut mitgespielt, niemand war die veraltete Munition aufgefallen mit der geschossen worden. Er sah sich das Video von der Flucht des Diebes immer wieder an, sah wie die Geschosse abprallten, obwohl die Radpanzer sie mühelos hätten durchschlagen müssen. Nein, mit moderner Munition wäre der Dieb keine 5 Meter weit gekommen. Das einzige was ihn etwas störte, waren die demolierten Fahrzeuge von U.T. Securitas, aber das konnte er bei der Hauptzentrale von U.T. als Spesen abbuchen. Die Ranger sollten sowiso durch Hummer 5 ersetzt werden.
Heute war ein guter Tag gewesen, auch die Übernahme der Eagles Miliz durch die Söldner von U.T. Heavy Industries hatte perfekt geklappt. Aber noch war dies nur wenigen bekannt, man würde erst zu einem spätetren Zeitpunkt bekannt geben, dass es einen Führungswechsel hab. Jetzt sollten die Eagles ersteinmal in die Falle tappen und ihre Wut rauslassen, welche die Spreu vom Weizen trennen würde. Alles lief perfekt.
LordMordred
24-12-2003, 21:34
Doe kochte sich gerade einen Kaffee, als er die Nachricht über den Raub hörte. Er ging wieder zu seinem Wagen und sah sich die Dellen in der Panzerung an. Da fiel es ihm wie Schuppen von den Augen:
- Wie kam es das sie so leicht rausgekommen waren? –
Er sah sich die Panzerung genauer an, das konnten maximal MG-Salven gewesen sein.
- Warum schossen Wachsoldaten eines Rüstungsunternehmen mit Projektil-MG’s auf jemanden der Ihnen so etwas wertvolles geklaut hat, wie es in den Nachrichten gesagt wurde? Warum haben die Schützenpanzer nicht ihre großen Waffen eingesetzt? Sollten sie gar entkommen? –
Er suchte nach Durchschüssen der äusseren Panzerung, doch er fand keine. Doe besserte seine Panzerung aus, als Dean, Screw und Hammer auftauchten.
“Guten Morgen Jungs, Na wie ist es heute Nacht gelaufen?“
„Nach Plan. Wir haben den Van gebührend empfangen, in einer Seitenstrasse haben wir den Van zu einem Nudelsieb umgestaltet. Sie hatten keine Zeit zu reagieren. Wir haben den Van noch heute Nacht an ihrer Grenze abgestellt und die Waffen, die Sie dabei hatten konfiziert. Es waren 5 MG’s darunter.“
„Na dann war es ja ein voller Erfolg. So und nun an die Arbeit ihr könnt den Jeep schon mal soweit fertig machen, ich mach seine Panzerung heute Nachmittag.“
Doe war heute nicht sehr gesprächig, da er schon lang wach war und nicht viel geschlafen hat. Während er noch den Rest an seiner Panzerung reparierte grübelte er weiter wie das gestern gelaufen ist.
Psycho Joker
25-12-2003, 04:19
Paganini saß im Schneidersitz auf seinem Bett. Das Zimmer war fast vollkommen abgedunkelt, nur zwei Kerzen auf einem altmodischen Kerzenhalter spendeten ein fahles Licht. Neben ihm auf seinem Bett lag sein Geigenkasten, er war geschlossen. Paganini war offensichtlich nervös. Er rieb sich unruhig die Hände, trommelte mit den Fingern auf seinen Oberschenkeln herum und blickte unsicher im Zimmer umher.
Scheiße! Scheiße! Scheiße! Verdammt!!
Er war so außer sich vor Frust, er verspürte den Drang sich die Zähne auszureißen. Wieso? Wieso hatte er nicht einfach auf Nummer sicher gehen können und den Datenchip vorher ausprobieren können?!
Aber NEIN! Wir müssen ja unbedingt den Informanten abknallen.
Er schlug mit aller Kraft auf den Nachttisch neben dem Bett, so dass dieser ein erschöpftes Ächzen von sich gab und ein stechender Schmerz durch seine Hand fuhr. Sein kleiner und sein Ringfinger waren ausgerenkt. Unter Schmerzen renkte er sie wieder ein... diese Lektion in Schmerz war genug für diese Nacht. Er beruhigte sich langsam wieder. Als sein Blick auf den Datenchip fiel, den er dem Informanten abgenommen hat, drohte seine Frustration wieder zu anzusteigen. Natürlich war der Datenchip kodiert und so modifiziert, dass man ihn nur mit der Hilfe des Informanten abspielen konnte, der Mann war ja nicht dumm gewesen. Das hätte ihm einfallen müssen, insbesondere da er sich so perfekt vorbereitet gefühlt hatte. Nun ja, das war ein Rückschlag, einer den er verkraften musste. Es würde wahrscheinlich nicht der letzte sein... er musste sich darauf einstellen, so schwer es war. Er war inzwischen wieder fast vollkommen ruhig.
Seine imemr noch schmerzende rechte Hand strich über das glatte Holz des Geigenkastens. So wunderschön. Er öffnete ihn und blickte hinein.
Irgendwann... im Augenblick meiner Rache... dann wenn mein Triumph am größten sein würde, wirst du zum Zuge kommen, mein Liebstes.
Er Schloss den Geigenkasten wieder. Dann griff er nach dem Datenchip, ließ ihn ein wenig zwischen den Fingern seiner linken hand herumwandern. Ein resigniertes Lächeln umspielte seine Lippen. Dann legte er den Chip auf das Nachtkästchen neben dem Bett. Er hatte Hunger. Auf einem kleinen Tisch unweit vom Bett entfernt war in einer Kupferschüssel etwas Obst, das er am Nachmittag gekauft hatte. Er aß ein paar Bananen und trank dazu irgend einen stark alkoholischen "einheimischen" Schnaps, den er in einer Bar gekauft hatte. Dann legte er sich in sein Bett und schlief ein. Er hatte einen sehr schönen Traum... er konnte isch später nicht an den Inhalt erinnern, nur an die Musik... die wundervolle, himmlische Musik.
Darkwolf
25-12-2003, 13:54
Lars saß in seinem Motelzimmer auf dem Bett, und studierte die Notizen, die sein Auftraggeber ihm hatte zukommen lassen, ein weiteres mal.
Jason Walker war der Name des Informanten, über den er etwas herausfinden sollte. Er wusste zwar beim besten Willen nicht, was der Chef von ihm wollte, wenn er ihn gefunden hatte, aber erstmal musste er sich sowieso darum kümmern, ihn ÜBERHAUPT zu finden. Er brauchte Hilfe... ortskundige Hilfe. Sein Ziel war wohl auch mit den Gangkreisen vertraut gewesen, also würde er wohl da anfangen zu suchen... bei den zwei bekanntesten Gangs der Stadt. Außerdem... wenn es schon zu unruhen kam, würde ein wenig Panzerung seinem Porsche sicherlich gut zu gesicht stehen... und wenn sie schon dabei waren... der Motor war auch nicht mehr das gelbe vom Ei... einfach zu schwach für den entsprechenden Fahrstil, den sein Besitzer sich mit der Zeit angewöhnt hatte. Er blickte nochmal auf seine Notizen, suchte sich eine Bar aus, und machte sich auf den Weg dorthin. Dort würde er vielleicht jemanden treffen, der ihm weiterhelfen konnte. Der Mann musste hier eine Art Legende sein... John Doe. Vielleicht war er die richtige Adresse.
Er stand auf, griff nach seinem Wagenschlüssel, nach seiner 9mm und seinem Mantel, verließ das Motel, schloss ab, und stieg in den Wagen. James' Bar... da musste er hin. Er startete den Motor, und ergötzte sich an dem dröhnenden Sound, den der V8 Biturbo von sich gab... dank den 4 Endrohren war das Teil im Klang wirklich herrlich... aber die Leistung? Naja. Vielleicht konnte ihm Doe auch da weiterhelfen. Er fuhr los
Die Umstruckturierung der Eagles sollte vom ersten Moment an we ein Paukenschlag wirken. Nachdem jetzt bereits ein Großteil der alten Leibwächtergarde aus dem Weg geräumt war (die Polizei hatte erst von wenigen Stunden einen zerschossenen Eagleswagen abtransportiert), konnte man mit den großen Umwälzungen beginnen. Doch noch immer hielten die U.T.-Söldner bzw. man mußte schon von Soldaten sprechen den Führungswechsel geheim. Mittels eines komplexen Hierachiesystems wurden die Milizionäre im Ungewissen gelassen, erst mußte die Umprogrammierung erfolgen. Doch man konnte schon jetzt bemerken, dass ein anderer Wind wehte. Die Ausbildung und die Disziplin wurden von heut auf morgen drastisch verändert, das lasche bisherige Vorgehen ohne zu zögern über Board geworfen. Gleichzeitig begannen die Hintermänner Propaganda und andere Werbemittel einzusetzen, um neue Jünger zu rekrutieren. Zun diesem anderen Werbemitteln gehörten vor allem Drohungen und Sabotageakte, welche die Stimmung aufheizten. Das Viertel wurde immer wieder von Stromausfällen und Strassenkriminialität erschüttert. Die Polizei war machtlos dagegen, viel zu verstreut waren die Ereignisse, obschon meist nur auf das Western Desert Viertel, wie das Eagles-Territorium in Wirklichkeit hieß beschränkt. Aber auch die neuen Herren hielten die Bandenrivalität weite hoch, aber nicht aus machtpolitischen gründen, sondern da sie ein Feindbild benötigten gegen die sie vor allen junge Menschen aufhetzen konnten. Mit brutaler Präzision gingen sie gegen alle möglichen Banden vor, zumal sie wussten, das Widerstand nur im geringen Maß erfolgen konnte. Seit U.T. selbst die Kontrolle über die Miliz übernommen hatte liefen die Waffen-und Materiallieferungen weitaus besser und regelmässiger. Auch schweres Gerät war nun hereingeschmuggelt worden, obwohl die Polizei ihre Kontrollen verstärkt hatte. Aus diesem Grund hatte die neue Führung ihre Lager- und Ausbildungstätten auf ein anderes Gebiet verlegt, getarnt als U.T. Heavy Industries Aussenstelle. Selbst dem eigenen Fussvolk wurde diese Information vorenthalten.
Heute war wieder eine Aktion geplant, wieder gegen den Lieblingsfeind der Eagles, den Shadows, doch zum ersten Mal wurde ein solcher Einsatz von Profis geplant, vorbereitet und geleitet. Nicht mehr Hau-drauf, sondern vollkommene Präzision und Disziplin herrschte vor. Vor allem die jungen Mitglieder sollten sich heute bewähren. Aber die neuen Herren würden auch darauf achten, dass der zu erwartende Schaden im erträglichen bleiben würde, schlieslich hatte ihr Arbeitgeber noch einiges mit den Shadows geplant. Erst Planungsspiele und Verträge wurden von U.T. bereits vorbereitet, aber noch war die Zeit nicht reif dafür, in Verhandlungen zu treten. Es war bereits Dunkel, als das Kommandos sich in das Shadowgebiet begab. Die alten Eagles waren tot, es leben die neuen.
Nils drehte sich langsam um. Es hatte alles den Anschein, als würde es wieder so eine "normale" Schlägerei geben, bei der er eingreifen müsste. Doch als er sich ganz dem Geschehen zugewendet hatte, fuhr seine Hand unwillkürlich richtung Gürtel, und tastete nach der Pistole.
Vier Männer standen sich gegenüber, die Menge hatte einen Kreis gebildet, und starrte mit weit geöffneten Augen auf die Szenerie. Alle vier hatten ein Messer in der Hand, sie mussten es reingeschmuggelt haben. Zwei der Typen trugen Halstücher um den Kopf, die anderen beiden waren nicht besonders auffällig gekleidet, jedoch einheitlich, sie gehöhrten offenbar zusammen. Da erblickte Nils etwas, was ihn etwas nervös werden ließ. Vier Mann, na gut, die hätte er geschafft... aber einige der umstehenden, die überhaupt nicht geschockt aussahen, ähnelten jeweils einem der Männer mit den Messern, was das Outfit anbetraf.
Dann ging alles sehr schnell. Ein Halstuchträger aus der Menge zückte ebenfalls sein Messer und stürmte los. Daraufhin wurde es wieder laut. Alle unbeteiligten flüchteten in Panik zur Treppe. Die beiden Gruppen jedoch fingen an zu kämpfen. Nils musste handeln. Er ergriff seinen Kommunikator, der ihn und seine Kollegen verband und sprach hinein.
MICHI, ANDI! Kommt sofort in die Disco! SCHNELL!
Er lies den Kommunikator in seiner Tasche verschwinden, und zog die Pistole. Die Männer, es waren ungefär sechs auf beiden Seiten, waren allesamt in Kämpfe verwickelt, einige waren bereits mehr oder weniger schwer verletzt.
HEY!!!
Nils richtete seine Waffe auf die Kämpfenden. Die Musik war inzwischen aus, und auf einmal war es vollkommen still. Alle blickten auf die Waffe. Schritte eilten die Treppe herunter, und Michi und Andi tauchten mit gezogener Waffe auf.
Was ist hier los?
Die blicke der beteiligten wendeten sich auf Andi. Eine Weile geschah garnichts. Dann schrie plötzlich ein Halstuchträger auf, und sackte zu Boden. Sein Gegner hatte den Moment der Unachtsamkeit genutzt. Es ging wieder los, das Chaos brach erneut aus. Wieder gingen die Männer aufeinander los. Die drei Sicherheitsleute wussten nicht, wie sie reagieren sollten.
AUFHÖHREN!!!
Es half nichts. Nils ging zu den beiden Anderen.
Hört zu! Michi, ruf die Polizei, allein sind wir machtlos. Schnell, bevor die sich alle abmurksen!
Michi verschwand. Einer der Kämpfenden sah das, und wandte sich von seinem Gegner ab. Er rannte ebenfalls zur Treppe. Nils und Andi waren kurz verblüfft. Dann jedoch, als auch noch sein Gegner an ihnen vorbei rannte, ergriffen sie die Verfolgung.
DU DEN MIT DEM HALSTUCH!
Andi war schneller oben. Er erblickte sein Ziel, nahm einen Stuhl, von der Pistole wollte er keinen Gebrauch machen, und warf ihn in die Richtung des Halstuchträgers. Dieser stolperte über den Stuhl, und Andi rannte zu ihm hin. Nils war bereits an ihm vorbei. Sein Ziel stürmte die Treppe hinauf.
STEHENBLEIBEN!!!
Er reagierte nich. Nils ereichte die letzten Stufen der Treppe, die er auf einen Satz nehmen wollte. An der letzten Stufe blieb er jedoch knapp hängen, und verlor seine Waffe aus der Hand, die daraufhin das Geländer hinunterfiel.
Er richtete sich wieder auf, und rannte weiter. Er hatte trotz des Sturzes nicht viel auf seine Zielperson verloren. Diese war unterwegs zum Büro seines Chefs. An der Tür angekommen, blieb er stehen und machte sie auf, was ihn Zeit kostete, den die Tür klemmte ein wenig. Als er das Büro des Chefs betrat, war Nils bereits hinter ihm. Der Verfolgte drehte sich um, doch er konnte nicht mehr reagieren. Mit einem heftigen Schlag aus vollem Lauf ins Gesicht streckte Nils ihn nieder. Er nahm dem auf dem Boden liegenden das Messer ab und wandte sich seinem Chef zu. Diesem konnte man Schrecken und Erleichterung gleichermaßen ansehen.
Ich... ich muss dir etwas erzählen...
Draußen ertönten die Sirenen mehrerer Polizeiautos.
Seit nunmehr 2Wochen kontrollierte O`Neil tagtäglich tausende von Ein- und Ausreisenden. Doch mit Ausnahme von einer kleineren Messerstecherei mit einem Drogendealer und ein paar kleine, illegale Waffen war es eine geruhsame und langweilige Ziet gewesen, fast so ein absitzen der Zeit, wie in der Kaserne daheim auf der Erde.
LordMordred
26-12-2003, 19:11
Es war gegen Nachmittag, als Doe mit den Ausbesserungen an seinem Geländewagen fertig war. Von seinem Gast hatte er noch nichts gehört. - Na wer weiß wie lange er vorher nicht geschlafen hatte – dachte sich Doe. Dean und die anderen waren schon fast fertig den Jeep umzurüsten. Die Front war schon gepanzert. Er sah sich das Werk der drei an und nickte zufrieden:
“Na das sieht doch schon sehr gut aus, Smith sollte die nächste Stunde hier vorbeikommen mit einem Van, stellt den Jeep über die Grube und macht euch daran bei dem Van das Fahrwerk zu tauschen und spannt die Federn so weit wie nur möglich vor, der Van muss besonders viel Gewicht tragen.“
„Ja machen wir, gehst du weg?“
„Ja, ich will was essen außerdem müssen meine Hundchen raus. Also wir sehen uns so ca. in 2 Std. Ach und wenn mein Gast aufwachen sollte, ich bin bei James. Lasst ihn aber schlafen er hatte eine anstrengende Nacht!“
So fuhr John mit seinen beiden Hunden in den Park und danach zu James. Er sass gerade bei einem Bier und einem deftigen Abendbrot, als er MG-Salven hier in der Nähe hörte, er verschluckte sich fast an seiner Breze. Er sprang auf trank noch den Rest von seinem Bier aus und rannte nach draussen. Da war es wieder, aus der Richtung vom HQ der Shadows. Er sprang in seinen Wagen und wendete den Wagen unter quietschenden und rauchenden Hinterreifen. Es dauerte keine Fünf Minuten bis zum HQ, er sah nur noch zwei gepanzerte Wagen verschwinden. Es lagen zwei Eagles in einer Blutlache vor dem HQ, er stieg aus die Türen standen offen. Als er ins HQ gehen wollte kamen 2 Motorräder und ein Sportwagen an. John zog seine Schrotflinte und steckte sie erleichtert weg als er sah das es Shadows waren. Sie stiegen ab und fragten:
“Was ist denn hier passiert?“
„Keine Ahnung bin auch erst hier angekommen, aber es scheinen die Eagles gewesen zu sein“
Dabei deutete er auf die zwei Leichen zu seinen Füßen.
“Aber diesmal waren sie mit gepanzerten Fahrzeugen hier und ich war innerhalb von fünf Minuten hier, daraus schliess ich, dass es sehr schnell ging. Lasst uns mal schauen was noch zu retten ist.“
Sie gingen mit gezogenen Waffen ins HQ. Hier sah es aus wie auf einem Schlachtfeld. Alle Fahrzeuge bis auf ein Van, den John schon vor geraumer Zeit mal gepanzert hatte, die im HQ standen waren zerschossen und nicht mehr fahrtüchtig. Es lagen hier 10 Shadows in den verschiedensten Ecken der Halle. – Warum waren sie so verteilt? Die Eagles müssen gleichzeitig von allen Richtungen in die Halle eingedrungen sein alles erledigt haben und genauso schnell wieder verschwunden sein. Das war nicht die Handschrift der Eagles aber die paar Leichen die rumlagen sahen danach aus? – Doe drehte sich zu den anderen um.
“Sehr komisch, irgendetwas stimmt nicht. Egal darüber kann sich Wolf den Kopf zerbrechen, aber die Leichen müssen weg. Packt die ganzen Eagle-Kadaver und verfrachtet sie mit dem Van irgendwo hin wo sie nicht stören. Ich schau mal ob vielleicht einer von Euch überlebt hat.“
„Sollten wir nicht alle schauen?“
„Nein, die Leichen müssen weg, bevor die Cops sie sehen. Die Cops sind sowieso schon viel zu oft hier in der Gegend.“
Er ging von einem Shadow zum anderen, drei davon waren regelrecht mit einem Genickschuss in der Mitte des HQ hingerichtet worden. Ein jüngerer hatte überlebt, er hatte sich angeschossen in den Van gerettet. Es trafen noch mehr Shadows ein. Unter anderen Doc Holiday, er hatte eine Ausbildung als Sanitäter und mittlerweile hatte er genügend erfahrung um Arzt zu sein. Er kümmerte sich um den Jungen es war eine Fleischwunde doch er hatte viel Blut verloren. Das bisschen was er erzählte, war grausam, es waren 30 Leute die von allen vier Seiten gleichzeitig eingedrungen waren, und die 10 Shadows beinahe noch beim Laden niedergemetzelt hatten. Er selber sei noch nicht mal an seine Waffe gekommen, der einzige der 4 Eagles erwischt hatte war Torro, doch er wurde kurz darauf von zwei Salven aus MG’s niedergestreckt. Und die drei in der Mitte, denen ging es wie dem Jungen, sie kamen erst gar nicht an Ihre Waffen und wurden in der Mitte hingerichtet. Dann zerschossen sie die Fahrzeuge und sind wieder abgehauen. Doe und die restlichen Shadows begruben die gefallenen in dem Garten dahinter. Es war schon später Abend als sie damit fertig waren, Doe fuhr in seine Werkstatt, dort berichtete er es den drei anderen, die sich bereits an den Van zu schaffen machten. Sie waren am Boden zerstört, darum schickte er sie schon vor zu James, denn dort würde noch heute Nacht eine Abschiedsfeier für die Gefallenen geben. Doe sah sich an, er war von oben bis unten mit Blut verschmiert. Er konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Es übermannte ihn der pure Hass und die Machtlosigkeit tat den Rest dazu. Es aktivierte sich sein Comlink:
“JA!“
„Hi ich bin es James.“
„Was gibt’s?“
„Hier ist ein junger Kerl relativ nobel angezogen. Er fragt nach dir.“
„Ich bin nicht zu sprechen! Frühestens in einer Stunde, wenn ich zum Abschied feiern komme.“
„Wieviele?“
„9 Leute.“
„Das sind ja fast die Hälfte!“
„Ja, und es kann nichts getan werden, um sie zu rächen. Wir haben zu wenig Informationen und zu wenig Leute, außerdem scheinen die Eagles jetzt besser organisiert zu sein, das wäre reiner Selbstmord.“
„Was soll ich nun dem Herren hier mitteilen? Später kann er hier nicht sein. Das wäre keine gute Idee!“
„Stimmt später sollte keiner ausser uns beiden und den Shadows die Kneipe besuchen. Ok, ich muss mich umziehen und Duschen, dann komm ich.“
Er säuberte sich zog einen Anzug an, sah nach Malachi. Er schlief immer noch. John legte im ein Schreiben hin, in dem stand, dass er in James Kneipe sei und er doch nachkommen möchte. An den Hunden solle er einfach vorbeigehen, auf keinen Fall zu ihnen hingehen. So machte er sich auf den Weg.
Er kam bei James an, lies sich ein Bier kommen und setzte sich zu dem Fremden:
“Doe mein Name, sie haben mich gesucht?“
„Ja!“
„Was kann ich für Sie tun?“
Doe musterte sein gegenüber als er auf die Anwort wartete.
RedBasti
27-12-2003, 10:42
Herodot ging an Bord des Schiffs und ließ die letzten Stunden noch einmal vor seinem geistigen Auge ablaufen. Er wusste nicht so Recht was er von den Geschehnissen halten sollte. Warum sollte sein erster Auftrag so heikel sein? Er wurde gerade erst zum Diplomaten gemacht und schon wird er in eine Krisenregion geschickt? Gab es wirklich keinen anderen, möglicherweise erfahreneren, der diese Aufgabe übernehmen könnte?
Seine Gedanken wurden unterbrochen. Der Anblick des Innenraums des Schiffs war nicht sehr verlockend und wenig ermutigend. Eine schwache blaue Beleuchtung verlieh dem Raum eine unwirtliche Erscheinung. Haufenweise Kisten befanden sich in den markierten Bereichen. Die Crew des Schiffes war noch mit dem Transfer der Waren beschäftigt.
Ein Mann mittleren Alters mit einem freundlichen Gesicht kam auf ihn zu.
„Sie müssen unser Passagier sein.“
„Ja, das stimmt.“
„Na dann. Bitte lassen Sie sich nicht täuschen, das hier sind nur die Frachtdecks.
Unsere Unterkünfte sind da schon komfortabler.
