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Psycho Joker
19-09-2002, 21:43
Also ich versuche jetzt einfach mal eine ein wenig anspruchsvolleres Thema anzufangen, mal schaun was draus wird...

Mich würde interessieren, was eure Lebensphilosophie/-einstellung ist. Was ist eure Einstellung zum Leben?
Wie seht ihr die Welt?
Welche Weltanschauung habt ihr?
Woran glaubt ihr?


Zu meiner "Lebensphilosophie" komm ich später... zuerst möchte ich hören, was ihr so zu sagen habt. :)

Also schießt los!

Darkrush
19-09-2002, 21:56
Intressantes Thema! :) ( gehört das nciht ins Reallife? :shy: )

Was meinst du genau mit "was glaubt ihr?"

Meinst du damit die Religion oder ob wir z.b. an ufos glauben? Oder beides? :rolleyes:

gersultan
19-09-2002, 22:14
:hmm: eigentlich lebe ich schon recht christlich... also wenn ich helfen kann, dann tue ich das. Momentan ist ansonsten meine Lebenseinstellung recht positiv :D

"Make my day"

Wie ich die Welt sehe :confused: :hmm: ansonsten recht duster... es wird zu wenig gelächelt und gelacht :(

Swizzy
19-09-2002, 22:19
das leben ist zum kotzen...

Psycho Joker
19-09-2002, 22:21
Das mit dem Glauben ist sehr allgemein zu verstehen. Fragt euch einfach selbst woran ihr glaubt, völlig egal ob das nun eine Religion oder irgendwas anderes ist (jeder glaubt an irgendwas, das ist eine Tatsache).

@gersi: positive Lebenseinstellung ist immer super. :) Aber was genau meinst du mit "make my day"? (möge seine Adminheit mir verzeihen ,aber es ist schon spät... :shy: )


Mal schaun was noch so alles kommt. :freu:

ComSubVie
19-09-2002, 22:25
naja, ich versuche einfach das beste aus allem zu machen. zum beispiel fand ich manche fächer in der schule vollkommen unnötig oder viel zu seicht (informatik zum beispiel). wie gesagt, ich versuche das beste daraus zu machen, und jetzt bin ich lehrer und versuche es besser zu machen als die die ich damals als lehrer hatte....

ansonsten seh ich das leben als "leben und leben lassen" und versucht halbwegs positiv an die zukunft zu denken...

Psycho Joker
19-09-2002, 22:28
Original geschrieben von SWIZZ_RULER
das leben ist zum kotzen...

Hm, jain würde ich dazu mal sagen. Das Leben kann zum Kotzen, zum Verzweifeln und unglaublich unbarmherzig und zynisch sein. Niemand stimmt dir in diesem Punkt mehr zu als ich und glaub mir, ich hab schon Lebensbauten einstürzen sehen! :nos:
Aber ich denke, dass das Leben auch verdammt lebenswert ist. Es gibt doch hoffentlich im Leben eines jeden Menschen Momente, in denen man einfach denkt: "Mensch, ist das genial am Leben zu sein!" klingt irgendwie saudoof, wenn ich mir den letzten Satz so durchlese...).

Btw, was mich auch interessieren würde, ist wie ihr es mit dem Spirituellen habt.

craim
19-09-2002, 22:31
Mich würde interessieren, was eure Lebensphilosophie/-einstellung ist.
Was ist eure Einstellung zum Leben?
eine schwere frage die ich mal versuche aus meiner sicht zu schildern:
am anfang meines da seins hies es für mich ...--lerne was ,such dir ne frau ,mache kinder ,arbeite für dich u. deine famillie,baue eventuell ein haus für die zukunft---

lerne was :

habe eine abgeschloßene ausbildung als *spezialbau-facharbeiter im bereich tiefbau*
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such dir ne frau :

ne frau suchen mit der einschränkung das ich sie niemals heiraten werde (wenn nur mit nem ehevertrag) weil wenn man sich wirklich liebt, auch eine heirat nichts daran ändern wird .
den treu sein kann man auch ohne zu heiraten.......

(den ich bin treu ,es mag zwar viele reitze da draussen geben aber für mich zählt das herz mehr als alles andere auf dieser welt)
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mache kinder :

dieses hat sich in vielen dingen für mich als nicht akzeptabel erwiesen...weil...es in unser heutigen zeit leider die mode is ,wenn du einer frau ein *kind* beschert hast sie dich über kurz o. lang verläßt u. du nachher der dumme bist der für sein *gen-nachwuchs* manchmal bis an sein lebens ende zahlt ohne die früchte der erziehung ,des zusammen seins u. der liebe zu genissen.
deswegen kommt für mich persönlich kein *gen-nachwuchs* in frage weil ich nicht unbedingt dem -weiblichen- wesen der *neuzeit* traue.

aber gern nehm ich eine frau die kinder hat.(wenns nicht funzt dann jeder seine wege gehen kann)
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arbeite für dich u. deine famillie:

(siehe oben-lerne was-)u. bin sehr zufrieden damit (kann auch ne famillie damit finanzieren wenns sein müßte)
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baue eventuell ein haus für die zukunft:

bei der heutigen *finanzlage via arbeitsplatz,rente,e.c.t:..u. da ich eh keine *eigene famillie*gründe (zeugen von kindern,heiraten)..kommt für mich zur zeit kein *eigenheim* in betracht.
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Wie seht ihr die Welt?

ich sehe die welt nicht mehr all zu lang mehr *stehen* da wir menschen auf dem besten weg sind sie zu zerstören ,umwelt ,überbevölkerung ,e.c.t:
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Welche Weltanschauung habt ihr?

ich versuche so viel ich kann das positive zu sehen (auch wenns leider nicht der realität entspricht)...glaube also trotzdem an das gute im menschen ,verzeihe oft ,gebe mehr als ich nehmen würde ,verachte - umweltsünder ,-kinderschänder ,-tierquäler,-krieg (nur ab u. an muß er halt sein,damit der frieden bewahrt wird)
Woran glaubt ihr?
mür mich gibt es keinen *gott* für mich gibt es nur das schicksal dem ich folge den ...**was passiert soll passieren**....u. ich glaube daran das wir nicht die einzigsten --Lebewesen--sind in diesem u. anderen sonnensystemen (universen)


craim der vorerst mal einen kleinen überblick über seine einstellung gegeben hat ...

