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Vollständige Version anzeigen : Alles was man schon mal von Wertpapieren wissen wollte


DeAfKo
19-12-2001, 23:32
Da bei dem Thread Rückblick 2001 etwas vom Thema abgewichen wurde und es mir scheint, das bestimmt viele dazu fragen haben, öffne ich hiermal diesen thread.


Also bevor ich hier vielleicht vom urschleim anfange, ist es besser, ihr postet mal die sachen, die euch interessiern.
Fragen, Probleme oder eigene Erfahrungen sind hier erwünscht.


*erwartungsvoll*

deafko

susiebond
20-12-2001, 00:48
Also, wir unterhielten uns ja letzthin über simulierte Börsenspiele im Internet. NodMot hatte da seine Zweifel angemeldet, weil die meisten nur eingeschränkt funktionieren, z.B. nur bestimmte Aktien anbieten, keine Möglichkeit für puts bereitstellen.
Mit geringen Einschränkungen habe ich, was den Leistungsumfang angeht, sehr gute Erfahrungen mit dem Börsenspiel (http://boersenspiel.faz.net/) gemacht. Puts und Calls heißen dort vielleicht nicht direkt so, sind aber möglich, und das Angebot an Aktien ist wirklich riesig. Und es ist umsonst :D

DeAfKo
20-12-2001, 22:19
nun börsenspiel an sich ist schon eine gute sache. es biete gute möglichkeite einen ersten einstieg in dem komplexen werk der wertpapiere und börsen zu erlangen. dennoch geht es beim börsenspiel meist um fun. da wird mal schnell auf großes risiko gesetzt und wenns in die hosen geht na und ist ja nicht real.

dagegen bietet ist echte investition nicht nur einen genauen einblick, sondern auch reale gewinne. ja sogar gewinne in schlechten börsenzeiten.

susiebond
21-12-2001, 00:35
Naja, aber dafür muß man erstmal das Geld haben ;) ..

NodMot
21-12-2001, 04:32
Hab mir das jetzt nicht richtig durchgelesen, aber das es schonmal ohne Zeitbeschränkung ist, ist gut.
Dennoch muß man die Disziplin besitzen, wie im richtigen Leben zu handeln und nicht, wie Deafko schon sagte, mal eben sein ganzes Spielgeld einsetzen. Man sollte dann auch bedenken, daß man bei mehr als 1000 DM Gewinn innerhalb eines Jahres den kompletten Gewinn versteuern muß und deshalb auch nicht alles so schnell verkauft, wie in einem Spiel.

Dann kann man sicherlich auch die Risikominimierung üben, Gewinne laufen lassen, Stop Loss setzen, diesen evtl. nach oben anpassen bei Gewinnen und auch schonmal das Depot mit Puts gegen Kursverluste absichern.

Erfahrungen bisher:
Hab eine fondsgebundene Lebensversicherung (die LV steht dabei nicht im Vordergrund, sondern es geht nur um die Steuerfreiheit) und gehe demnächst zusätzlich noch in einen weiteren Fonds. Diese beiden sind nur zur Altersvorsorge gedacht und werden irgendwann 5-10 Jahre vor Ablauf, wenn die Kurse gut sind, in einen Rentenfonds o.ä. umgeschichtet. Halt in etwas mit weniger Rendite, aber mit großer Sicherheit.

Zusätzlich kaufe ich für einen bestimmten Geldbetrag monatlich Anteile eines weiteren Fonds. Der ist momentan nur mittelfristig zum Zurücklegen gedacht, da der Geldbetrag in etwa einer bestimmten Ersparnis entspricht, die ich seitdem habe.

Habe auch schon Einzelaktien gekauft (hauptsächlich Bluechips) und ab und an mal Optionsscheine zur Depotabsicherung (hast übrigens Recht Deafko, ich hatte mich vertippt, denn ich meinte RK 5, die die Börsenterminfähigkeit beinhaltet).
Keine Optionsscheine zum Spekulieren bisher und erst Recht keine Futures, oder ähnlich hoch spekulatives, was manche Banken schon als RK 5b oder 6 bezeichnen.

susiebond
21-12-2001, 19:33
Wie wird denn so ein RK überhaupt für eine Einzelperson ermittelt?
Und wie funktioniert das überhaupt, mit dem Kauf einzelner Aktien, z.B. wieviele Aktien muß man kaufen, um einsteigen zu können (man kann ja schlecht eine einzige Aktie kaufen, da wäre der Verwaltungsaufwand evtl. höher als der Preis/die Rendite)?

DeAfKo
22-12-2001, 00:51
RK = Risikoklasse
ich will mal soweit wie möglich keine abkürzungen verwenden.
die einzelnen personen die in wertpapiere anlegen wollen, müssen erst einer ausführlichen beratung unterzogen werden.
in diesem gespräch wird zwischen anleger und dem berater geklärt, was für anlageziele der kunde hat und was er für ein risiko eingehen möchte.
jedes institut hat so seine eigenen maßstäbe im bezug auf die Risikoklassen, also bringt es wenig hier von Klasse 1,2 oder 3
zu erzählen. im grunde gibt es drei kathegorien von risikoklasse.

1. der sichere anleger der keinerlei risiko eingehen will, der genau wissen will was rausspringt und wo keine gefahr für verlust besteht. diese risikoklasse nennt man ERTRAG

2. der etwas riskofreudige anleger, der sein geld schon sicher anlegen möchte, aber durch einkalkulierbares/beschränktem risiko
etwas mehr gewinn erwirtschaftet. diese risikoklasse nennt man WACHSTUM

3. und dann gibt es die sogenannten zocker, der maximalen gewinn haben will, aber auch mal einen totalverlust hinstecken kann. diese klasse nennt man CHANCE.

wie schon erwähnt, erfolgt die eingliederung der risikoklasse anhand der informtionen vom kunden. dabei spielt z.b eine rolle welches kapital in die wertpapiere gesteckt werden soll und wieviel geld dann noch in anderen anlagen stecken. ganz wichtig hierbei ist natürlich auch der anlagezeitraum.

Wie verläuft ein Aktienkauf? @susiebond

also erstmal gesagt, ist ohne probleme möglich eine aktie zu kaufen, natürlich würden dann die kosten im vergleich zum gewinn viel zu hoch sein. eine menge anzugeben, wieviel man kaufen muss ist nicht möglich. es gibt aktien mit einen kurswert von 0,01 EUR und aktien mit einem kurswert von 200,00 EUR. von daher ist es nicht einfachm möglich eine stückzahl festzulegen. will man kleinere betrage, so ab 50,00 EUR anlegen, eignen sich fonds am besten.

wollt ihr noch genauere sachen zum kauf (ABLAUF) und fonds wissen? oder andere themen aus dem bereich. vielleicht auch spezielle fragen, denn ich kann ohne weiteres ein mehrstündiges referat halten. es ist schließlich ein sehr umfangreiches thema.

NodMot
22-12-2001, 13:57
Noch ein paar Ergänzungen:

Wenn Du zu einer Direktbank gehst, dann läuft die Einteilung in eine RK etwas anders ab:

Du füllst einen Antrag aus, indem Du u.a. Dein Gehalt angibst, welche RK Du wünschst und wie Deine Anlageerfahrung ist. Aus diesen Angaben ermittelt die Bank, ob sie Deinem Antrag stattgibt, oder beispielsweise sagt, daß sie Dir die gewünschte RK nicht gestatten.
Sicherlich kann es von Bank zu Bank abweichen, bei Direktbanken habe ich es bisher immer so gesehen, daß man ab RK 3 zumindest deutsche Bluechips (also große Standardaktien kaufen darf), ab 4 auch Nebenwerte und ab 5 ausländische Nebenwerte, was auch die Börsenterminfähigkeit beinhaltet.
Aber das mag wirklich von Bank zu Bank abweichen.