Ich bin der Bootsmann, nennen sie mich einfach James.“
Herodot wurde zu seinem Zimmer geführt, welches zwar schon weit gemütlicher war aber dennoch ziemlich karg wirkte. Er begann sich ein wenig häuslich einzurichten. Diese hatte er schnell erledigt und ließ sich auf sein Bett fallen, eigentlich wollte er wieder ein wenig nachdenken aber er wurde wieder unterbrochen: Die Triebwerke wurden angelassen. Auch wenn Herodot sich kaum mit Raumschiffen auskennt, so konnte er einige Sachen doch zuordnen: Das zischen der Rampen die vom Schiff abgekoppelt werden, die Treibstoffpumpen, die eine komtinuirliche Vibration verursachten, und schließlich das vorwärmen der Triebwerke. Deutlich zu hören war nun wie die Triebwerke hochgefahren wurden. Die Rampe hob die Nase des Schiffes ein wenig an. Aus Platzmangel hatte man auf einen großen Raumhafen verzichtet, sondern ähnliche Systeme wie bei den Flugzeugträgern des 20. Jahrhunderts installiert. Das etwa 50m lange Schiff wurde also auf eine Rampe von 300m Länge gestellt, diese wurde in einem Winkel von 10 Grad angehoben. Die Triebwerke waren schon ziemlich weit hochgefahren, Vibrationen schüttelten das Schiff. Aus seiner Luke konnte Herodot erkennen wie sich einige Lackpartikel lösten, was ihn nicht beunruhigte, da das Schiff sehr stabil wirkte. Das Katapult wurde ausgelöst und eine wahnsinnige Beschleunigung setzte ein. Von 0 auf 500 km/h auf 300m. Das war schon enorm.
Das Schiff erhob sich und schon bald wurde der Himmel schwarz………….
Der_Mosch
28-12-2003, 00:20
Malachi erwachte aus unruhigem Schlaf.
Wach.
Keine Sonne, eingekerkert in Wänden aus Stahl.
Kein Schlaf, keine Träume.
Furcht.
Realität.
Geblendet vom Dunkel.
Eklige, abstossende, ranzige Dunkelheit.
Diese verdammten Monstrositäten kennen ihn nicht, meinen NAMEN!!!
Er war wach. Keine stählernen Wände. Er lag auf einer Couch. Langsam, so wie ein alter wurm, kroch seine Erinnerung hoch. Das Gebüsch, der Zaun, das Fenster.
Der Wachmann.
Noch immer hielt er die Waffe umklammert. Das war es? Dafür starb ein Mensch? Für etwas, das noch mehr Menschen töten würde?
Malachi legte die Waffe neben sich und stand langsam auf. Es fühlte sich an, als würden seine Glieder auf Gummi bestehen, er taumelte etwas. Vor ihm auf dem Tisch lag ein Zettel von Doe.
Malachi las den Zettel.
Er sah gedankenverloren nach unten, dann nahm er eine einzelne Schrotpatrone aus seiner Tasche aund legte sie auf das Blatt. Darunter schrieb er in seiner unbeholfenen Handschrift "Für Glück."
Er überlegte kurz und fügte hinzu "Ich werde dich finden. Ich werde dir danken." Malachi setzte seinen Namen darunter und nahm sich den Mantel, der an einem Kleiderhaken an der Wand hing. Er würde ihn zurückbringen.
Dann verschwand er mit dem Gewehr durch das Fenster, rollte sich auf dem Boden ab und ging, die Waffe unter seinem Mantel verborgen, zurück in sein Hotel. Was er jetzt brauchte, war erst einmal etwas zu essen, dann ein gutes Getränk.
Limonade.
Malachi setzte sich auf sein Bett und ging daran, das Splittergewehr auseinanderzunehmen, so wie es übergeben werden sollte.
Ihm kam gar nicht in den Sinn zu fragen, warum sein Kontaktmann einen kompletten Bauplan der Waffe besessen hatte.
Die Bandenmitglieder wurden festgenommen. Die Polizei stellte noch einige Fragen bezüglich des Ablaufes der Ereignisse und als das Lokal mit Ausnahme der Mitarbeiter leer war, machten diese sich daran, aufzuräumen. Der Chef kam auf Nils zu, nickte kurz und gab ihm somit zu verstehen, dass er ihm folgen sollte. Die beiden gingen in das Büro des Chefs.
Setzt dich doch. Seine Stimme klang matt und ermüdet. Eine Weile blickte er gedankenverloren an Nils vorbei. Der räusperte sich.
Entschuldige. Also, nun weisst du, warum ich auf die Pistolen bestand.
Ja, doch woher wussten sie von sowas?
Die Lage war schon seit längerem unruhig und es verschärfte sich mehr und mehr.
Doch warum sollten sie in unserer Disco mehr als üblich randalieren?
Ein Konflikt zwischen zwei Banden kann immer und überall eskalieren. Doch das heute Abend war kein Zufall.
Wollten die was bestimmtes?
Nein, die nicht. Banden agieren meist nur ziellos, um sich irgendwie durchzuschlagen, oder andere Banden zu bekämpfen, jedenfalls Banden, wie die heutigen.
Das heisst... sie hatten Auftraggeber?
Ja. Jedenfalls die eine Bande, die ohne Halstücher. Sie wissen jedoch nichts über ihren Auftraggeber, also werden wir nichts aus ihnen herausbekommen. Es interessiert solche Banden nicht, für wen sie Arbeiten, nur für was, und das ist Geld.
Du sagtest, die Bande ohne Halstücher wollte etwas, warum war dann die andere Bande auch hier?
Die mussten Wind davon bekommen haben, dass ihre Feinde diesen Abend sich hier aufhalten würden. Solch eine Gelegenheit nutzen die natürlich. Banden-internes... kümmert uns nicht.
Was kümmert uns dann?
Warum diese Bande hier war, warum gerade ich?
Genau.
Das kann ich dir sagen. Der Auftraggeber dieser Kleinkrimnellen sind die sogenannten "großen Fische". Große Banden, stark bewaffnet, mit finanziellen Befürwortern. Ihr Gegenspieler, neben anderen Gangs, die Polizei, Gesetzteshüter. Jetzt fragst du dich immer noch, was hab ich damit am Hut.
Er stand auf und blickte aus dem Fenster.
Ich, ich verabscheue diese kriminellen Hunde. Deshalb unterstütze ich mit meinen, nicht gerade beschränkten finanziellen Mitteln, den Schutz der Gesetzte. Ich hab einiges für den Schutz in dieser Gegend getan.
Was den Gangs natürlich ein Dorn im Auge ist.
Ja. Jetzt verstehst dus, oder?
Er nickte.
So, und was jetzt?
Ich werde noch einige Sicherheitsleute mehr engagieren, auch deshalb, damit sich die Besucher sicherer fühlen.
Er setzte dich wieder.
Neu Stuttgart mag ein unruhiger Ort sein. Doch das ist garnichts im Vergleich zu Rock Springs.
Ich hab davon gehöhrt.
In Rock Springs sitzt mein Halbbruder. Er betreibt dort ein Persohnenschutz-Unternehmen, dass in solchen Tagen mehr als gefragt ist.
Und ich soll...?
Ja, ich halte es für besser, wenn du dorthin gehst. Ich habe zu meinem Halbbruder ein sehr gutes Verhältnis, ich habe versprochen, ihn zu unterstützen, wo ich kann. Er braucht Leute wie dich dort mehr als ich hier. Andi und Michael werden mit noch ein paar anderen Sicherheitsleuten hier schon für Ordnung sorgen.
Und warum sollte ich Neu-Stuttgart verlassen, meine Freunde...
Mein Bruder bezahlt besser als ich. Dein Einkommen dort wird um einiges höher sein als jetzt.
Dafür aber auch das Berufsrisiko.
Natürlich. Ich kann dich zu nichts zwingen, überleg es dir. Geh erstmal nach Hause und schlaf darüber.
Sie standen auf. Nils verabschiedete sich und ging nach unten. Andi wartete schon.
Na, was gabs denn noch wichtiges zu besprechen?
Erzähl ich dir Morgen, lass uns fahren.
LordMordred
28-12-2003, 15:00
Nach kurzer Stille antwortete Lars
„ Ich suche Jason Walker und glaube Sie können mir dabei helfen.“
„Nein, mein Herr da bin ich wohl der falsche Ansprechpartner. Ich bin John Doe und ich kenne keine Namen.“
„Er war aber mit den Bandenkreisen vertraut ihr müsst ihn doch kennen?“
„Mein Herr ich kenne keine Namen. Und meine Sorgen sind derzeit bestimmt keine verschwundenen Leute, die ich nicht kannte. Anfang der Woche wurde meine Werkstatt in die Luft gejagt. Die Gang dieses Viertels wird in einen Krieg hineingezogen, den Sie so nicht gewinnen kann und ich steh mittendrin. Also wenn das alles war, was ihr von mir wolltet, muss ich sie leider enttäuschen.“
„Nein, nicht alles aber das wichtigste für mich. Doch ich bräuchte auch eure Hilfe in Bezug auf meinen Wagen.“
„Ah, dabei kann ich Ihnen schon eher helfen, doch derzeit hab ich nicht viel Zeit noch große Aufträge anzunehmen, doch was kann ich denn für ihr Fahrzeug tun?“
„Ich bräuchte eine Panzerung und der Motor müsste überholt werden!“
„Das mit der Panzerung muss ich leider ablehnen, zumindest zu diesem Zeitpunkt. Dafür bräuchte ich 4 Wochen, den Motor schau ich mir gern morgen an. Das würde ca. 1000 Dollars kosten.“
Es kamen die ersten Shadows in die Bar. Und sahen zu John.
“So ich muss sie jetzt bitten zu gehen, zu ihrer eigenen Sicherheit. Wenn ich ihren Wagen mir ansehen soll, kommen sie morgen gegen 1100 hier in die Bar, ich werde hier sein.“
Dabei komplementierte er Lars aus der Bar. Vor der Bar standen schon die restlichen Shadows. Und bereiteten die Wagen für den Umzug durch das Viertel vor. Alle Wagen bekamen Schwarze Scherpen.
20 Minuten später startete der Wagencorso. Es wurde durch jede Straße des Viertels gefahren und in jeder Strasse wurden 9 Salutschüsse abgegeben und auf das Wohl der Gefallenen getrunken. Nach einer Stunde kamen sie wieder bei James an, dort wurde dann im Gedenken an die 9 weitergefeiert. Die ganze Kneipe wurde nur von 9 Kerzen erleuchtet und die Wände waren mit schwarzen Stoff verhängt. Als die Kerzen runtergebrannt waren, wurde die Trauerfeier aufgelöst.
Der_Mosch
28-12-2003, 15:22
Elf Uhr dreissig. Es war stockdunkel hier draussen, und kalt noch dazu. Aber wenn Malachi an den Rest seines Auftrages zurückdachte, würde das hier wohl der angenehmste Teil werden.
Er hielt einen Koffer in seiner Hand.
Malachi wippte ein wenig, um die Kälte aus seinem Körper zu vertreiben. Hoffentlich würde sich seine Kontaktleute bald zeigen.... er war allerdings selber Schuld, er war schliesslich eine halbe Stunde zu früh da, beflügelt von dem Wunsch, endlich alles über die Bühne gebracht zu haben.
Da zuckte Malachi zusammen. Hatte er da etwas gehört? Schritte? Er duckte sich etwas in eine dunkle Ecke und versteckte den Koffer hinter sich, bereit zur Flucht....
Dean Jarkson saß in seinem Büro und wirkte sehr nachdenklich. Das Eagle Fussvolk hätte beinahe seine Pläne bezüglich den Shadows zunicht gemacht. Nur das Eingreifen der U.T.-Söldner hatte die Auslöschung verhindert. Vorhin hatte er erst mit den neuen Führung telephoniert und alle Aktionen gegenüber den Shadows verboten. Er mußte nun früher als geplant handeln, oder es würde keine Shadowterrorgruppe geben.
Sam stand wieder Gewehr bei Fuß, um neue Anweisungen zu erhalten. Er mußte nicht lange darauf warten.
"Sam, ich habe wieder einen Auftrag für dich, aber diesmal gehts zu den Shadows."
"Zu den Shadows Sir?" fragte Sam verwundert.
"Ja, ich weiß es kommt früher als erwartet, aber wir müssen jetzt handeln. Also ich will dass du diesen Mann hier aufsuchst"
Dean zeigte ein Foto des Betreffenden.
Sam schwieg mit fragendem Blick.
"Das ist John Doe, ein Mechaniker im Canal Bezirk. Miese Gegend, passend zu den Shadows. Vor kurzem haben die Eagles seiner Hütte das Dach weggeblasen. Das sollten wir nutzen. Finde diesen Mann und werbe ihn an, inoffiziel natürlich. Sag ihm, wenn er für uns arbeitet, machen wir ihn zum Führer der Shadows, unstützen ihn matieriel und finanziel und schützen ihn vor den Eagles. das einzige was wir verlangen ist, dass er die Shadows ausbaut und gegen den Staat vorgeht. Wenn er ablehnt, dann tu so als ob du das akzeptiertst, aber hetz ihm und seiner Brut solange den Staat auf den Hals bis er klein beigibt. Hast du das verstanden?"
"ja, Chef." erwiederte Sam mit leichter Unsicherheit. Ihm war klar, dass dieser Auftrag lebensgefährlich war und seinem Chef es nicht interessierte ob er zurückkam. ihn interessierte nur, was U.T. oder besser den Präsidenten von U.T. in der Zentrale in NYC interessierte.
Nachdem Sam verschwunden war, blickt Dean auf die Uhr. Es war spät, bald würde die Polizei einen Höllentrubel verursachen. Die U.T.-Söldner hatten einen der Eagle-Zellen in der Stadtmitte für den Waffendeal auserkoren. Junge fanatische Menschen, die Festnahme würde den Hass der gesamten Miliz und ihrer Sympatisanten stärken. Dann endlich würden sie der neuen Führung bedingungslos folgen.
Auch die Polizei war nicht untätig gewesen, ihre V-Leute hatten sie über alles informiert. Es würde einer der größen Einsätze in der Geschichte der Stadt werden. SEK-Teams, Hubschrauber, eine ganze Legion von Ordnungshütern stand bereit.
Psycho Joker
28-12-2003, 19:45
Paganini war wieder guter Dinge. Einige Tage waren vergangen, er hatte ein wenig herumgefragt und einen Informationsspezialisten gefunden, der in der Lage gewesen war, die Codes zu knacken und die Informationen auf dem Chip zugänglich zu machen. So wusste Paganini nun endlich wo sich der Erste aufhielt. Er war natürlich kein Dummkopf, hatte sein Geld gut angelegt und war ein recht wohlhabender Mann geworden. Hatte sogar sein eigenes Luxus-Penthouse im Nobelviertel... soweit man bei einem Moloch wie Red Mountain von Nobelvierteln reden konnte. Jean-Jacques LeFey, so nannte er sich jetzt... dieser dreckige Verräter. Bald würde er seine gerechte Strafe erhalten. Bald! Paganini blieb vor einer Eingangstür stehen. Nicht bald... JETZT! Seine Waffe deponierte er hinter einer Mülltonne in einer Seitenstraße. Dann steckte er sich eine kleine unscheinbare Kapsel in den Mund und ging ins Gebäude. Nach einigen Sicherheitsüberprüfungen kam er zur LeFeys Sekretärin.
"Wen darf ich melden?"
"Monsieur Niccoló. Ich habe einen Termin."
"Einen Moment bitte." Sie betätigte eine Taste auf ihrem Schreibtisch. "Monsieur LeFey, hier ist ein gewisser Monsieur Niccoló um sie zu sprechen."
"Niccoló? Ich kenne keinen Niccoló", tönte es barsch aus der Gegensprechanlage. Die Sekretärin blickte fragend und leicht skeptisch zu Paganini hoch. Der bewaffnete Leibwächter neben der Tür blickte ihn grimmig an und spannte seine Muskeln, die man sogar durch den Anzug erkennen konnte. Paganini aber lächelte nur gutmütig.
„Sagen sie ihm, ich komme um über ‚Yumen’ zu reden.“
Die Sekretärin zuckte kurz mit den Achseln und betätigte erneut die Gegensprechanlage. „Monsieur LeFey, der Monsieur hier sagt, er käme, um mit ihnen über ‚Yumen’ zu reden.“
„Was? Yumen?“ LeFey klang mit einem Mal äußerst aufgeregt. Es folgte ein langer Moment absoluter Stille. „Lilì... schicken sie den Monsieur bitte herein.“
„Wie sie wünschen.“ Immer noch leicht skeptisch blickte Lilì auf zu Paganini und lud ihn mit einer Geste dazu ein, einzutreten. Dieser bedankte sich mit einem Nicken und ging imemr noch lächelnd durch die Tür, die der grimmige Leibwächter ihm geöffnet hatte. Während Paganini eintrat, hustete er und ließ dabei die Kapsel ungesehen von seinem Mund in seine Faust fallen.
„Wer zur Hölle sind sie?“ war LeFeys erster Satz. „Und was soll das über ‚Yumen’? Was ist das für ein Name?“
„Sie beleidigen mich, LeFey“, antwortete ihm Paganini gereizt. „Ich weiß alles über sie und ihre dreckige Vergangenheit... über Yumen.“
„Wachen... raus! Los alle!“ Als die beiden Leibwächtiger den Raum sichtlich wiederwillig verlassen hatten, wurde LeFey sichtlich wütend. „Pah, was wissen sie schon?! Es war Krieg und ich war Soldat.“
„Ach ja? Gehört es zu den soldatischen Tugenden, seine Kameraden zu verraten? Ihnen in den Rücken zu fallen? Sie sterbend zurückzulassen?“
LeFeys Gesichtsausdruck wandelte sich mit einem Schlag. Er blickte erschrocken und schnappte nach Luft. „Was? Woher...? Wie...? Wer sind sie??“
Paganini lächelte nur grimmig, dann fuhr er beinahe theatralisch fort: „War ich denn nicht auch Soldat...“, er machte einen kurze Pause und fügte dann hinzu: „... Hugh?!“ Als Paganini diese Namen sagte, wurde LeFey sofort leichenblass im Gesicht.
“Woher kennen sie diesen Nam-...“ Hugh Lawrence alias Jean-Jacques LeFey beendete seinen Satz nicht, sondern griff mit seiner linken Hand unter die Tischplatte seines Schreibtisches. Sofort flog die Tür auf und 4 Leibwächter kamen in den Raum. Lawrence hatte eine Art Alarmknopf betätigt. Doch darauf war Paganini längst vorbereitet. Er schleuderte die kleine Kapsel mit aller Kraft zu Boden. Unter einem lauten Knall und einem gleißenden Lichtblitz zerbarst die Kugel und gab einen dicken grauen Nebel frei, der sofort den Raum füllte und allen die Sicht nahm... allen außer Paganini. Der hatte sich vorher genau eingeprägt wo die Leibwächter standen. So schlug er dem, der ihm am nächsten war die Handkante in den Kehlkopf, worauf dieser gurgelnd zu Boden sackte. Paganini schnappte sich seine Waffe und erschoss die anderen 3 Leibwächter. Dann hechtete er aus dem Raum und erschoss Lilì, die Sekretärin, damit diese keine Hilfe holen konnte. Anschließend schritt er seelenruhig zurück in den Raum. Unter 4 Schüssen aus seiner Pistole zerbarst das Fenster in tausend Scherben; der Nebel wurde ins Freie gesogen. Paganini erblickte Lawrence, der immer noch wie erstarrt in seinem Sessel saß.
„So... alter Freund, jetzt zu uns beiden. Na?! Fällt dir langsam ein, wer ich bin?!“
„D-d-das... das kann nicht sein!“ Lawrence stand auf und bewegte sich langsam von seinem Schreibtisch weg und auf eine der Wände zu.
„Nun, wie du siehst, erfreue ich mich bester Gesundheit... alter Kamerad.“
„Wie... wie kann das sein?! Ich habe dich doch gesehen... du-„
„Oh ich weiß... schrecklich viel Blut überall. Aber du wärst überrascht, wie förderlich 6 Jahre Internierungslager und das Bedürfnis nach Vergeltung sich auf die Genesung auswirken.“ Paganini zeigte Lawrence sein grimmigstes, unheilvollstes Grinsen, dann schoss er ihm durch beide Knie, so dass der Kanadier, der eigentlich Südafrikaner war, bewegungsunfähig zusammensackte und unter Schmerzen aufschrie. Paganini schnappte sich einen Brieföffner in Form eines Miniatur-Schwertes vom Schreibtisch und ging auf sein Opfer zu.
„Würdest du für mich eine kleine Botschaft überbringen, Hugh?! Um der alten Zeiten willen.“
Ausschnitt aus dem Autopsiebericht von Jean-Jacques LeFey:
[...]
Der Tote erlitt mehrere Schusswunden; im einzelnen: Je eine Schusswunde an jedem Knie und eine in der oberen Brustregion. Die Verletzung in der Brustregion verursachte eine Lungenblutung, die als unmittelbare Todesursache anzusehen ist.
[...]
Außerdem wurden dem Toten scheinbar noch vor dem Ableben mit einem scharfen Gegenstand mehrere Schnittwunden in der vorderen Stirnpartie beigebracht. Das Tatinstrument konnte als ein Brieföffner identifiziert werden. Der Täter fand diesen offensichtlich am Tatort vor und ritzte dem Opfer damit eine Art Schriftzug in die Stirn. Dieser lautet wie folgt: IJOB 4,8-9. Der Hintergrund dieser Verstümmelung ist nicht bekannt, doch allem Anschein nach hat sie eine art rituelle Bedeutung, da sie noch vor dem Tod des Opfers vorgenommen wurde.
[...]
Malachi schien geradezu von Paranoia bessesn, als er sich zum Treffpunkt begab. Immer wieder der ägnstliche Blick über die Schulter, das systematische Absuchen jeder dunklen Ecke nach potentielle Feinden, den Abstand von Menschenmassen suchen. Vielleicht war er einfach übervorsichtig, aber er trug ein Gerät bei sich, dass zum einem ein dutzendmal im TV gezeigt worden war, zum anderen fürchtete er, dass der rechtmäßige Besitzer den Dieb liebed gerne in die Hände bekommen würde. Er hielt sich einfach an den Grundsatz Vorsicht ist besser als Nachsicht, ausserdem hatte dies ihm in seinem Leben oft genug den Arsch gerettet. In seinen Mantel gehüllt verschwand er in der U-Bahn, er wirkte unauffällig, einfach unauffällig.
Auch die Eagle Zelle macht sich abfahrbereit, 10 junge Frauen und Määner, alle mit dem Gedanken spielend, einen wichtigen und ehrenvollen Job für die Miliz tun zu dürfen. Sie fühlten sich als auserwählte, obwohl sie noch so jung waren. Sie stiegen in ihre Pickups und fuhren los, ihr Ziel der Ayers Rock Schrottplatz im Industrie Bezirk.
In der Dunkelheit wirkten die Berge voll Schrott und Müll wie urzeitliche Tiere oder wie Wesen einer Horrorwelt. Grabestille herrschte, die dem Begriff Autofriedhof eine vollkommen neue Bedeutung gab. Malachi stand allein auf den Platz, inmitten dieses Gebirges aus Metall und Plastik. Er schüttelte jede Emotion und Phantasie ab, die in seinen Geist eindringen wollte. es gab keine Monster aus einer anderen Welt, keine geister die nach den Seelen der Lebenden dürsteten, sondern nur alte Fahrzeuge, Toaster, Sattelaufhänger, Waschmaschinen und sonst irgendwelches Gerät. Kalter Wind rauschte durch die Schluchten, der von den Sauerstoffaufbereitungsalagen herströmte. Malachie blickte auf seine Uhr, die Käufer liesen sich sehr viel Zeit, beunruhigend.
Endlich , in der Ferne leuchteten Scheinwerfer auf. 3 Marshalpickups näherten sich, das Zeichen für Malachi seine Maske überzuziehen. Schlieslich war es immer schlecht, wenn das Gegenüber die Identität kannte. Die Fahrzeuge hielten und etwa 10 Personen stiegen aus. Das grelle Licht der Frontscheinwerfer blendete, auch durch die brille der Maske. Malachi pachte den Koffer in seiner rechten Hand fester. irgendjemand rief etwas zu ihm herüber, aber der Wind trug den Klang der Stimme fort. Mehrmals mußte die Botschaft wiederhohlt werden, bevor er die einzelnen Fetzen zu einem kompletten Satz basteln konnte.
"Wo ist die Ware?"
Malachie hob den Koffe ins Licht, signalisierte damit den Besitz der Ware. Die Gegenseite tat ihren teil und wedelte mit dicken Bündeln grüner Scheine. Der folgende Vorgang lief ab, wie automatisiert.Beide Seiten gingen mit Koffern bewaffnet aufeinander zu.