Raskolnikow
19-09-2002, 22:35
Ich habe zwei Prinzipien:
Pflicht und Hoffnung.
Beides macht das Leben aus. Man muss seine Existenz als Verpflichtung verstehen und dementsprechend etwas daraus machen. Und wenn es düster aussieht, dann ist die Hoffnung eine Kerze. Dann ist es überhaupt nur möglich weiterzuleben, wenn man noch Hoffnung auf eine bessere Zukunft hat. Ich bin wohl Kantianer und Blochianer.
Das war nun ein Versuch so eine grundsätzliche einstellung zum Leben ganz einfach zu erläutern. Vielleicht schiebe ich ja noch was nach, hab heute nicht so recht Lust dazu.

zum Glauben: Ich glaube, dass Metaphysik zwar eine wunderbare Sache ist, über die man unendlich lange nachdenken und trefflich diskutieren kann, aber man wird nie zu einem Ergebnis kommen. eigentlich bin ich Atheist - aber immer für interessante welterklärungsversuche zu interessieren.

gersultan
19-09-2002, 22:39
Original geschrieben von Psycho Joker
Aber was genau meinst du mit "make my day"? (möge seine Adminheit mir verzeihen ,aber es ist schon spät... :shy: ) na gut du popeliger User... lasse ich dich mal an meinem Wissen laben :D:D:D;)

Damit meine ich: ich nehme jeden Tag so wie er kommt und mache ihn zu "meinen" Tag. Kein Wehklagen (mehr) :shy: über die ach so ungerechte Welt... Probleme sind dafür da gelöst zu werden ;)

Hitman
19-09-2002, 22:44
Meine Lebensphilosophie ist im Moment "Hey, du hast immer noch die Hoffnung, dass es morgen besser werden kann"

Hmm, ich glaube, dass es irgendwas gibt, was wir uns nicht vorstellen können, etwas ähnliches wie Gott, aber nicht der der in der Bibel oder sonstwo beschrieben wird...

Die Welt, hmmm... sehr egoistisch, es gibt viel Leiden, das eigentlich verhindert werden könnte, aber sie kann auch wunderschön sein, z.B durch Musik oder wenn ich mit meinen Geschwistern zusammen bin und wir uns alles erzählen können, das sind Sachen, die einfach schön sind.

Hmmm, mein größtes Problem ist, ich bin einerseits eine Art Perfektionist und habe andererseits ein sehr gutes Gedächtnis, so erinnere ich mich an vielleicht völlig lächerlicher Fehler, die außer mir wahrscheinlich kein Mensch mehr behalten hat und... naja ich mache mir Vorwürfe für solche Sachen...

Hmm, das ist meine Einstellung in den Grundzügen...

Aber noch eine Frage von mir, was bewegt euch? Was hat euch das letzte Mal wirklich tief aufgewühlt?


sehe das ähnlich wie Raskolnikow, mit der Pflicht und Hoffnung... aber was sind Kantianer und Blochianer?:confused:

Raskolnikow
19-09-2002, 22:47
Original geschrieben von Hitman

sehe das ähnlich wie Raskolnikow, mit der Pflicht und Hoffnung... aber was sind Kantianer und Blochianer?:confused:

Anhhänger von Immanuel Kant bzw. Ernst Bloch... Ersterer ist der Philosoph des kategorischen Imperativs, letzterer der Hoffnungsphilosoph.

Psycho Joker
19-09-2002, 23:00
@gersi: Danke für die Erleuchtung ("Gib uns Weisheit, gersi"-Choral anstimm)!!! Bei "make my day" fällt mir ex tempore nur ein Metallica-Song ein. ;)

@Hitman: Ein Kantianer wird wahrschienlich ein Anhänger von Kants Philosophie sein. Diese ist zwar recht umfangreich, aber in Anbetracht des Themas denke ich, Raskolnikow bezieht sich auf Kants Vorstellung von Ethik und den Kategorischen Imperativ (vereinfacht: "Handle anderen gegenüber so, wie du behandelt werden willst").
Von Bloch hab ich keine Ahnung und kenn nicht mal den vollen Namen. ;)
Btw, das mit dem Perfektionist kommt mir bekannt vor, hab einen Freund der ist ab und an auch auf der Schiene.

Deien Frage finde ich ziemlich interessant. Das letzte Ereignis das mich richtig aufgewühlt hat liegt schon ein paar Jahre zurück... war recht heftig und wirkt imemr noch nach. Etwas Vergleichbares hab ich in jüngster Zeit nicht mehr erlebt.

ComSubVie
19-09-2002, 23:06
gersis "probleme sind dazu da gelöst zu werden" stimme ich voll und ganz zu..

spirituelle dinge? naja, ich glaube schon das es einen gott gibt - oder irgend ein höheres wesen als wir es sind - aber ob er/es sich für uns interessiert wage ich zu bezweifeln. und in der bibel stehen sowieso fast nur dinge drinnen, die unglaubwürdig sind (ausnahme: jene Ausschnitte die sich mit :nod: beschäftigen)

Sven
20-09-2002, 01:31
Hmmm.... ich hab einen recht heftigen Background in der Punk-Szene, Anfang der 80er bis fast zu deren Ende.... eine Einstellung die ich mir damals, und das sehr ernsthaft, zur Philosophie gemacht habe ist Anarchie - nicht die pure Gesetzlosigkeit in der jeder macht was er will (das ist das was darunter allgemein verstanden wird) sondern eine Gemeinschaft in der jeder auf den anderen Rücksicht nimmt, ihm hilft und seine Kraft zur Verfügung stellt - solange es sich nicht gegen die eigenen Ziele richtet.