Bei der Direktbank hat man den Vorteil von viel niedrigeren Kosten, aber Du hast normalerweise keine Beratung dabei. Da muß man abwägen, ob man es sich zutraut, Anlageentscheidungen völlig selbständig zu treffen.
Kosten bei einer Direktbank (auch da gibt es Unterschiede) sind zum Beispiel bei Kauf (und auch wieder beim Verkauf) 10 Euro Grundgebühr, 0.2 % der Summe, für die Du kaufst und noch eine Courtage für den Makler, die aber wirklich gering ist. Wenn Du also für 5000 Euro etwas kaufst, hast Du etwa 22,5 Euro (also grob 45 DM) Kosten (bei dem Betrag ist die Maklercourtage etwa 2,5 Euro). Wenn Du sie verkaufst, hast Du nochmal dieselben Kosten, Du hast also in etwa 90 DM Kosten, die Du auch vom Gewinn abrechnen musst. Dieses Kostenbeispiel ist von einer durchschnittlichen Direktbank, wenn man über Internet ordert, macht man es telefonisch, so ist zumindest der Prozentsatz häufig doppelt so hoch, Grundgebühr und Maklercourtage bleibt.
Bei einer Bank mit Beraterbetreuung bezahlst Du deutlich mehr, schließlich muß der Kundenservice bezahlt werden.
Dann gibt es noch so Spezialitäten, die die Kosten in die Höhe treiben können. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob es heute auch noch so ist (vielleicht kann Deafko mehr dazu sagen), aber zumindest vor nicht allzulanger Zeit musstest Du auch genau darauf achten, wieviel Aktien Du gekauft hast, wenn Du nicht an einer Regionalbörse gehandelt hast, sondern im Computerhandel XETRA handeln wolltest. Dort musste man mindestens 50 Stück von einer Aktie kaufen, die einen Nennwert von 50 DM hatte und 100 Aktien, die einen Nennwert von 5 DM hatten. Hast Du jetzt aber beispielsweise 125 kaufen wollen, so wurden da mehrere Pakete gebildet und Du hast Die Gebühren doppelt bezahlt, da 2 Transaktionen draus wurden. An den Regionalbörsen kann man aber überall auch Einzelaktien kaufen, dort ist das Problem auf jeden Fall nicht vorhanden.

Und wie Deafko schon sagte, kann man nicht auf die Anzahl der Aktien schließen. Kaufst Du Lycos Europe, solltest Du sicherlich mehr als eine nehmen, denn alleine die 10 Euro Grundgebühr übertrifft den momentanen Kurswert um etwa das 14fache, eine Porsche Aktie ist dagegen knapp über 400 Euro wert und war bis vor kurzem sogar noch das 10fache wert (dann gab es einen Aktiensplit von 1:10, damit auch mehr Kleinanleger zugreifen).

Unter 2000 Euro würde ich keine Einzelwerte kaufen, denn sonst lohnt es sich von den Kosten her nicht (meine Meinung). Dann lieber Fondsanteile, aber sagte Deafko ja auch bereits.

DeAfKo
22-12-2001, 19:55
Gut geschireben NodMod, ich sehe du kennst ebenfalls aus.
Bei der der Bank für die Wertpapiergeschäfte sollte man sich nicht nur auf die Kosten versteifen. Ist man selber schon top in Form was Wertpapiere betrifft und tradet (Kaufen/Verkaufen) viel, ist eine Direktbank schon geeignet, ansonsten sollte man bei Wertpapieren nie eine gute Beratung durch günstigere Depotkosten ersetzen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

susiebond
22-12-2001, 21:25
Wow, das ist ja wirklich die geballte Ladung an Info von Euch beiden :freu: - vielen Dank!

Vielleicht hat ja einer von Euch Lust, sich mal den Verlauf meines Fonds, dem Adig Europa Vision (WKN 976967) anzusehen. Ich bin Ende '99 eingestiegen mit einem Zukauf-Plan, erwerbe also monatlich weitere Anteile.
Ich hatte zwischenzeitlich mal überlegt, umzusatteln, auf einen Fond, bei dem konsequent mittelfristige Loser abgestoßen und gewinnträchtige Papiere hinzugekauft werden. Was haltet Ihr von sowas?

DeAfKo
23-12-2001, 01:59
da wollen wir doch mal schauen ....

erstmal ein paar Fakten sammeln.

EuropaVision
WKN: 976967
Typ: Aktienfonds
Schwerpunkt: Aktien Europa
Fondgesellschaft: ADIG-Investment GmbH Deutschland



Kurs 32,49 +0,25 %


Kursverlauf

MSCI EUROPE

Kursinformationen
Datum: 21.12.
Ausgabepreis: 33,30 Euro
Rüchnahmepreis: 32,49 Euro
Vortag: 32,41 Euro
+/-: +0,08 Euro
%: +0,25 %


Gebühren
Ausgabeaufschlag: 2,50 %
Verwaltungsgebühr: 1,00 %
Rückgabegebühr: 0.00 %
Sonstige Gebühren: 0,06 %
Mindestanl. Einmalanlage: 50,00 EUR
Mindestanl. Folgezahlung: 50

Fondstrategie:
EuropaVision enthält überwiegend Aktien europäischer Unternehmen, die dem Shareholder-Value-Ansatz Rechnung tragen. Insofern investieren wir in Titel von Unternehmen mit langfristig überdurchschnittlichen Eigenkapitalrenditen, die sich zudem möglichst auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Darüber hinaus legen wir Wert auf eine aktionärsfreundliche Informationspolitik sowie eine eindeutige, zielgerichtete Unternehmensstrategie.

Die 10 größten Positionen: WKN Anteil Name
850727 4,99 % TOTAL FINA ELF S.A. ACTIONS B EO 10
940561 4,00 % GLAXOSMITHKLINE PLC SHARES LS -,25
514000 3,78 % DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N.
875999 3,66 % VODAFONE GROUP PLC SHARES DL -,10
904278 3,29 % NOVARTIS AG NAMENS-AKTIEN SF 20
907505 3,04 % ROYAL DUTCH; KON.NED.PETROLEUM MIJ., N.V. AANDELEN FL 1,25
591068 2,77 % VIVENDI UNIVERSAL ACTIONS EO 5, 5
865142 2,54 % ROYAL BK SCOTLD GRP LS-25
870737 2,48 % NOKIA CORP. SHARES EO 0,06
887208 2,44 % NESTLE NAM. SF 1

Breakdown Länder:
Großbritannien 25,81 %
Frankreich 18,04 %
Deutschland 16,45 %
Niederlande 11,47 %
Schweiz 10,19 %
Italien 6,34 %
Finnland 3,84 %
Spanien 3,07 %
Sonstige 2,41 %
Irland 2,38 %
keine Angaben 0,00 %

Den Fond müsste ich mir nochmal genau anschauen, aber von vorn herein würde ich sagen, das du auf alle Fälle das Geld nicht herausnehmen sollst. Wenn du seit Ende 99 eingestiegen bist und regelmäßig spart, bedeutet das, dass du dean Anteilspreis immer günstiger bekommen hast. Daraus folgt wiederum, ein günstiger Durschnittspreis. Und wenn der Fond auf das Niveau steigt wie Ende 99 gibts satte Gewinne.
Was genau jetzt zu tun ist kann ich dir schreiben, wenn ich mir mal den Fond näher betrachtet habe.

cu

susiebond
23-12-2001, 21:32
Ja, im Moment will ich auch auf keinen Fall aussteigen - erstmal muß der Gewinn wieder rein, den ich bis Anfang 2001 eingefahren hatte ;).
Vielleicht bietet sich mir im kommenden Jahr auch die Möglichkeit, in einen weiteren Fonds mit etwa EUR 1000,- und einem Zukaufplan einzusteigen - welchen würdet Ihr empfehlen? Auf den neuen Markt habe ich weniger Lust, würde aber auf jeden Fall einen risikoreicheren mit größeren Gewinnchancen bevorzugen. Vielleicht mal eine weltweite Mischung - breite Streuung mindert ja bekanntlich eventuelle Verluste?

DeAfKo
23-12-2001, 23:41
@susiebond

Tipps kommen noch, erstmal den Weihnachtsstrees vorbei gehen lassen, dann kann ich wieder meinem Beruf/Hobby witmen.


ok?

NodMot
25-12-2001, 01:20
@Deafko
Danke für die Blumen

@Susiebond
Ich persönlich stimme Deafko insofern zu, daß Du drin bleiben solltest bei dem günstigen Durchschnittspreis.
Zu einem Anlagetip lasse ich mich eigentlich nicht hinreißen. Es tut mir leid, aber ich bin kein Bankberater, sondern habe mich nur persönlich damit beschäftigt, um mein bißchen Geld, was zu vermehren.
Solange ich das aber nicht beruflich mache werde ich keine direkte Anlageberatung insofern machen, daß ich auf einem Board eine Empfehlung gebe.
Du kennst mich nicht, ich könnte also wider besseren Wissens einen Scheiß-Tip geben, wenn ich ein Arsch wäre, oder Kontakte zu einer Fondsgesellschaft o.ä. hätte (ich bin aber kein Arsch - denke ich zumindest). Was aber Fakt ist, ist folgendes:
So ein Fondstip kann trotzdem in die Hose gehen, zumal wenn er etwas risikoreicher sein darf. Und ich will einfach nur für mein eigenes Geld gerade stehen und nicht für das anderer Leute, auch wenn es mir eigentlich egal sein könnte. Ich will aber nicht im Hinterkopf das Gefühl haben, einen schlechten Tip gegeben zu haben, falls er doch schiefgeht, oder zumindest in dem Anlagezeitraum schief geht, in dem Du das Geld anlegen willst (vielleicht benötigst Du es ja auch irgendwann wieder).