"Wo ist das Gewehr, das P 88, ich will es sehen" knurrte einer seiner Gegenüber.
Malachi blickte erst misstrauisch, suchte die Gegen nach einem Hinterhalt seiner Partner ab, konnte jedoch nichts feststellen. Dann endlich öffnete er den schwarzen Kasten. In ihm lag das Objekt der Begierde, das P 88 A, die laut U.T. Military Researches die neue Generation der Projektilwaffen darstellen sollte. Mit einer Handbewegung deutete Malachi an, dass er nun seinen Anteil haben wolle. Es lief perfekt.
Ein jeder wollte gerade nach dem für seine person bestimmten Koffer greifen, als plötzlich alles um sich herum lebendig wurde. Zwei Hubschrauber rasten vom Himmel herab auf die Gruppen zu, badeten die Anwesenden im Flutlich ihrer Scheinwerfer. wie aus dem Untergrund wuchsen plötzich dunke gekleidete und bewaffnete Menschen aus dem Boden. In die Gassen zwischen den Schrottbergen stellten sich weiße Polizeiwagen quer und blockierten den Weg. Ein Farbengewitter aus Blau und Rot, dass von den Dächern der Fahrzeuge ausging ging hernieder.
"Hier spricht die Polizei. Sie stehen hiermit unter Arrest, nehmen sie die Hände über den Kopf und warten sie weitere Befehle ab" brüllte eine Stimme durch ein Megaphon. Verwirrung machte sich breit und irgendwer verlor die Nerven. Ein Schuß peitschte durch die Nacht und schlug irgendwo entfernt ein. Dann explodierte die Situation, Kugeln pfiffen durch die Luft, Nebel aus Tränengasgranaten verdeckten die Sicht, Schreie und Befehle ertönten. Die Beamten waren mit Infrarotgeräten ausgestattet, den Eingekesselten damit überlegen. Dennoch versuchte Malachie die verwirrung zu nutzen, in dem er in Berg aus Autowracks sprang.
Er wusste nicht wie, aber irgendwie schien ihn das Schicksal mit einer immensen Portion Glück ausgestattet zu haben, denn er erreichte das Ende des Schrottplatzes. Körperlich hatte er bei seiner Flucht einiges an Blessuren mitgenommen, seine Kleidung war zerissen, seine Haut mit Wunden durch die Metalle übersäht. Aber er lebte, dass war wichtig. Aber wie lange noch? Die Eagles würden ihm die Schuld in die Schuhe schieben, auch die Polizei würde ihn wohl nicht so schnell vergessen.
Dabei wusste er noch nicht einmal, dass noch eine dritte Partei Jagd auf ihn machen würde.
Sein Job auf dem Mars war langweilig, einfach nur langweilig. Auch die anderen Soldaten schienen gelangweilt zu sein, also beschlossen sie zu tun, was die meisten gelangweilten Soldaten der Welt machen: Bars und Kneipen auseinander zunehmen und dort paar Weiber aufzureißen ;), das müsste doch auf einem fremden Planeten doch besonderen Reiz bieten.
Doch auch hier - Fehlanzeige. Alles wirkte wie ein billiger und langweiliger Abklatsch der Erde. Eher wurde einem noch das letzte bisschen Spaß missgönnt, denn die absolute Sperrstunde begann in Red Mountain schon um 1Uhr.
Eines Tages wollte O`Neil eigentlich schon um 22Uhr wieder in die provisorische Kaserne zurückkehren, doch einer seiner Kameraden überzeugte ihn noch mit zu 'Harrys Bar' zu gehen, er hätte diese Bar als beste in ganz Red Mountain empfohlen bekommen. O`Neil hoffte dass jetzt endlich richtig die Post abgehen würde, doch als sie die Kneipe betraten, trat schnell Ernüchterung ein. Hinter dem Tresen stand ein griesgrämig dreinschauender wird, um den Stammtisch saßen ein paar Kartenspieler, in der Ecke standen altmodische Flipperautomaten und an der Decke staute sich Tabakqualm.
O`Neil sagte zum 'Barexperten' der ihm diese Bar empfohlen hatte: 'Ach was, ich hau ab!' Der entgegnete jedoch: ' Warts ab.' und ging auf einen unauffällig in der Ecke stehenden Mann, sagte ihm etwas, gab ihm einen kleinen Zettel und deute zu O`Neil und den anderen Soldaten herüber. Der Mann machte ein Handzeichen, das sie kommen sollten und führte sie durch ein Hinterzimmer, eine Treppe hinunter. Dort öffnete er eine schwere Metalltür und offenbarte ihnen einen riesigen Raum aus dem wohlriechende Düfte kamen und der von einer seltsamen Violetten Beleuchtung erhellt wurde.
O`Neil dachte das sei irgendeine xy-Disco und wollte schon wieder rausgehen, doch nach zwei tiefen Atemzügen verschwanden all seine negativen Gedanken und ihm viel sofort diese lächelnde Frau in der Ecke auf. Seinen Kameraden schien es nicht anders zu gehen.
Er amüsierte sich köstliche mit der Frau, die die Tochter des Wirtes hier war und Lexa hieß. Gegen 24:30 zupfte einer seiner Kameraden O`Neil am Arm und sagte, 'Hey, wir müssen weg, gleich is Sperrstunde', doch das war O`Neil egal, er winkte ab und blieb viel lieber bei Lexa und diesem guten Geruch in der Bar...
Hier ist Australian Daily News Network am 14. Febraur 2118
Canberra/Rock Springs:
Die Regierung in Canberra hat heute überraschenderweise bekanntgegeben, dass bis 300 Mann der Streitkräfte auf den Mars verlegt werden. Bürgermeister Wintina hatte am gestrigen Abend eineentsprechende Bitte an den Primierminister formuliert.
In einer in der Nacht stattgefundenen Pressenkonferenz gab Gerald Witina an, dass er die Situation nicht mehr unter Kontrolle habe, nachdem sich weitere Anschläge ereignet hatten. Er schliesst nicht aus, dass diese Anschläge im Zusammenhang mit den gestrigen Festnahmen mehrer Mitglieder der Dark Eagles Miliz stehen. Nur wenige Stunden nach der Festnahme wurden das Versorgungamt und eine Polizeistation mit Sprengkörper beworfen und schwer beschädigt. Witina begründete seine jetzige Entscheidung damit, dass er es nicht zulassen werde, dass man die Infrastruktur der Stadt zerstöre. Er halte jedoch den Einsatz von Truppen weitehin für falsch, aber er könne auch nicht das Leben der Sicherheitskräfte willkürlich in Gefahr bringen.
Die ersten 15 Mann werden bereits heute noch in Rock Springs erwartet, welche zum Austauschprogramm Ex-Commonwealthnationen gehören. Da die Verlegung von der Erde mindestens zwei Tage benötige, werde diese Truppen dem australischen Militär unterstellt. Eine solche Vereinarung hätte die Regierungen in Ottawa und Canberra bereits lange vorher getroffen. Die Regierung in London zeigte sich ebenfalls besorgt über die Situation und bot seiner ehemaligen Kronkolonie die Unterstützung durch SAS-Verbände an. Dazu jedoch gab es aus der Hauptstadt noch keine Stellungnahme.
Als O`Neil am nächsten Morgen aufwachte hatte er seltsamerweise, trotz des heftigen Rausches gestern, keinen Kater. Als sein Blick auf die Uhr, die schon kurz nach elf anzeigte, fiel, erinnerte er sich daran, dass seine Wache eigentlich schon vor einer halben Stunde hätte beginnen sollen. Schnell sprang er aus dem Bett, zog Hemd und Hose an, gab der noch schlafenden Lexa einen Abschiedskuss, kritzelte irgendetwas auf einen Zettel und stürmte zum Zimmer heraus in Richtung Straße. Er rannte so schnell wie er nur konnte in Richtung der Station. Sein Vorgesetzter würde mächtig sauer und weitere nächtliche Ausflüge würde er sich für die nächste Zeit abschminken können.
Doch als er Polizeirevier erwartete ihn etwas ganz anderes: Vor der Tür standen einsatzbereite Busse und es herrschte ein eifriges Gewusel. Jeder der Soldaten schleppte Koffer und Waffen durch die Gegend. Verwundert ging O`Neil zu seinem Zimmer, wo er einen Zettel an der Tür fand:
Befehl an Einheit 125 unter Col. O`Neil
Sie werden umgehend auf eine andere Basis verlegt. Ihr neues Einsatzgebiet wird die australische Kolonie Rock Springs sein. Im Zuge des Austauschprogramms unter Ex-Commonwaelthnationen unterstehen sie ab sofort australischem Hoheitsbefehl. Ihre Einheit wird für die Dauer der Intervention in die Royal Australian Army integriert, ihr Verbindungsoffizier wird General Finnigan sein. Sie werden zusammen mit den australischen Verbänden aufgefordert die wachsende Unsicherheit in Rock Springs zu bekämpfen.
Da die australischen Truppen erst in wenigen Tagen auf den Mars verlegt werden können, unterstehen sie bis zur Ankunft des Generals dem Polizeipräsidenten von Rock Springs. Sie haben sich unverzüglich nach Rock Springs zu begeben, ein Konvoi des RS PD wird den Transport übernehmen.
General Bonaparte
Royal Canadian Ministry of Defense
Ottawa, Canada
14th Febrary 2118
Als er diesen Zettel verdutzt las, rannte ein Leutnant an ihm vorbei und rief: Bewegung, Sir, Abmarsch ist um 1400. O`Neil, der jetzt noch verwirrter war, bemerkte zu allem Überfluss auch noch, dass er seine Jacke, samt Ausweis und Visum in der Bar vergessen hatte. Bis 14Uhr würde er es niemals schaffen diese zu holen. In Gedanken versunken suchte er eine Lösung für sein Problem, als ihn jemand rief:
Colonel O`Neil hier möchte sie eine gewisse Alexandra Schmidt sprechen.
Ohne zu wissen wer das jetzt sein könnte begab sich O`Neil in die Lobby der Polizeistation. Dort wartet Lexa, mit seiner Jacke in der Hand. Sie kam auf ihn zu und sagte:
Ich glaube die hast du vergessen.
Wie hast du mich gefu...? Gefunden?, fiel ihm Lexa ins Wort, anhand deines Ausweises war das gar nicht so schwer.
Öhmm, ja komm erstmal mit hoch, antwortete O`Neil.
In seinem Zimmer fand Lexa den Marschbefehl und sagte: So, so, du willst also einfach abhauen...
Nein, entgegnete ihr O`Neil, ich habe von dem Befehl nichts gewusst.
Und wie soll es nun mit uns weitergehen, jetzt wo du weg musst ?!, fragte ihn Lexa.
Also das weiß ich auch nicht so genau...
COLONEL!, brüllte jemand die Treppe herauf, Beeilen sie sich! Gleich ist Abmarsch!
Jetzt helfe ich dir erstmal deinen Koffer zu packen., sagte Lexa.
Hier ist meine Nummer, ruf mich an wenn du Zeit hast., verabschiedete Lexa O`Neil, als dieser schon auf dem Trittbrett des Busses stand. O`Neil nahm den Zettel, gab Lexa einen letzten Kuss und stieg in den Bus. Gleich danach schlossen sich die Türen und der Bus setzte sich in Richtung Rock Springs in Bewegung.
LordMordred
29-12-2003, 19:27
John Doe wachte auf ging in die Werkstatt, sah nach seinem Gast er war weg. Es lag eine Schrotpatrone auf dem Zettel. Er las die Worte, die sein Gast darunter geschrieben hatte. Es dauerte einen Moment bis er die Worte entziffert hatte. Er vertraute darauf das er wieder kommen würde.
Er ging in die Werkstatt und machte sich an die Arbeit. Der Jeep musste am Heck noch gepanzert werden. Es war noch sehr früh als die Hunde anschlugen. John Doe zog seine Schrotflinte und öffnete die Tür. Es stand ein drahtiger Anzugträger vor seiner Garage. Doe schickte seine Hunde auf ihren Platz, was sie widerwillig auch taten. Danach wandte sich Doe diesem Bürohengst zu.
“Sie wünschen?“
„Ich habe Ihnen einen Vorschlag zu unterbreiten!“
„So? Und der wäre?“
„Ich kann Ihnen Unterstützung gegen die Eagles anbieten!“
„Aha. Kommen sie doch bitte herein der Herr. Und seien sie vorsichtig, nicht das Ihr hübscher Anzug noch Schaden nimmt.“
Doe warf Werkzeug von einem Stuhl und bot diesen dem Herrn an. Dieser setzte sich darauf.
„So nun erzählen sie mal!“
„Mein Auftraggeber bietet Ihnen Unterstützung an und den Schutz vor den Eagles. Sie müssen nur die Shadows ausbauen und mit diesen die Staatshoheit angreifen.“
„Wie kommen sie dann auf mich. Diese Angelegenheit sollten sie mit dem Leader der Shadows besprechen, nicht mit einem Mechaniker.“
„Ja, doch sie sollen der Leader werden der Shadows.“
„Ich werde kein Leader! Ich bin Mechaniker und das will ich auch bleiben. Ich kann Ihnen anbieten mit dem Leader zu reden. Er wird dafür bestimmt zugänglich sein. Ich kann auch gerne als Mittelsmann dienen, doch ich werde nicht den Leader der Shadows absetzen, denn er ist ein Kumpel von mir und alle noch verbliebenen Shadows haben vertrauen zu Ihm.“
„Dass kann ich nicht entscheiden, aber es hört sich an als ob es das gleiche wäre.“
„Naja nicht das gleiche. Aber wie sollte die Unterstützung denn dann aussehen?“
„Es würde sich um finanzielle Unterstützung handeln, außerdem können wir Ihnen Material beschaffen. Wie zum Beispiel Waffen, Fahrzeuge und ähnliches.“
„Hmm, wie gesagt ich werde mit dem Leader reden, aber ich glaube ich kann Ihnen da schon eine Zusage geben. Wie kann man sie denn erreichen?“
„Sie können mich unter dieser Nummer erreichen!“
Mit diesen Worten gab er Doe einen Zettel auf der eine Nummer stand. Und ging wieder aus der Tür. Doe stand in seiner Werkstatt und lies sich das Gespräch noch einmal durch den Kopf gehen. Kurz darauf ging er zu James und hoffte dort Wolf zu sehen. Er kam in die Kneipe und dort sass auch Wolf bei einem Kaffee. John ging direkt zu ihm.
“Ich grüße dich, Wolf.“
„Morgen. So förmlich? Was gibt es?“
„Ich hatte gerade ein Gespräch mit einem Bürohengst!“ .....
Doe erzählte Wolf alles. Und dieser hörte es sich in aller Ruhe an. Danach bestellten sie sich erst mal 2 Bier.
„Na das sind doch endlich mal bessere Neuigkeiten. Wir bekommen finanzielle und materielle Unterstützung dafür, dass wir ein paar Spässchen gegen die Staatshoheit unternehmen! Na dann können wir endlich zurückschlagen.“
„Ja, lass uns darauf einen trinken“
Sie stießen auf den neuen Deal an.
Darkwolf
30-12-2003, 21:55
Lars hatte die letzten Tage öfters in James' Bar vorbeigeschaut, aber nie hatte er John Doe antreffen können. Heute wollte er es noch einmal versuchen. Jetzt, da Truppen in der Stadt waren, wollte er seinen Porsche auch WIRKLICH gepanzert haben. Er war zwar ein relativ gesetzestreuer bürger... aber relativ war sehr... relativ zu sehen. Und wer weiß, auf was für Geschehnisse diese Stadt zusteuerte... Hier würde es vermutlich bald recht heiß hergehen. Am liebsten wollte er vorher seinen Job erledigt haben, und sich so schnell wie möglich wieder verpissen.
Die Türsteher kannten ihn mittlerweile, und ließen ihn ohne Probleme passieren, und auch James winkte ihm zu.
Nabend James! Na, hab ich diesmal Glück?
Ja, ich denke doch... John sitzt da drüben, bei Wolf. ich weiß nicht, ob er grade gestört werden will, aber das wirst du schon herausfinden.
Lars entschloss sich, einen moment zu warten - die beiden schienen in ein intensives gespräch vertieft zu sein, und da wollte er ungern stören. er selbst würde dann nicht sehr freundlich reagieren. Und deshalb störte er in solchen situationen eher ungern. Also bestellte er ein Bier, was er sofort wieder bereute, als er den ersten Schluck genommen hatte. Er war nunmal deutsches Bier gewöhnt, und daher kam ihm das Bier hier wie Spülwasser vor. Aber nunja... manchmal musste man seine ansprüche eben etwas senken.
Als er sein Bier geleert hatte, erhob er sich von dem Barhocker, und trat an den Tisch, den James ihm eben gezeigt hatte.
Sind Sie John Doe?
Vielleicht. Wer fragt das denn?
Mein Name ist Lars. Ich würde gerne ihre besonderen Dienste in Anspruch nehmen...
John warf einen Blick zu Wolf und grinste breit.
Meine Dienste scheinen im Moment ziemlich gefragt zu sein. Um was geht es?
Nunja... es sind mehrere Dinge. Zum einen könnte mein Porsche, der draußen vor der Tür steht, ein wenig mittelschwere Panzerung vertragen... mit allem drum und dran, versteht sich. Stärkere Bremsanlage, größerer Motor... man will ja auch den Spaß am fahren nicht verlieren. Und zum anderen... ich suche jemanden. Jason Walker. Mein Auftraggeber möchte gerne ein paar Worte mit ihm wechseln, weil sich Jason seit geraumer Zeit nicht bei ihm gemeldet hat.
Nunja... das erste wird nicht ganz billig, das ist klar?
Das sollte nicht das Problem darstellen... solange ich kein gigantisches vermögen dafür hinblättern muss, ist es in ordnung - und wie sieht es mit dem zweiten Punkt aus?
Ich weiß nicht... ich werde es mir überlegen. Er nahm einen Bierdeckel, kritzelte eine Adresse darauf, und reichte den Bierdeckel dann Lars.Da werden sie mich finden... und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich möchte mit meinem Freund hier noch ein paar Dinge bereden.
Lars nickte nur, drehte sich um, und ging wieder zum Tresen, wo er sich noch einen Wodka und ein paar Gläser Coke genehmigte. Dann verließ er die Bar, stieg in seinen Porsche und fuhr zurück in sein Motel. Er musste nachdenken
[RPG OFF]Sorry LoMo, ich war letztens nicht da, udn von daher hab ich deinen Ansatz von oben einfach mal ignoriert und dich so zum gespräch gebracht.[/RPG OFF]
Der_Mosch
30-12-2003, 23:18
Malachi war dreckig. Dreckig und nass, und wütend. Wie konnte nur so etwas passieren, das sich mit genügend Vorsicht hätte vermeiden lassen!
Er schob sich etwas näher an den Radiator.
Malachi hatte sich eine notdürftige Unterkuft in einem anscheinend nicht mehr benutzten Heizungskeller eingerichtet. Hier würde man ihn wohl kaum suchen, auch wenn der Komfort zu wünschen übrig liess. Am liebsten würde er den Mars, dieses verfluchte Stück Land sofort wieder verlassen, zurück nach Italien, zurück zur Sonne....
Zurück zu den Erinnerungen.
Nein.
Malachi stand vom Boden auf. Es war nicht die Tatsache, dass er eh festgenommen werden würde, wenn er versuchen würde, auszuchecken, die ihn davon abhielt, zu fliehen. Es war seine Schuld. Malachi hatte John Doe seine Dienste versprochen, und bei Gott, das würde er einhalten. Er war sich nicht sicher, was nun als nächstes zu tun sei. Vielleicht sollte er im schutze der dunkelheit John kontaktieren. Ihn fragen, ob er irgendwelche Probleme hätte. Ihm helfen.
Ihn um etwas zu essen bitten.
Durch das Kellerfenster schien die Dämmerung hinein. Würde es John Doe nicht geben, hätte Malachi sich festnehmen lassen. Er stellte es sich als Erleichterung vor. Als Abschluss einer Laufbahn, die er nie haben wollte.
Als Sühne.
Ehrlos.
Malachi rollte eine Träne über das Gesicht. Er würde zu John gehen. Er würde bezahlen, was er in Anspruch genommn hat.
Und dann würde er bezahlen, was andere in Anspruch genommen haben.
Kurz vor Ankunft in Rock Springs erschien der Polizeipräsident von hiesige auf den Bildschirmen im Bus um die Legionäre kurz einzuweisen:
"Es tut uns aufrichtig Leid, das alles derart kurzfristig geschehen ist, doch die Lage hier spitzt sich dramatisch zu. Mit unseren Pistolen und kleinkalibriegen Gewehren können wir den organisierten keine Parolie mehr bieten. Genauere Anweisungen über ihren Einsatz erhalten sie im Polizeipräs..."
Die Übertragung brach plötzlich ab als der gepanzerte Militärbus, der gerade durch ein zwielichtiges Viertel in die Stadt fuhr, von einer heftigen Detonation erschütert und die Übertragungsantenne zerstört wurde.
Der Busfahrer brüllte: "Straßensperre!" Und leget gleich den Rückwärtsgang ein, doch auch nach hinten wurde die Straße von einem aus einer Seitenstraße hereingefahrenen LKW versperrt. Der Bus wurde von allen Seiten mit allerlei Waffen beschoßen, deren Geschoße aber an der Panzerung abprallten.
O`Neil rannte vor zum Busfahrer und fragte ihn: "Schaffts der Bus da durchzubrechen?" Der Busfahrer entgegnete: "Vielleicht, wenn ich die vordere Panzerung verstärke, aber Versprechen kann ich nichts!" "Versuchen Sie's!", befahl O`Neil und gab an die anderen Soldaten durch: "Alle Mann festhalten, gleich wirds holbrig!"
Der Fahrer betätigte einige Knöpfe und eine Art Metalwand verschloß die Vorderscheibe. Auf gut Glück!, sagte er und gab Vollgas. Der Bus durchbrach den vor ihm stehenden LKW in der Mitte und schleifte diesen noch einige Meter mit.
"Gute Arbeit", lobte der Colonel den Busfahrer, "Jetzt aber schnellstens zum Polizeipräsidium."
LordMordred
31-12-2003, 00:41
John Doe hatte den Nachmittag damit verbracht den Jeep zu panzern. Zuvor hatte er die Nummer angerufen und zwei gepanzerte Fahrzeuge, zwei Sniperrifle und schwere Waffen bestellt. Er war gespannt was davon ankommen würde. Außerdem hatte er Mr. Smith angerufen, dass er vorerst nichts von dem mehr brauchte was er von im bestellt hatte, aber er würde natürlich noch den Rest abnehmen den er schon besorgt hatte. Sobald er dies bringen würde bekomme er auch sein Geld. Am Abend ging er noch mit seinem Hunden raus. Als er zurückkam, sah er einen dunklen Schatten in der Ecke seiner Werkstatt verschwinden. Er öffnete die hinteren Türen, lies seine Hunde raus welche sofort auf den Schatten zustürmten. Sie standen vor dem Schatten und bewegten sich nicht mehr. Nun stieg John aus und ging auf die Person zu. Er kannte seinen ehemaligen Gast als er näher kam.
“APOLLO, MORDRED HIER!!“
Die Hunde verliesen ihre Beute und reihten sich links und rechts neben Ihm ein. Doe sah Malachi an.
“Tut mir leid, doch ich muss leider vorsichtig sein.“
Dabei sah sich Doe sein Gegenüber an. Er stand immer noch regungslos in der Ecke. Malachi hatte den zerfetzten Mantel von Doe an und war von oben bis unten durchnässt.
“So du bist immer noch mein Gast also komm mit rein.“
Doe nahm Malachi mit in seine Werkstatt die Hunde schwänzelten nun um ihn herum. Doe lobte sie und sie bekamen ihr Leckerli. Danach schickte er Malachi erst mal ins Bad und bereitete in der Küche erst mal Kaffee und etwas zu essen vor. Als Malachi wieder die Küche betrat, sah er schon wesentlich besser aus.