Im Prinzip so etwas wie ein erweiterter Sozialismus/Kommunismus - nur eben ohne Staat.

Wer sich für diese Gedanken interessiert sollte sich mal die Texte und Musik der Band CRASS (http://www.iq451.com/music/crass-web.htm) anschauen/-hören

Natürlich ist mir klar daß das in unserer Welt nie funktionieren kann, es ist eine Utopie - wenn auch eine schöne.

Dennoch versuche ich den Gedanken so weit zu leben wie es möglich ist (auch wenn ich hier auf dem Board manchmal anders handeln muss)

Das letzte Ereignis das mich wirklich aufgewühlt hat?
Nee, das gehört hier nicht hin - jedenfalls noch nicht.... ;)

susiebond
20-09-2002, 03:39
Mich begleitet seit etwa 15 Jahren schon dieses Gedicht von Paul Fleming:

Sei dennoch unverzagt! Gib dennoch unverloren!
Weich keinem Glücke nicht, steh höher als der Neid,
vergnüge dich an dir und acht es für kein Leid,
hat sich gleich wider dich Glück, Ort und Zeit verschworen.
Was dich betrübt und labt, halt alles für erkoren;
nimm dein Verhängnis an. Laß alles unbereut.
Tu, was getan muß sein, und eh man dir's gebeut.
Was du noch hoffen kannst, das wird noch stets geboren.

Was klagt, was lobt man noch? Sein Unglück und sein Glücke
ist ihm ein jeder selbst. Schau alle Sachen an:
dies alles ist in dir. Laß deinen eitlen Wahn,
und eh du fürder gehst, so geh in dich zurücke.
Wer sein selbst Meister ist und sich beherrschen kann,
dem ist die weite Welt und alles untertan.

Manchmal verliere ich es aus den Augen, aber irgendwie ist es mir immer wieder in die Hände gefallen, wenn's am schlimmsten aussah. Es drückt den Optmismus aus, zu dem ich in der Lage sein kann, gleichzeitig auch die Haltung, die ich versuche, mir selbst gegenüber einzunehmen, wenn mich das Leben mal wieder auf dem falschen Fuß erwischt ;).

Mein aufwühlendstes Erlebnis... darüber muß ich erstmal nachdenken (ob ich's überhaupt erzählen will :)).

Dr.Death
20-09-2002, 04:56
Ich bin hauptsächlich Realist!!

Hab wohl auch nen gut ausgeprägten Egoismus. :( :) (is es gut is es schlecht?? Wer weiß das schon??)

Ich glaube nur an das was ich sehe, gebe aber die Hoffnung nicht so schnell auf.
mm, das ist meine Einstellung in den Grundzügen...
find ich gut das deine Einstellung mm ist = -m**m- (-memento mori-) :rofl:

Swizzy
20-09-2002, 06:06
Original geschrieben von Psycho Joker


Hm, jain würde ich dazu mal sagen. Das Leben kann zum Kotzen, zum Verzweifeln und unglaublich unbarmherzig und zynisch sein. Niemand stimmt dir in diesem Punkt mehr zu als ich und glaub mir, ich hab schon Lebensbauten einstürzen sehen! :nos:
Aber ich denke, dass das Leben auch verdammt lebenswert ist. Es gibt doch hoffentlich im Leben eines jeden Menschen Momente, in denen man einfach denkt: "Mensch, ist das genial am Leben zu sein!" klingt irgendwie saudoof, wenn ich mir den letzten Satz so durchlese...).

Btw, was mich auch interessieren würde, ist wie ihr es mit dem Spirituellen habt.

was sol toll sein am leben ????

Der_Mosch
20-09-2002, 07:14
Hm. Wie sol ich sagen: Das Leben ist scheisse, und fertig. ABER ich hab da meine eigene Philosophie.... erklären wir es so: Unsere Fünftklässler sind auch scheisse, aber ich freu mich immer wieder, sie zu sehen, da ich mich dann
a) über sie aufregen kann
und
b) sie eventuell verprügeln kann.
Ich bin übrigens keinesfalls gewalttätig, aber wenn mir jemand eine Tupperdose an den Hinterschädel ballert, möge er verrotten.

Naja, und genau so sehe ich das mit dem Leben. Mach kaputt, was dich kaputt macht :D Vieles am Leben ist scheisse - praktisch alles. Aber wenn man mit hoch erhobenem Mittelfinger (dachte da wohl jemand "Kopf"? :D) durch das Leben geht, hat man schon einiges an Spass - so eine Art lebende Satire ;)

ComSubVie
20-09-2002, 10:16
selbst ohne diesem stimmigen Avatar würde man sofort wissen das das grad Mosch war der gesprochen hat :D

Aber du hast schon recht, wenn mich irgendwelche Schüler ärgern, dann setzts was. manchmal kann das Leben echt einfach und gerecht sein... aber viel zu selten

Capt. Kirk
20-09-2002, 10:49
muss schon sagen, nen ziemlich geiles Thema... *ernstgemeint*

Meine Lebensphilosophie ist No risk, no fun

hat aber auch mit vielen anderen Faktoren zu tun... ;)
weil wenn man in seinem leben nix riskiert kann man auch nie den erfolg kriegen den man sich wünschen würde....