Nimm das bitte nicht persönlich, daß ich Dir da nicht helfen will, aber aus den o.a. Gründen gebe ich nur allgemeine Tips, aber keine konkreten Aktien/Fonds, etc. !
Die solltest Du Dir besser bei einem professionellen und seriösen Berater holen (wobei ich Deafko da nicht ausschließen möchte). Solltest Du Dich mal privat bezüglich Fonds beraten lassen, gebe ich zumindest insofern den Tip, daß ich eher zu einer Finanzdienstleistungsgesellschaft gehen würde, die mit allen/sehr vielen Fondsgesellschaften zusammenarbeiten und bei denen Du nichts für die Beratung bezahlst, sondern die nur Provision von den Fondsgesellschaften bekommen, weil die relativ unabhängig beraten, wobei ein Bankberater fast immer Fonds der bankeigenen Fondsgesellschaft empfiehlt (Deutsche Bank/DWS, Dresdner Bank/DIT, etc. !

ahranger
25-12-2001, 12:26
hoi
Kumpels und ich haben an dem Börsenspiel von der Sparkasse teilgenommen! 50.000€ Startgeld, nach ca. 2Monaten haben wir nen Gewinn von 20.000€ gehabt, ganz in Ordnung für unseren Wissensstand:D
mfg
andy

DeAfKo
25-12-2001, 15:24
@ahranger
für ein börsenspiel nicht schlecht, aber wie schon voher angemerkt, es ist nur ein spiel und handelt man etwas anders als mit seinem richtigen geld.

@nodmot
ich könnte susiebond auch nicht empfehlen welchen fond sie genau nehmen soll, das kann niemand selbst nich die bankberater. diese können nur die richtung angeben welche die die börsenentwicklung nimmt. wenn ich empfehlungen meinen "kunden" gebe, dann auch nur, wie wird sich der markt wahrscheinlich entwickeln und in was müsste ich anlegen wenn ich dieses ziel habe und dieses risikobewußt sein. einem der seinen freistellungauftrag ausgereizt habe empfehle ich kein rentenfond oder anleihen (ausnahmen niedrigverzinsliche anleihen). dann dort lieber immo-fonds und aktienfonds.
das einzige was man vielleicht konkret sagen könnte ist, wie die einzelnen fonds der verschiedenen gesellschaften (DIT,DEKA,DWS,UNIFONDS) sich entwickelt haben. dabei vergleicht man ganz einfach fonds mit der gleichen anlagenstrategie.

@susiebond
mal ne andere frage, arbeitest du schon bzw. eine lehre?
weil wenn ja, hab ich was für dich. man kann es kaum glauben, aber der vater staat gibt berufstätigen bis zu 25% prämie dazu, wenn man i fonds spart. wie das geht kann ich ja, wenn interesse besteht mit erklären.

susiebond
26-12-2001, 23:14
Also, meine lieben Wertpapiercracks ;), mein posting war natürlich nicht so gemeint, daß ich auf einen kostenlosen, genialen und unfehlbaren Orakel-Tipp für den Überflieger-Fonds hoffte :D
Ich wollte nur gern mal die Diskussion ein bißchen in die Richtung bringen, daß hier vielleicht mal was zu den liebsten Kindern der Deutschen (z.B. Telekom, T-Online, Post etc.) gesagt / spekuliert wird, oder auch dazu, was Fonds so können sollten, worauf man vielleicht achten sollte bei der Beratung durch Profis, was einen nationalen oder Europa-Fonds von einem weltweiten unterscheidet...
Es darf also meinetwegen gern ein bißchen mehr gefachsimpelt werden! :)
Daß ich mir eine eigene Meinung zu evtl. hier erwähnten Fonds und einzelnen Papieren - mit Hilfe eines professionellen Beraters - bilden würde, möchte ich hier noch mal ganz ausdrücklich betonen! :)

@deafko
Bin schon seit Jahren berufstätig -> mein Profil -> Geburtsdatum ;)
Spielst Du auf die Riesterrente an?

NodMot
27-12-2001, 23:51
Ich denke, er spricht nicht auf Riester-Rente an, sondern auf VL (vermögenswirksame Leistungen).
Da bekommst Du eine 10 %ige Sparzulage auf Bausparverträge (bis 936 DM im Jahr) und 20%/25% (alte Bundesländer/neue) auf Aktienfonds (bis 800 DM im Jahr).
Dies allerdings nur bis zu einer Einkommensgrenze von 35.000 DM zu versteuerndem Einkommen (nicht zu verwechseln mit Bruttoeinkommen, wenn Dich die genaue Definition interessiert, kann ich den Text aus einer Datei, die irgendwo auf meiner Platte rumfliegt, mit Copy+Paste einfügen), oder 70.000 DM, wenn Du verheiratet bist und das gemeinsame zu versteuernde Einkommen drunter liegt.
Beim Bausparen gibt es zusätzlich noch die Wohnungsbauprämie (10 % auf einen zusätzlich eingezahlten Beitrag von Dir, mindestens 50 Euro, maximal 1.000 DM im Jahr, also 100 DM Förderung). Dies gilt, glaube ich, bis zu einer Einkommensgrenze von 50.000 DM zu versteuerndem Einkommen (bei verheirateten wieder das doppelte).

Bei Riester bin ich nicht so firm. Aber auf jeden Fall solltest Du dabei auch einiges beachten:

Geförderte Höchstgrenze ist (glaub ich) brutto 104.400 DM. 1 % vom Brutto kann man einzahlen, da kommt man dann auf 525 Euro maximal, wovon der Staat 38 Euro beischießen würde und Du den Rest (das ist 2002, später wird der Prozentsatz vom Bruttolohn höher, bis 4 % ab 2008). Man kann dann noch einiges steuerlich geltend machen, aber im Endeffekt muß es dennoch versteuert werden, entweder vorgelagert, also jetzt, oder nachgelagert, dann wird die Riester-Rente bei Auszahlung besteuert.

Es gibt aber ein paar Pferdefüsse:
Wenn Du mal planst später ins Ausland zu ziehen, kannst Du es generell vergessen, denn das gilt als "schädliche Verwendung" und die während der Sparphase erhaltenen Zuschüsse und Steuervorteile musst Du komplett zurückerstatten.
Wenn Du bauen/Eigentum erwerben willst und nicht sicher bist, ob Du Dir beides leisten kannst, kannst Du zwar einen Kredit aus Deinem angeparten Geld entnehmen, musst dies aber bis zu einem bestimmten Zeitraum zurückzahlen und hast dann Mehrkosten, da Du ja auch weiterhin "normal" einzahlen musst.
Die Verträge sind relativ unflexibel.
Für Familien ist es sicherlich lohnenswerter, als für Singles.

Ich habe da aber, wie gesagt, einige Lücken, die Deafko vielleicht schließen kann.
Das liegt bei mir auch daran, daß ich für mich, nach Analyse mit meinem persönlichen Berater einer Finanzdienstleistungsgesellschaft, entschieden habe, auf die Riester-Rente zu verzichten.
Wenn Du es machst, informier Dich genau (es gibt nicht so viele, die sich richtig damit auskennen), neutral und bedenke, daß Du noch bis Ende 2002 mit dem Abschluß warten kannst. Und nimm natürlich nur zertifizierte Produkte.

DeAfKo
28-12-2001, 21:18
mensch nodmot nimmst mir wirklich jedes wort aus dem mund *seufz*

@susibond wegen deinem alter hab ich nicht geschaut, deshaln die frage wegen beruftätigkeit. was ich dir auf alle fälle empfehle ist, wenn du monatlich in fonds sparen willst und noch kräftig vom staat kassiere, dann wickle dies über ein VL-Sparvertrag in Fonds ab.

Ich weiß jetzt nicht in wie fern du schon VL anlegst, ob dein Arbitgeber überhaupt welche zahlt oder ob du über den einkommensgrenzen liegst.

wenn du mir das noch beantwortest kann ich dir noch speziellere sachen zu VL in fonds geben. aber das lohnt sich wirklich.

AM RAND: WAS SIND VL (Vermögenswirksame Leistungen)

das sind Gelder die der arbeitgeber (max. 78,00 DEM u. 67,00 DEM pro Monat) auf einen speziellen Sparvertrag des arbeitnehmers überweist. der staat fördert die vl-leistungen mit prämien die es auf die 78, 00 bzw. 67,00 dem monatliche rate zahlt. es gibt verschiedene anlageformen für diese vl. die 67,00 müssen in einen fond fließen und werden dort mit 20 (alte bundesläner) bzw. 25% (neue Bundesländer) gefördert. die 78,00 dem kann von dem arbeitnehmer in verschiedene sparformen anlegen (z.b. bausparvertrag, sparbuch). aber natürlich müssen acuh bedigungen erfüllt werden, damit der staat die prömie dazu gibt. das sind
1. diese vl-leistungen müssen vom arbeitgeber auf den sparvertrag gezahlt werden.
2. das zu versteuernde einkommen darf nicht über 35 TDEM (alleinstehende) bzw. 70 TDEM (verheirateten) liegen.
3. der vertrag muss mindesten sieben jahre laufen, erst dann werden die prämien gezahlt.