“So ess dich erst mal satt, ich muss leider erst mal weg.“
Malachi sah Doe an. Das einzige was er sagte war:
“Danke!“
Doe fuhr zu Wolf. Wolf erzählte ihm, dass keine Polizei mehr hier Streife fährt. Wolf hatte mit einem Kampf der Leader sich die Sharks einverleibt. Dadurch hatten sie ihr Gebiet verdoppelt und die Shadows zählten nun wieder 23 Mann. Er hatte ihn nicht getötet was die Kontrolle der Sharks erleichterte, denn so war ihre Struktur erhalten geblieben. Doch zusammen hatten sie jeden Streifenwagen aus ihrem gebiet vertrieben oder zerstört. Wolf sah zu Doe:
“Ich hoffe nur das die Conection die du aufgetan hast, dass hält was sie versprochen hat, andernfalls wären wir jetzt ziemlich in den Arsch gekniffen, denn die Cops bekommen jetzt Unterstützung von der Armee. Du weißt das bedeutet, dass wird jetzt wirklich hart, wir brauchen Munition, denn ich werde jedem Schiessunterricht geben und ich hoffe auf dich, dass du denjenigen die fahren sollen, hilfst!“
„Sicher werde ich das tun, und das mit der Munition werde ich sofort noch nachordern.“
Doe zog seinen Comlink heraus und wählte die Nummer.
“Ja Doe hier!.......
Wir brauchen noch Munition, für jede Waffe noch ca. 1000 Schuss!..........
10 Leichte MG’s, 2 schwere MG’s, und ca. 20 7,62 mm Repetierer und natürlich die Waffen die sie Liefern!.........
Ja für jedes 1000 Schuss. ...........
Nein ich bin nicht Wahnsinnig. ...............
Ok, dann 10000 Schuss für die leichten MG’s, 5000 Schuss für die schweren MG’s und ca 10000 für die Repetierer. Für die Waffen die sie uns liefern ausser den schon genannten benötigen wir aber 1000 Schuss pro Waffe, damit wir damit umgehen können..........
Ja ist in Ordnung es muss ja nicht morgen sein, aber wir benötigen dies um unsere Jungs darin zu üben!.......
Ja wir werden sehen. Ich danke schon mal für ihre Hilfe! Wir hören uns.“
Doe sah wieder Wolf an.
“Du hast es ja mitbekommen. Wir werden sehen was davon hier ankommt.“
„Na so können wir ein bisschen trainieren.“
„Ja, so ich hab einen Gast ich muss dich leider verlassen.“
„Das versteh ich. Wir sehen uns.“
Doe drehte sich um und ging zur Tür.
„Doe?“
„Ja!“
„Kann ich dir morgen unsere Fahrer schicken?“
„Ja tue das, doch dann brauch ich deine Schrauber noch, denn ich habe heute einen Auftrag angenommen, dafür bräuchte ich ihre Hilfe!“
„Ja, das geht in Ordnung!“
„Gut dann schick sie morgen zu mir. Wir sehen uns!“
„So Gott will!“
So verliess Doe Wolf und fuhr zurück. Malachi war gerade erst fertig mit Essen.
“Abend mein Gast!“
„Abend.“
„Habt Ihr denn schon eine vernünftige Unterkunft?“
„Eine Unterkunft. Ja. Vernünftig, man kann darin leben.!“
„Wenn ich darf biete ich Ihnen hiermit meine komplette Gastfreundschaft an. Das heist sie können sich hier bewegen wie sie wollen, wir müssten dann nur noch ein, zwei Formalitäten erledigen. Sie müssen sich aber nicht jetzt entscheiden, schlafen sie erst mal aus.“
„Was ist mit meiner Schuld?“
„Die kann auch bis morgen warten.“
So brachte Doe Malachi zu der ihm bekannten Couch. Malachi legte sich hin und war auch fast sofort eingeschlafen.
Doe ging in die Werkstatt und machte sich daran den Van zu panzern. - Ja es gab viele Stränge, die sich nun verstricken. Warum war er mittendrin? Was sollte ihn davon abhalten sein Geld zu nehmen und sich in der Nähe von München ein schönes leben zu machen? -
Darkwolf
31-12-2003, 16:00
Lars stand auf, frühstückte und rasierte sich. Dann griff er zu seinem abhörsicheren Handy und wählte die Nummer seines Auftraggebers.
Ja? Wer ist da?
Ich bin's, Lars. Sag mal... du hattest mir etwas von dem Lager erzählt, in Rock Springs... Was hat der Informant da gelagert? Vielleicht gibt es hier jemanden, dem ich einen Gefallen tun muss - oder möchte, wie man's nimmt...
Nunja... Ich war vor ein paar Monaten mal da... wenn man sich das Lager anguckt, könnte man meinen, Jason habe eine Sondereinheit aufziehen wollen... Fahrzeuge, Motoren, Panzerungsmaterial, Nachtsichtgeräte, kugelsichere Westen, Waffen... zwar alles nicht auf Armee-Standard und auch nicht ganz neu... aber nicht schlecht. Russische Sturmgewehre vom Typ AK12 mit aufsetzbarem Schalldämpfer, automatische Schrotflinten, Maschinenpistolen... nicht zu vergessen 1 schweres Browning MG, und sogar ne alte Bushmaster 25mm Maschinenkanone hat der Kerl aufgetrieben und auf nen Van montiert. Insgesamt ausrüstung für ne Truppe von ... 8 bis 10 Mann.
Das klingt super... das ist genau das was ich brauche, denke ich!
Wieso, was hast du vor? Willst du nen Bürgerkrieg anfangen?
Naja... so wie es hier aussieht, brauche ich das nicht mehr... und eigentlich will ich möglichst von hier verschwunden sein, bevor es RICHTIG heiß hergeht hier. Ich melde mich wieder!
Lars legte auf, dachte kurz nach, und verließ dann eilig das Motel. Im Auto blickte er auf den Zettel, den John Doe ihm gegeben hatte, programmierte sein Navigationssystem und fuhr los. Erst zum Lager, das Jason angelegt hatte. Der Boss hatte recht gehabt... hier lagerte ne hübsche Menge an Ausrüstung...
Der Van, von dem der Boss ihm erzählt hatte, sah eher schon aus wie nen kleiner Schützenpanzer, so schwer war er gepanzert. Dann war da noch ein Pickup, bisher ungepanzert, aber das nötige Material lag bereit. Auf dem Pickup montiert war ein Caliber .50 Maschinengewehr.. hübsch.
Vielleicht konnte er so die Panzerung seines Porsches bezahlen, und John Doe noch einen gefallen tun... die Gangs schienen schweres Gerät ja gut gebrauchen zu können.
Er blickte sich nochmals in dem Lager um.. da waren die Waffen - sogar eine Bazooka 3 LAW war dabei, mit ein paar Schuss Munition... zwar nicht stark genug, um nen Panzer zu knacken... aber für nen Schützenpanzer würde es wohl reichen. Außerdem Unmengen an Munition für die Sturmgewehre...
Und ein 7,2Liter 16Zylinder Biturbo! WOW! der würde seinem gepanzerten Porsche sicherlich den nötigen Schub verleihen! Wenn man ihn irgendwie eingebaut kriegte... aber das sollte Johns Problem sein, nicht seins.
Lars wühlte ein wenig unter den Panzerplatten, Kevlarmatten und anderem zeug, was in einer Ecke der Halle auf einem großen Haufen lag... und da fand er ihn. Jason. Offenbar hingerichtet, soweit Lars beurteilen konnte, mit 2 Schüssen in den Hinterkopf. jetzt stellte sich nur die Frage: Wer hatte die Leiche hier hineingeschafft, und die ganze ausrüstung, deren Wert in die Millionen ging, einfach liegen- und stehengelassen? Und danach die Tür wieder abgeschlossen, und den schlüssel genau da versteckt, wo er vorher auch war? sehr seltsam... hier würde er weiter nachforschen müssen...
Er verließ die Halle wieder, brachte das Schloss an, und fuhr zu der Adresse, die John ihm gegeben hatte. Wütendes Hundegebell begrüßte ihn... und wenige Sekunden darauf ein relativ gut gelaunter John Doe.
So, du meintest es also ernst gestern abend...
So halbwegs. Ich hab mich etwas... umentschieden. Zu viele Truppen hier... ich hätte doch lieber schwere Panzerung, als mittelschwere.
Und wie sieht es mit dem anderen Job aus? Diesem... Jason? Oder wie hieß er gleich?
Das hat sich erledigt... ich habe ihn gefunden. Tot. Aber noch nicht lange... vielleicht 2 tage. Darum werde ich mich erstmal selbst kümmern.
Und die Bezahlung? Für Panzerung, Fahrwerk, Motor, Bremsanlage etc musst du schon einiges springen lassen...
Ich würde gerne in Materialien bezahlen... Panzerungsmaterial und nen Motor habe ich... wenn du es irgendwie schaffst, nen 7,2liter 16Zylinder Biturbo in die Karre einzubauen...
John wirkte etwas verdutzt
Wo hast du denn das PS-Monster aufgetrieben? Die letzte Karre, die ich mit so'nem Motor gesehen habe, hatte 1800 PS und an die 2100Nm Drehmoment - und hat gesoffen wie nen loch, aber das stört ja nicht... ich denke, vielleicht krieg ich den irgendwie in deinen Porsche montiert. Aber das der nächste Baum dir gehört, ist dir wohl klar, oder? Gut, damit wären die Materialkosten gedeckt... und wie sieht es mit meinen Arbeitskosten aus?
Du wirst reichlich bezahlt werden... wie wäre es mit Russischen Sturmgewehren, Automatikschrotflinten, Kevlar-Westen, Nachtsichtgeräten, einem schweren MG, das auf nen Pickup montiert ist - der noch gepanzert werden müsste, aber das Material ist auch vorhanden - und, als "kleines Extra": Eine Bushmaster Maschinenkanone. Zwar schon was älter, das Modell, aber mit der entsprechenden Munition... Das Ding ist auf nen extrem schwer gepanzerten Van montiert... - Wie sieht's aus? Interesse?
Dean Jarkson wirkte etwas nachdenklich, als er auf seinem Monitor die Bestellliste der Shadows durchlas. Alles im alten waren das ziemlich alte Modelle, die mit der modernen Munition oft nichts anzufangen wussten. Zwar hatte die U.T. Security noch einiges an alter Munition über, aber ob das ausreichen würde?
Er blickte nochmal auf die Liste, die Sturmgewehre waren zwar schon miendestens 50 jahre alt bzw. viele stammten noch aus dem 20 Jhd., aber sie dürften in der Lage sein auch neuwertige Munition nutzen zu können. Allerdings bezog sich das nur auf die moderne P-Muniton, L-Modulle würden noch nicht einmal in die Fassung passen. Was ihm am meisten Sorgen machte, waren die Karabiner. Nun gut, man würde es testen müssen, ob sie in der Lage waren, die alte Munition aufzunehmen.
Aber er konnte zufrieden sein, wieder eine Gruppe auf der Gehaltsliste von U.T. Heavy Industries Inc., sein Chef in New York würde zufrieden sein.
Nun aber zu den Wünschen nach modernem Gerät. Vieles mußte er einfliegen assen, die getarnten Waffenschmieden waren noch zu klein und unproduktiv. Er entschied sich die hochertigen G 48, M 34 oder AK 77 diesmal aussen vor zu lassen und anstatt die hauseigenen P 45 zu liefern. Diese waren zwar nicht so gut, wie die 3 anderen Modelle, aber um einige billiger herzustellen und zu schmuggeln. Allein Heckler & Koch weigerte sich zur Zeit Waffen an NGOs zu verkaufen, ohne dass diese staatliche Kennzeichnungen hatten. Es blieb als nichts anderes übrig.
Die Nachricht dass sich nun doch Truppen nach Rock Spring begeben würden war für Dean ein wunderbares Geschenk. Zwar würde sich jetzt das Zeitfenster für Material langsam schliesen, aber nun konnte der Tanz losgehen. Die Motorenfabrik von U.T. (U.T. war einer größen Arbeitgeber in Rock Springs und mit entsprechend vielen Fabriken ansässig) wurde nun zur Waffenfabrik umodelliert, die Gangs sollten bald auf gepanzerte Fahrzeuge hoffen können. Vor allem Fahrzeuge, die dem Militär kopfzerbrechen bescheren würden.
Das Wasser war herrlich warm. Nils entspannte sich und lehnte seinen Kopf gegen das Gummikissen am Kopfende seiner Badewanne.
Mehr Geld verdienen... Er schloss die Augen.
Neu-Stuttgart verlassen...
Seine Freunde...
War es ihm das Wert? Er dachte nochmals nach. In Rock Springs würde er vermutlich mehr riskieren... vielleicht sogar viel mehr... aber es war auch eine Herausforderung, die in reizen würde. Doch seine Freunde... er verließ sie ja nicht für immer... oder doch? Nein, Kontakt halten konnte man. Finanziell würde es sich in jedem Fall lohnen... doch war er nur auf das Geld aus? Bedeutete Geld ihm so viel? Mehr als Freundschaft... diesen Gedanken verwarf er sogleich. Nein, er gab seine Freunde ja nicht auf und er war sicher, sie würden das gleiche tun.
Das Wasser in der Wanne wurde langsam kühl. Er stieg aus, trocknete sich ab und setzte sich vor den Fehrnseher. Nachrichten. Nils höhrte nicht hin, er starrte durch den Bildschirm.
Möchtest du weiterhin hier in Neu-Stuttgart gegen kleinkriminelle Handlanger antreten? Oder in Rock Springs wirklich etwas möglicherweise wichtiges im Kampf gegen das Verbrechen unternehmen? Nils, verdammt, das ist deine Chance!
Er hatte eine Entscheidung gefällt...
LordMordred
02-01-2004, 15:30
Doe dachte kurz nach. - Es war viel zu tun, aber der Van könnte sich als nützliches Fahrschulauto benutzen lassen. Die Waffen sind auf jeden Fall zu gebrauchen. – So sah er sein Gegenüber an:
“ Ok, so soll es sein!
DEAN, FAHR DEN JEEP RAUS, DER IST FERTIG!
Es wurde ein unlackierter gepanzerter Jeep rausgefahren. Dean stieg aus und sah zu Doe.
“Lernen wir dann jetzt fahren?“
„Ja, sobald der Porsche fertig ist. Fahr ihn auf die Bühne!“
„Da ist doch gerade der Van drauf?“
„Ach den hatte ich vergessen. Hmm, dann fahr ihn auf die Grube und bau den Motor aus. Und die Anderen beiden sollen das Fahrwerk im Van endlich fertig machen. Heute Abend muss der Van von der Bühne sein.“
„Ja wir tun unser bestes.“
„Das weis ich, heute werde ich endlich mal wieder selber zum schrauben kommen. Wir werden jetzt erst mal Material holen. Weist du wo Wolf ist?“
„Der wollte zu den Sharks! Und danach zu James.“
„Ah danke.“
Doe wandte sich wieder Lars zu.
“Gut dann wollen wir mal die Bezahlung holen!“
Lars und Doe fuhren in einem Lieferwagen zu James, holten dort noch 4 Leute ab. Doe wollte gerade von James los, als Wolf um die Ecke kam.
“Ah, das nenn ich mal timing.
Hi Wolf, dich wollte ich gerade aufsuchen.“
„Hi John, wie ich sehe hast du schon die Hälfte der Fahrer bei dir. Die anderen sind hier!“
„Gut Jungs steigt auf, wir müssen erst mal etwas Material abholen.“
„Solange sie bis Ende der Woche fahren können, soll es mir Recht sein.“
„Bis Ende der Woche können sie eventuell, etwas schneller durch die Strassen fahren mit gepanzerten Fahrzeugen. Fahren können sie frühestens in einem Monat.“
„Naja das müssen sie dann so lernen, doch es muss jetzt was passieren oder wir haben verloren ohne gekämpft zu haben.“
„Gut ich tue mein bestes. Wir sehen uns.“
So fuhren Lars, Doe und die 8 Shadows in das Lager um die Sachen abzuholen. Sie Luden den Lieferwagen und den Van voll. Auf dem Rückweg fuhr Doe den gepanzerten Van und einer der Shadows den Lieferwagen. Doe gab Lars den Pickup, von dem er vorher die Montierung des MG’s entfernt hatte.
“In 4 Tagen können sie ihren Porsche abholen. Er ist dann fertig. Wo sie mich finden wissen sie ja jetzt.“
Mit diesen Worten lies er Lars in der leergeräumten Halle zurück. Doe hatte es eilig das ganze Zeug abladen in der Werkstatt, dann die Waffen ins HQ. - Dann ist bestimmt wieder Mittag und ich hatte noch keinen Schraubenschlüssel in der Hand. Wie mich das nervt. Dann den Acht fahren beibringen innerhalb einer Woche. Wie zum Teufel soll ich dann noch einen Porsche schwer panzern? – Doe war so im Gedanken verloren dass er an seiner Werkstatt vorbeifuhr. Doe stieg auf die Bremse, das Heck des Vans brach aus, rasierte eine Lampe um. Doe löste die Bremse, schlug ein, zog die Handbremse, löste sie und gab Gas .... mit Erfolg. John bekam den Wagen wieder unter Kontrolle und stand wieder in Richtung der Werkstatt. Er fuhr vor das Tor. Maulte vor sich hin beim Aussteigen. Sah sich den Schaden am Van an:
“Kruzifixsacklezement! HimmelArschundZwirn. Nicht das ich schon genügend Arbeit hätte.
Ladet den Lieferwagen und den Van aus. Die Waffen kommen dann alle in den Van, den können wir dann gleich ins HQ fahren. Danach lernt ihr das was Ihr gerade unbeabsichtigt gesehen habt. Ich mach mir jetzt erst mal einen Kaffee!
Auf den heutigen Tag hat doch schon wieder der Hund draufge .....“
Bei den letzten Worten verschwand John Doe in der Küche.
O`Neil hatte seinen Einheit angewiesen, sich vor verlassen des Busses kugelsichere Westen anzuziehen und Waffen mitzunehmen. Das sollte sich als kluge Entscheidung herausstellen...
"Das sind sie ja endlich", begrüßte der Polizeipräsident O`Neils Truppe. "Kommen sie herein, ich werde sie gleich in die aktuelle Lage einwei..."
Ein Schuss peitschte direkt den Polizeipräsidenten, der sofort schwerverletzt zusammenbrach.
"Auf dem Dach Colonel!", rief einer der Soldaten und deutet auf das Dach eines etwa vierstöckigen Nachbargebäudes.
"Jackson, Carter, Hammond sie kommen mit mir, der Rest bringt den Polzeipräsidenten sicher in das Präsidium. Bewegung!", befahl der Colonel seinen Soldaten. Er schoss die Tür des Gebäudes auf und stürmte mit seinem Trupp die Treppen des Gebäudes hoch, in Richtung Dachgeschoß. Dort versuchte ein kleiner, vermummter Mann über das Dach eines Nachbarhauses zu entkommen. Doch Jackson kam seinem Fluchtversuch zuvor und erschoss den Attentäter mit einem gezielten Schuss. "Sir, das ist eines der neuesten Modelle von U.T., die Beschaffung allein ist extrem schwierig und es auch noch auf den Mars zu schmuggeln, trotz der vielen Sicherheitsmaßnahmen ist fast unmöglich.", bemerkte Major Carter nach der Sichtung des Gewehrs vom Attentäter, "Wir haben hier es definitiv mit etwas härterem als einem banalen Bandenkrieg zu tun. Erst die Straßensperre, das Attentat auf den Polizeipräsidenten und jetzt solche Hightech Waffen..."
Darkwolf
02-01-2004, 19:23
Lars stand etwas unschlüssig in der Gegend herum. Hm... in 4 tagen konnte er den Porsche abholen? na dann, er war gespannt, wie sich das biest dann fahren lassen würde. aber jetzt brauchte er erstmal nen wagen... und weder taxen noch mietwagen waren grade in Rock Springs gut zu bekommen... würde er sich halt was kaufen müssen. wozu war er denn von seinem auftraggeber großzügig mit spesen bedacht worden...
er suchte also einen Autohändler auf, und erstand günstig einen gebrauchten BMW. Würde eh nur ein paar tage halten müssen... wenn er bis dahin keine Einschusslöcher aufwies, konnte er ihn ja immer noch verkaufen... oder Doe vermachen. Irgendwie war ihm der Kerl symphatisch, er hatte so eine unbürokratische Art Dinge zu regeln. Und vielleicht würde er ihm ja noch einen Gefallen tun können, wenn es an der Zeit war... aber darüber würde Lars sich später gedanken machen.
Er fuhr grade am Polizeipräsidium vorbei, als es dort zu einem Schusswechsel kam. Na super, das würde ja noch lustig werden in Rock Spings. Einerseits war er neugierig auf die Action, andererseits... eigentlich würde er am liebsten schon gestern hier verschwunden sein.
Nils gab seine Entscheidung vor Arbeitsbeginn im "El Mundo" bekannt. Dort wurden gerade drei neue Sicherheitsleute eingewiesen.
Am Abend verabschiedete er sich von seinen Arbeitskollegen. Bevor er nach sich auf nach Hause machte, verabschiedete er sich nochmals von seinen Freunden.
Machs gut, Alter, wir werden dich vermissen.
Ich euch auch Jungs, war ne schöne Zeit mit euch.
Jo, weisst du noch, wo n paar Betrunkene das Büro des Chefs gestürmt hatten? Sie lachten.
Ich wünsch dir viel Glück, Rock Springs ist ein hartes Pflaster, pass auf dich auf!
Das werde ich, und ihr haltet den Laden hier zusammen, ja?
Natürlich, mach dir keine Sorgen. Vielleicht besuchen wir dich mal.
Oder ich komm mal wieder hier vorbei.
Hier findest du immer eine offene Tür.
Weiss ich Jungs, danke. Er zwinkerte.
Wir bleiben in Kontakt, falls was ungewöhnliches oder lustiges hier passiert, lassen wir es dich wissen.
Dann machts gut Leute.
Sie verabschiedeten sich. Nils hatte ein komiches Gefühl. Fast sein ganzes Leben hatte er mit diesen beiden in Kontakt gestanden, doch nun... er hatte sich entschieden, Morgen früh würde ihn der Chef vom Flughafen in Neu-Stuttgart verabschieden.
------Am nächsten Morgen, Flughafen Neu-Stuttgart------
Ein eisiger Wind wehte ihm ins Gesicht. Noch einmal blickte er wehmütig, jedoch feste entschlossen, die Skyline von Neu-Stuttgart an.
Pünklich wie immer, so lob ich mir das! Nils' Chef kam herbei.
Morgen Chef!
Nein, nein! Jetzt nicht mehr. Er grinste ein wenig.
Folg mir, Nils. Dein Flieger geht gleich. Er wirkte angespannt und versuchte locker zu reden.
Sie kamen in die Eingangshalle, wo zu Nils' Überraschung Michi, Andi und Ali, der Barkeeper, warteten. Er konnte sich ein ausführliches Lächeln nicht verkneifen. Ali kam als erster bei ihm an.
Nils, Nils! Wie werde ich deine regelmäßigen Besuche an meiner Theke vermissen! Hier, ein kleines Present für dich, aber erst im Flugzeug aufmachen. Er reichte Nils ein längliches Paket, worin Nils eine Flasche vermutete.
Danke, Ali. Nirgends schmeckt die Cola so gut wie bei dir. Ich werd dich auch vermissen!
Du musst mir schreiben, wie die Bars und Discos in Rock Springs sind!
Mach ich Ali, keine sorge. Sie umarmten sich kurz und Michi und Andi namen Alis Platz ein. Andi ergriff das Wort.
Im Namen des "El Mundo"-Teams haben wir dir ein kleines Dankeschön besorgt. Er reichte Nils eine relativ kleine Schachtel.
Das ist ein Navigationssystem für Fußgänger, wir dachten, wenn du dich in Rock-Springs zurechtfinden musst, hilft es dir vielleicht. Nils grinste die beiden an.
Danke Leute, richtet allen nochmals einen schönen Gruß und ein dickes Danke aus.
Keine Sorge, machen wir.
Sie verabschiedeten sich nochmal ausführlich, bis sein ehemaliger Chef ihm die Flugtickets reichte.
Mein Halbbruder Johannes holt dich ab, machs gut und pass auf dich auf!
Auf wiedersehen.
Er winkte im Weggehen nochmals allen zu, und ging zu seinem Flugzeug, einer neuen Ära in seinem Leben entgegen...
Colonel, wenn sie mir bitte folgen würden. Ich werde Anstelle des Polizeipräsidenten sie einweisen. Wenn sie und ihr Team mir bitte in den Besprechungsraum folgen würden., empfing ein junger Polizist O`Neils Einheit.