Negative Creep
20-09-2002, 12:38
Wow, daß es noch solch tiefgehende Threads gibt :)

Hm, zu meiner Einstellung: Ich folge diversen selbstgestellten "Geboten". Sie sind alle nicht ausformuliert, nehmen aber in meinem Handeln feste Formen an, da wäre zum Beispiel dieses:
Nimm keine Befehle an
Niemand (und wirklich niemand) hat das Recht, bzw. in irgendeiner Form die Befugnis, mir zu sagen, was ich zu tun habe. Wenn ich mich dem Willen anderer beuge, dann tu ich das entweder aus eigener Überlegung heraus (ist es gut für mich / bin ich verpflichtet, das zu tun, was der mir gerade gesagt hat) oder aus reiner "Nächstenliebe", wenn es darum geht, jemandem zu helfen, oder einen Gefallen zu tun.
Das schränkt auch mein Befolgen allgemeiner Normen ziemlich ein. Keine Gewalt kann mich dazu bringen, etwas zu tun, was ich nicht wirklich will und nur weil es gesellschaftliche Normen und Standards mir vorschreiben nach irgendwelchen Regeln zu leben hab ich das noch lang nicht zu tun.
Man muß immer wissen, daß man nicht gezwungen werden kann.
Respektiere Leben
Meine Starrheit geht allerdings nur bis an einen bestimmten Punkt: bis ich andere Leute wiederum einschränke mit dem, was ich tue. Ich kann so lang meinen eigenen Willen befolge, bis ich an den Willen eines anderen stoße, dem ich weder vorschreiben kann, was er zu tun hat, noch mir von ihm vorschreiben lassen muß, was ich zu tun habe, so (das sollte man zumindest meinen) müßte ich in perfekter Harmonie mit meinem Umfeld leben können. Ist nicht so, aber das ist ja klar.
Mit Leben respektieren gehe ich allerdings noch weiter, denn sonst hätte ich schreiben können "Repektiere Menschenleben". Ich respektiere auch anderes Leben, das halte ich einerseits für meine Pflicht als Wesen dieses Planeten, daß ich es anderen Wesen hier nicht vermiese (ob nun Mensch oder Tier), andererseits maße ich es mir nicht an, den verschiedenen Leben "Wertigkeiten" zuzuordnen, d.h. ich finde nicht, daß ein Menschenleben mehr wert ist, als ein Tierleben. Nennt mich verrückt, aber wenn eine Mücke bei mir im Zimmer rumschwirrt, erschlage ich sie nicht, denn genausogut könnte ich meinen kleinen Bruder erschlagen, wenn er mich nervt. So zumindest die Theorie, das ich dieses Prinzip in der Praxis nicht befolgen kann ist klar. Einerseits ist die Gesellschaft vollkommen anders ausgerichtet, andererseits bin auch ich nicht völlig fest in dieser Meinung - wenn ich entscheiden könnte zwischen dem Leben einer meiner Freunde und dem irgendeiner Fliege würde ich trotzdem wider meiner Grundsätze handeln :(

Letztlich versuche aber auch ich, mir möglichst viel aus meinem Leben zu schlagen, Spaß zu haben, eine gute Zeit hier auf dem Planeten zu verbringen, da ich weiß, daß es mir 'nen Dreck nützt, wenn ich die paar Jahre hier mit demütigem Lernen, Arbeiten und Gehörigsein verbracht habe.
:)

Der_Mosch
20-09-2002, 14:23
Original geschrieben von Negative Creep
Nimm keine Befehle an

Ob du willst oder nicht, ein grosser Teil der Menschheit funktioniert nach dem Prinzip von Befehl und Gehorsam. Du kannst nicht allgemein sagen, dass dir niemand etwas befehlen darf.... in gewissen Situationen ist das notwendig oder in Ordnung. Beispielsweise auf der Arbeit. Falls du dich jedoch auf Befehle im allgemeinen beziehst... dagegen gibt es sogar ein Gesetz, selbst wenn du wolltest, dürftest du dich selber nicht als Sklave verdingen ;)

Negative Creep
20-09-2002, 14:26
Original geschrieben von Der_Mosch
Ob du willst oder nicht, ein grosser Teil der Menschheit funktioniert nach dem Prinzip von Befehl und Gehorsam. Du kannst nicht allgemein sagen, dass dir niemand etwas befehlen darf.... in gewissen Situationen ist das notwendig oder in Ordnung. Beispielsweise auf der Arbeit.
Jupp, glaube ich dir. Allerdings besteht ja auch ein Unterschied zwischen blindem Gehorsam und dem eigenen Abwägen von Befehlen, die man ausführt und die man nicht ausführt. Wenn ich in einem Job tätig bin werde ich natürlich auch das tun, was man mir sagt - schließlich bekomm ich ja auch Geld dafür - jedoch auch nicht uneingeschränkt.

Naos
20-09-2002, 14:31
Lebensprinzip ist ne gute und schwierige Frage.

Ich wills mal in der Form beantworten was ich von meinem Leben erwarte.

Einerseits will ich mich gut weiterbilden und einen guten Job haben bzw. irgendwie halt viel Geld verdienen um mir irgendwann meinen Porsche und meine tolle Eigentumswohung leisten kann. Das hört sich zwar sehr egoistisch an, aber ich bin nunmal sehr materialistisch eingestellt.