Sven
28-12-2001, 21:48
Hmm, mag sich ja blöd anhören... aber ich kauf Aktien nur von einer Firma - der in der ich arbeite (P&G).

Auch wenn das nach Risiko klingt (und bestimmt auch eins beeinhaltet): Die Aktien haben im Januar 2001 zwar einen heftigen Kurssturz erlebt (von 117$ auf 55$), haben sich aber im Laufe des Jahres wieder auf 80$ hochgearbeitet.
Ich kaufe jeden Monat im Rahmen der VL meine paar Aktien und ich denke daß es sich bei der Branche sicher rentieren wird ;)

Was ich an der gesamten Börse falsch finde ist:
Wenn ein Kurs abstürzt nur weil die Firma gesagt hat: "Hey Jungs, wir werden nicht 10% sondern nur 7% mehr Gewinn machen als im Vorjahr" dann stimmt was nicht.
Die Firma macht doch nach wie vor Gewinn!
Wo ist der Grund deswegen Aktien abzustossen? :confused:

NodMot
28-12-2001, 22:59
@Deafko
:D Wollte ja schonmal vorab helfen, so gut ich kann. ;) Was ich aber mal fragen wollte, was genau ist Dein Beruf, denn Du scheinst beruflich damit zu tun zu haben.

@Sven
Eine Firma ist auch riskant, aber wenn Du Vergünstigungen bekommst, was ja häufig bei Mitarbeitern ist, würde ich das auch machen, auch wenn Du sie wahrscheinlich 5 Jahre oder so liegen lassen musst.
Für so einen Absturz wie von Dir geschildert, gibt es mehrere Gründe und nicht immer sind alle plausibel. Einer für Dein Beispiel ist sicherlich, daß die Börse häufig nach den Prognosen/Gewinnerwartungen geht. Wenn die dann nicht eintreffen, war die Aktie überbewertet (OK, das sind Aktien auch so), das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) ist dann vielleicht zu hoch, oder zumindest höher, als bei direkten Konkurrenten. Dann wird halt schonmal abgestoßen. Und wenn große Pakete abgestoßen werden (beispielsweise aus Fonds und die Fondsmanager reagieren prompt und müssen evtl. auch abstoßen, weil die Aktie nicht mehr ihren Kriterien entspricht), dann fällt der Kurs schonmal recht stark. Durch den hohen Handelsumsatz in Verbindung mit dem Kursrutsch werdn dann sicherlich einige nervös, bei anderen wiederum zieht plötzlich ein Stop-Loss (wird dieser Kurs, den man vorher festlegen kann unterschritten, wird automatisch verkauft), was wiederum eine Lawine nach sich ziehen kann. Es gibt auch Broker, die dann durch Verkäufe absichtlich nochmal den Kurs drücken um weitere Stop-Loss-Kurse zu erreichen und nachher wieder billiger zu kaufen (hab mal einen schönen Bericht in Börse Online gelesen, daß die die Stop-Loss-Kurse häufig kennen).

Und die Börse neigt eh zu Übertreibungen, sowohl in guten, als auch in schlechten zeiten.

DeAfKo
29-12-2001, 01:09
@sven und auch hier wieder muss ich nodmot recht geben.

mitarbeiter-anteile der firma sind weit verbreitet bei AG's.

zu dem aktienkurseinbruch vielleicht noch ein paar fakten zur aktie selbst.

DIE AKTIE AN SICH VERBRIEFT EIN TEIL DES UNTERNEHMENS, DAS DIESE PAPIERE AUSGIBT.

auf die einzelnen arten wie Namensaktien, vinkulierte Namensaktien usw. geh hier nicht weiter ein es sei denn es ist gewüscht.
so was verbirgt sich eigentlich hinter dem kurs einer aktie, nun eigentlich sollt es so sein firmenvermögen geteilt durch anzahl aktien ist gleich kurs der aktie, aber wie gesagt eigentlich. (anmerkung der aufgedruckte nennwert der aktie hat nur was mit der bilanziellen darstellung im eigenkapital der firma zu tun). spricht der gegenwert der aktie müsste im firmenvermögen vorhanden sein. nun ja das schulwissen ist ja bekanntlich schön und gut aber in der praxis unbrauchbar (fast). denn heutzutage wird in den kursen der aktien auch viel spekulation und phantasie (kursphantasie) gelegt. steigen die gewinne der ganzen wirtschaft und die konjunktur boomt , gehen die kurse steil nach oben. warum ?? weil die anleger erwarten, die Aktiengesellschaften kriegen einen teil von dem großen kuchen konjunktur ab, und die gewinne die firmen erzielen, schütten diese als dividenden an die anleger aus. aber wehe es kommen solche schwarzseher aus der wirtschaft. vorher erzählen die was von wirtschaftswachtsum und jetzt plötzlich von rezession. die euphorie ist plötzlich weg, die leute kaufen nicht eibfach mehr die papiere ohne auf den kurs zu schauen. und dann werden die sogenannten analysten wach, die dann sagen na hört mal, so toll wie die firma die gewinne vorhergesagt hat wirds doch garnicht.
ja und da find ich dieses wort gewinnwarnung wirklich toll (für mich unwort des jahrzehnts) weil eben der gewinn statt 0 nur 7 % betragt ist das schon schlimm? für mich nicht. aber die ganzen anleger die der euphorie des aktienbooms gefolgt sind hören antürlich auf solche "analysten" und verkaufen. und fast so einfach ist der crash. der asntieg der aktienkurse so 1999 bis anfang mitte 2000 war extrem, aber dafür zu unnatürlich. ein crash war abzusehen aber man konnte nie sagen wann.

ich rate jedem, wer in aktien anlegt sollte erstmal wissen was er da kauft, kein sparbuch mit 20% zinsen, nein es kann sogar ein totalverlust sein. neulinge im breich wertpapiere sind immer am besten bei fonds aufgehoben, deren risikostreuung mindert das risiko. bei reinen aktien dagegen, sollte das jeweilige unternehmen schon genauer untersucht werden (z.B. Bilanzen, KGV, Halbjahresberichte, allgemeine Wirtschaftlage der Branche).

ps: sven das es mitarbeiter-anteile sind kannst du sie doch für ne bestimmte zeit eh nicht verkaufen oder irr ich mich? also halten.

falls irgenwelche begriffe fachchinesisch ware bitte melden, ich erkläre gerne.

kann sein das ich wieder einiges genauso erzählt habe wie nodmot, aber wenn ich einmal anfange zu schreibe dann lege ich halt los.

achso nodmot ich dachte mir schon so, ein plötzlicher crash, da wollen bestimmt eineige fonmanager günstig einsteigen. und die stop-loss (stop-buy) orders werden eher wenig dazu beigetragen haben, vielmehr sichern die manager ihre depots mit optionscheinen ab. so kann ein put auf dem wert der im depot sich befindet, ursverluste wettmachen. ich tippe bei dem crash auf die histerie der leute die ebenfalls in der boomphase gekauft haben ohne auf die titel zu achten. und die medien geben ja den rest. erst loben und dann toben.

und neben bei bemerkt, wer hat am meisten am crash verdient?
die markler. warum? die erhalten für jede transaktion gebühren sei es ein kauf oder verkauf. ich hoffe die neuordnung im neuen markt und die schärferen kriterien werden sollte imensen abstürze etwas abfangen.

susiebond
30-12-2001, 01:03
Also, ich hab vermögenswirksame Leistungen über einen Bausparvertrag laufen... Ich beabsichtige zwar nicht, jemals in meinem Leben ein Haus zu bauen, aber die Kreditoptionen eines Bausparvertrags waren einfach zu verlockend (habe sogar 2 Verträge). Eine spätere Investition des Geldes in eine Eigentumswohnung ist ja auch nicht die schlechteste, die alten Tage zumindest teilweise zu sichern.

Über die Riester-Rente und ob sie sich für mich lohnt (als halb Angestellte / halb Freiberufler), werde ich in Kürze mal meine Steuerberaterin befragen und die Ergebnisse hier postulieren :)

Ansonsten wüßte ich natürlich gern mehr über die Absicherung von Aktien durch Calls und Puts. Bis jetzt kommt mir diese Variante des Handels eher diffus und höchst unsicher vor...

DeAfKo
30-12-2001, 14:53
@susiebond

VL auf den Bausparvertrag ist ok und wenn du willst und es dir leisten kannst, dann mach doch noch zusätzlich VL auf einen Fond.

Immerhin gibt dir da der Staat 20/25% Förderung dazu und du kannst auch beides nutzen. Also die 78,00 DEM p.m auf dem Bausparvertrag und die 67,00 DEM p.m auf nen Fond.