Im Besprechungsraum angekommen begann er seinen Vortrag:
Nachdem wir Anfangs von einem Bandenkrieg im Schmuggler-Milieu ausgingen, wissen wir heute, dass es sich um mehr als solch einen Firlefanz handelt. Wir haben es hier mit organisierten Anschlägen auf den Staat zu tun. Wer die Hintermänner sind, ist noch unklar. Weiterhin unklar ist auch die Frage nach dem Ziel der Terroristen und die Qualität deren Ausrüstung. Durch einige Kontrollen in letzter Zeit, müssen wir jedoch von einer der Polizei weitüberlegen Bewaffnung ausgehen. Wir besitzen gerade mal 2 gepanzerte Fahrzeuge, wir haben jedoch schon dreimal so viele durch Kontrollen entdeckt. Ohne das Einschreiten des Militärs sind wir nicht mehr Herr der Lage.
Die Objekte die den primären Schutz erfordern sind:
Die Atmosphärenkontrolle, die Einflugschleuse und das Transitsystem. Später werde ich mit Colonel O`Neil noch die genauen Einsatzpläne durchgehen.
Des Weiteren hat der Gouverneur heute um 15Uhr den Ausnahmezustand ausgerufen, was militärische Intervention vollkommen legalisiert.
Nachdem Ende des Vortrags beriet O`Neil sich noch kurz mit seinem Team: Carter, setzen sie sich umgehend mit General Finnigan in Verbindung, wir werden weitere Verstärkung und schweres Gerät benötigen.
Und wieder wurde das Gespräch durch eine in der Ferne detonoerte Bombe unterbrochen.
Sehr schweres Gerät., fügte O`Neil hinzu.
Der_Mosch
03-01-2004, 01:53
Malachi erwachte. Sofort sprang seine Paranoia an, führte dazu, dass er in Abwehrhaltung ging, die Dunkelheit durchblickte.
Sein Hirn begann zu arbeiten.
John.
Ja, jetzt war es Zeit. John wollte seine Hilfe, und so schnell wie möglich, auch wenn er es nie zugeben würde. Malachi fühlte das, wie er es auch bei Maria....
Er sackte auf die Knie.
Langsam stemmte er sich wieder hoch. Er wusste, dass er seine Schuld niemandem anhängen konnte. Er hatte es getan, er hatte vieles getan, und er war der Verantwortliche. Er war für John Doe verantwortlich. Wahrscheinlich suchte man nach ihm. Er konnte nicht hier bleiben, oder er würde John in Gefahr bringen! Weg!
Ehre....
Nein. Nicht weg. Niemand hatte auch nur eine ungefähre Vorstellung von seinem Leben, von seinen Taten.
Niemand kannte den wahren Malachi.
NEIN! So bin ich nicht! So war ich immer.... nie! Die Krone.... meine Tat. Blut. Und Blut für Blut, mehr Blut für noch mehr Blut...
Eine blutige Krone aus Weissblech, ein glatter, gefliester Boden und sie. Blaue Augen. Blaue Augen, ich erkenne sie.. alleine... und so... TOT.
Malachi versuchte, sich zusammenzureissen. Jetzt musste er erst einmal zu John, der er, leise fluchend, wie so oft, im Hauptraum der Werkstatt antraf.
Malachi griff nach John's Schulter, sah ihm tief in die Augen.
"Ich bin gekommen. Ich bin wach. Ich will dir helfen."
John.
Helfer.
Mechaniker.
Gastwirt.
Freund.
Liebe?
Nein.
Verantwortung.
LordMordred
03-01-2004, 12:04
Doe stand mit seinem Kaffee in der Hand in der Werkstatt, als ihn Malachi von hinten ansprach. Er drehte sich etwas aus dem Gedanken gerissen um:
“Was?
Ach ja. Sorry, ich bin gerade mit Arbeit bis zum Hals zugedeckt.
Ich bräuchte alles an Infos über die Eagle-Miliz, die du mir besorgen kannst. Und tu mir noch einen persönlichen Gefallen dabei, bleib am Leben. Tote gabs hier, Gott weiß es, schon genug, falls du irgendetwas benötigst, sag mir bescheid oder einen der Schrauber in der Werkstatt, du wirst es bekommen, wenn es in unserer Macht steht. Ebenso wenn du Schwierigkeiten hast, kannst du dich hierher zurückziehen. Falls du aber einen Fahrer brauchen solltest, warte auf mich. Ich bin der einzige dem ich dich anvertrauen möchte.
DEAN!“
„Ja, John.“
Dean sah unter dem Porsche raus.
„Was gibt’s?”
“Hast du mich gehört? Mein Gast hier bekommt Hier alles was er braucht. Ausrüstung und Sicherheit!“
„Ok.“
Dean ging wieder an die Arbeit. Doe wendete sich wieder Malachi zu.
„So dies wäre geklärt, dann wünsch ich guten Erfolg. In der Küche steht noch frischer Kaffee ich muss aber leider schon wieder weiter. Ach das wichtigste hätte ich beinahe vergessen.
APOLLO, MORDRED HIER!
Die beiden Hunde kamen angetrottet. Und setzten sich neben John.
„So mein Gast streck mal deine Hand aus.“
„Was?“
„Einfach mal die Hand ausstrecken.“
Malachi tat um was Ihn Doe bat. Die Hunde nahmen seine Witterung auf. Doe sah sie an und sagte:
„Freund!“
Seine Hunde schauten ihn etwas doof an. Doe lies sich zu einem Lächeln hinreisen und wiederholte es:
“Freund!“
Worauf seine Hunde aufstanden zu Malachi gingen, einmal um hinherum und sich dann wieder verkrümmelten.
So nun kannst du wirklich Gefahrlos in die Werkstatt. Also wie schon gesagt, ich hab es leider eilig. Hätte gern noch kurz mit dir gesprochen.
Dabei lies er Malachi einfach stehen und lief zum Ausgang, stellte die Tasse am Ausgang ab und war verschwunden.
„So nun zu euch, wir fahren die Waffen ins HQ und dann lernt ihr fahren.“
So fuhren sie zum HQ luden dort die Waffen ab. Sie wollten gerade los, als Wolf um die Ecke kam.
“Du noch hier solltet ihr nicht schon lang fahren üben?“
„Wir haben euch gerade ne Ladung Waffen gebracht und nun fangen wir mit dem Fahrtraining an.“
„Achso, na ja heute Nachmittag habe ich eine Schießübung angesetzt. Wir werden jetzt jeden Nachmittag üben, bis die Leute schießen können.“
„Wann sollen die Herren dann fahren lernen, wenn sie nur Vormittag Zeit haben.“
„Sie müssen aber auch schießen können!“
„Sie können unmöglich alles können.“
„Na es muss erst mal reichen, wenn sie die Fahrzeuge gut lenken können.“
„Gut, gut dann kann ich wenigstens Nachmittags schrauben. So dann jetzt mal los Jungs, damit wir in die Gänge kommen, heute Nachmittag wirst du noch auf Sie verzichten müssen.“
„Ja ist gut.“
„Ach noch eins, erinnerst du dich an meinen Gast?“
„Äh, du meinst deinen Fahrgast?“
„Ja genau der, er hat meine Gastfreundschaft und ich hoffe, dass er auch die der Shadows haben wird.“
„Warum sollten wir?“
„Weil er sein Leben aufs Spiel setzt um Infos von den Eagles zu holen!“
„Das ist ein Grund, ok er soll sie bekommen.“
„Ich danke dir!“
„Jaja schon gut und jetzt haut endlich ab.“
„Sind schon weg“
So fuhren sie mit dem Van zu einem verlassenen Parkplatz. Dort lernten sie erst mal einfaches beschleunigen, abbremsen und langsames Kurven fahren mit einem schwergepanzertem Van. Am Abend kam Doe wieder in seine Werkstatt, fuhr den Van über die Grube und den Porsche auf die Bühne.- Na dann mal die Kiste panzern, oder nee erst mal den Motor irgendwie in die Kiste bekommen. Das Fahrwerk können die anderen drei dann morgen Vormittag einbauen und dann noch panzern lackieren und fertig. Gut denn mal an die Arbeit.-
Darkwolf
03-01-2004, 15:04
Lars saß in seinem Motelzimmer und überlegte, was zu tun sei:
hierbleiben, und den Job zuendebringen, oder den Job vergessen, eine großzügige Belohnung ablehnen und mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit am Leben bleiben?
Er dachte nach, über alte Zeiten... damals wäre er auf jeden Fall hiergeblieben. Als er mit seinen Jungs die Lehre bei Heckler und Koch angefangen hatte, und sich dann doch kurz vor Ende gegen eine Karriere als Waffenschmied entschied, und sich lieber einen gemütlichen Bürojob suchte... allerdings, auch bei Heckler & Koch, also nicht ganz waffenfrei. Er war ruhiger geworden... eigentlich stand ihm nicht so der Kopf nach Abenteuern. Er wollte zurück zu seiner Freundin, zurück in sein Büro, und weg von der bleihaltigen Luft. Er würde noch warten, bis er seinen Porsche wiederbekam, seine Nachforschungen würde er einstellen. Zu gefährlich... vor allem ganz ohne Anhaltspunkt. Er hatte nicht die geringste Ahnung, wer ein interesse daran gehabt hatte, Jason zu töten. Und ein von Gewalt heimgesuchter Ort war vielleicht auch nicht die beste Umgebung, um unbequeme Fragen zu stellen... eine Leiche mehr oder weniger würde schließlich kaum auffallen, und es wäre ihm mehr als unangenehm, wenn diese Leiche seine eigene wäre.
Er griff zum Telefon. Er hatte sich seit 2 Tagen bei seiner Freundin nicht gemeldet, sicher hatte sie die Nachrichten gesehen, und machte sich Sorgen um ihn.
In 2 Tagen würde er abreisen. Dann sollte der Porsche fertig sein. Er hoffte nur, das er in 2 Tagen die Stadt überhaupt noch verlassen konnte. Immer mehr Militär versuchte, der Lage Herr zu werden... schon jetzt waren viele Straßen einfach dichtgemacht, ganze Stadtbezirke fast komplett abgeschottet.
Sodele, wir machen ein Zeitsprung um 2,5 Wochen und schreben jetzt den 3. März 2118. In der Zwischenzeit ist die Gewalt eskaliert und die Polizei hat keine Kontrolle mehr, auch die 150 Soldaten konnten nichts ausrichten. :
Die Menschen auf den Strassen wirkten deprimiert. Sie standen auf den Bürgersteigen und blickten auf die Strassen und in den Kuppelhimmel über der Stadt. Alles hatte sich verändert. Das Militär hatte die Kontrolle übernommen, Hunderte von Soldaten patrouillierten auf den Plätzen und Strassen. Riesige Truppentransportlkws, Hummvees und auch Panzerverbände beherrschten den Verkehr. An jeder Kreuzung hatte ein schwerbewaffneter Kampfpanzer Stellung bezogen, unterstützt durch Soldaten und leichte Schützenpanzer. Über der Stadt schwebten Dutzende von Sky Cobras, direkte Kopien der Cobra-Kampfhubschrauber des 20 Jahrhunderts. In Trio-Formation überflogen diese alle Bezirke. Der Frieden war entgültig tot. Vor den Fernsehern saßen fassungslos Menschen und hörten die Nachricht des australischen Premierministers. Manche schwiegen, andere weinten. Niemand hatte gedacht, wie weit es gehen würde. Die Nachrichten meldeten immer nur eines:
„Um Mitternacht hat die australische Regierung den Ausnahmezustand über die Mars-Stadt Rock Springs verhängt. Das Militär hat nun die Aufgabe übernommen in der betroffenen Stadt die Sicherheit zu gewährleisten. Die Regierung hat Rock Springs nun endgültig zur Bürgerkriegszone erklärt. Mit schwerem Bedauern gab Premierminister Queens heute diese Nachricht bekannt. Er bezeichnete es als nationale Tragödie, noch nie in der Geschichte Australiens musste der Bürgerkriegsstatus erklärt werden. Für 400.000 australische Bürger bedeutet dies eine schlimme Zeit, die Gedanken der gesamten Bevölkerung sind mit ihnen. Aber der Premier beschwor alle Bürger auch, nun fest zusammenzuhalten und den Staat niemals dem Terrorismus zu überlassen. Auch Einheiten der PDA-Bündnisländer Japan, Neuseeland, Korea, Taiwan und Neo-Chinas seihen involviert. Ebenso hat Großbritannien Hilfe geschickt, bereits jetzt sollen sich mehrere SAS-Kommandos in Rock Springs befinden.“
Auf der gesamten Welt liefen ähnliche Schlagzeilen über den Ticker:
„Australien verhängt Ausnahmezustand-Massive Truppenbewegungen gemeldet....PDA sichert Unterstützung zu.....Britische SAS ausgerückt....USA verhängen Kriegsrecht über Mars Kolonie New Detroit-Präsident Challenger spricht von größter Bedrohung der nationalen Einheit seit dem Sezessionskrieg....Berlin und London äußern Besorgnis über Zustände in den Koloniestädten Deutschlands und Großbritanniens....UN wollen Vermittlerrolle übernehmen....NATO und EAU in Alarmbereitschaft versetzt....“
signatur abgeschaltet
Darkwolf
04-01-2004, 01:16
Lars stieg aus seinem Porsche. Verdammt! Er zählte die Einschusslöcher am Heck... 27 Kugeln hatte er abbekommen. Diese Militärs waren aber auch VERDAMMT SCHIESSWÜTIG! Er wollte doch nur dieses bleihaltige Drecksloch verlassen, das einmal eine Stadt gewesen war! Jetzt sah es mehr aus wie ein Truppenübungsplatz... Überall Soldaten, gepanzerte Fahrzeuge, Truppentransporter, Schützenpanzer, ja, sogar Kampfpanzer waren im Einsatz! Die Stadt wirkte geradezu hermetisch abgeriegelt... er hatte in den letzten 2 wochen jeden Tag versucht, die Stadt zu verlassen - und es ging nicht!
Lars war REICHLICH sauer. Seine Freundin hockte in Neu-Stuttgart, das ebenfalls nicht mehr ganz der Ort des Friedens war, der es noch vor 2 Wochen gewesen war. Und er konnte nicht bei ihr sein, weil die Armee die Stadt dichtgemacht hatte.
Er überlegte ernsthaft, ob er nicht ein wenig aktiver an der ganzen Action teilnehmen sollte. An die Militärs konnte er sich nicht wenden... die würden unangenehme Fragen stellen, wenn er bei denen aufkreuzte. Aber vielleicht könnte er mit den Gangs ins Geschäft kommen. Schließlich hatte er zumindest eine angefangene Ausbildung als Waffenschmied... und wer weiß, gegen ein paar improvisierte Panzerbrecher würden sie ihm vielleicht helfen, irgendwie aus der Stadt zu kommen. Er musste mit Doe reden. Außerdem musste er ihm danken... die Panzerung hatte ihm schon mehrmals in den vergangenen Tagen das Leben gerettet.
Es war noch früh am Morgen als O`Neil die neueste Nachricht von Lexa durch las, in der stand das die Lage in Red Mountain immer heikler wurde. Als plötzlich ein junger Lieutenant durch die Tür hereingestürmt kam und rief: Sir, Sir, die Truppen am Museum für Raumfahrttechnik melden schwere Verluste, sie benötigen dringend Verstärkung.
Museum für Raumfahrttechnik!, fuhr O`Neil den Lieutenant an, Denken sie wir hätten genug Leute um uns um ein paar verrostete Roboter zu kümmern!?
Öhmmm, Sir, ähhh..
Sofort raus hier!!! brüllte der Colonel.
Was der junge Soldat auch umgehend ausführte, wenig später kam jedoch schon Major Samantha Carter durch die Tür herein und hatte eine dringlichere Botschaft: Sir, ein massier feindlicher Verband belagert die Einflugschleuse, die Jungs dort halten nicht mehr lange durch. Sollten wir die verlieren erhalten wir keine Verstärkungen mehr.
Nichts wie hin, Sam. Welche Fahrzeuge sind noch einsatzbereit?
Im, Moment haben wir nur noch einen leichten Laser-Schützenpanzer hier.
Hm, mit der Lasertechnik werde ich mich nie richtig anfreunden können, aber besser als nichts. Hol Jackson und Hammond, dann geht?s los.
Am Raumhafen angekommen sahen sie wie sich Militär und einige Terroristen, die sich hinter gepanzerten Fahrzeugen verschanzt hatten, ein Gefecht lieferten. Corporal Hammond, zeigen sie mal was sie am Geschütz drauf haben. befahl O`Neil. Nichts lieber als das. entgegnete Hammond.
Der Stellung der Terroristen war schnell ausgehebelt, denn diese waren weit in der Unterzahl und hatten keine vernünftige Waffe gegen den Panzer anzubieten.
Noch auf dem Rückweg zur Basis erreichte O`Neil ein Funkspruch General Finnigans: Colonel, krgzzzzzzzzzzz...... massierte Feindverbän krggggggggg..... Verstärkung am Bahnho... Hier brach die Verbindung komplett ab.
Schnell Carter, beordern sie noch einige Einheit der 3.Divison zum Bahnhof, wir müssen dem General helfen.ordnete O`Neil an.
Doch als sie zusammen mit einigen weiteren Panzerfahrzeugen am Bahnhof ankamen war von General Finnigan und anderen Truppen nicht mehr viel zu sehen. Überall lagen zerstörte Waffensystem herum und auch das Bahnhofgebäude war dem Erdboden gleichgemacht.
Darkwolf
05-01-2004, 15:28
Lars raste durch die Stadt. Er musste zu Doe. Als er an der Werkstatt ankam, atmete er innerlich erstmal tief auf. Wenigstens hatte das Militär es diesmal unterlassen, auf ihn zu schießen... sie hatten ihn an einer straßensperre lediglich gefragt, wo er hinwollte, und ihm seine Ausrede nicht so ganz abgekauft, anscheinend. Nunja... aber als hätten sie mir ihren Jeeps irgendeine Chance, an seinem Porsche dranzubleiben... Ein breites Grinsen tauchte auf seinem Gesicht auf, als er an die schockierten Gesichter der Soldaten dachte. Bei 120 hatten sie mit ihrem Jeep schon probleme gehabt, dranzubleiben... und als er dann auf der hauptstraße knappe 270 sachen gemacht hatte, hatten sie es irgendwie aufgegeben... wie seltsam :D
danach hatte er sich ganz ruhig durch kleine gassen geschlängelt, um nicht noch mehr aufmerksamkeit zu erregen.
Er hielt vor der Werkstatt an... wieder einmal begrüßte ihn wütendes Hundegebell, das ihn aber weniger ängstigte, als vielmehr beruhigte. Doe war also da... und trottete auch direkt aus der werkstatt heraus - und blickte ihn etwas ungläubig an.
Du? Was machst du denn hier? Wolltest du dir nicht eigentlich einfach nur deinen Porsche krallen und von hier verschwinden?
Naja... ich hab es mir anders überlegt. Oder eigentlich auch nicht... die Überlegung wurde mir vom Militär abgenommen. Er zeigte auf die Einschusslöcher am Heck seines Wagens
irgendwas haben die dagegen, das ich verschwinde... musste grad wieder nen paar von den schießwütigen Affen abhängen... aber dank dem Motor, den du mir eingebaut hast, war das noch weniger nen problem als vorher! Und dank der Panzerung lebe ich noch... da dachte ich mir, ich komm mal vorbei.
Soso... und, was treibt dich wirklich hierher? Du kommst doch nur nur auf nen Kaffee vorbei, stimmt's?
Naja, ich hab momentan nen gewissen Hass auf Militärs... weil die Idioten mich davon abhalten, in Neu-Stuttgart bei meiner Freundin zu sein. Und da dachte ich mir... vielleicht hast du ja verwendung für mich. Wenn ich schon hier bin, will ich ned tatenlos rumgammeln...
An was hattest du da gedacht?
Ähm... ich hab ne angefangene Ausbildung als Waffenschmied. Ich kenn mich von daher recht gut mit Waffen und Sprengstoffen aus. Und so wie ich das sehe, braucht ihr schwereres Gerät, um mit den Schützenpanzern und Kampfpanzern klarzukommen, die hier überall rumstehen. Alles was ich bräuchte, wäre nen Raum in dem ich arbeiten kann - mit nen paar sehr großen Nichtraucher-Schildern an der Tür. Und die nötigen Materialien, die nicht schwer zu beschaffen wären. Werkzeuge solltest du ja in ausreichenden Mengen haben...
Und wie sieht es mit der Gegenleistung aus? Du machst das doch sicherlich nicht nur, um mir nen Gefallen zu tun...
Naja, halb halb. Ich würde euch mit nen paar schwereren improvisierten Waffen aushelfen... Panzerbrechern, Sprengstoffen, schweren Brandsätzen... und ihr helft mir dafür, bei gelegenheit aus der Stadt zu kommen. Ist das ein Deal?
"So geht das nicht weiter!" tobte O`Neil, "Es kann nicht sein, dass täglich Männer bei Straßenkotrollen sterben.
Wie kommen Zivilisten überhaupt an gepanzerte Autos!?"
"Öhmm, nunja, Sir sie müssen sie irgendwo illegal panzern lassen", warf Corporal Hammond ein.
"Das weiß ich selber, aber wo lassen die die Panzerung anbringen?", sagte O`Neil noch wütender.
"Vermutlich in einer kleinen, unscheinbaren Werkstadt oder so etwas in der Art. Eventuell.." bemerkte Sam Carter.
"Eine kleine, unscheinbare Werkstadt also?" unterbrach sie Col. O`Neil, "Bei unserer letzten Patrouille hab ich so eine gesehen. Auf dem Hof dort gammelten ein paar verdächtig Breite Fahrzeuge. Der Inhaber ist lt. dem Fabrikschild ein gewisser Doe. Dort werden wir gleich die erste Razzia nach illegalen Panzerteilen durchführen. Bewegung! Um 1900 ist Abmarsch, Einheit 125 hat komplett anzutreten und bewaffnen sie sich gut. Sie wissen zu was diese Terroristen fähig sind."
RedBasti
06-01-2004, 21:08
Der Frachter erreicht bald die nötige Höhe für das Manövrieren. Der Frachter drehte sich ein wenig mit Hilfe seiner Triebwerke an der Seite. Gemächlich bewegte sich der schwere und mächtige Rumpf Stück für Stück. Schließlich erreichte der Frachter die gewünschte Ausrichtung. Die Hilfstriebwerke wurden ausgeschaltet. Wieder waren die Treibstoffpumpen zu hören, wieder ging ein vibrieren durch das Schiff. Das Schiff stand seitlich zum Planeten, so dass man gut die Beschleunigung durch das Bullauge erkennen konnte. Wenige Minuten später zeugten nur noch vorbeiziehende weiße Punkte von der Bewegung des Schiffs.
James, der Bootsmann, betrat sein Zimmer. Er unterrichtete ihm über die Bord- und Reisebestimmungen. Nach dem die Formalitäten erledigt waren wurde er ein wenig persönlicher. Er plauderte über die Geschichte des Schiffs. Es war die typische Geschichte eines Raumfahrers. Sein Schiff, ein Relikt aus vergangenen Zeiten, wird wegen seiner Zuverlässigkeit noch immer in den höchsten Tönen gelobt. Natürlich sind die neuen Schiffe schneller, komfortabler und leichter zu steuern aber wie alle Raumfahrer schwärmt er für sein Schiff. Herodot lauschte aufmerksam. Er wusste kaum etwas über die Raumfahrt, war nun aber deutlich interessierter mehr zu erfahren. Über eintreffende Nachrichten auf dem Schiff konnte er sich auf dem laufendem halten. Allerdings wurden seine Gedanken nicht unbeschwerter durch die neuesten Meldungen. Er vertrieb sich die Tage mit Besichtigungen des Schiffs, Gedankenaustausch mit der Mannschaft und dem Studieren der neuesten Meldungen. Nach einigen Tagen verlangsamte das Schiff seine Geschwindigkeit. Der rote Planet war nun deutlich sichtbar. Der Funkverkehr mit Rock Springs Tower wurde aufgenommen. Wieder begann das unsägliche vibrieren des Schiffes. Die Landung war hart. Er verabschiedete sich von der Crew, diese hatte wieder mit Transfers zu tun. Er bewegte sich Richtung Ausgang des Space Ports. Er erblickte einen Mann, der einfach in das Bild seines Heimatplaneten passte. Ein langer weißer Bart verhüllte Teile seines Gesichts und sein elegantes weißes Gewand war ein schöner Anblick mitten in diesem großen Betonkomplex. Herodot schlussfolgerte das es sich um seinen Kontaktmann handelte und lief auf ihn zu…………………………..