Andererseits denke ich mir ab und zu das dabei mein Leben an mir vorbei läuft und ich doch lieber mal meine ganzen Sachen packen würde und ab über alle Berge die Welt erkunden. Allen Stress hinter mir lassen und ab ins Abenteuer - was bestimt nicht immer rosige Zeiten bedeutet, sondern auch Stress das ist klar. Aber es nunmal unweigerlich eine imense Horizonterweiterung die dir sonst nie gegeben wird. > Sehr reizvoll.

craim
20-09-2002, 14:55
Original geschrieben von Negative Creep
Nimm keine Befehle an
Niemand (und wirklich niemand) hat das Recht, bzw. in irgendeiner Form die Befugnis, mir zu sagen, was ich zu tun habe. Wenn ich mich dem Willen anderer beuge, dann tu ich das entweder aus eigener Überlegung heraus (ist es gut für mich / bin ich verpflichtet, das zu tun, was der mir gerade gesagt hat) oder aus reiner "Nächstenliebe", wenn es darum geht, jemandem zu helfen, oder einen Gefallen zu tun.
Das schränkt auch mein Befolgen allgemeiner Normen ziemlich ein. Keine Gewalt kann mich dazu bringen, etwas zu tun, was ich nicht wirklich will und nur weil es gesellschaftliche Normen und Standards mir vorschreiben nach irgendwelchen Regeln zu leben hab ich das noch lang nicht zu tun.
Man muß immer wissen, daß man nicht gezwungen werden kann.
:)

völlig deiner meinung via....Nimm keine Befehle an


craim der aber auf seiner baustelle *befehle* geben muß...(mehr arbeitanweisungen,sonst laufen die wie blöd auf der baustelle rum u. saufen nur bier,u. pfeiffen den mädels hinterher....*den das is mein job)........):D :D ;) ..)

Horex
20-09-2002, 14:57
Meine Meinung zu der Welt: Jo, sie ist ziemlich düster...und geht immer mehr den Bach ab durch die Menscheit, es sollte mir gelacht und gelächelt werden, ich will damit sagen, mehr freude und weniger Krieg...

Mein Glaube: Ich bin ziemlich Christlich, um genau zu sein evangelisch ;) Ist ja nicht ganz so extrem wie katholiken, ich meine jetzt nur das grundgerüst des glaubens ;) wodran sich eh die wenigsten halten :lol:

Meine Einstellung: Alles ziemlich ruhig und gelassen sehen, und möglichst alles positiv sehen, aber nicht zu positiv, nur so viel wie es gut ist :) Und immer gut gelaunt sein! Das leben ist zu kurz um schlecht gelaunt zu sein :yes: (Siehe auch die Sign ;))

Chaoskilla
20-09-2002, 17:04
Interesantes Thema!!!!!

Mal sehen...........also.............im Grunde is die Welt ziemlich beschiessen!!! Jeden Morgen der gleiche Weg zur Schule oder zur Arbeit, immer die gleichen Leute (naja ok die meisten sind ganz inordnung).....immer der gleiche Ablauf. Manch mal hab ich echt die Schnaute voll und würde am liebsten abhauen irgenedwo hin wo alles anders ist. Andererseits gibt es genug Gründe Freude und Spass am Leben zu haben. Was Freunden unternehmen, sich mit der Freundin/ dem Freund treffen usw.

Das Leben is nicht immer leicht (es wäre ja auch lanweilig wenn es so wäre :D ), aber ich versuche aus allem das beste für mich zu ziehen.....

Was die Religion angeht: Ich bin katholisch getauft worden. Allerdings find ich dieses Einordnen in "evangelisch" und "Katholisch" total dämlich, denn im Grunde glauben beide "Seiten" an den Selben Gott.;)
Ich persönlich glaube an einen "Gott", wobei Gott vielleicht nicht das richtige Wort ist. Ich würde sagen das ich an eine Art von Prinzip glaube das allgegenwärtig ist und alles was im Universum passiert in einem gewissen Rahmen hält!!!
Außerdem finde ich es vermessen zu sagen das die Menscheheit die Krönung der Schöpfung ist. Es gibt fast unzählbar viele andere Sternensysteme in denen intelligentes Leben möglich sein könnte, das es doch recht warscheinlich ist, das wir nicht die einzigen und intelligentesten Lebewesen sind!!!!;)

In diesem Sinne: CARPE DIEM!!!!!

Horex
20-09-2002, 17:41
Das mit dem Glaubenm gebe ich dir recht...ich verstehe nicht warum der Glaube 2 geteilt ist...das bringt kein Sinn...aber ich bin eher neutral, ich glaube an Gott, bin also ein Christ, aber ich bin getauft und konfirmiert, dies ist mir aber gleich, ich finde es nur wichtig das man an Gott glaubt, bzw das man an irgendwas glaubt das einen nicht wahnsinnig macht ;)

Hitman
20-09-2002, 17:46
Ich würde die verschiedenen Konfessionen nicht als Schwachsinn bezeichnen, sie haben ja einen mehr oder weniger guten Grund, sich nicht wie die anderen zu Verhalten...

originalgeschrieben von Chaoskilla
Ich persönlich glaube an einen "Gott", wobei Gott vielleicht nicht das richtige Wort ist. Ich würde sagen das ich an eine Art von Prinzip glaube das allgegenwärtig ist und alles was im Universum passiert in einem gewissen Rahmen hält!!!

So sehe ich das auch.

Psycho Joker
20-09-2002, 18:02
Tja, das mit dem Glauben ist so eine Sache. Ich persönlich bin eher pragmatisch veranlagt wodurch ich nicht direkt an Gott oder etwas Übernatürliches. Jedoch werde ich ganz sicher auch nicht die Existenz von etwas Derartigem abstreiten. Schließlich gibt es weder Beweis noch Gegenbeweis.
Daher ist Gott oder was auch immer für mich irrelevant weil so etwas, wenn es existiert, keinen Einfluss auf mein Leben hat (hätte es einen ersichtlichen Einfluss, dann gäbe es einen Beweis für seine Existenz).
Jedoch glaube ich, dass so etwas wie Religion wichtig für den Menschen ist (auch wenn ich kein wirkich religiöser Mensch bin).