Als Freiberuflerin (oder zumindest teilweise) solltest auf alle Fälle deine Altersabsicherung überprüfen. ich werd mal ein Beispiel für die Riester-Rente am Montag posten, damit man sieht das es sich für die jüngere Generation auf alle Fälle lohnt. Achso das neueste von der Riester-Rente jetzt werden auch Angestellte im öffentlichen Dienst gefördert!

Wegen Calls und Puts kommt noch mal was von mir, die Zeit ist eben knapp am Jahresende (Jahresabschluss, Euroumstellung *heul*)

susiebond
31-12-2001, 01:30
Immerhin gibt dir da der Staat 20/25% Förderung dazu und du kannst auch beides nutzen. Also die 78,00 DEM p.m auf dem Bausparvertrag und die 67,00 DEM p.m auf nen Fond.

Heißt das, daß ich beim Sparen mit einem Fonds nochmal *zusätzlich* zu den VL, die ich per Bausparvertrag kassiere, Zuschüsse bekomme? Das würde ich natürlich sofort machen, bin ja eh sehr überzeugt von Fonds...

Ich bin ja inzwischen 33 Jahre alt - in diesem Fall wird im allgemeinen empfohlen, die Riester-Geschichte in etwas eher Sicheres zu investieren. Allerdings rechne ich nicht damit, älter als ca. 65 zu werden (aufgrund gesundheitlicher Konditionen). Natürlich wäre es okay, wenn mein Mann oder meine Verwandten wenigstens daran was hätten, aber - gibt es auch eine Variante, die mir was bringt, als eventueller Frührentner ab 45 oder 50? Was meint Ihr so dazu?

DeAfKo
31-12-2001, 14:53
@susiebond

1. natürlich gibts auf beidem die Förderung 10% auf dem Bausparvertrag und 20/25% auf dem Fond (Die 67,00 DEM dürfen aber nur auf einen speziellen Fond gehen z.B. Arideka,Dekafonds, ...)

2. 33 Jahre ist doch nicht alt . Dann kann auch solche Crashs verlustlos überstehn. So und nun beim einem Alter von 33 Jahren sind das immerhin noch 30 jahre bis zu Rente. Hier kann man schon auch bei Riester in die Fodsoption gehen.

Dann gibt es ja auch bei Riester genügend Regelungen die einen absichern. Sollte dir also was passieren bevor du rente bekommst, läuft der Vertrag automatisch auf deinen Partner weiter. Genauso läuft das, wenn kurz nach dem Eintritt in die Rente versterben solltest (was niemad hofft). SAo besteht hier bei Riester eine Rentengarantiezeit von 10 Jahren, die an die Hinterbliebenden ausgezahlt wird. Also nicht wie bei der gesetzlichen Rente.

3. Wenn du was kürzeres sucht würde ich dir die Lebensversicherung empfehlen. Vorteil für dich ist, ersten du bist (Hinterbliebenden) für den Todesfall abgesichert, zweitens kannst du sie schon nach 12 Jahre ausgezahlt bekommen, drittens sind die erträge nach den 12 Jahren steuerfrei und es gibt die Möglichkeit auch eine Lebensversicherung auf Fondbasis abzuschließen => Fondgebundene LV.

PS: Je eher man die Lebensversicherung abschließt umso besser, denn je länger man warten desto mehr Probleme kann man bei den Gesundheitsfragen bekommen. Je mehr Gebrechen man hat, desto höher ist Risikoaufschlag bei der LV. Vorteil!!! Bei Riester-Rente gibt es keine Gesundheitsfragen.

susiebond
02-01-2002, 23:43
Das klingt ja sehr cool... mache ich mich doch gleich mal auf die Suche nach einem geeigneten Fonds, wenn's dafür Staatsknete gibt. Ein bißchen feige finde ich ja im Nachhinein, daß meine Bank-Beraterin mich damals nicht über diese Möglichkeit informiert hat.

Vor ca. 10 Jahren habe ich eine Risiko-LV abgeschlossen - man sagte mir damals, eine andere Variante sei für mich nicht machbar, da ich zu jenem Zeitpunkt bereits seit 11 Jahren Diabetikerin war.
Wenn allerdings in Verknüpfung mit der Riesterrente keine Gesundheitsanfragen gibt, käme das ja durchaus in Betracht... Was versteht man denn unter einer LV auf Fondbasis?

DeAfKo
03-01-2002, 00:24
@susiebond

LV auf Fondbasis ist eine besondere Variante der Lebensversicherung. Die allgemeine Lebensversicherung investiert die eingezahlten Beiträge in verschieden Wertpapiere die durch staatliche Regelungen bestimmte Sicherheiten beinhalten. Das sind sogenannte Deckungsstockfähige Papiere (als Beispiel Rentenpapiere, Emmisionen des Bundes).

Das besondere an der LV auf Fondbasis ist wie der Name schon sagt, eine Anlage in Fonds mit monatlichen Beiträgen + einer Todesfallabsicherung. Der Unterschied zur normalen LV liegt darin, das nach Ablauf der 12 Jahre (oder je nach Laufzeit) kein garatierter Auszahlungsbetrag genannt wird. Bei der normalen LV wird bei Vertragsbeginn schon die Fälligkeitssumme genannt die sich nur noch um die sogenannten Überschussanteile vergrößert. Bei der fondgebundenen LV gibt es wie gesagt die garantierte Ablaufleistung nicht. Wenn die Börse 12 jahre schlecht läuft (was noch nie vorgekommen ist) kann es passieren, das es weniger herausspringt als man eingezahlt hat oder garnichts.

Jedoch ist für Leute die sowie so in WP investieren und die an Fonds glauben, dies die beste Möglichkeit Fonds mit Sicherheit zu kombinieren.



Zu deiner Beraterin kann ich nicht sagen ob sie gut oder schlecht ist. Nur frag dich selber, wie oft hat sie dich zu einem persönlichen Gespräch eingeladen? Überprüft sie regelmäßig mit dir gemeinsam deine Vermögensstruktur? steht sie immer als fester Ansprechpartner zur Verfügung? Kann sie dich in allen Lebensbereichen betreuen (Kredite, Wertpapiere, Steuersparende Anlagen, etc.)? Hat sie schonmal deine gesamte Vermögenstruktur beleuchtet und überprüft ob es Lücken in deiner Vorsorge gibt oder ob wichtige Versicherung fehlen bzw. doppelt vorhanden sind?

Achso nochwas, wenn du schon Fonds besitz, schau nach einem VL-Fond der Fondgesellschaft um, wo du schon ein Depot hast. Das spart vorallem Kosten!

NodMot
03-01-2002, 19:05
Und denk dran, daß es die Staatsknete für die VL in Fonds nur bei den bereits in einem der oberen Beiträge genannten Einkommensgrenzen gibt.

DeAfKo
03-01-2002, 22:38
@Nodmot das stimmt,

ABER: es ist das zu versteuernde Einkommen gemeint, nicht das Bruttojahreseinkommen. Das zu versteuernde Einkommen ist bei der Steuererklärung ersichtlich! Selbst wer and die Grenze des Einkommens kommt, sollte regelmäßig prüfen ob er vielleicht durch steuerliche Gelten machen von Augaben unter die Grenze gerät. Steuerliche Abschreibungen will ich hier noch nicht genauer beleuchten.

susiebond
04-01-2002, 01:01
Derzeit sollte ich noch im Rahmen des jährlichen zu versteuernden Einkommens liegen (leider? ;) ).
Habe mal grad nachgeschaut - sogar der EuropaVision von Adig ist VL-fähig! Zuerst hatte ich ja gedacht, meine Beraterin wollte mir nichts davon erzählen, weil der Fonds, den sie mir empfahl, keine VL erhält. Jetzt sehe ich, daß sie es wohl einfach nicht wußte. Hm. Vielleicht sollte ich doch mal einen unabhängigen Anlageberater suchen... *seufz*

DeAfKo
05-01-2002, 01:42
Hier Hier Hier Hier ............................:meld:

susiebond
05-01-2002, 03:09
Soso, dann werd ich Dir mal eine PM schicken :) - vielleicht kommt man sich ja näher ;)

DeAfKo
05-01-2002, 15:00
Ich weiß ja nicht ob es hier einige interessiert, aber wenn jemand mal genau Fakten über die Riestergeschichte (ohne das Gelabere eines Versicherungsmenschen, also ganz neutral) dann schreit mal bitte ja.

NodMot
05-01-2002, 16:35
@Deafko
Ich hatte doch in dem Beitrag, indem ich die Einkommensgrenzen aufzählte, auch "zu versteuerndes" Einkommen geschrieben.

Und nochmal zu Riester, auch wenn ich mich eigentlich ja schon dagegen entschieden habe:
Würdest Du jemandem wie mir, der nicht verheiratet ist, dessen Freundin selbst arbeitet, der keine Kinder hat und wo es auch unwahrscheinlich ist, daß wir welche "machen" werden und der sich durchaus vorstellen könnte, nach der Rente ins Ausland zu ziehen, ernsthaft die Riester-Rente empfehlen ? Bei dem kleinen staatlichen Zuschuß stecke ich das Geld, meiner bisherigen Meinung nach, doch lieber in flexiblere Dinge.