LordMordred
06-01-2004, 22:44
Es war der 3. März, Doe und Wolf sassen in dem Hinterraum bei James und sahen sich den Stadtplan an. Auf diesem waren die Straßensperren eingezeichnet und die dort stehenden Militärs. Wolf sah müde aus und Doe völlig übernächtigt, sie saßen fast jede Nacht hier seit einer Woche und tagsüber wurden die Jungs ausgebildet, da blieb nicht viel Zeit zum schlafen.
“John hast du dir das so vorgestellt?“
„Vor 4 Wochen hätte ich jeden ausgelacht, der mir die jetzige Situation beschrieben hätte. Wenn ich nur einen Hauch von einem Verdacht gehabt hätte, würden wir nicht bei James, sondern im Hofbräuhaus zu München sitzen.“
„Du hättest mich mitgenommen?“
„Ich hätte jeden mitgenommen, den ich kenne!
Ist das nicht sonderbar?“
„Was?“
„Weißt du nach wem der Mars benannt wurde?“
„Nach irgendeinem antiken Gott!“
„Ja und zwar nach dem antiken römischen Kriegsgott! ER wurde auch der rote Planet genannt, damals wegen des Gesteins an der Oberfläche. Ist das nicht sonderbar?
Deus noster, morituri te salutant!“
„Was? John ab und zu machst du mir Angst!“
„Ach nichts. Na also machen wir es so?“
„Ja! Überraschen, Zuschlagen und Weg!“
„Genau!“
„So dann geh ich jetzt mal schlafen, solltest du auch tun.“
„Ja werd ich auch.“
Er fuhr heim und legte sich schlafen. Der nächste Tag fing an wie jeder andere, er ging mit den Hunden und dann in seine Werkstatt. Er war kaum in der Werkstatt als ihn ein ehemaliger Kunde aufsuchte und ihn in ein Gespräch verwickelte. Das Gespräch lief automatisiert ab, bis zu dem Zeitpunkt als er Nachdenken musste.
Doe sah Lars etwas ungläubig an.
“Selbst wenn wir Sie irgendwie aus der Stadt bekommen würden, wie wollt Ihr in die andere Stadt reinkommen?
Und um hier zu überleben, bräuchten wir eine eierlegende Wollmilchsau!
Die Panzer sind meine kleinste Sorge, doch gegen die Cobras sind wir fast machtlos. Wenn dir gegen die etwas einfallen sollte, hätten wir, abgesehen von der Übermacht der Soldaten und den SAS-Kommandos der Briten, eventuell eine Chance dem Militär den Hintern aufzureißen, so dass ein 40-Tonner durchfahren kann.“
„War das jetzt ein Ja oder ein Nein?“
„Ich glaub ein Oder. Um ehrlich zu sein, ich seh soviel Chancen für Euch aus der Stadt zu kommen, wie das die Shadows den Krieg überleben. Und diese schätze ich geringfügig höher ein, als das die Erde eine Scheibe ist. Wenn Ihr uns helfen wollt, habe ich nichts dagegen. Wenn Ihr aber dafür von mir das Versprechen haben wollt, dass wir Euch aus der Stadt bringen, muss ich leider ablehnen. Denn ich breche keine Versprechen und darum gebe ich keine die ich nicht halten kann. So ist die Entscheidung bei Euch, was Ihr wollt.“
„Ich werde es mir überlegen.“
„Gut Ihr wisst, wo Ihr mich findet!“
Kurz nach dem Lars gefahren war, kamen auch schon ein paar der Fahrer, die er ausbilden sollte. ER fuhr wieder mit Ihnen auf den Ihnen bekannten Parkplatz. Dort gab er Ihnen eine Strecke vor, die sie möglichst schnell und fehlerlos fahren sollte. Es hätte mal wieder ein Massaker gegeben wäre es kein Pakour, sondern real gewesen. Man gewöhnte sich daran. Den Nachmittag legte er sich auf’s Ohr. Es gab der Zeit nichts für Ihn zu tun. Er wurde am Abend von seinen Hunden geweckt. Er nahm seine Schrotflinte zur Hand und ging an die Tür. ER erwartete den Porschefahrer mit einer Antwort, doch als der die Tür öffnete wurde er sofort von mehreren Sturmgewehren empfangen. ER sah sich kurz um und sprach den höchsten Rang an.
“Abend, Herr Colonel. Was ist der Anlass für die Ehre Ihres Besuches?”
„Ich bin Colonel O’Neil, wir werden Ihre Werkstatt durchsuchen.“
„Ich danke für die Ehre, diese Garage als Werkstatt zu bezeichnen. Wenn ich fragen darf, wie kommen sie zu mir?
Ich will demjenigen, der mich empfohlen hat würdig danken.
Und warum so ein Aufgebot? Ich hätte es ihnen auch alleine gestattet, euch in meiner Werkstatt umzusehen.“
„Wir haben diese Werkstatt auf einer Patrouille entdeckt!“
„Ihre Truppe muss ein wahrlich gutes Auge haben, um diese Doppelgarage als Hobbywerkstatt zu identifizieren.“
„Ja, darauf werden wir trainiert, wir werden nun diese Werkstatt durchsuchen.“
„Tun sie sich keinen Zwang an, doch geben sie mir bitte eine Minute um meine Hunde zurückzurufen.“
„60 Sekunden!“
Doe drehte sich zur Werkstatt.
“APOLLO, MORDRED! HIER und SITZ!”
Die Hunde setzten sich links und rechts neben ihn.
“So die werten Herren, bitte!“
Doe lud sie mit einer Geste in die Werkstatt ein. Sie stellten die komplette Werkstatt auf den Kopf, doch sie fanden nichts außer Karoseriebleche, Werkzeug und ein Fahrzeug.
“Herr Doe!“
“Ja, Colonel?”
“Wem gehört dieses Fahrzeug?”
„Das ist meins.“
„Dieses Fahrzeug ist gepanzert!“
„Ja glauben sie ich fahr hier in der Gegend mit einem ungepanzerten Fahrzeug mit offenen Augen in den Tod?“
„Wo haben sie den Panzerstahl her?“
„Das tut mir Leid, da kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen.“
„Sie müssen doch wissen, woher sie das Material haben!“
„Tut mir sehr leid, Colonel. Hier läuft alles auf persönlichen Kontakt ohne Namen und Bargeld. Was bedeutet, ich habe die Panzerplatten von einem Unbekannten auf einem verlassenen Parkplatz gegen Bargeld übernommen.“
„Na dann werde ich es mal glauben. Doch wenn uns dieses Fahrzeug bei irgendetwas Illegalen auffällt, dann wissen wir , wer es war!“
„Ja, der Herr. Glauben sie mir dieser Passat wird nicht auffallen.“
Die Soldaten verließen die Werkstatt. Doe sah O’Neil nach.
“Wünsche noch einen schönen Abend.“
Doe zerlegte noch in der gleichen Nacht den Passat und wunderte sich, wie das Militär die Werkstatt entdeckt hatte, sie sah doch genauso aus wie die anderen Doppelgaragen in diesem Viertel.
General James Finnigan kochte vor Wut, man konnte den Zorn bereits ein Stockwerk unter seinem Büro riechen. Immer wieder starrte er auf die vielen Fetzen Papir, welche sich auf seinem Schreibtisch türmten. Alle hatten einen ähnlichen Inhalt, Beschwerden von Bürgern, städtischen Beamten, Polizei über das Vorgehen einiger Militärs. Mehrfach monierte man das Vorgehen des Militärs gegenüber den Zivilisten. Immer wieder berichteten sie von Gewaltätigkeiten, brutalen Razzien und willkürlichen Durchsuchungen, vor allem von den Soldaten, welche zu den ersten Divisionen in der Krisenregion gehörten. Das es während einer solchen Ausnahmsituation oft zu sogenannten Kollateralschäden und ähnlichen Ereignissen kam, lag auf der Hand, schlieslich schrieb der krieg seine eigenen Gesetze. Was aber Finnigan vor allem erboste, waren die vielen selbstätigen Entscheidungen, die viele Kommandeure ohne Absprache mit dem HQ taten. Die Militärpolizei war pausenlos im Einsatz, um in den militärischen Kreisen für Ordnung zu sorgen. Dutzende von Verwarnungen und Disziplinarverfahren hatte Finnigan in den letzten Tagen unterschrieben, obschon er sich sich erst sein 48 Stunden mit dem Hauptruppenkontingent auf dem Mars aufhielt. Aber dennoch war die Last erdrückend, wieder hatte er gerade ein Liste mit Kommandeuren verfasst, die verwarnt werden würden. er blickte immer und wieder darauf:
Seargent Howard Livingston
Private Jerry Cameron
Colonel Jack O'Neil
Lieutenant Sarah Morganson
Private Jack Cole
Die List nahm kein Ende, miendestens zwei dutzend Persnen folgten. Die Disziplin lies zu wünschen übrig und das eigenmächtige Handeln bzw. die Ausführung von Selbstjustiz nahmen Überhand. Er überlegte, ob er nicht als Disziplinarmaßnahme einige Degradierungen oder zumiendest Versetzungen veranlassen sollte. Zumal er sich noch bei vielen Leuten persöhnlich entschuldigen mußte, für die Taten seiner Soldaten. Auch hierfür gab es eine lange Liste, ganz oben stand ein gewisser John Doe, besitzer einer kleinen Werstatt im Krisengebiet. Finnigan seufzte, es war nicht leicht, ein Mann von Ehre zu sein, aber es blieb ihm nicht anders übrig. Er nahm den Hörer zur Hand.
"...nein Sir....aber ja doch Sir, natürlich, beurlaubt, jawohl, bis auf Abruf, ja, einen schönen Ta..." der General hatte das Gespräch schon beendet bevor O`Neil sich verabschieden konnte. Wie ohnmächtig ließ sich O`Neil in seinen Stuhl zurück fallen. Beurlaubt schoss es ihm immer wieder durch den Kopf. Das war ihm noch nie passiert, in seinen fast 20 Jahren beim Militär. Freilich, musste er schon einige Disziplinarmassnahmen über sich ergehen lassen, wie Arrest in der Kaserne wegen einer durchzechten Nacht oder früher auch Liegestützen, Küchendienst oder ähnliches, aber eine Beurlaubung. Er kannte nichtmal einen anderen Soldaten, der je beurlaubt wurde. Doch sein ganzes Hadern brachte ihm nichts, Befehl war Befehl und daran musste er sich halten, es sei denn er würde aus dem Militär austreten, dann könnte kein General mehr ihm zwischenrein funken. Doch er verwarf diesen Gedanken sofort wieder und rief Major Carter durch das Lautsprechersystem der Basis durch. Weniger Augenblicke kam diese auch schon durch die Tür in O`Neils Büro herein.
"Was gibt's denn Jack?"
"Sie haben ab sofort das Kommando über diese Einheit."
"Was? Warum denn Jack?"
"Ich wurde wegen der Durchsuchung der Werkstatt von diesem Doe beurlaubt. Bis auf Abruf."
"Warum gleich eine Beurlaubung? Ich kenne Leute, die haben weitaus schlimmeres getan und kamen mit einer Woche Kasernenarrest davon?"
"Keine Ahnung, das müssen Sie den Generals fragen, der meinte etwas von Exempel statuieren und das er Querulanten nicht dulden könne, jetzt wo ausreichend Streitkräfte hier waren schon gar nicht. Einen guten Tag noch."
O`Neil war schon aus dem Büro verschwunden, bevor der Major antworten konnte.
Private Jackson traf O`Neil am Eingang der Basis und wollte ihm etwas sagen, doch der reagierten nicht, sondern murmelte nur: "Beurlaubt....bis auf Abruf...". Und ging nach draußen. Jetzt würde erstmal seinen angesammelten Sold abholen und dann weitersehen. Also ging lief er in die provisorisch im Rathaus eingerichtete Zahlstube und ließ sich sein Gehalt auszahlen, das war nicht wenig, denn auf dem Mars gab es sowieso doppelten Auslandszuschlag und jetzt wo es immer gefährlicher wurde, gab es noch einen Bonus.
Er suchte erstmal eine Lokalität im bis jetzt noch sicheren Stadtzentrum auf, wo er über sein weiteres vorgehen nachdenken könnte. Auf seinem Zimmer in der Polizeistation zu warten, hatte der General ihm geraten. Das könnte er vergessen. Jacks Kenntnisse von der Wachablösung der Stadtwachen und diesem kurzen Zeitraum, frühmorgens um halb 3, in dem die Straße nach Red Mountain unbeaufsichtigt war, sind jetzt zu seinem Vorteil. Aber erstmal er ein Auto mit dem er aus der Stadt kam. Am Rande des Industrieviertel trafen sich regelmäßig Autoschieber zu illegalen Geschäfte, davon wusste O`Neil weil er gehört hatte wie sich zwei Polizisten darüber unterhalten hatten. Mit seinem Sold würde er zwar kein übermäßig gutes Auto bekommen, doch Hauptsache es fährt.
Mehr konnte der Golf XVI auch nicht, den er dort erworben hatte. Baujahr `82 war der, also genauso alt wie O`Neil selber. Er wartete damit an einer Seitenstraße am Stadtrand bis kurz vor 2Uhr30, als der Panzer der Stadtwachen an ihm vorbeigerollt war, zögerte er nicht lange und raste mit Vollgas schnell durch die aufgestellte, aber für kurze Zeit unbewachte, Absperrung. Sein Zeitfenster war sehr klein, doch er verschwand schon im dunklen als die Wachablösung um die Ecke bog. In Red Mountain würde er keine solchen Probleme mehr haben, denn dort war es noch nicht so extrem mit dem Terror und die Stadt war noch nicht abgeriegelt. Mit seinem Auto würde er trotzdem nicht in die Stadt kommen, denn es war ja illegal erworben und eine Fahrlizenz für Zivilfahrzeuge auf dem Mars hatte er auch nicht. Er stellte das Fahrzeug vor der Stadt ab und legte sich mittags schlafen. Dann würde er in die Stadt hinein gehen und Lexa dort in der Kneipe ihres Vaters besuchen.
Er kam gegen 15Uhr dort an, Lexa war gerade nicht da, also bestellte er sich ein Bierchen und wartete bei Harry am Tresen. Eine halbe Stunde später kam auch seine Freundin in die Wirtschaft, sie schleppte ein schweres Fass herein, als sie O`Neil am Tresen erblickte sagte sie zu ihm:
"Ah, hi, Jack. Auf dem Wagen draußen sind noch mehr Fässer, hilfst du bitte mir sie reinzutragen?"
Natürlich half er ihr, nach getaner Arbeit fragte sie ihn:
"Was machst du überhaupt hier, ich dachte die Lage würde sich in Rock Springs immer mehr zuspitzen?"
"Ja schon, aber das ist eine lange Geschichte?" O`Neil erzählte Lexa die Sache mit Doe und seiner anschließenden Degradierung.
"Naja, was soll's", sagte Lexa, "ich bin jedenfalls froh, dass du da bist."
Es war schon kurz vor 21Uhr als Jack fragte: "Was ist heute eigentlich mit der Veranstaltung in euerem Keller, ist die heute nicht?"
"Eigentlich schon, doch Edi, der das Zelo White besorgt und dafür zuständig ist, wer rein darf und wer nicht, hat sich schon lange nicht mehr blicken lassen."
"Zelo White?"
"Ja, das weiße Zeugs, das dort unten im Keller normalerweise ist. In einer höheren Konzentration nennt man es Hydro-Zello White und es wird in der Autoindustrie verwendet. Es ist auch tödlich beim einatmen, nur verwenden wir es in einer so geringen Konzentration, dass es ungefähr dieselben Auswirkungen wie Alkohol hat nur, das es nicht süchtig macht und sonst auch keine negativen Auswirkungen hat."
"Hm, interessant. Ich wusste davon noch nichts. Und wenn da unten nix los ist, was machen wir dann jetzt?"
"Man kann auch ohne Zelo White die Nacht über Spaß haben" sagte Lexa lächelnd zu O`Neil.
Am nächsten morgen waren beide schon früh aufgebrochen, Lexa musste noch Formalitäten im Rathaus erledigen und danach würden sie noch mal bei Edi daheim vorbeischauen und fragen was los ist, denn über die Kommunikationssysteme war er nicht zu erreichen. Doch zu Hause war er auch nicht.
"Hmm", meinte Lexa, "wir könnten höchstens noch mal beim Hauptwerk von Hokkaido General Motors nachfragen, da arbeitet er normalerweise."
Der Pförtner dort, wimmelte sie ab und so blieb ihnen nichts anderes übrig als um die Firma herumzugehen und zu versuchen durch den Zaun einen Blick zu erhaschen. Doch das gestaltete auch schwieriger als gedacht, denn hinter dem Zaun stand eine etwa zwei Meter Holzwand, die vor neugierigen Blicken schützen sollte.
"Lass uns mal eine Räuberleiter probieren, vielleicht erkennst du dann was."
Gesagt getan, also hievte O`Neil hoch, so dass diese über den Zaun schauen konnte. Als sie wieder auf dem Boden stand sagte sie:
"Hm, ich wusste gar nicht, dass sie dort auch Panzer herstellen."
"Panzer?!" fragte O`Neil verwundert.
"Ja, hinter dem Zaun lehnen einige Panzerrohre und auf der anderen dort rechts liegen Panzerketten rum. Weißt du davon nichts?"
"Nein, ich wusste gar nicht, dass überhaupt Panzer auf dem Mars gefertigt werden. Und wir haben meines Wissens keinen einzigen Panzer von HGM Aber warte, ich ruf lieber noch mal Major Carter an, die kennt sich damit besser aus."
Doch auch Samantha Carter wusste weder, das Panzer auf dem Mars gebaut werden dürfen, noch das HGM überhaupt welche produziert.
"Und du bist wirklich ganz sicher, dass das Panzerrohre waren?" vergewisserte er sich noch mal bei Lexa.
"Klar, oder denkst du ich würde dich belügen?"
"Nein, natürlich nicht, aber wenn das so ist muss ich der Sache auf den Grund gehen. Hat dich eigentlich jemand gesehen, wie du dort reingeschaut hast?"
"Ich glaube nicht, aber eine Überwachsungskamera ist dort installiert, die hat aber auch gerade auf die andere Seite des Hofes geschwenkt."
"Gut, aber wie soll ich dort reinkommen und vor allem bin ich beurlaubt und nicht berechtigt eine Waffe zu tragen."
"Ach, lass das mit dem reinkommen mal meine Sorge sein, ich kenn den Pförtner der Nachtwache hat, bei dem wird das kein Problem. Und Pistolen kann ich auch besorgen."
"Gut."
"Dann lass uns jetzt erstmal in die Stadt fahren, die Waffen besorgen. Aus der Drogerie brauch ich auch noch was und du brauchst was anderes zum anziehen, dieser Militärlook nervt auf Dauer."
Zuerst fuhren sie zu einem zwielichtigen Geschäft in einem abgelegenen Viertel. 'Gemischtwaren' stand am Firmenschild. Lexa sagte zu O`Neil:
"Sei einfach ruhig, ich mach das schon."
Sie gingen rein hin zum Verkäufer: Ah, hallo Alexandra, wer ist der Herr der dich da begleitet.
"Ich bin Col...", begann O`Neil, doch er wurde von Lexa unterbrochen: "Das ist Colin."
"Aha, na dann is gut. Was kann ich für dich tun?" fuhr der Verkäufer fort.
"Ich brauch zwei neuner Eisen. Und noch 48Schrauben dazu."
"Gut, warte hier."
Der Verkäufer verschwand in einem Hinterzimmer und kam wenig später mit einer Schachtel wieder.
"Hier is alles drin, zwei neuner Eisen und 48Schräubchen. Wer zahlt?"
"Das macht Colin."
O`Neil zog nach einem Tritt von Lexa an sein Schienenbein zögerlich seine Geldbörse und gab dem Mann den gewünschten Betrag.
Draußen vor dem Geschäft fragte er Lexa:
"Was sollte die Show dadrin ?"
"Ich sagte dir doch, du sollst ruhig sein. Wenn man so lange wie ich in einer Bar arbeitet lernt man mit der Zeit die Gepflogenheiten in diesem Milieu. Was glaubst du was der gemacht hätte, wenn er wüsste, das du vom Militär bist?"
"Achso, ok."
Etwa vier Stunden später hatte Lexa für beide neue Kleidung gekauft und auch die Sache in der Drogerie erledigt. Da die Schicht des speziellen Pförtners erst nachts um 1Uhr begann, gingen sie essen und ins Kino, einen Film anschauen.
Kurz vor 2Uhr fuhren sie mit dem Auto in eine etwas von der Fabrik entfernten Seitenstraße. Im Pförtnerhaus saß ein etwas dümmlich anmutender Pförtner, der in ein Heftchen reinstarrte.
"Oh man", meinte O`Neil, "was is denn das für einer?"
"Der is ein stadtbekannter Perversling, was denkst du warum ich mir ein Kleid mit so einem tiefen Ausschnitt gekauft hab" sagte Lexa grinsend, "also, du wartest hier und in 5Minuten kommst du ins Pförtnerhaus."
"Jawohl, Madam"
Lexa ging zum Pförtnerhaus, klopfte an die Scheibe, so dass der Pförtner von seinem Heftchen zu ihr aufschauen würde. Der tat das dann auch, aber natürlich starrte er ihr nicht ins Gesicht, sondern an eine andere Stelle.
"Wie wär's? Wir beide im Hinterzimmer?" fragte Lexa ihn verführerisch.
Ein schweinisches "Höhö." war die einzigste Antwort von ihm. Der Pförtner stand auf, öffnete die Tür und verschwand mit Lexa im Hinterzimmer.
Als die 5Minuten vorüber waren folgte O`Neil Lexa dorthin, Sorgen machte er sich keine, denn sie würde wissen was sie tut.
Dort im Hinterzimmer lag der nur noch mit einer Unterhose bekleidete Pförtner KO auf dem Boden.
O`Neil fragte Lexa: "Was hast du denn mit dem gemacht?"
Lexa sagte zu O`Neil: "Die KO-Tropfen aus der Drogerie. Jack, versuch das Sicherheitssystem abzuschalten und lösch die Aufzeichnungen der Überwachungskamera. Ich such derweil HGM-Betriebskleidung, dann können wir uns dort drin ein bisschen umsehen."
"Wir?" fragte O`Neil erstaunt.
"Klar, oder denkst du ich lass dich jetzt hier im Stich?"
Lexa durchkramte einen Schrank, während O`Neil versuchte sich in das HGM-System einzuloggen.
"Hier, zieh das an." sagte Lexa zu Jack und warf ihm einen noch eingepackten Blaumann hin, "Wie weit bist du mit dem Sicherheitssystem?"
"Na ja, hier wird ein Passwort verlangt, das ich nicht weiß?"
"Hm, hast du einen Mobil-Computer dabei?"
"Ja, aber kein passendes Verbindungskabel."
"Egal, gib den MC her."
Findig nahm sie einen herumliegen Draht und stocherte den irgendwie in beide Geräte rein. Als die Verbindung hergestellt war, dauerte es nicht mehr lange und das Sicherheitssystem war abgeschaltet. Beide im HGM-Firmenlook gingen sie auf die große Produktionshalle zu.
"Vergess nicht, alles hier mit dem MC aufzunehmen" flüsterte O`Neil Lexa zu.
Als sie erstmal an der zweiten, abgeschalteten Sicherheitsschleuse vorbei waren, bot sich ihnen das Bild, das O`Neil vermutet hatte: Anstatt Autoreifen stapelten sich in der Halle Panzerketten, an Stelle von Dachspoilern lagerten dort Panzeraufbauten. Sie wollten gerade die dritte Sicherheitsschleuse durchdringen, als ein Wachmann mit einem riesigen Hund auf sie zukam:
"Hey, wie heißen sie und wie sind ihre Identifikationsnummern?"
"Also ich heiße Eva und das ist Adam", antwortete Lexa, während sie vorsichtig ihre Pistole aus der Tasche zog.
"Hasso! Fass sie!", schrie der Wärter und ließ den Hund auf die beiden Eindringlinge losstürzen. O`Neil erschoss den Hund mit einem blitzsauberen Schuss und wollte dasselbe auch mit dem Wärter, doch dieser war schneller und löste zuvor firmenweiten Alarm aus. Eine ohrenbetäubende Sirene begann zu schrillen.