Horex
20-09-2002, 18:11
Die Religion gibt der Menscheit kraft. Nehmen wir z.b. die Wikinger als Beispiel, es war ein starkes Volk mit guten Waffen und Schiffsbaukunst, als sie dann später bekehrt wurden, also ihren glauben verloren hatten, vernachlässigten sie aus unbekannten Grund ihre alten "Technologien" und sie wurden vergessen...dabei waren die alten Bräuche von ihnen besser als die "neuen".

Nur mal so als Beispiel ;)

Psycho Joker
20-09-2002, 18:31
Oh ja! Die Wikinger waren z.B. sozial und psychologisch ziemlich fortgeschritten für ihre Zeit.

Horex
20-09-2002, 18:43
Nur leider wurde ihre Kultur zerstört :( Das hasse ich an den Christen...sie meinen ihren glauben überall verbreiten zu müssen, und zerstörten bzw zerstören noch immer damit andere Kulturen... schade eigentlich :(

Psycho Joker
20-09-2002, 19:12
Na ja, heute wohl nciht mehr, aber früher schon, ja. Schon ein trauriges Kapitel europäischer Geschichte.

Gibt es eigentlich irgendeinen Philosophen, den ihr besonders gut findet?

ComSubVie
20-09-2002, 20:05
Original geschrieben von Horex
Nur leider wurde ihre Kultur zerstört :( Das hasse ich an den Christen...sie meinen ihren glauben überall verbreiten zu müssen, und zerstörten bzw zerstören noch immer damit andere Kulturen... schade eigentlich :(

tja, man könnte jetzt versuchen was positives an den kreuzzügen zu finden. aber das einzige was mir einfällt ist das die kriege wenigstens woanders stattgefunden haben, und nicht hier. aber ich finde die religionsfreiheit hätte schon viel früher eingeführt werden sollen. auch wenns dann sicher viel weniger christen geben würde....

Horex
20-09-2002, 20:34
In Schleswig-Holstein gäbe es noch die, die an den alten Göttern der Wikinger glauben :rolleyes: Die gibt es nur noch in Grönland ;) Naja, aber die angewohnheit des Menschen ist nunmal alles zu zerstören was einigermaßen vernünftig ist :blah:

Aber so ist es nunmal, und leider wird es sich so schnell auch nicht ändern :rolleyes:

gersultan
20-09-2002, 20:55
erzwungende Relegionen zerstören Kulturen, nicht nur Wikinger, da wären noch die Inkas, die Indianer, die Schwarzafrikaner etc.

Horex
20-09-2002, 21:01
Gersi, ich hab die Wikinger nur als Beispiel genohmen, mir was schon bewusst das es mehr Kulturen gab...aber die Wikinger waren am nahe liegendsten als Beispiel ;)

Chaoskilla
25-09-2002, 22:13
Hm....ich find die Vergangenheit des Christentums ist alles andere als "glanzvoll"...........naja was solls. Krieg im Namen einer Religion is immer schlecht, egal von wem!!!!!
Shit happens..........:D

Aber mal was anderes:
Wie lebt ihr eigentlich eure aufgestaute Agressionen aus oder baut diese ab? Passt vielleicht nicht ganz zum eigentlichen Thema aber was solls. Wenns jemanden stört möge er es sagen.........dann mach ich nen eigenen Thread dazu auf.........

Ich für meinen Teil lasse meine Wut an der Musik aus (POGO!!!!!!!:D :D ) und an meinem Rechner ( oder besser gesagt an der Tastatur....:D )

Darkwolf
26-09-2002, 00:07
hm, also, meine Lebensphilosophie... uff, schwer zu sagen... vor allem: schwer, es kurz zu fassen.

ich bin ein (mehr oder weniger) gläubiger Mensch... das heißt: ich lebe nach den grundsätzlichen Werten des Christentums, auch wenn ich mit anderen Aspekten dieses Glaubens so meine Problemchen habe (Glaubwürdigkeit in meinen Augen). Aber ich denke, das die durch die Religionen im allgemeinen gelegten Grundregeln, solange sie nicht extremistisch ausgelegt werden, unserer Gesellschaft ein wenig Menschlichkeit wiedergeben.

als kleine ergänzung dazu nehme ich die meisten Dinge die so kommen wie sie kommen... und lache wenn möglich drüber - die Anhänger des Iocismus werden wissen was ich meine - und es bringt ja meistens eh nix, sich groß drüber aufzuregen.

mein lebensmotto - siehe sign - richtig dosierte Faulheit ist ein Stück Lebenskunst :)

Horex
26-09-2002, 16:12
Chaos, was für ein Musik Stil ist den bitte "Pogo"? :confused:
Ich kenne ja die "Anarchistische Pogo Partei Deutschlands" APPD ;) Gab es 1998 zu wählen :rolleyes: (So ne scheiß-partei :lol: )

mmh, ich baue aggressionen durch gamez zoggn ab, durch musik und sport :rolleyes:

Psycho Joker
26-09-2002, 21:02
Agressionen? Uff, wenn ich mal so richtig frustriert bin, macht ich meist etwas total Beklopptes und Psychopathisches (so bezeichnen meine Freunde das jedenfalls, ich find's normal :D :D). Manchmal zeichne ich auch was, zocke irgendwas wo viel viel Blut fließt oder ich mach was kaputt.