DeAfKo
05-01-2002, 19:04
@Nodmot

was hat denn Riester-Rente damit zu tun, nach dem Renteneintritt ins Ausland zu ziehen. Riester-Rente ist nur eine Ergänzung mit kleinen Beiträgen wo es eben staatliche Förderung gibt! Und wer bisher noch gar nichts für die Altersvorsoge getan hat, dem wäre schon die Riestergeschichte zu empfehlen.

Wenn du schon mit anderen Altersvorsorgeanlagen (Rentenversicherung, Kapitallebensversicherung, AS-Fonds ... etc) deine Versorgunslücke geschlossen hast, brauchst du Riester nicht mehr. Man soll ja nicht nur sparen, um später gut zu leben, sondern auch jetzt schon was vom hartverdienten haben.

Wenn du konkrete Pläne hast zwecks wohnen im Ausland nach dem Renteneintritt, möchtest du schon mit einrechnen, wie das finanziert wird. Außerdem ist es wieso erstmal ganz wichtig, deinen eigentlichen Bedarf an Altersvorsorge zu ermitteln (wenn dies noch nicht erfolgt ist) und diesen auch regelmäßig zu überprüfen.

DeAfKo
06-01-2002, 19:23
Und hier mal ein Beispiel der Riesterrente, gerechnet mit folgenden Angaben:

26 jähriger Mann, nicht verheiratet und ohne Kind
Bruttojahreseinkommen: 20.000,00 EUR
Bruttoverdienst: 1.666,67 EUR
Nettoverdienst: 1.083,33 EUR

mit 17 Jahren wurde die Lehre begonnen, so dass hier im Beispiel
eine Gesamtheit von 48 Arbeitsjahren kommt (gerechnet vom Renteneintrittsalter 65 minus dem Alters, wo die Lehre begonnen wurde)

Die Berechnung der Versorgungslücke:

Die Versorgungslücke ist der betragsmäßige Unterschied
zwischen heutigen Nettoverdienst und der zu erwartenden Rente
Das würde folgendes für das Beispiel bedeuten:

Arbeitsjahre (48Jahre) X 1,42% = Rentenanspruch in% (68,16%)

Nettoverdienst (1.083,33 EUR) X Rentenanspruch in % (68,16%) = zu erwartende Rente (738,40 EUR)

Nettoverdienst (1.083,33 EUR) - zu erwartende Rente (738,40EUR) = Versorgungslücke (344,93 EUR)

Das bedeutet, wenn die Person hier in unserem Beispiel,
bis zum Rentenalter das gleiche Geld verdient, so muss die
Person ab dem 65. Lebensjahr mit 344,93 EUR weniger
auskommen.


Was bedeutet es nun in Zahlen mit der Riester-Förderung für das Beispiel:

-der monatliche Altersvorsorgebeitrag den die Person hier im Beispiel leisten müsste um die volle Förderung zu erhalten wäre 16,67 EUR

-dafür wird vom Staat eine Prämie von 38,00 EUR (jährlich) gezahlt

-würde man die Förderung mit dem Beitrag verrechnen lassen (was man jederzeit tun kann) wäre dann der monatliche Beitrag nur noch 13,50 EUR

-läuft dieser Vertrag mit den monatlichen Beiträgen, wie hier
ausgerechnet bis zum Renteneintrittsalter (65 Jahre) bekommt
die Person monatlich 388,00 EUR zusätzlich zur gesetzlichen
Rente lebenslang gezahlt (garantierte Anspruch ohne
Überschussanteile)


Fazit ist, das mit der Riestergeschichte fast schon alleine diese sogenannte Versorgungslücke schließen kann. Je jünger man ist und desto eher man mit dieser Form der Altersvorsorge anfängt, desto geringer ist die Differenz zwischen Rente und jetzigem Gehalt. Dennoch bedeutet das nicht das auch Ältere sich für solch eine Vorsorge entscheiden, denn lieber noch ein bißchen den Staat abkassiert und ein bißchen mehr Rente oder?

Prochnow
07-01-2002, 03:26
ich hab mir das jetzt ent alles durchgelesen ...
aber zum thema boersenspiel fiel mir nur das ein was ich mal mitgemacht hatte ... ich hat ne total einfache devise ... die aktien die fallen und an einem tiefen punkt angelangt sind akufst du ... dann kam der 11te september ... ich porsche aktien gekauft und die nie iweder verkauft ... naja so hab ich in den 3 monaten boersenspiel aus 50000 € 112000 € gemacht , was allerdings ziemlich viel mit dem 11 september zu tun hatte , weil exportfirmen dort ein embargo hatten deshalb miese machten aber sobald das embargo aufgehoben wurde sich wieder stabilisieren mussten (davon bin ich ausgegangen) naja ging auf und hab dafuer 500 € von unserer stadtsparkasse bekommen leol :D ok das wars

NodMot
07-01-2002, 17:57
Original geschrieben von DeAfKo
@Nodmot

was hat denn Riester-Rente damit zu tun, nach dem Renteneintritt ins Ausland zu ziehen. Riester-Rente ist nur eine Ergänzung mit kleinen Beiträgen wo es eben staatliche Förderung gibt! Und wer bisher noch gar nichts für die Altersvorsoge getan hat, dem wäre schon die Riestergeschichte zu empfehlen.

Schädliche Verwendung

Der Gesetzgeber will sicherstellen, dass das staatlich geförderte Altersvorsorgekapital auch tatsächlich für eine lebenslange Absicherung des Zulageberechtigten verwendet wird.

Keine Probleme gibt es daher, wenn das angesparte Altersvorsorgevermögen an den Zulageberechtigten ausgezahlt wird
· als Leibrente (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 AltZertG)
· im Rahmen eines Auszahlungsplans (§ 1 Abs. 1 Nr. 4 und 5 AltZertG) oder
· zur Verwendung für eine selbstgenutzte Wohnung im Sinne des § 92a EStG (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 10 Buchstabe c AltZertG).

Schädlich ist hingegen die Auszahlung in einem Einmalbetrag. Auch im Erbfall oder beim Wegzug ins Ausland kann es zu einer schädlichen Verwendung kommen.


Zulagen und anteilige Steuerermäßigung sind zurückzuzahlen

Bei einer schädlichen Verwendung hat der Zulageberechtigte die in dem ausgezahlten Altersvorsorgevermögen enthaltenen Zulagen sowie den entsprechenden Anteil der gesondert festgestellten Steuerermäßigung zurückzuzahlen.

Außerdem sind die im ausgezahlten Kapital enthaltenen Erträge und Wertsteigerungen zu versteuern (§ 22 Nr. 5 Satz 4 EStG).

Schädliche Verwendung im Erbfall

...........


Schädliche Verwendung bei Wegzug ins Ausland

Durch Aufgabe des Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthalts im Inland und die damit verbundene Beendigung der unbeschränkten Steuerpflicht treten gleichfalls die Rechtsfolgen der schädlichen Verwendung ein. Mit dem endgültigen Wechsel in das Ausland endet die Förderung. Bereits gewährte Fördermittel (also Zulage und ggf. die steuerlichen) Vorteile aus dem zusätzlichen Sonderausgabenabzug) werden zudem zurückgefordert.

Das hat das damit zu tun.

DeAfKo
08-01-2002, 00:46
Schädliche Verwendung bei Wegzug ins Ausland

Durch Aufgabe des Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthalts im Inland und die damit verbundene Beendigung der unbeschränkten Steuerpflicht treten gleichfalls die Rechtsfolgen der schädlichen Verwendung ein. Mit dem endgültigen Wechsel in das Ausland endet die Förderung. Bereits gewährte Fördermittel (also Zulage und ggf. die steuerlichen) Vorteile aus dem zusätzlichen Sonderausgabenabzug) werden zudem zurückgefordert.


Diese Klausel betrifft jemanden nur, wenn er vor dem Rentenalter ins Ausland zieht, denn als Renter zählt man nicht zu den Steuerpflichtigen im Einkommenssteuergesetz!

Anhang zu prämienschädlichen Verfügung bei Todesfall. Die Klausel tritt nur in Kraft, wenn die Hinterbliebenen den Vertrag ausgezahlt haben möchten. Die Hinterbliebenden können aber ohne weiters den Vertrag mit allen Förderungen die bisher gezahlt wurden auf sich umschreiben lassen!


"Schädlich ist hingegen die Auszahlung in einem Einmalbetrag. Auch im Erbfall oder beim Wegzug ins Ausland kann es zu einer schädlichen Verwendung kommen. "

In dem Text würde ich das Wort kann ein bißchen mehr Bedeutung schenken.