O`Neil sagte: "Nichts wie raus hier!"
Sie stürmten zurück auf den Hof, zu einer Stelle an der Container das überschreiten des Zauns möglich machten. Aus der Fabrik kamen Wachen gestürmt, die sofort das Feuer eröffneten. Lexa war schon über den Zaun gesprungen, als O`Neil von einigen Kugeln ins Bein getroffen wurde, doch auch er konnte sich noch über den Zaun schleppen. Schnell zerrte Lexa Jack zum geparkten Fahrzeug und gab Vollgas. Kurze Zeit später kamen auch einige HGM-Wächter mit ihren Autos hinterher. Zu diesem Zeitpunkt war Lexa mit ihrem Wagen allerdings schon abgetaucht.
"Dein Bein sieht gar nicht gut aus." meinte Lexa.
"Ach was das geht schon."
"Wie du meinst, wir fahren erstmal zu mir nach Hause, dort sehen wir weiter."
Darkwolf
07-01-2004, 19:10
Lars fuhr am nächsten morgen wieder zu Doe. Er war fast die Nacht wach gewesen, und eigentlich verstand er gar nicht, wieso, denn es gab nicht viel zu überlegen. Nunja... er hatte sich auch noch mit ein paar anderen Dingen beschäftigt, als mit der Frage, was zu tun sei - denn darüber war er sich schon sehr schnell klar gewesen
Wie immer begrüßte ihn wütendes Hundegebell, und er fragte sich, ob sich die Hunde denn niemals an ihn gewöhnen würden. Nunja, so ersetzten die Hunde wenigstens eine Klingel, und kurze Zeit später erschien auch schon John am Garagentor.
Da sind Sie ja wieder... und, wie sieht es aus?
Nunja... ich will kein Versprechen von Ihnen, das Sie mich hier rausbringt - das kann ich auch gar nicht fordern, das ist mir klar. Naja, aber vielleicht ergibt sich ja eine Gelegenheit, das werden wir sehen. Ich werd auf jeden Fall helfen, den lästigen Militärs ein wenig in den Arsch zu treten. Ich hab mir da schon ein paar Sachen überlegt heute Nacht.
Ah, daher also die tiefen Augenringe...
Zu allererst: Ich bin Lars - wollen wir nicht zum "Du" überwechseln? So als... Kollegen, quasi?
Ok, ich bin John. Schön dich dabei zu haben! Und nun lass mal hören...
Moment, lass uns reingehen, ich muss nur eben noch was aus dem Wagen holen.
Lars ging zu seinem Porsche, öffnete die Beifahrertür und holte eine Mappe heraus. Dann gingen beide in die Werkstatt, setzten sich, und Lars breitete ein paar Blätter vor sich aus.
Also... ich hab in meiner Ausbildung die Bauweisen von diversen Waffen aus dem späten 20. Jahrhundert studiert... und ich muss sagen, ein paar von den Dingern ließen sich ohne größere Probleme improvisieren, verbessern und für unsere Zwecke nutzen. Einfache Luftabwehr-Waffen, die ausreichen um einen Hubschrauber abzuschießen, sind auf jeden Fall nicht DAS Problem. Da wir hier ja auf engem Raum kämpfen, sollte eine Reichweite bis 500 Meter auch erstmal reichen, und damit brauchen wir dann auch keine großartig ausgefeilten Antriebssysteme. Nur Sprengstoff bräuchte ich. Zeug, das stark genug is, nen Hubschrauber vom Himmel zu pusten, kann ich grade noch mit ein paar einfachen Chemikalien selbst herstellen... aber nen Kampfpanzer is um einiges stabiler gebaut! Könnte also nicht ganz so einfach werden, die entsprechende Feuerkraft da anzubringen, über entsprechende Entfernungen. Aber wenn du nen Raum für mich hast, würd ich dir sofort ne "Einkaufsliste" geben mit Dingen, die ich brauche - und anfangen. Im Motel kann ich ja schlecht anfangen schwere Waffen zu produzieren
Der_Mosch
08-01-2004, 00:02
Es war Nacht, natürlich. Der Tag war für Malachi gleichbedeutend mit dem Tod.
Nicht, dass Malachi jetzt irgendwie aussah. Er war bleich, schwach und ausgemergelt, er war dreckig und stank nach Fäkalien, Schweiss und noch mehr. Wenigstens war ihm nicht besonders kalt, die Spandex-Thermo-Kleidung schätzte da recht gut gegen.
Der Eingang von John's Werkstattlag an der Strassenseite. An der Strasse gab es Laternen....
Malachi stieg durch das hintere Fenster ein. Das lässt sich leicht sagen, war für ihn aber ungleich schwieriger. Er war schwach und fühlte sich hundeelend. Trotzdem, er hatte etwas. Er hatte ETWAS. Es hatte sich gelohnt. Malachi ging auf John's Couch zu. Mordred und Apollo erwachten zwar, aber erkannten ihn als Freund und hechelten ihn nur an.
John schlief. Malachi stutzte etwas; alleine die Vorstellung, dass John jemals schlafen konnte, schien ihm absurd. Aber Malachi konnte jetzt nicht warten. Er griff John an der Schulter.
"Wach auf, mein Prinz! Ich hab hier ein Geschenk für dich!"
John kam zu sich und ging übergangslos in den Verteidigungsmodus. Malachi wäre vielleicht ausgewichen, wenn er voll bei Kräften gewesen wäre, aber so taumelte er von dem Schlag nach hinten und hielt sich die blutende Nase. John hatte ihn inzwischen erkannt und sass auf seiner Couch. Als der den Mund zum sprechen öffnete, wiess Malachi ihm durch ein Handzeichen, ruhig zu sein.
"Die Wände haben Ohren. Die Decken haben Ohren. Ich weiss nicht, wer zuhört. Ich entschuldige mich für meinen Aufzug. Ein Monat. Einen Monat lang sass ich in den Lüftungsschächten der Eagles... oder auch nicht. Einen Monat lang habe ich Ratten roh gegessen, ihr Blut getrunken. Ich weiss, es ist abstossend. Es war auch definitiv nicht besonders gut für mich. Aber was ich hier habe, John.... WAS ICH HIER HABE!"
Malachi verstummte wieder. Er sollte sich vielleicht lieber an seinen eigenen Rat hat.
Er deaktivierte seinen Schutz im Organizer und schob das Gerät zu John rüber.
"Lies. Aber lass das Licht. Das Display ist beleuchtet und wir wollen ja keine zusätzliche Aufmerksamkeit. John, verstehst du das? Verstehst du, was ich da geschrieben hab? Die Shadows kämpfen überhaupt nicht gegen die Eagles! die Eagles existieren gar nicht mehr! Ihr habt die United gegen euch!"
John gab ein grunzendes Geräusch von sich. Malachi war sich unsicher, ob das positiv oder negativ war. Eine Frage jedoch brannte ihm noch unter der Haut.
"Und.. John... entschuldige, aber... ich weiss, es ist spät... sag mal, darf ich deine Dusche benutzen?"
Es herrschte Krieg, offener brutaler Krieg. Dean Jarkson war zufrieden mit sich und der Welt, sein Chef würde es ebenfalls sein. Ein weiterer bedeutender Schritt in richtung Endziel war damit getätigt. Überall in der Stadt stiegen tagtäglich Rauchsäulen empor und der rote Marshimmel schien das Geschehen zu refelektieren. Blut, rot, Tod, Zerstörung.
Aber es gab auch Dinge, die ihn nicht gerade störten, jedoch höchst verwunderten. Die meisten angeheurten Gruppierungen statteten U.T. regelmäßig Bericht über ihre Fortschritte bzw. sie holten sich immer wieder neue Aufträge ab, vor allem die nun occupierte ehemalige Dark Eagle Miliz. Aber von den Shadows im Canal Bezirk hatte er lange nichts mehr gehört. er wusste, dass sie aktiv waren, aber wurde das Gefühl nicht los, dass diese Aktivitäten nicht unbedingt in seinem Sinne waren. Vor wenigen Tagen erst hatte man einen seiner Spitzel massakriert in der Kanalisatin aufgefunden. Er hatte zwar keine Beweise, aber Deans Gehirnwindungen kreierten immer wieder das Wort Verrat. Doch was würde geschehen, wenn er nun den Hahn zudrehen würde? Würden sie es als willige Provokation nutzen, um sich auch offiziel gegen U.T. zu wenden?
Zur Zeit kämpften sie gegen das Gesetz, aber auf wessen Seite? Dean hasste sich selbst dafür, dass er die Eagles zurückgepfiffen hatte. hatte er unbewusst die Büchse der Pandora geöffnet? Sich selbst wie in guter alter amerikanischer Tradition den größten Feind selbst geschaffen? Ein Berg aus Fragen brach über ihn herein. Hinzu kam noch die merkwürdige Nachricht aus Kanada über den Tod eines alten Weggefährten. Wie man unterrichtet war er grausam gemeuchelt orden, ähnlich einem rituellen Mord. Irgendetwas lief in diesem Augenblick überhaupt nicht Plan und das gefiel ihm überhaupt nicht.
In der Ferne erhob sich wieder eine schwarze Rauchsäule und nur Sekunden später dröhnten drei SkyCobras über sein Büro hinweg, gefolgt von einigen Black Hawk V. Na, wenigstens lief das Chaos nach Plan. Chaos nach Plan, schoss es ihm durch den Kopf. Welch ein Paradoxon.. Auf der Strasse hetzen einige Rover und Humvees, gefolgt von einigen Trucks. Es ging heiß her in der Stadt, wahrlich eine "Bombenstimmung".
Daheim angekommen hatten sie sich doch entschieden wegen Jacks Bein einen Arzt aufzusuchen. Normalerweise hätte O`Neil eine Gehhilfe gebraucht, doch er hat auch auf mehrmaliges anraten des Doktors keine Krücke akzeptiert. Sie fuhren gerade wieder in den Hof als Dave, Lexas Bruder, aufgeregt herausgerannt kam:
"Lexa komm schnell rein, sie bringen was am Fernsehen über euch."
"Am Fersehen" fragte Lexa Jack verwundert, doch der zuckte auch nur mit den Schultern.
Drinnen angekommen liefen gerade die Nachrichten des städlichen Fernsehens (Es wurden Bilder von O`Neil und Lexa eingeblendet):
"Und nun zu den Suchmeldungen der Polizei:
Es werden wegen gemeinschaftlicher Industriespionage, Körperverletzung und versuchtem Totschlag gesucht:
Colonel Jack O`Neil, beurlaubter Soldat der kanadischen Armee. O`Neil ist 35Jahre alt und hat kurzer, dunkelbraunes Haar und ist ca. 1,85m groß. Sein rechtes Bein ist durch Schusswunden verletzt.
Seine Partnerin ist 25-30Jahre alt, hat braune, möglicherweise gefärbte Haare. Die unbekannte Frau ist zwischen 1,70m und 1,75m groß.
Beide sind bewaffnet, es ist höchste Vorsicht geboten. Für die Ergreifung oder Hinweise die zur Ergreifung der beiden führen hat Hokkaido General Motors eine Belohnung von insgesamt 50.000$ ausgestzt.
Weiterhin werden gesucht...."
"Verdammte scheiße! Woher wissen die meinen Namen?" rief O`Neil.
Lexa antwortete:"Oh nein, sie müssen deinen Mobile Computer gefunden haben, den hab ich verloren, als ich dich zum Auto gezerrt hab."
"Und das sagst du mir jetzt? Ich hab dir doch gesagt du sollst darauf aufpassen!"
"Ja, hätte ich dich verletzt am Boden liegen lassen sollen?"
"Hört auf damit, ihr beide müsst schleunigst aus der Stadt." unterbrach Dave den Streit,"Ich und Dad schaukeln die Bar schon alleine. Ich bring Jack ins Auto, Lexa hol du euere Sachen."
"Wir können doch nicht unser Auto nehmen, es ist nur eine Frage der Zeit bis man mich identifiziert. erkannte Lexa.
"Mein Golf steht etwas vor der Stadt, lass uns den nehmen. Wir können in Rock Springs untertauchen, die Polizei dort hat im Moment andere Probleme als zwei Industriespione. Da bliebe aber noch das Problem mit meinem Ausweis, die Polizeikontrolle an der Ausfahrststraße wird mich sicher auf der Gesuchtenliste haben."
"Das lass mal meine Sorge sein" meinte Lexas Vater, der das Gespräch mitgehört hatte.
Wenig später standen Lexa und Jack schon bei der Kontrolle am Stadtrand von Red Mountain.
"Und sie wollen nach Neustuttgart, ja?" fragte der Kontrolleur.
"Ja" antwortete Jack.
"Zu Fuß?" wunderte sich der Polizist, "aber na gut, gehen sie durch."
Lexa nahm O`Neil und unterstüzte ihn beim Gehen durch die Absperrung. Er hat sein Auto etwa 200m entfernt hinter einem Felsen geparkt. Als sie diesen schon fast erreicht hatten, kam ein anderer Polizist aus dem Wachhaus und fragte den Kontrolleur:
"Wie hieß die Frau, die du da gerade kontrolliert hast?
"Alexandra Irgendwas."
"Schmidt. Und der Mann dort, wie hieß der?"
"Colin stand in seinem Paß."
"Aber er hatte eine Verletzung am Bein?
"Hmmm, jo der is gehumpelt."
"Das sind zwei gesuchte Kriminelle, die müssen wir schnappen!
Die beiden Polizisten stürzten zu ihrem Einsatzwagen. Währenddessen sagte Lexa, die die Szenerie beobachtet hatte:
"Beeilung Jack! Die sind uns auf die Schliche gekommen!"
Im Hintergrund hörte man die aufheulenden Sirenen des Polizeiautos.
"Die Straße können wir nicht nehmen. Das Atmosphärenschutzfeld überdeckt aber noch einige KilometerWüste dorthin. Ich versuche sie dort abzuhängen."
Als Jack sich endlich ins Auto gequält hatte, gab Lexa Vollgas und rasste in die Wüste, dichtgefolgt von der Polizei.
LordMordred
08-01-2004, 21:33
Doe schwieg und überlegte. - Lars braucht eine Werkstatt einen Unterstellplatz für sein Fahrzeug und einen Ort zu schlafen. Und das am besten hier um die Ecke........ Ja - nein. .. Er kann ja seinen Wagen nicht in die Werkstat fahren, dass wäre zu gefährlich für das Viertel. Hmmm.. Ach ja.-
John sah zu Lars, noch mal nachsinnend sprach er:
“Ich hätte da glaub ich das passende. Eine Strasse weiter wohnte Torro, möge er in Frieden ruhen. Die Wohnung ist noch frei. Dort gibt es alles was du benötigst! Komm mit das wollen wir uns doch mal anschauen.“
John ging vor, sie liefen 500 Meter bis vor einen alten Laden, bei dem das Schaufenster zugemauert war. Doe klingelte. Nach kurzer Zeit öffnete sich die Tür, dort stand ein älterer Herr und sah zu Doe.
“Guten Morgen, Herr Doe.“
„Guten Morgen, Herr Brown.“
„Was kann ich für euch tun?“
„Ich hoffe ich kann etwas für euch tun!“, Doe grinste und fuhr fort, „ Ist der alte Laden mit Wohnung schon wieder vermietet?“
Brown grinste schief.
”Immer einen Scherz auf den Lippen! Nein, wer will hier schon herziehen?“
„Gut, dann hätte ich einen Interessenten!“
„Ah, eine schöne Geste von euch dabei an Ernest zu denken. Na dann kommt herein und schaut euch um.“
Der Laden war zu einem Bastelraum umgestaltet. Überall lagen Platinen und anderer Elektronikschrott. Im Hinterraum ging eine Treppe zu der Wohnung über dem Laden und links führte eine Tür in die Garage. Doe fragte Lars:
“Na ist das, das Richtige?“
„Ja, ist ausbaufähig.“
„Das freut mich. Dann bräuchte ich eine Liste an Werkzeug und Materialien, die du benötigst. Und erwarte nicht das, das auf der Liste steht. Hier überleben heißt improvisieren.“
Lars zog aus der Mappe eine Liste und erklärte Doe, welche Art von Werkzeugen er benötige. Doe schrieb es sich mit auf den Zettel.
"So, ich verabschiede mich. Hab noch einen langen Tag vor mir!“
„Ja, man sieht sich.“
Auf dem Rausweg ging John Doe noch bei Ernest Brown vorbei und regelte die Formalitäten. John kehrte zu seiner Werkstatt zurück, nur um sein Fahrzeug zu holen. Er fuhr zum HQ. Als John in HQ wollte, hatte er plötzlich vier mit Sturmgewehren bewaffnete leute um sich. Er war perplex.
“Halt!“
„Geht’s noch?“
Es waren vier Sharks, der Kleidung nach zu urteilen.
“Jungchen, nimm dein Gewehr runter du könntest jemanden damit verletzen.“
„Hier haben keine Fremden Zutritt!“
„Ich weiß zwar, dass Ihr mich nicht kennt, aber glaube mir. Ich bin alles andere als Fremd hier. Mein Name ist John Doe, ich werde erwartet und falls du irgendeinen altgedienten Shadow holst , wird er es dir bestätigen.“
Kurz darauf kam Dean raus. Und klärte das Missverständnis auf.
Es waren hier im Moment alle Sharks und Shadows. Do sah zu Dean:
“Sag mal , was geht denn hier ab?“
„Wolf wollte allen was mitteilen.“
„Ah ja und deswegen so ein Trimborium?“
„Ja, ich hab auch keine Ahnung, aber ich sah vorhin hier auch ein paar von den Snakes.“
„Was?“
In dem Moment erschien auch Wolf oben auf dem Stahlsteg.
“Ich begrüße alle zusammen. Die Shadows haben Zuwachs! Ich habe Viper mit seinen Snakes zu uns ins Boot geholt!“
Ein Raunen ging durch den Raum, das von einem Schuss unterbrochen wurde, damit war die Aufmerksamkeit wieder auf Wolf gerichtet.
“Ja die Snakes sind nun genauso wie die Sharks und Wolfs, Teil der Shadows. Und um alle Klarheiten zu beseitigen. Wir werden in Zukunft alle hier unser HQ haben. Die Leitung der Snake-Gruppe bleibt bei Viper, die Leitung der Shark-Gruppe bleibt bei Bone. Doch die Leitung der Wolf-Gruppe geht an Dean!
Außerdem wollte ich den Beteiligten von heute Nacht danken, es war ein voller Erfolg. Wir haben innerhalb von einer halben Stunde 3 Kreuzungen angegriffen und gereinigt, außer Blech gab es bei uns keine Schäden.
So ich danke.“
Doe stand da, und wusste nicht was er sagen sollte. Wolf nahm ihm das auch ab, er kam zu Ihm.
“Na alter Freund.“
„Tach auch, wie ich hörte ein Erfolg und Arbeit hab ich auch wieder.“
„Ja hast du richtig gehört.“
„Das freut mich.“
„Ach, wenn du schon Wachen draußen aufstellst, die mich nicht kennen, dann geb ihnen ein Foto. Wenn ich das nächste mal in die Mündungen von Sturmgewehren schaue, wenn ich herkommen soll, dann kannst dir deine Ankündigungen, dort hinschieben, wo kein Licht scheint!“
„Ah, Oh. Tut mir leid. So jetzt sind wir 35 Mann. Damit sollte es gelingen schnell und bissig zu sein.“
„Ja, vor allem wenn alle hier in der Gegend sind.“
„Na dann schick mal die Wagen, die geflickt werden müssen, mit Dean, Screw und Hammer zu mir. Ach und eventuell hab ich jemanden an der Hand, der die Waffen wieder auf Vordermann bring.“
„Schön. Auf Dean wirst du aber verzichten müssen!“
„Ach ja. Ein Mechaniker als Leader, so ein Blödsinn kann auch nur dir einfallen.“
„Ja schon gut! Doch ich wusste nicht wen sonst, nachdem Torro von uns gegangen ist.“
„Ja, das war ein herber Verlust. Also an die Arbeit.“
Doe flickte mit den beiden anderen den ganzen Tag an den Fahrzeugen. Am Abend ging er noch ein Bier trinken und legte sich dann hin. Mitten in der Nacht wurde er aus einem Traum gerissen.
Es war Malachi mit seinen Neuigkeiten.
Er antwortete auf die letzte Frage seines Gastes
“Fühl dich wie zu Hause, Freund. Nach der Dusche kannst du dich auch auf die Couch legen und ausschlafen. Du hast zwar nun deinen Dienst mehr als erfüllt, doch ich wäre freudig überrascht, wenn du trotzdem hier bleiben würdest. Du bist auf jeden Fall jederzeit hier willkommen.“
Malachi verschwand. Doe stand auf und setzte sich zu seinen Hunden. Er kraulte sie hinter den Ohren und dachte darüber nach. – So die Eagles sind eigentlich UT. Sie kämpfen gegen das Militär. Die Shadows sollen auch gegen das Militär kämpfen. Im Moment ist es nur Rock Springs. Ist UT der einzige Kon?.... Wenn wir zwischen die Fronten geraten, das will ich mir gar nicht ausmalen..... Aber was passiert wenn das Militär feststellt, dass sie nicht Herr der Lage werden?.....Nein soweit würden sie doch nicht gehen. Aber den Mars aufgeben werden die Erdregierungen auch nicht!......... Wo soll das hinführen und warum klemmt meine Wenigkeit zwischendrin? ...... Die zermalen die Shadows ,wie Mühlsteine das Korn. Doch ein Staubkorn an der richtigen Stelle bringt jede Maschinerie zum stehen. ........ Laser was panzert gegen Laser?........ Gebt mir einen Hebel und einen Ansatzpunkt, dann hebe ich die Erde aus den Angeln. ... Aber wo ansetzen. ...so viele Fragen ohne Antworten. .. Wo ansetzen, wo nur.......... –
So schlief John bei seinen Hunden ein.
Es war Mittag. Die Sonne stand am Himmel, kaum Wolken waren zu sehen und eine leichte Brise wehte. Ein perfekter Tag? Nun, dies konnte man absolut nicht behaupten.
Das laute Geräusch von mehreren Rotorblättern durchbrach die vorübergehende Stille, als eine Hubschrauberpatroullie über das Haus von der Person flog, die Nils nach Rock Springs gelockt hatte. Wohlmöglich gerade noch rechtzeitig, denn kurz darauf war diese Stadt kaum zu verlassen oder zu betreten. Praktich isoliert zogen die Bürger von Rock Springs nun ihre Kreise, umgeben von Hubschraubern, Soldaten, Panzern und anderen Militärischen "Schutzvorkehrungen". Die meisten hier lebten in ständiger Angst, sie, oder jemand den sie kannte, könnte einmal in einen Schusswechsel oder Terroranschlag involviert werden.
Zu diesen Menschen gehöhrte auch Johannes, der Halbbruder seines Chefs in Neu-Stuttgart. Er war Leiter eines renomierten Leibwächter-Unternehmens und ein wohlhabener Mann. Doch auch er selbst benötigte Schutz, da er physisch nicht unbedingt in der Lage war, sich selbst zu verteidigen.
Nils schritt durch den Garten des Hauses. Es lag nahe dem Zentrum, so höhrte man fast ständig Sirenen, Explosionen, Schüsse oder Ähnliches. Inzwischen war er sich nicht sicher, ob er es bereute, hierher gekommen zu sein...
Darkwolf
09-01-2004, 00:07
Lars stand auf, ging zur Kaffee-Maschine und füllte sich eine Tasse voll ein - und trank sie mit einem Zug leer. Er hatte die Nacht damit verbracht zu überlegen, wie er Leitsysteme improvisieren konnte, und einen Prototypen hergestellt. Außerdem hatte er mit der ersten Lieferung von Doe angefangen, Sprengstoff und Brennstoff herzustellen, und würde vermutlich noch im Laufe des Tages seine erste Rakete testen - von einem Pickup aus, auf einen Hubschrauber. Den Starter für die Rakete würde er in wenigen Minuten konstruiert haben, er brauchte nur noch jemanden, der das Ding bediente. Die Sprengladung, die er vorgesehen hatte, sollte ausreichen, um ein Einfamilienhaus einzureißen, und damit auch wohl für einen verdammten Hubschrauber. Gegen Panzer würde er wohl ungelenkte Raketen bauen, schließlich waren die ja eher träge, und das gesparte Gewicht konnte er für mehr Feuerkraft nutzen... - nur: wenn es ihm nicht gelang, die explosion ordentlich zu bündeln, würden diese Geschosse es NIE schaffen, einen Panzer zu zerstören.