@Darki: Ja ja, wir Iocisten sind schon ein lustig' Völkchen. :D Btw, da fällt mir ein, dass ich das Iocismus-FAQ auch mal hier rienposten wollte...

rocco
26-09-2002, 21:18
Hi Psycho!
Naja ist schon ein schweres Thema.. Man fragt sich schon mal nach dem Sinn des Lebens. Ich denke man sollte das Leben schon irgendwie ernstnehmen und Schulabschluss & Co. machen. Wichtig ist auch ein paar gute Freunde haben. religion ist auch irgendwie wichtig ( für mich ) Ich glaube schon an Gott auch wenn er jetzt für mich nicht so ein Typ im Himmel mit langem weisen Bart ist... Auch gehe ich selten in die Kirche ( 1x im Monat ) also fast schon die Gruppe "Ostern und Weihnachten" Christen.. :)
Tja ansonsten sollte man aber natürlich das Leben geniesen und sich auch mal was gönnen... Irgendwann dann ein haus ne Familie schönes Auto ( große DVD Sammlung ;) ) und glücklich werden ... Hoffe so ähnlich wird der Rest meines Lebens :)

Psycho Joker
26-09-2002, 21:35
Hey rocco, wie geht's dem kleinen Finger?! :D :D

Ok, hier kommt das Iocismus-FAQ mit den am häufigsten gestellten Fragen bezüglich des Iocismus. :D

Heute werde ich euch etwas über die Philosophie des Iocismus erzählen. Sicher hat der ein oder andere den Begriff schon mal in meiner Signatur gesehen und sich gefragt "was soll die Scheisse eigentlich?" Nun das werde ich euch nun erklären.

Fangen wir an mit der Grundaussage des Iocismus.

Was will uns der Iocismus sagen?
Der Iocismus besagt, dass man über alles und jeden lachen kann. Denn alles und jeder ist auf irgendeine Weise absurd und lächerlich.

Warum ist das so?
Nun, diese Frage bringt uns direkt zum Gottesverständnis des Iocismus. Ja, ihr habt richtig gehört, auch im Iocismus glaubbt man die Existenz eines Wesens, das man als "Gott" bezeichnen könnte. Jedoch ist das iocistische Gottesverständnis etwas anders als das diverser Religionen.
Für den Iocisten ist Gott ein Wesen überirdischer Natur mit Humor und Langeweile. Wieder Iocismus zu dieser Schlussfolgerung kommt? Nun ganz einfach. Man gehe davon aus, dass Gott unsere schöne Welt erschaffen hat. Ok, nun sehe man sich unsere Welt an, in der wir leben. Und wer jetzt immer mit Leibnitz' "Wir leben in der bestmöglichen Welt"-These ankommt ist ein hoffnungsloser Naivling.
Ein ernsthafter Gott, der wirklich versucht etwas Großes und Wunderbaren zu schaffen würde sich doch nicht so eine Welt einfallen lassen. Ein Gott der Sinn für Humor hat und dem dazu noch langwelig ist, der verschafft sich Unterhaltung indem er eine Welt wie unsere erschafft.
"Was wenn er es nicht besser kann?", mag sich der ein oder andere fragen. Nun, wir haben es immerhin mit einem allmächtigen Gott zu tun.

Was ist für einen Iocisten von Bedeutung?
Nun, ein Iocist sieht Dinge wie Absurdität, Humor, Ironie, Lächerlichkeit et cetera als göttlich an. Indem er über diesselben Dinge wie Gott lacht, also die Welt mit Passagieren, versucht er dem göttlichen Humor und damit dem Göttlichen an sich näher zu sein.

Was wenn mich zwar die Idee des Iocismus interessiert, ich mich aber nicht mit dem ganzen Göttlichkeits-Kram anfreunden kann?
Nun, der Iocismus ist eine sehr flexible Philosophie udn hat uach mehrere Auslegungen. so unterteilt man die Iocisten in 2 verschiedene Auslegungsrichtungen (um nicht das Wort "Glaubensrichtungen" zu benutzen). Man unterscheidet zwischen positiven und negativen bzw. zwischen optimistischen und pessimistischen Iocisten.
Während die optimistischen Iocisten ihre iocistische Weltanschauung mit dem Verweis auf den Göttlichen Humor oder den Göttlichen Scherz ("iocus divinus") begründen, sind die pessimistischen Iocisten - wie der Name schon sagt - weit pessimistischer. Sie glauben nicht an so etwas wie einen Göttlichen Humor oder gar einen humorvollen gelangweilten Gott. Stattdessen haben sie sich eine Art "Galgenhumor" angeeignet. Zwar teilen sie die Ansicht der positiven Iocisten, dass die Welt absolut absurd und arg danebengeraten ist, jedoch sehen sie das nicht als gewollte Fügung Gottes, sondern als Schicksal's Schlag ins Gesicht. Also beschließen sie, angesichts dieser an sich traurigen Tatsache zu lachen. Denn was kann man in einer Situation, in der man am besten heult besser tun als lachen?! Daher auch das Motto der negativen Iocisten:
"Die Träne, die ich lache, muss ich nicht weinen!"
Diese Aussage drückt die bittere Ironie aus, von der sich die negativen Iocisten umgeben sehen.

Wie kann man die Philosophie des Iocismus in den Alltag übertragen?
Ganz einfach, folgt dem Grundsatz des Iocismus: Lacht drüber!

Übrigends könnte man "Always look at the bright side of life" von Monty Python als Hymne des Iocismus bezeichnen, da sie genau das ausdrückt, was der Iocismus vermitteln will.


For life is quite absurd
an death the final word
you must always face the curtain with a bow
forget about you sin
give the audiance a grin
enjoy, it's your last chance anyhow

So always look at the bright side of death
just before you take your terminal breath

Life's a piece of shit
when you look at it
Life's a laugh and death's a joke, it's true
you'll see it's all a show
keep'em laughing as you go
just remember that the last laugh's on you


usw.
Herrlich, geradezu überschwenglich iocistisch.


So, ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Materie geben. Sollten weitere Fragen aufkommen, stehe ich jederzeit gern zur Verfügung. :santa:

Raskolnikow
26-09-2002, 22:30
Original geschrieben von Psycho Joker
Ein Gott der Sinn für Humor hat und dem dazu noch langwelig ist, der verschafft sich Unterhaltung indem er eine Welt wie unsere erschafft.


Bah! Von Nietzsche geklaut...

Psycho Joker
26-09-2002, 22:38
Also von Nietzsche hab ich noch nie was gelesen. Wenn man von einem Zitat über Kunst mal absieht...

Ich geh aber trotzdem eine andere Richtung wie er. :p

Darkwolf
27-09-2002, 14:35
Nietzsche? *überleg* - irgendwie sagt mir der name was... aber soweit ich mich erinnern kann, ist er kein iocist, oder? *ratlos*

naja, aber ich finde, der Iocismus ist eine tolle Erfindung... nebenbei weiß ich durch PJ jetzt endlich, wie meine Glaubensrichtung heißt :D

Chaoskilla
27-09-2002, 15:33
Hey die Einstellung der Icoisteb gefällt mir!!! Ich glaub davon könnt ich mir ne Scheibe abschneiden............:D

@Horex: Ne das is keine Band oder Musikrichtung. Man könnte das auch als wildes rumgehüpfe und dabei möglichst viele andere wild umher hüpfende Leute anrempeln bezeichnen....:D Pogen halt. Das gut zu Slipknot oder anderen New Ages Bands aber vor allem zu schneller Metall Mucke. Ach ja und nch zu vergessen: Bei Korn mitgröhlen und sich den ganzen Ärger, Frust usw. aus der Seele schreien.................;-)

Psycho Joker
27-09-2002, 21:50
Tja, Iocismus ist eine Philosophie für jedermann! :D :D Nur Humor soltle man halt mitbringen, sonst wird das nix... ;)

craim
27-09-2002, 21:59
Original geschrieben von Raskolnikow


Bah! Von Nietzsche geklaut...
:hmm: ....Nietzsche is der nicht mal bei ``Was bin ich...´´ aufgetretten?....:p ;)

craim

Psycho Joker
27-09-2002, 22:23
Du hast was vergessen:

craim, der net besonders viel mit Nietzsche anfange kann...

:D :D :D :D :D ;)

AgentLie
28-09-2002, 05:43
Ich muss erstmal zugeben, dass ich zu fast allen Fragen keine wirkliche Antwort weiss, weil ich mir diese Fragen seit einer laengeren Zeit schon selber stelle. Meine Lebensphilosophie war "Lerne fuer die Schule (naja, vielleicht nicht ganz so extram, aber so in der Art ;)), werde erfolgreich und reich und erlange vielleicht sogar ein bischen Ruhm (naja, jeder ist ein bischen eingebildet ;)) Einschneidende Ereignisse in meinem Leben (auf die ich jetzt nicht weiter eingehen will) haben mich dann aber vor die Frage gestellt, ob nicht eher "Arbeite um zu Leben" und nicht "Lebe um zu arbeiten" mein Lebensmotto sein sollte. Vorher musste mir aber erst einmal wieder klar werden, ob es sich ueberhaupt lohnt zu leben. Ich befolge zwar jetzt noch immer haeufig "Lebe um zu Arbeiten" habe aber einen guten Mittelweg gefunden. Die Welt besteht fuer mich zum groessten Teil aus Menschen, die andere Menschen aus irgendwelchen mir unerfindlichen Gruenden umbringen wollen, oder die zumindest nicht auf die Interessen anderer und der Gemeinschaft acht geben wollen. Zu der zweiten Gruppe gehoerte ich zwar wahrscheinlich auch ein bischen, aber ich versuche zumindest mich in die Gesellschaft "einzugliedern". Weltanschauung und Glaube nehme ich mal als eine Sache. Also ich glaube an einen Gott, aber fuer mich ist es, wie es auch schon die anderen gesagt haben, mehr eine alles-lenkende Kraft und Macht, als ein Mann der auf einer Wolke sitz und uns beim Dahinvegetieren zuguckt. Obwohl ich eigentlich recht christliche Einstellungen und Moralvorstellungen vertrete und auch zumindest Teilen der Bibel Glaube schenke gedenke ich spaetestens mit 18 aus der Kirche auszutreten. Einfach nur aus Grund, weil mir dieser "Verein" in wichtigen Fragen nicht zusagt. Ich finde es auch falsch, wenn man nur eine Religion als die einzig wahre ansieht, denn irgendwie sind ja alle Religionen gleich: Sie glauben an etwas. Und dabei ist es egal ob der Gott jetzt Gott, Jaweh oder Alah heisst, oder durch 1000 Untergoetter simbolisiert wird. Trotzdem stelle ich mir manchmal noch die Frage, ob es nun wirklich einen Gott gibt. Ist es nicht wirklich einfach jedes Argument, das fuer einen (oder den Gott) spricht in der Luft zu zerreissen? Ich moechte mir jedoch auch nicht vorstellen, dass wir nur Teil eines biologischen Kreislaufes sind, der mit unserem Tod zum groessten Teil endet. So, jetzt habe ich genug geschrieben und bin erst einmal auf weitere Fremdantworten gespannt.;)

rocco
28-09-2002, 14:00
Natürlich stellt sich jeder wahrscheinlich die Frage ob es Gott gibt.. Aber beantworten kann sie niemand.. Es ist leicht zu sagen ja weil: oder nein weil:... Irgendwann wird man älter und da ist man wahrscheinlich einfach nur bereit zu glauben... Ich will auch gar keine Gegen oder Für argumente haben... Im Endeffekt nimmt das was da oben ist ja nur soviel Einfluss auf einen wie man es selber zulässt...