NodMot
08-01-2002, 00:52
Dann müsste ich aber (bin da jetzt nicht so 100%ig sicher) einer vorgelagerten Besteuerung zustimmen und das kann man doch auch wählen, oder ? Also daß die Beiträge jetzt oder bei Auszahlung versteuert werden ? Kann doch, je nach Steuersatz, auch Sinn machen.

Und es ist meines Wissens nach eine Klage von Beamten vor dem Bundesverfassungsgericht anhängig, daß Rentner auch Steuern auf die Rente zahlen sollen. Dann dürften die Renten evtl. jetzt nicht besteuert werden, würden es aber bei Auszahlung und dann zieht der Paragraph evtl. doch.

Und andererseits halte ich mich für abgesichert (ausgehend von meinem jetzigen Nettoeinkommen mit 2,5 % Inflation gerechnet). Und die Unflexibilität bei Riester gefällt mir auch nicht so.

DeAfKo
08-01-2002, 21:29
Also ich will hier nicht als verfechter der Riester-Rente darstehen (heiß ich Riester) aber welche Unflexibilität meinst du Nodmot?

NodMot
09-01-2002, 00:10
Weiß ich, ob Du Riester heißt ? Wir kennen uns persönlich ja nicht. :p

Kann ich bei der Riester-Rente ein risikoreicheres Produkt wählen und 5 - 10 Jahre vor Ablauf auf ein sicheres wechseln ? Ich glaube nicht.
Kann ich Riester vor offiziellem Rentenbeginn in Anspruch nehmen ? Ich glaube nicht.
Kann ich es vielleicht zur Finanzierung eines Hauses/Wohnung nutzen ? Klar, wenn ich den entnommenen Betrag wieder einzahle, also dann doppelt zahlen muß, nämlich weiter Beitrag und den entnommenen Betrag.

Gefällt mir nicht. Dazu kommt noch ein anderer Grund, den ich aber hier nicht veröffentlichen will.

DeAfKo
09-01-2002, 14:53
Kann ich bei der Riester-Rente ein risikoreicheres Produkt wählen und 5 - 10 Jahre vor Ablauf auf ein sicheres wechseln ? Ich glaube nicht

Doch kann man. Und zwar kannst du die Anlage deiner Beiträge für die Riester-Rente ind Fonds einzahlen (deshalb hatte ich das Thema überhaupt in diesen Thread gesteckt). Wenn du dann meinst, es sollte ab einen bestimmten Alter in sichere nicht so kursabhängige Anlage umgewadelt werden, dann kannst du das so mit deiner Versicherung regeln.

Kann ich Riester vor offiziellem Rentenbeginn in Anspruch nehmen ? Ich glaube nicht

Du kannst ab dem 60. Lebensjahr die die Riester-Rente als monatliche Zusatzrente auszahlen lassen. Bis du mit deiner Versicherung unzufrieden, kannst du jederzeit den Vertrag bei der einen Versicherung auflösen und über eine andere Versicherung weiterlaufen lassen. Brauchst du das Geld in bar, kannst mit einer normalen Kündigung von 3 Monaten über das Angesparte verfügen. Natürlich gehen dann die Prämien verloren (wie bei allen staatlich geförderten Anlagen, wenn die Bedingungen nicht erfüllt werden).

Kann ich es vielleicht zur Finanzierung eines Hauses/Wohnung nutzen ? Klar, wenn ich den entnommenen Betrag wieder einzahle, also dann doppelt zahlen muß, nämlich weiter Beitrag und den entnommenen Betrag.

Natürlich kannst du mit dem Geld aus deiner Riester-Rente eine Wohnung finanzieren, ohne die Prämien zu verlieren. Auch klar ist dann, diese entnommenen Beiträge vor dem Rentenbeginn einzuzahlen (sag mir mal eine andere Altersvorsorge wo das geht, bei LV bicht, bei Rentenversicherung nicht, nur hier).
Wieso doppelte Belastung? Das das Geld zurück in den Vertrag fließen muss ist klar und du hast ja Zeit bis zum Renteneintritt. Das bedeutet, wenn du mit 40 Geld entnimmst, hast du im Idealfall 25 Jahre Zeit das einzuzahlen (na dann rechne da mal den Monatsbeitrag!). Außerdem kannst du jederzeit deinen Vertrag ruhen lassen, sprich wenn du Geld fürs Haus entnimmst, kannst du den eigentlichen Beitrag ruhen lassen und nur das entnommende Geld zurückzahlen (natürlich gibt es in dieser zeit keine Prämie).


Und noch eins zur Flexibilität:

Mit der Riestergeschichte geht man keine Verpflichtungen ein, wie bei LV oder RV. Was, wann und wieviel man einzahlt bestimmt man selbst (natürlich gibt es dann auch nur die Prämie entsprechen => siehe Wohnungsbauprämie). Ob du nun mehr oder weniger einzahlst, als wie für die Prämie notwendigt, juckt den Staat und die Versicherung nicht im geringsten!.


Für weiter Probleme/Fragen in dem Bereich und in dem Bereich Wertpapiere bin ich immer zu haben.

cu

DeAfKo
08-03-2002, 18:38
Nacch vielen Wochen hab ich endlich mal wieder Zeit für CNCFOREN.

Deshalb will ich auch gleich mal diesen Thread hier fortsetzen und noch ein paar Dinge zur Wertpapieranlage näher erläutern.


Ganz wichtige bei jeder Anlage in diesem Bereich sollte schon darauf geachtet werden, sein Anlagebetrag möglichst gut zu positionieren (schrecklicher Fachbegriff). Jeder der sein Geld auf ein Pferd (Wertpapier) setzt, hat entweder keine Ahnung (so krass muss man das sagen) oder einen Todsicheren Tipp (was es eigentlich bei Wertpapieren nicht gibt). Natürlich werden viele sagen, dass sie mit Wertpapieren nur Verluste gemacht und die Börse eh schlecht läuft. Das ist falsch, zwar ist die Börse ziehmlich gefallen (was gut zum einsteigen ist), aber selbst ein risikobewusster Anleger muss deshalb nicht zwangzläufig Verlust haben.

Wie man seine Wertpapieranlagen richtig aufteilt oder welcher Risikotyp man ist, sollen meine nächsten Musterdepots zeigen.

Nachfolgend werden für den ertragsbewussten, wachstumsbewussten oder chancenorientierten Anleger ein Depotbeispiel gezeigt, wie man es aufteilen könnte.

DeAfKo
08-03-2002, 19:05
Etragsorientierte Wertpapier- / Fondsanlage


Empfehlenswert für sicherheitsbewusste Anleger. Eine ertragsorientierte Struktur setzt sich mehrheitlich aus festverzinslichen Wertpapieren (Renten) zusammen. Allerdings sollte auch bis zu 20 % in Aktien investiert werden.

DeAfKo
08-03-2002, 19:09
Die Wachstumsorientierte Wertpapier- /Fondsanlage


Anleger mit bedgrenzter Risikobereitschaft setzen am besten auf einen Anlagemix. Ideal ist eine Depotstruktur mit einem ausgewogenen Verhältnis von festverzinslichen Wertpapieren (Renten) und Aktien.

DeAfKo
08-03-2002, 19:12
Chancenorientierte Wertpapier- /Fondsanlage

Schlafen Sie auch bei vorrübergehenden Kurseinbrüchen ruhig und lassen Sie sich nicht von Wechselkurschwankungen und Zinserhöhungen aus der Ruhe bringen? Dann beteiligen Sie sich am besten am Aktienkapital ausgewählter Unternehmen.

susiebond
12-03-2002, 20:46
Cool, hatte ich gar nicht mitgekriegt, daß Du hier noch mal einen drauf gelegt hast :)... Ich zähle mich zu den risikofreudigen Anlegern (wenn ich schon was anlege, hab ich das Geld eh übrig ;)).

DeAfKo
12-03-2002, 22:40
Ich hab jetzt wieder ein bißchen zeit die ich wie du siehst sinnvoll nutzen kann. Hast du meine PM erhalten und mal dort vorbeigeschaut???


Über Wertpapiere hab ich noch einiges zu bieten, je nach dem was verlangt wird und in wie weit das Interesse besteht.


cu

deafko

susiebond
14-03-2002, 20:57
Oh, die PM hatte ich noch gar nicht recht durchgelesen! :)
Ich poste das mal hier in den thread, vielleicht interesseirt's ja noch jemanden:

Q: Was hältst Du von diesen Konditionen für ein Aktien-Depot im Internet? Würdest Du das empfehlen? Ich weiß noch nicht genau, was ich machen werde, möchte aber einfach gerne mal auf ein Jahr oder so solch ein Depot im Internet ausprobieren.

http://www.diba.de/dd/preise/fs_preise.html#wert

A: Als Preiswerten Anbieter könnte ich dir www.sbroker.de empfehlen. Sehr preisgünstig in den Depotkosten (im Vergleich DiBA) und du erhälts Fonds der DEKA (ein der führenden Fondsanbieter) zu reduzierten Ausgabeaufschlag.