Er schenkte sich noch einen Kaffee ein, und überlegte weiter. Zeichnete weitere Skizzen, veränderte, bastelte nebenbei an einem Prototypen, und mischte größere Mengen Napalm für Brandgranaten. Letzteres war eigentlich das einfachste, die Zutaten waren überall zu beschaffen, und die herstellung relativ ungefährlich (wenn man nicht rauchte) und simpel.
In ein paar Stunden würde also seine erste selbstgebaute Luftabwehrrakete fertig sein... zwar vielleicht kein technisches Meisterwerk, aber immerhin sollte sie funktionieren. er würde nur auf jeden fall einen assistenten brauchen, der ihm zumindest die einfachen arbeiten abnehmen könnte - sonst würde er seine arbeit ja nie erledigt kriegen. Er musste mit Doe reden, vielleicht konnte der da was drehen
Der_Mosch
09-01-2004, 01:14
Nachdem Malachi sich gewaschen hatte, fühlte er sich schon viel besser. Er erlaubte sich zudem, den Medizinschrank zu durchsuchen - es mag sich einfach anhören, einen Kanaldeckel anzuheben, aber seine gebrochene Hand bewiess anderes. Schon Minuten später hatte er sich notdürftig geschient. Während er sich abtrocknete, fühlte er einen Gedanken in sich aufsteigen. Ja. So würde er es tun. Genau das.
Als er aus der Dusche kam, sah er, dass John schon wieder schlief. Also musste es bis morgen warten. Malachi dachte an das Kanalisation. An den Wartungsraum, den er verbarrikadiert hatte, der aber anscheinend eh nicht benutzt wurde. Und selbst wenn... warum sollte jemand genau die richtige Stelle untersuchen?
Darkwolf
09-01-2004, 17:37
Lars sah auf die Uhr. Er hatte jetzt seit über 24 stunden nicht geschlafen... aber es hatte sich gelohnt: sein Prototyp war fertig und testbereit. alles in allem eine recht einfache konstruktion, nicht ganz leicht, aber sollte funktionieren. Das Lenk- und Leitsystem war die größte Herausforderung gewesen, denn soetwas zu improvisieren war nicht ganz leicht ohne die nötige technische Ausstattung - aber er hatte es geschafft, eine einfache Zielerfassung zu kontruieren und programmieren, die die Rakete dann per Laptop fernsteuern würde. Der Starter war eine einfache Konstruktion zum senkrechten Start auf einem Dreibein, den man irgendwo aufstellen, sich dann mit dem laptop bis zu 200 meter weit entfernen und die Rakete abfeuern konnte.
Nun musste er nur noch zu Doe, und jemanden finden, der das Ding testete. Er lud die ganze Ausrüstung in einen alten Kombi (sein Porsche war ein wenig zu auffällig, um etwas derartiges zu transportieren, und machte sich auf den Weg.
Ohne Zwischenfälle erreichte er die Garage, und wie immer wurde er von Hundegebell begrüßt, und kurz darauf auch von John, der um die Ecke kam.
Hi.. oh Mann, du siehst aus wie der Tod... schonmal daran gedacht, zu schlafen?
Dran gedacht ja... aber ich hatte zuviel Kaffee intus, und hab deshalb durchgearbeitet.
Und was machst du hier? Gibt es irgendwelche Probleme mit der Ausrüstung?brauchst du noch etwas?
Nene, alles in Ordnung - mein Prototyp ist fertig, und so einfach gehalten, das ich davon bestimmt... 3 bis 4 am Tag herstellen kann. Aber ich brauche jemanden der mir hilft. Der mir die einfachen Arbeiten abnimmt, wie Rohre zusägen, und mir beim testen hilft. Außerdem brauche ich ein Testobjekt... am besten nen Cobra-Kampfhubschrauber auf Patroulie. Realistische Tests sind doch immer die besten...
komm nachher oder morgen nochmal vorbei, ich werd sehen was ich tun kann!
Nach einigen Kilometern verfolgen gaben die Polizisten die Verfolgung auf. Das Auto hatte jedoch kein funktionierendes Navigationssystem mehr und so irrte Lexa ziellos in der Wüste herum. Nach fast 2Stunden bemerkte O`Neil:
"Warum wird es hier immer wärmer und die Sonne stärker, sollte das nicht die Atmosphärenkontrolle regeln?"
"In der Stadt, ja, aber wir befinden uns hier ziemlich am Rand des Schutzsystems, hier ist die Abschirmung nicht mehr so effektiv. Aber...verdammt!"
"Was denn?" wunderte sich Jack.
"Wir haben fast kein H2 mehr."
"Wie weit ist es noch bis zur Stadt? Können wir da hin laufen?
"Keine Ahnung, aber du mit deinem Bein kannst sowieso keine weiten Strecken zurück legen."
Wenig später begann schon der Motor zu stottern. Sie konnten gerade noch bei einem Felsen Schutz vor der sengenden Sonne suchen, bevor das Auto stehen blieb.
"Ich könnte trotzdem versuchen in die Stadt zu kommen und mit Hilfe zurückkehren." schlug Lexa vor.
"Spinnst du? Dort in der Sonne verdurstest du noch schneller als hier. Irgendein Kommunikationsgerät hast du nicht dabei?"
"Nein."
Ihnen blieb nichts anderes übrig als zu warten und auf Hilfe zu hoffen...
Hier ist CNN International mit einer Sondermeldung.
Die Mitglieder des Nordatlantikpaktes und die der Pacific Defense Alliance haben heute die Vereinten Nationen darum gebeten, dem Mars mit einer Bloackade von allen nicht-militärischen Versorgungwegen abzuschneiden. Mit dieser Maßnahme sollen die Aufständischen in New Detroit, Rock Springs, Neu-Stuttgart, New-London, Respublica Moskwa und Tokio Mountain von ihren ausserplanetarischen Waffenlieferanten abgeschnitten werden., ausserdem soll so verhindert werden, dass weitere Infiltratoren den Mars kontaminieren. UN-Generalsekretär van Joulen äußerte sich bislang nicht zu den Vorschlägen. Frankreich, dass zur Zeit die Präsidentschaft in der EAU innehat lehnte diesen Vorschlag ab, ebenso wie die Mitglieder des Südamerikanischen Protektorates. Es bleibt abzuwarten, welchen Weg die Entwicklung nehmen werde.
Zur Zeit haben sich die Ausschreitungen auf dem Mars ausgeweitet, auch Deutschland und Großbritannien denken darüber nach, Truppen in die Krisenregionen zu verlegen.
Aus Rock Springs wurde heute gemeldet, dass ein Kampfhubschrauber vom Typ SkyCobra der Royal Australian Army von einer Rakete abgeschossen wurde. Hintergründe dazu wurden bisher nicht veröffentlicht, jedoch scheint die bisherige Politik der Krisenbewältigung fehlgeschlagen. In einer ersten Stellungnahme durch das Oberkommando wurde nun bekannt, dass man nun die Politik der starken Hand betreiben werde. Eine Zuspitzung der Situation scheint dadurch unvermeidlich, zumal nun auch zero tolerance gegenüber den Rebellen herrschen werde.
Das war ein erster Überblick über die neue Situation, wir melden uns wieder zur vollen Stunde
[RPFOFF:]
Oneil, ich glaube du hast etwas missverstanden. Die Athmosphäre des Mars ist so lebensfeindlich wie eh und je. Es gibt keine Umweltkontrolle ala Star Trek oder Athmosphärenschilde. Die Domecitys werden durch gigantische Käseglocken aus Beton, Stahl und transparentem Metall von eben jener lebensfeindlichen Wüste geschützt. Du mußt sie dir wie eine Art Stadtmauer vorstellen mit ner Käseglocke obendrauf. Die Verbindung zu den Städten wird durch Röhren auf der Bodenoberfläche gewährleistet, die Auto- und Eisenbahnverkehr gewährleistet. Aber so in der freien Athmospähre rumzulaufen ist weniger empfehlenswert, endet meistens tödlich *gg*[RPFon]
"Lange halte ich das nicht mehr durch." sagte Lexa erschöpft.
"Du kannst jetzt nicht einfach hier so wegsterben." entgegnete O`Neil.
"Was sollte mich am sterben hintern?"
"Vielleicht haben wir ja Glück...Moment mal, hörst du das auch?"
"Was denn?"
"Na da dort, der Hubschrauber."
O`Neil sprang aus dem Wagen und rannte dem Helikopter entgegen. Er benutzte sein Hemd als Fahne und schrie um die Aufmerksamkeit der Piloten auf sich zu lenken. Scheinbar erspähte der Pilot ihn gleich und kam auf ihn zu.
"Und was ist, wenn das ein Suchhubschrauber der Polizei ist und die uns dann an HGM ausliefern?" fragte Lexa aus dem wagen heraus.
"Ach was, ich denke nicht, dass das ein Polizeihubschrauber ist. Siehst du die Rakten dort? Das ist mit Sicherheit ein Militärhubschrschrauber und ich glaube nicht, dass die nach zwei klein Kriminellen ausschau halten."
Wenig später landete der Helikopter und der Copilot stieg aus:
"Kann ich ihnen helfen? fragte er.
"Ich bin Colonel Jack O`Neil, Soldat der kanadischen Armee." antwortete ihm Jack und zeigte seinen Dienstausweis vor.
"Oh, Sir, ich bin Corporal Davis, Sir."
"Gut. Können sie mich und meine Freundin mit nach Rock Springs nehmen?"
"Sir, natürlich, Sir. Der Cobra-Hubschrauber DX-31 steht zu ihren Diensten."
O`Neil holte Lexa aus dem Wagen und stieg mit ihr in den Hubschrauber. Diese hob ab um wieder nach Rock Springs zurückzukehren.
Darkwolf
11-01-2004, 15:02
[rpg off]m1, du hast da nen bisserl vorweggenommen... mit der rakete. DU ARSCH! :P [/rpg off]
Lars hatte grade zusammen mit einem Gehilfen die Abschussvorrichtung in Stellung gebracht, und rauchte eine Zigarette, als sie auch schon das ideale Testobjekt erspähten. Ein Cobra-Kampfhubschrauber, vielleicht auf Erkundungsflug oder so... aber das war im endeffekt egal. Hauptsache Ziel.
Lars aktivierte die Zielerfassung, schaltete die Rakete auf, schickte ein kurzes Stoßgebet gen Himmel, und gab Startbefehl.
Etwa 120 Meter von seiner Position entfernt zischte die Rakete senkrecht in die Luft, änderte dann den Kurs, steuerte den Hubschrauber an, und traf seinen Heckrotor nur sekundenbruchteile später. Der würde nicht mehr weit fliegen...
Der hubschrauber fing an zu taumeln, eierte durch die Luft, unfähig, irgendwie die Drehungen des mächtigen Hauptrotos auszugleichen, sank immer weiter, und verschwand dann aus Lars' Blickfeld. Er hörte noch ein lautes Krachen, als offenbar die Rotorblätter des Hauptrotors an Häuserfassaden entlangkratzen und zerbrachen und der Hubschrauber unsanft auf dem Boden aufschlug, und dann nichts mehr. Stille.
Er kappte das Kabel zur Startvorrichtung, schloß die Tür des Vans, und sein Assistent und Fahrer beschleunigte. Nur weg von hier... Ein leichtes Triumpfgefühl breite sich in ihm aus, begleitet von einem schlechten Gewissen und der Ungewissheit, wie es der Crew ergangen war. Aber so war es nunmal im Krieg...
Der Hubschrauber überflog grade die Stadt, auf dem Weg zum militärischen Landeplatz im Nordosten.
Plötzlich, sagte der Copilot zum Piloten:
"Auf neun Uhr, feindlicher Flugkörper!"
Kaum hatte er diesen Satz schlug schon eine Rakete in den Heckrotor ein. Der Hubschrauber eierte immer schneller zu Boden, streifte mit dem Hauptrotor einige Häuserwände und schlug direkt auf einer Kreuzung in den Boden...
"Wilkommen, Herr O`Neil." wurde Jack von einem Mann in weißem Kittel begrüßt, der sich über ihn gebeugt hatte.
"Was? Wo bin ich? Wer sind die" entegnete er verwundert.
"Ich bin Doktor Eisenklopfer und sie sind im militärischen Krankenhaus von Rock Springs.
O`Neil blickte sich im Zimmer um, im Bett neben ihm lag der Pilot des Hubschraubers, der zu schlafen schien.
"Wo ist Lexa? fragte er den Arzt.
"Wenn sie mit Lexa Alexandra Schmidt meinen, die ist gerade in einer OP."
"OP? Kann ich zu ihr?"
"Nein und wenn könnten sie auch nichts machen, denn ihre Verletzungen waren so schwer, das wir sie ins künstlicher Koma verlegen mussten."
"Koma? Sie ist aber nicht in Lebensgefahr"
"Das lässt sich jetzt noch nicht mit Bestimmtheit sagen."
O`Neil horchte den Doktor noch etwas über Lexas Überlebenschancen aus, wurde aber dann gleich aus dem Krankenhaus erlassen, denn er hatte den Hubschrauberabschuss nahezu unverletzt überstanden. Er ging geradewegs zum HQ des Militärs in Rock Springs um Gen. Finnigan aufzusuchen, dort angekommen ließ er sich von der Sekräterin des Generals und stürmte in das Büro von Finnigan. Dieser telefornierte gerade, doch er unterbrach sein Gespräch als O`Neil ihn anschrie:
"Wir müssen diese Schweine kriegen! Ein weisser Van!"
"Moment mal Colonel O`Neil. Sie können hier nicht so einfach hereinplatzen und schon gar nicht mich in so einem Ton anschreien!"
Doch O`Neil furh unentwegt fort:"Geben sie mir wieder das Kommando über meine Einheit, ich werde alles daran setzten diese verdammten Terroristen zu kriegen!"
"Moment mal. Erstens haben sie nicht zu entscheiden, wann ich ihre Beurlaubung beende und zweitens weiß ich gar nicht wovon sie sprechen."
"Vom Abschuss des Hubschraubers."
"Abschuss? Das lässt sich noch nicht sagen, denn unseren Ermittlungen haben noch kein Ergebniss vorgebracht. Was machen sie überhaupt an Bord eines militärischen Hubschraubers?"
"Ach was Ermittlungen. Sie wissen ganz genau, dass das ein Abschuss war!"
"Ich weiß nichts und ausserdem, wenn sie in diesem Ton fortfahren, wird ihre Beurlaubung ganz schnell in eine Entlassung umgewandelt!"
"Das können sie sich sparen, sie, sie Feigling! Ich verweigere hiemit ab sofort den Dienst unter ihre Führung"
O`Neil warf seinen Dienstausweis auf den Tisch des Generals und ging in Richtung des Ausgangs.
Der General brüllte ihm nach: "Sofort raus hier und haben sie ja nie mehr die Unverfrohenheit sich hier blicken zu lassen!!!"
O`Neil ging in ein Hotel der unteren Klasse im Stadtzentrum von Rock Springs und mietete dort ein Doppelzimmer für unbestimmte Zeit. Dort ließ er sich aufs Bett fallen um über das, was gerade geschehen war nach zu denken. Seine jahrzehntelange Karriere beim Militär war innerhalb weniger Sekunden beendet...
Wenig später klopfte es an der Tür seines Appartements. Dort stand ein Mann in schwarzem Anzug und mit Sonnenbrille.
"Guten Tag. Colonel a.D. Jack O`Neil. Es tut mir leid zu höre was mit ihrer Freundin passiert ist. Ich hoffe sie kommt durch."
"Öhm, woher wissen sie das alles? Von meiner Entlassung, der Sache mit Lexa... Sind sie beim Militär?"
"Gott sei Dank nicht mehr. Ich würde mit ihnen gerne reden."
"Über was?"
"Über Alternativen zu dem Feigling Finnigan."
"Was für Alternativen?"
"Das möchte ich mit ihnen bereden, aber nicht hier. Kommen sie wir gehen zu einem etwas ruhigeren Ort."
O`Neil der nicht wusste, was der Mann eigentlich von ihm wollte, ging aber mit ihm mit. Alleine schon um die 'Alternativen' kennen zu lernen. Unten vor dem Hotel stand eine schwarze Limousine. O`Neil und der Unbekannte stiegen hinten ein. Der Mann gab dem Fahrer ein Nickzeichen und dieser fuhr los...
General Finnigans Büro war ein weiteres mal mit dicker Luft erfüllt. Zum einem deshalb, weil einer seiner wertvollen SkyCobras durch eine Rakete unbekannten Typs abgeschossen worden war, zum anderen weil einer seiner Untergebenen wahrscheinlich die Bedeutung des Wortes Disziplin vergessen hatte. Diese Unverfrorrenheit hatte ihn aggressiv gemacht und das würde ihm dieser Kerl bezahlen. Noch funktionierten die Kommunikationsleitungen zur Erde und seine Anlaufpunkt war das Büro für Militärwesen des Ex-Commonwealth in London. Es dauerte nicht lange und hatte den kanadischen Zustädigen an der Strippe.
"Sir Harold Montique? Hier ist General Finnigan, Leiter der Kolonialsstreitkräfte der Royal Australian Army. ich möchte sie darüber informieren, dass ich einen ihre Austauschmilitärs aus dem Dinst entlassen habe. Es handelt sic um Colonel Jack O'Neil, Teil der Royal Canadian Air Force und Teil des Austauschprogrammes des ehemaligen Commonwealth."
Sein Gegenüber schluckte:
"Herr General, ich bin schockiert darüber, dies zu erfahren. Darf ich ich sie um Aufklärung der Umstände bitte? Der Colonel wurde seinen Vorgesetzten immer wieder lobend erwähnt, deshalb traf mich auch die Nachricht der beurlaubung so stark."
"Mister Montique, ich muß sie leider darauf aufmerksam machen, dass sich der Colonel der Befehlsweigerung, der Bemächtigung militärischen Gerätes der australischen Armee und der Missachtung der Disziplin schuldig gemacht hat. Fairerweise muß ich zugeben, dass er selbst sein Offizierspatent niederlegte und mir nur noch die formale Entlassung überließ. ich mache sie darauf aufmerksam, dass er nun wieder ihrer Gerichtsbarkeit untersteht und ab sofort nicht mehr befugt ist, seine Dienste im Hoheitsgebiet Australiens auszuüben. Ich muß sie darum bitten, ihn sofort nach Kanada zurückzurufen, da er hier nun als unerwünschte Person klassifiziert wurde, die sobald sie irgendwie auffällt, sofort verhaftet und als Kriegsgefangener behandelt wird. Wie Sie wissen herrscht in Rock Springs Ausnahmezustand und wir müssen den Colonel nach unseren Erkenntnissen als potentielle Gefahr für die Sicherheit der Stadt einstufen."
"Ich habe die Vorwürfe verstanden, aber das mit dem Diebstahl von Eigentum, das kann ich mir nicht vorstellen."
"Achja? Ich erkläre es ihnen. In Red Mountain hat er sich, wie mir berichtet wurde, eine Cobra ihrer Armee geliehen, ohne das er im Dienst war. Dasselbe tat er mit einer Cobra, als er wieder hier in der australischen Kuppelstadt war. Ich weiß nicht, wie sowas in Kanada heißt, aber hier nennt man das Bemächtigen von Staatseigentum."
Verzweifelt versuchte der kanadische Beamte die Entscheidung zu reviedieren, aber auch nach einer Stunde Diskussion blieb die Sachlage unverändert. nachdem das Telefonat geendet hatte, rief Finnigan seinen Adjutanten herein.
"Miles, wie weit ist der Bericht über den Abschuß der Cobra?"
"Sir, wir haben erste Ergebnisse von unseren Labors erhalten, demnach handelt es sich um eine Rakete eines Types der uns vollkommen unbekannt ist. Offentsichtlich handelt es sich nicht um eine herkömmliche Boden-Luft-Rakete, vielmehr um ein nterssantes Konstrukt marke Egenbau."
"Verflucht, jetzt bauen die Mistkerle auch noch eigene Rakten. Wieso hat das Warnsystem nicht die Gefahr registriert und ist dem Schützen zuvorgekommen?"
"Sir, das Problem war bzw. ist die Software."
"Die Software?", fragte der General verdutzt. "Wie kann das sein? Die SkyCobra ist der modernste Kampfhubschrauber zur Zeit auf dem Markt."
"Und genau da liegt das Problem, sie ist zu modern. So modern, dass sie nur auf moderne Waffensysteme reagiert. Sehen sie, das geschoß war ein relativ primitives Modell mit einer sehr einfachen Zielerfassung. Der Verteidgungcomputer war nicht darauf kalibriert, dass seine Sensoren dieses primitive System erkannten. Dieses problem ist schon älter, aber man nahm an, dass in zukünftigen Konflikten nur noch modernste Technik zum Einsatz kommt. Boeing hat auch darauf reagiert und vor einigen Monaten neue Software herausgebracht, lange vor dem Konflikt hier auf dem Mars. Aber bisher sind nur Teile der Hubschrauberflotte aufgerüstet worden."
"Verdammt, ich erteile hiermit Startverbot für alle Hubschrauber, deren System nicht upgegradet wurde. Dann beschränken wir uns temporär auf den Bodenkrieg, bis die Maschinen dazu bereit sind. ich will nicht noch eine Cobra verlieren. Das gilt auch für die Transportmaschienen der Black Hawk V-Flotte.
Des weiteren werden unsere militärischen Interventionen verstäkrt, es gilt ab sofort zero tolerance. Ausserdem will ich, dass die feien Flächen zwischen der Stadt und der Kupppelmauer rund um die Uhr überwacht werden. Ausserdem bleiben die Verbindungswege zu den anderen Kuppeln weiterhin unterbrochen, hier kommt niemand rein oder raus, der keine Befugnis hat.
Wir bekommen ausserdem weitere Verstärkungen, veranlassen sie, dass ein Basislager auf den Grünflächen vor der Stadt errichtet wird. Verdammt nochmal, auf diesem Planeten gibt es 15 Kuppeln, die jeweils eine Stadt beherbergen und ich will, dass meine Kupel die erste ist, in der wieder Ruhe und ordnung herrscht."
Darkwolf
12-01-2004, 00:22
Lars hatte sich wieder in seine "Bastelstube" zurückgezogen, so wie er sie nannte. Schwere Gedanken und ein schlechtes Gewissen plagten ihn. Eigentlich hatte er nur zu seiner Freundin gewollt, und jetzt war er - natürlich nicht wirklich ganz unfreiwillig - grade vermutlich zum Mörder geworden. Etwas, das er ganz und gar nicht beabsichtigt hatte, was einfach so geschehen war.
Von seiner Freundin hatte er auch seit einigen Tagen nichts mehr gehört, die Verbindungen zur Außenwelt waren abgeschnitten. Er fluchte. In den letzten verdammten Wochen war seine wunderschöne fast heile Welt zusammengebrochen wie ein Kartenhaus, und er hatte natürlich auch nichts besseres zu tun gehabt, als daran richtig schön mitzuarbeiten. Aber hätte er denn ahnen können, das die situation dermaßen eskaliert?
Er griff zu einer Flasche Bier, öffnete sie, und leerte sie in einem Zug. Er schüttelte sich. Ekelhaftes Australisches Gesöff... was die hier als Bier bezeichneten... widerlich. Aber egal, in Zeiten wie diesen konnte man nicht wählerisch sein.
Und was seine aktuelle Beschäftigung anging: Er hatte seine Seitenwahl bereits getroffen. Es gab kein zurück. Also musste er weitermachen. Er setzte sich wieder an seinen Zeichentisch, und arbeitete. Die luftabwehrrakete funktionierte also schonmal - sie war aber auch das kleinere Problem, weil die Sprengladung keine Panzerung durchbrechen musste, die etwa 2 Metern Stahl entsprach, von der Stärke. Natürlich konnte er Sprengköpfe konstuieren, die einen Panzer zerstören würden, aber diese waren dann nicht wirklich sehr mobil, und von Personen schonmal gar nicht zu benutzen, wenn nur auf fahrzeuge montiert. und das wäre nicht die geschickteste Idee, einen Panzer zu zerstören...
FAHRZEUGE! das war aber eigentlich die idee. Doe würde ihm noch ein paar Dinge besorgen müssen, so wie es aussah.
Er verdrängte seine Gedanken, machte sich an die Arbeit und entwickelte die Pläne
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