Q: Klingt gut! Allerdings hatte ich im Hinterkopf, das Angebot von der DiBa für ein kostenloses Tagesgeld-Konto mal auszuprobieren. Da man von web.de zum Einstieg Aktien bekommen kann, müßte man natrülich bei der DiBa auch ein Depot eröffnen, oder?

DeAfKo
14-03-2002, 21:45
Vergleich:

Von den Depotkosten für die Transaktionen nehmen sich die beiden nicht viel (DiBA und SBrocker), wobei DiBa anfänglich günstiger ist.

Beide bieten verzinsliche Konten an, die als Verrechnungskonto für Wertpapiere genutzt werden. DiBa gibt da denn höheren Guthabenszins (3%) als SBrocker (2,5%). dafür muss man bei DiBa 4 Euro monatlich zahlen (je nach Guthaben wirkt sich das sehr nachteilich auf die Verzinsung aus). Dafür kann bei der DiBa die alltäglichen Geldgeschäfte mit dem Konto erledigt werden.

Börseninformationen sind dagegen bei DiBa eher spärlich und beschränken sich nur auf ein paar Wirtschaft-News. SBroker hingegen bietet ein umfangreichen Informationsdienst, mit Wirtschafts-News, Analystenmeinungen, Charts ...


FAZIT:

DiBa schneidet ich Bereich Abwicklung Zahlungsverkehr, kontoführung und Konditionen am besten. Es ist damit am besten gegeignet für die, die all ihre Geldgeschäfte im Internet regeln und sich in der Finanzwelt auskennen ohne einen Berater zu brauchen ( <= macht mich somit überflüssig).

SBroker wird beim Vergleich seinem Namen gerecht. Als Partner zur Verwaltung der Wertpapiere/Fonds würde meine Wahl auf SBroker fallen. Wer mit Wertpapieren handiert wird SBrocker sehr zu schätzen wissen. Nicht nur von den Konditionen sondern auch
die Möglickeitmit dem direkten Zugriff auf alle deutschen Börsensegmente und 23 ausländische Börsen weltweit. Kursabfragen, Kauf- und Verkauforders rund um die Uhr. Und rund 2500 Fonds mit attraktiven Discounts auf den Ausgabeaufschlag, sowie mehr als 100 Top-Fonds für den regelmäßigen Vermögensaufbau mit Sparplänen.

susiebond
29-03-2002, 18:12
Hehe, Du arbeitest nicht zufällig für die Sparkasse? ;)

Aber das mit den Zinsen schnall ich noch nicht so recht. Diba wirbt mit 4% Zinsen auf das Guthaben auf einem Tagesgeldkonto. Wenn man dieses über Web.de beantragt, bekommt man von Web.de Aktien. Die müssen ja nun irgendwie verwaltet werden, also hofft Diba natürlich, das der Kunde ein Depot bei ihnen aufmacht.
Meine Frage, lohnt sich der Deal unterm Strich, und wie attraktiv ist diese Tagesgeld-Geschichte überhaupt?

DeAfKo
29-03-2002, 21:00
Man muss unterscheiden, ob man eine Olinebank wählt für seine WP-Geschäft oder für sein normalen Bankgeschäfte.

Für letzteres ist natürlich mit Längen die DiBa besser geeignte, dagegen liegt SBroker im Vergleich zu den anderen OnlineBrokerBanken deutlich vorn. Deshalb habe ich den Vergleich so gezogen DiBa vs. SBroker.

Das Tagesgeld, wie der Name schon sagt, ist eigentlich nur zum kurzfristgen parken des Geldes gedacht. natürlich sind die Tagesgeldkonten bei DiBa ordentlich verzinst. Nurleider machen die Leute den "dummen" Fehler zu denken, Jederzeit verfügbar hohe Zinsen, da pack ich mein ganzes Geld drauf. Nun im ersten Anschein wirkt es so, aber denkste. Bei größeren Summen gibt es da jemanden der sich da mit an den hohen Zinsen freut und das ist das Finanzamt (man bedenke den Zinsfreibetrag!). Außerdem kann man mit anderen Anlagen höheren Zins erwirtschaften, der sogar nur geringfügig steuerpflichtig ist.

Alles hier genau zu erklären, würde wahrscheinlich den Textlimit dieses Post sprengen. Deshalb kurzgefasst:

Tagesanlagen sind wirklich nur für zwischenzeitliches Parken gedacht. Nie größere Summen dort langfristig anlegen. Außerdem kommt es immer darauf an, was mit dem Geld mal werden soll (Auto, Haus etc.) und danach sollte man seine Anlage wählen.


Nochmal zurück zu dieser Geschichte mit Web.de und den Aktien. natürlich steckt da die Absicht dahinter ein Depot bei der DiBa zu eröffnen. Es sei denn Web.de liefert effektive Stücke aus (was steuerlich sehr ungünstig ist).

susiebond
31-03-2002, 02:20
Na, dann verzichte ich doch lieber auf die Spielerei... So dicke hab ich's nicht, als daß mir die Zinsen auf so einem Tagesgeldkonto wirklich was brächten, und auf die Handvoll Web.de-Aktien kann ich auch verzichten.
Ähm... Was sind überhaupt "effektive Stücke"?

Aber so ein Online-Depot würde mich schon interessieren, vor allem, wenn es sich auch bei kleineren Käufen und Budgets schon lohnt... Werde mich also noch mal ganz genau bei SBroker umschauen :)

gersultan
31-03-2002, 06:17
so0rry... aber wer denkt er könnte mir online broking mal eben die schnelle Mark (oder eben €) machen, der fällt zu 99% auf die Schnautze!

DeAfKo
31-03-2002, 10:37
@gersi

das stimmt, viele meinen selber der Börsenguru zu sein und per Internet Brockerage die schnelle Million zu machen. Aber denkste. Wie ich schon voher mal eine mögliche Depotstruktur aufgezeigt habe, sollte sich jeder Anleger in WP klar sein was er will und wie risikobereit er ist. Und was auch viele nicht wahr möchten, über eine vernünftige Beratung geht nichts.


@susiebond

"effektive Stücke"

Sind eigentlich die Urform der Wertpapiere. Zu beginn des Wertpapierhandels war es wirklich so, das der Käufers eines Wertpapieres wirklich ein Stück Papier (Mantel + Bogen) in die Hand gedrückt bekam. Dort war der Nennwert, der Name des Emmitenten (die Aktiengesellschaft) etc. vermerkt und dazu gab es den Dividendenbogen.

Im Zuge der Zunahme des Wertpapierhandels war es schlecht möglich alle gehandelte Wertpapiere als "effektiv Stücke" herauszugeben. Wenn man sich mal vorstellt, wie viele Millionen Aktien alleine an der Frankfurter Börse gehandelt werden, wären das LKW's voll Wertpaieren die dann von Kunde zu Kunde geschleppt werden müssen. Um diese Verwaltung zu vereinfachen, einmal für die Aktienkäufer/verkäufer und für die Banken wurde die sogenannte Globalurkunde entwickelt. ohne jetzt direkt ins Detail zu gehen, bedeutet nichts anderes, statt eines tatsächlichen vorhandenen Wertpapiers gibt es nur noch der Buchmäßige (Computertechnische) vorhandensein der einzelnen Stücke. Sprich wenn man ein Wertpapier kauft, wird keine Urkunde hin und her geschickt, sondern es erfolgt lediglich ein Saldenmäßiger Übertrag.

Dennoch gibt es heutzutage noch effektive Stücke (z.B. Walt Disney), die kann man dann bei seiner Bank verwahren lassen oder sich zu Hause hinstellen. Nur teuer wird es dann wenn man sich die Dividende (Erträge des Unternehmens das es an die Aktieninhaber auszahlt) abholen will. Da sagt der Fiskus pauschal 35% steuerlicher Abzug, egal ob ein Freistellungsauftrag vorhanden ist oder nicht.

susiebond
05-04-2002, 17:39
Nur teuer wird es dann wenn man sich die Dividende (Erträge des Unternehmens das es an die Aktieninhaber auszahlt) abholen will. Da sagt der Fiskus pauschal 35% steuerlicher Abzug, egal ob ein Freistellungsauftrag vorhanden ist oder nicht.

Wie, nur, weil die Dinger als Papierdokument existieren? :ast:

@Gersi
Hehe, mit meinen finanziellen Mitteln läßt sich ganz bestimmt keine schnelle Million machen :rolleyes:
Aber ich wollte das schon seit langem gerne mal ausprobieren, im möglichst kleinen Rahmen. Grau ist alle Theorie, wie man so schön sagt :D

DeAfKo
05-04-2002, 22:58
@susiebond

ja so in etwa, weil sie tatsächlich als einzelne Urkunde vorhanden ist. ;)